Neues Testament
Matthäus Kapitel 19
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, begab er sich von Galiläa hinweg und kam in die Gebiete Judäas jenseits des Jordans.
2Und es folgten ihm zahlreiche* Mengen. Und er heilte sie dort.
3Und es kamen die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn1 und sagten zu ihm: "Ist es einem Menschen gestattet, sich aus jedem Grund von der Frau zu scheiden?"
4Er antwortete und sagte zu ihnen: "Habt ihr nicht gelesen, dass der, der sie machte, sie von Anfang als einen Männlichen und eine Weibliche machte
5und sagte: 'Deswegen wird ein Mann* den Vater und die Mutter verlassen, und er wird an seine Frau gefügt werden. Und es werden die zwei zu einem Fleisch'? {1Mo 2,24 n. d. gr. Üsg.}
6So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was also Gott zusammenfügte2, soll ein Mensch nicht trennen."
7Sie sagen zu ihm: "Warum gebot Mose also, einen Scheidebrief3 zu geben und sich von ihr zu scheiden?"
8Er sagt zu ihnen: "Im Blick auf eure Herzenshärte erlaubte Mose es euch, euch von euren Frauen zu scheiden. Vom Anfang her war es aber nicht so geschehen.
9Ich sage euch: Wer irgend sich von seiner Frau scheidet, außer auf Unzucht4 hin, und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und der, der [die] Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch."
10Seine Jünger sagen zu ihm: "Wenn die Sache des Mannes* mit der Frau so ist, ist es von keinem Vorteil zu heiraten."
11Er sagte zu ihnen: "Nicht alle fassen dieses Wort, sondern die, denen es gegeben ist:
12Es gibt nämlich Eunuchen, welche von Mutterschoß so5 geboren wurden, und es gibt Eunuchen, welche von den Menschen zu Eunuchen gemacht wurden, und es gibt Eunuchen, welche sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen machten6. Wer es fassen kann, fasse es."
13Dann wurden Kindlein hin zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und bete. Aber die Jünger schalten sie.
14Aber Jesus sagte: "Lasst die Kindlein, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher7 ist das Königreich der Himmel."
15Und er legte ihnen die Hände auf und zog von dort [weiter].
16Und - siehe - einer kam herbei und sagte zu ihm: "Guter Lehrer, was sollte ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe?"
17Er sagte zu ihm: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott. Willst du aber ins Leben eingehen, halte die Gebote."
18Er sagt zu ihm: "Was für welche?" Jesus sagte: "Das: Du sollst* nicht töten8. Du sollst* nicht Ehebruch begehen. Du sollst* nicht stehlen. Du sollst* nicht falsches Zeugnis geben.
19Ehre <stets> den Vater und die Mutter. {Vgl. 2Mo 20,12ff.} Und: Du sollst* deinen Nächsten9 lieben wie dich selbst." {3Mo 19,18}
20Der junge Mann sagt zu ihm: "In Bezug auf dieses alles hütete ich mich von meiner Jugend an. Was mangelt mir noch?"
21Jesus sagte zu ihm: "Willst du vollkommen sein, gehe hin, verkaufe deine Habe und gib [den] Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm her und folge mir10!"
22Als der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer.
23Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: "Wahrlich! Ich sage euch: Schwerlich wird ein Reicher in das Königreich der Himmel eingehen.
24Wiederum sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgehe, als dass ein Reicher in das Königreich Gottes eingehe."
25Als seine Jünger [das] hörten, erstaunten sie sehr: "Wer kann dann gerettet werden?", sagten sie.
26Aber Jesus blickte sie an und sagte zu ihnen: "Bei Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich."
27Dann antwortete Petrus und sagte zu ihm: "Siehe! Wir verließen alles und folgten dir. Was wird uns dann sein?"
28Jesus sagte zu ihnen: "Wahrlich! Ich sage euch: In der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzt, werdet auch ihr, die ihr mir folgtet, euch setzen auf zwölf Throne, richtend die zwölf Stämme Israels.
29Und jeder, der meines Namens wegen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Höfe11 verließ, wird hundertfach empfangen und wird ewiges Leben erben.
30Aber viele Erste werden Letzte sein und Letzte Erste [sein]12;
2Und es folgten ihm zahlreiche* Mengen. Und er heilte sie dort.
3Und es kamen die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn1 und sagten zu ihm: "Ist es einem Menschen gestattet, sich aus jedem Grund von der Frau zu scheiden?"
