Neues Testament
Matthäus Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Dann wurde Jesus vom Geist hinaufgeführt in die Wüste, um von dem Teufel versucht zu werden.
2Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn zuletzt.
3Und es trat der Versucher zu ihm hin und sagte: "Wenn du Gottes Sohn bist, sprich, dass diese Steine Brote werden."
4Er antwortete und sagte: "Es ist geschrieben: 'Nicht von Brot allein wird ein Mensch leben, sondern von jedem Wort*, das1 durch den Mund Gottes hervorgeht.'" {5Mo 8,3}
5Dann nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf den Flügel der Tempelstätte2.
6Und er sagt zu ihm: "Wenn du Gottes Sohn bist, wirf dich hinab, denn es ist geschrieben: 'Er wird seinen Boten3 deinethalben Befehl erteilen' und: 'Auf Händen werden sie dich tragen4, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stoßest.'" {Ps 91,11.12}
7Jesus spricht zu ihm: "Wiederum ist geschrieben: 'Du sollst* den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen5.'" {5Mo 6,16}
8Wiederum nimmt der Teufel ihn mit sich auf einen sehr hohen Berg, und er zeigt ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit.
9Und er sagt zu ihm: "Dieses alles werde ich dir geben, wenn du niederfällst und mir huldigst."
10Dann sagt Jesus zu ihm: "Geh weg, Satan! - denn es ist geschrieben: 'Du sollst* dem Herrn, deinem Gott, huldigen und ihm allein <den ihm zukommenden> verehrenden Dienst erweisen!'" {Vgl. 5Mo 6,13; 10,20.}
11Dann lässt der Teufel von ihm ab, und - siehe - [himmlische] Boten kamen herbei und dienten ihm6.
12Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, zog er sich nach Galiläa zurück.
13Und er verließ Nazaret und kam und ließ sich nieder zu Kapernaum, das am See liegt, in den Gebieten von Sebulon7 und Naftali8,
14damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde, als er sagte:
15"Land Sebulon und Land Naftali, °Weg des Sees, [das Gebiet] jenseits des Jordans, Galiläa der Völker,
16das Volk, das in Finsternis sitzt, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes sitzen, Licht ist ihnen aufgegangen." {Vgl. Jes 8,23; 9,1.}
17Von jener Zeit [an] begann Jesus zu verkünden und zu sagen: "Tut Buße, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht."
18Als er den See9 von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas, als sie ein großes Wurfnetz in den See warfen, denn sie waren Fischer.
19Und er sagt zu ihnen: "Kommt her, mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen!"
20Sie verließen sogleich die Netze und folgten ihm.
21Und als er von dort weiterging, sah er weitere zwei Brüder: Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und seinen Bruder, Johannes, im Schiff mit ihrem Vater, Zebedäus, wie sie ihre Netze instand setzten. Und er rief sie.
22Sie verließen sogleich das Schiff und ihren Vater und folgten ihm.
23Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündete die gute Botschaft10 vom Königreich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk.
24Und die Kunde von ihm ging aus in das ganze Syrien. Und sie brachten hin zu ihm alle, denen es übel ging, die von mancherlei Krankheiten und Qualen befallen waren, auch dämonisch Geplagte11 und Mondsüchtige und Gelähmte. Und er heilte sie.
25Und es folgten ihm zahlreiche* Mengen aus Galiläa und dem Zehnstädtegebiet und <aus> Jerusalem und Judäa und [von] jenseits des Jordans.
2Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn zuletzt.
3Und es trat der Versucher zu ihm hin und sagte: "Wenn du Gottes Sohn bist, sprich, dass diese Steine Brote werden."
4Er antwortete und sagte: "Es ist geschrieben: 'Nicht von Brot allein wird ein Mensch leben, sondern von jedem Wort*, das1 durch den Mund Gottes hervorgeht.'" {5Mo 8,3}
5Dann nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf den Flügel der Tempelstätte2.
