Neues Testament
Matthäus Kapitel 28
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Nach dem Sabbat, als es zum ersten [Tag] der Woche1 aufleuchtete, geht2 Maria von Magdala - und die andere Maria - die Grabstätte zu beschauen.
2Und - siehe! - es entstand ein großes Beben, denn ein Bote des Herrn fuhr vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür weg und setzte sich darauf.3
3Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand <glänzend> weiß, wie Schnee.
4Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und wurden gleichsam wie Tote.
5Der Bote antwortete und sagte zu den Frauen: "Fürchtet ihr euch nicht! - denn ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
6Er ist nicht hier, denn er wurde erweckt, so wie er sagte. Kommt her! Seht die Stätte, wo der Herr lag.
7Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern: Er wurde von den Toten erweckt. Siehe! Er geht euch voran nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen. Siehe! Ich habe es euch gesagt."
8Sie gingen schnell hinaus, vom Grab weg, mit Furcht und großer Freude und liefen, seinen Jüngern Bericht zu geben.
9Aber als sie hingingen, um seinen Jüngern Bericht zu geben - siehe! -, da kam Jesus ihnen entgegen: "Freut euch!"* sagte er. Sie traten heran und fassten seine Füße und huldigten ihm.
10Dann sagt Jesus zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Geht und gebt meinen Brüdern Bericht, damit sie nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen."
11Während sie hingingen - siehe! - von der Wache kamen etliche in die Stadt und gaben den Hohen Priestern Bericht von allem, was geschehen war.
12Und nachdem sie sich mit den Ältesten versammelt hatten und Rat gehalten hatten, gaben sie den Soldaten hinreichend Silberstücke
13mit den Worten: "Sagt: 'Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn, während wir schliefen.'
14Und falls dieses dem Statthalter zu Ohren kommt, werden wir ihn überreden und machen, dass ihr sorgenfrei seid."
15Sie nahmen die Silberstücke und taten, wie sie gelehrt worden waren. Und dieses Wort wurde bei den Juden verbreitet bis zum heutigen [Tag].
16Die elf Jünger gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte.
17Und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm. Sie waren aber im Zwiespalt.
18Und Jesus kam herzu, redete zu ihnen und sagte: "Mir wurde alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
19Geht also hin und macht zu Jüngern alle <in> den Völkern4, und tauft sie5 auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20und lehrt sie zu halten <und zu bewahren> alles, was immer ich euch gebot. Und - siehe! - ich bin bei euch alle Tage, bis zur Vollendung der Weltzeit*." Amen.
2Und - siehe! - es entstand ein großes Beben, denn ein Bote des Herrn fuhr vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür weg und setzte sich darauf.3
3Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand <glänzend> weiß, wie Schnee.
4Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und wurden gleichsam wie Tote.
5Der Bote antwortete und sagte zu den Frauen: "Fürchtet ihr euch nicht! - denn ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
6Er ist nicht hier, denn er wurde erweckt, so wie er sagte. Kommt her! Seht die Stätte, wo der Herr lag.
7Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern: Er wurde von den Toten erweckt. Siehe! Er geht euch voran nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen. Siehe! Ich habe es euch gesagt."
8Sie gingen schnell hinaus, vom Grab weg, mit Furcht und großer Freude und liefen, seinen Jüngern Bericht zu geben.
9Aber als sie hingingen, um seinen Jüngern Bericht zu geben - siehe! -, da kam Jesus ihnen entgegen: "Freut euch!"* sagte er. Sie traten heran und fassten seine Füße und huldigten ihm.
10Dann sagt Jesus zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Geht und gebt meinen Brüdern Bericht, damit sie nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen."
11Während sie hingingen - siehe! - von der Wache kamen etliche in die Stadt und gaben den Hohen Priestern Bericht von allem, was geschehen war.
12Und nachdem sie sich mit den Ältesten versammelt hatten und Rat gehalten hatten, gaben sie den Soldaten hinreichend Silberstücke
13mit den Worten: "Sagt: 'Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn, während wir schliefen.'
14Und falls dieses dem Statthalter zu Ohren kommt, werden wir ihn überreden und machen, dass ihr sorgenfrei seid."
15Sie nahmen die Silberstücke und taten, wie sie gelehrt worden waren. Und dieses Wort wurde bei den Juden verbreitet bis zum heutigen [Tag].
16Die elf Jünger gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte.
17Und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm. Sie waren aber im Zwiespalt.
18Und Jesus kam herzu, redete zu ihnen und sagte: "Mir wurde alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
19Geht also hin und macht zu Jüngern alle <in> den Völkern4, und tauft sie5 auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20und lehrt sie zu halten <und zu bewahren> alles, was immer ich euch gebot. Und - siehe! - ich bin bei euch alle Tage, bis zur Vollendung der Weltzeit*." Amen.
Fußnoten
- 1 eigtl.: zum ersten [Tag] in Bezug auf den Sabbat (d. h.: vom Sabbat an gerechnet); d. i.: zum Sonntag
- 2 Das gr. Zeitwort kann "kommen" oder "gehen" bedeuten. Vgl. z. B. Mt 21,19; Mk 11,13; 16,1; Lk 15,20
- 3 o.: Und - siehe! - es war ein großes Beben geschehen, denn ein Bote des Herrn war vom Himmel herabgefahren und hinzugetreten und hatte den Stein von der Tür weggewälzt und sich daraufgesetzt.
- 4 o.: alle [Menschen] von den Völkern; gemeint sind die einzelnen Menschen unter allen Völkern, einschließlich Israel, vgl. Mk 16,15.
- 5 d. h.: die Jünger, bzw. die Einzelnen von den Völkern, die zu Jüngern geworden sind