4Er antwortete und sagte zu ihnen: "Habt ihr nicht gelesen, dass der, der sie machte, sie von Anfang als einen Männlichen und eine Weibliche machte
5und sagte: 'Deswegen wird ein Mann* den Vater und die Mutter verlassen, und er wird an seine Frau gefügt werden. Und es werden die zwei zu einem Fleisch'? {1Mo 2,24 n. d. gr. Üsg.}
6So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was also Gott zusammenfügte2, soll ein Mensch nicht trennen."
7Sie sagen zu ihm: "Warum gebot Mose also, einen Scheidebrief3 zu geben und sich von ihr zu scheiden?"
8Er sagt zu ihnen: "Im Blick auf eure Herzenshärte erlaubte Mose es euch, euch von euren Frauen zu scheiden. Vom Anfang her war es aber nicht so geschehen.
9Ich sage euch: Wer irgend sich von seiner Frau scheidet, außer auf Unzucht4 hin, und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und der, der [die] Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch."
10Seine Jünger sagen zu ihm: "Wenn die Sache des Mannes* mit der Frau so ist, ist es von keinem Vorteil zu heiraten."
11Er sagte zu ihnen: "Nicht alle fassen dieses Wort, sondern die, denen es gegeben ist:
12Es gibt nämlich Eunuchen, welche von Mutterschoß so5 geboren wurden, und es gibt Eunuchen, welche von den Menschen zu Eunuchen gemacht wurden, und es gibt Eunuchen, welche sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen machten6. Wer es fassen kann, fasse es."
13Dann wurden Kindlein hin zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und bete. Aber die Jünger schalten sie.
14Aber Jesus sagte: "Lasst die Kindlein, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher7 ist das Königreich der Himmel."
15Und er legte ihnen die Hände auf und zog von dort [weiter].
16Und - siehe - einer kam herbei und sagte zu ihm: "Guter Lehrer, was sollte ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe?"
17Er sagte zu ihm: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott. Willst du aber ins Leben eingehen, halte die Gebote."
18Er sagt zu ihm: "Was für welche?" Jesus sagte: "Das: Du sollst* nicht töten8. Du sollst* nicht Ehebruch begehen. Du sollst* nicht stehlen. Du sollst* nicht falsches Zeugnis geben.
19Ehre <stets> den Vater und die Mutter. {Vgl. 2Mo 20,12ff.} Und: Du sollst* deinen Nächsten9 lieben wie dich selbst." {3Mo 19,18}
20Der junge Mann sagt zu ihm: "In Bezug auf dieses alles hütete ich mich von meiner Jugend an. Was mangelt mir noch?"
21Jesus sagte zu ihm: "Willst du vollkommen sein, gehe hin, verkaufe deine Habe und gib [den] Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm her und folge mir10!"
22Als der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer.
23Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: "Wahrlich! Ich sage euch: Schwerlich wird ein Reicher in das Königreich der Himmel eingehen.
24Wiederum sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgehe, als dass ein Reicher in das Königreich Gottes eingehe."
25Als seine Jünger [das] hörten, erstaunten sie sehr: "Wer kann dann gerettet werden?", sagten sie.
26Aber Jesus blickte sie an und sagte zu ihnen: "Bei Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich."
27Dann antwortete Petrus und sagte zu ihm: "Siehe! Wir verließen alles und folgten dir. Was wird uns dann sein?"
28Jesus sagte zu ihnen: "Wahrlich! Ich sage euch: In der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzt, werdet auch ihr, die ihr mir folgtet, euch setzen auf zwölf Throne, richtend die zwölf Stämme Israels.
29Und jeder, der meines Namens wegen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Höfe11 verließ, wird hundertfach empfangen und wird ewiges Leben erben.
30Aber viele Erste werden Letzte sein und Letzte Erste [sein]12;
Fußnoten
- 1 o.: stellten ihn auf die Probe
- 2 eigtl.: zusammenjochte
- 3 eigtl.: eine Abstandsschrift
- 4 d. h.: auf außereheliche Geschlechtsverbindung hin; das kann auch den Ehebruch einschließen.
- 5 d. h.: zeugungsunfähig
- 6 d. h.: durch Verzicht auf die Ehe und daher auf jegliche Ausübung ihrer Sexualität.
- 7 o.: derer, die von solcher Art sind
- 8 eigtl.: morden; so a. i. Folg.
- 9 eigtl.: Nahen
- 10 o.: folge mir <beständig>.
- 11 und Felder
- 12 Die Wortstellung lässt "viele" auf beide Gruppen beziehen.