6Und er sagt zu ihm: "Wenn du Gottes Sohn bist, wirf dich hinab, denn es ist geschrieben: 'Er wird seinen Boten3 deinethalben Befehl erteilen' und: 'Auf Händen werden sie dich tragen4, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stoßest.'" {Ps 91,11.12}
7Jesus spricht zu ihm: "Wiederum ist geschrieben: 'Du sollst* den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen5.'" {5Mo 6,16}
8Wiederum nimmt der Teufel ihn mit sich auf einen sehr hohen Berg, und er zeigt ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit.
9Und er sagt zu ihm: "Dieses alles werde ich dir geben, wenn du niederfällst und mir huldigst."
10Dann sagt Jesus zu ihm: "Geh weg, Satan! - denn es ist geschrieben: 'Du sollst* dem Herrn, deinem Gott, huldigen und ihm allein <den ihm zukommenden> verehrenden Dienst erweisen!'" {Vgl. 5Mo 6,13; 10,20.}
11Dann lässt der Teufel von ihm ab, und - siehe - [himmlische] Boten kamen herbei und dienten ihm6.
12Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, zog er sich nach Galiläa zurück.
13Und er verließ Nazaret und kam und ließ sich nieder zu Kapernaum, das am See liegt, in den Gebieten von Sebulon7 und Naftali8,
14damit erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde, als er sagte:
15"Land Sebulon und Land Naftali, °Weg des Sees, [das Gebiet] jenseits des Jordans, Galiläa der Völker,
16das Volk, das in Finsternis sitzt, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes sitzen, Licht ist ihnen aufgegangen." {Vgl. Jes 8,23; 9,1.}
17Von jener Zeit [an] begann Jesus zu verkünden und zu sagen: "Tut Buße, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht."
18Als er den See9 von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas, als sie ein großes Wurfnetz in den See warfen, denn sie waren Fischer.
19Und er sagt zu ihnen: "Kommt her, mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen!"
20Sie verließen sogleich die Netze und folgten ihm.
21Und als er von dort weiterging, sah er weitere zwei Brüder: Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und seinen Bruder, Johannes, im Schiff mit ihrem Vater, Zebedäus, wie sie ihre Netze instand setzten. Und er rief sie.
22Sie verließen sogleich das Schiff und ihren Vater und folgten ihm.
23Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündete die gute Botschaft10 vom Königreich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk.
24Und die Kunde von ihm ging aus in das ganze Syrien. Und sie brachten hin zu ihm alle, denen es übel ging, die von mancherlei Krankheiten und Qualen befallen waren, auch dämonisch Geplagte11 und Mondsüchtige und Gelähmte. Und er heilte sie.
25Und es folgten ihm zahlreiche* Mengen aus Galiläa und dem Zehnstädtegebiet und <aus> Jerusalem und Judäa und [von] jenseits des Jordans.
Fußnoten
- 1 o.: von jedem Ausspruch, der
- 2 Welcher Teil des Tempelgebäudes genau gemeint ist, ist unklar.
- 3 d. h.: seinen himmlischen Boten; das Gr. kennt kein besonderes Wort für Engel.
- 4 o.: hebend tragen
- 5 o.: nicht herausfordern.
- 6 eigtl. im fortgesetzten Sinne zu verstehen: "dienten ihm <des Längeren>".
- 7 eigtl.: Zabuloon
- 8 eigtl.: Nephthaleim
- 9 Das Wort im Gt. wird sonst auch für "Meer" gebraucht.
- 10 o.: das Evangelium; gr. eu-aggelion. Das Wort setzt sich zusammen aus eu ("gut") und aggellein ("Botschaft sagen, bringen"). Das eu vor einem Vokal wurde im Gr. als "ef" ausgesprochen, und bei zwei "gg" nacheinander wird das erste wie "n" gesprochen; daher: ef-angelion.
- 11 w.: Dämonisierte; das Wort bezeichnet Menschen, die in irgendeiner Weise von Dämonen stark beeinflusst werden; "Besessene" wäre zu spezifisch.