Neues Testament
Matthäus Kapitel 15
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Dann kommen die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesus und sagen:
2"Weshalb übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? - denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot1 essen."
3Er antwortete und sagte zu ihnen: "Und weshalb übertretet ihr das Gebot Gottes wegen eurer Überlieferung?
4- denn Gott gebot und sagte: 'Ehre <stets> den Vater und die Mutter!' und: 'Wer von Vater oder Mutter schlecht redet, soll2 gewisslich sterben.' {2Mo 20,12; 21,17}
5Aber ihr sagt, wer irgend zum Vater oder zur Mutter sagen sollte: 'Eine [Opfer]gabe [sei es], was irgend von mir dir zunutze wäre.'
6Und er würde3 seinen Vater oder seine Mutter gar nicht ehren; und eurer Überlieferung wegen setztet ihr das Gebot Gottes außer Gültigkeit.
7Heuchler! Trefflich weissagte Jesaja über euch, als er sagte:
8'Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit den Lippen, aber sein Herz ist weit entfernt von mir.
9Vergeblich verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.'" {Jes 29,13}
10Und er rief die Menge herbei und sagte zu ihnen: "Hört und vernehmt4!
11Nicht das, was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern das, was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen."
12Dann traten seine Jünger hinzu und sagten zu ihm: "Weißt du, dass die Pharisäer Anstoß nahmen, als sie das Wort hörten?"
13Er antwortete und sagte: "Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, wird mit der Wurzel ausgerissen werden.
14Lasst sie! Sie sind blinde Leiter von Blinden. Wenn ein Blinder einen Blinden leitet, werden beide in die Grube fallen."
15Petrus antwortete und sagte zu ihm: "Deute uns dieses Gleichnis."
16Jesus sagte: "Seid auch ihr noch unverständig?
17Begreift ihr noch nicht, dass alles, was in den Mund eingeht, in den Bauch gelangt und in den Abort ausgeworfen wird?
18Aber das, was aus dem Mund ausgeht, kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen,
19denn aus dem Herzen kommen hervor böse Überlegungen, Mordtaten, Ehebrüche, Unzuchtstaten5, Diebstähle, falsche Zeugnisse, Lästerungen.
20Diese sind es, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen nicht."
21Und Jesus ging von dort weg und zog sich zurück in die [Land]teile von Tyrus und Sidon.
22Und - siehe - eine kanaanitische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, rief6 zu ihm und sagte: "Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter wird übel dämonisch geplagt7!"
23Aber er antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und ersuchten ihn und sagten: "Entlasse sie, denn sie ruft <laut> hinter uns her!"
24Er antwortete und sagte: "Ich bin nicht gesandt als nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel."
25Aber sie kam und huldigte ihm und sagte: "Herr, hilf mir!"
26Er antwortete und sagte: "Es ist nicht edel, das Brot den Kindern zu nehmen und den kleinen Hunden hinzuwerfen."
27Sie sagte: "Ja, Herr, denn auch die kleinen Hunde essen von den Krumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen."
28Dann antwortete Jesus: "O Frau", sagte er zu ihr, "dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst." Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.
29Und Jesus ging von dort weg und kam an den See von Galiläa. Und er stieg den Berg hinauf und saß dort.
30Und es kamen zu ihm zahlreiche* Mengen, die Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich hatten, und sie legten sie ab zu den Füßen Jesu. Und er heilte sie,
31sodass die Mengen sich verwunderten, als sie sahen, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sahen. Und sie verherrlichten den Gott Israels.
32Jesus rief seine Jünger heran und sagte: "Ich bin von Erbarmen bewegt über die Menge, weil sie schon drei Tage bei mir verharren, und sie haben nicht, was sie essen könnten. Und sie hungrig8 entlassen will ich nicht: Sie könnten auf dem Weg ermatten."
33Und seine Jünger sagen zu ihm: "Woher nehmen wir in der Einöde so viele Brote, um eine so große Menge zu sättigen?"
34Und Jesus sagt zu ihnen: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagen: "Sieben - und wenige kleine Fische."
35Und er befahl den Mengen, sich auf die Erde zu lagern.
36Und er nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach und gab sie seinen Jüngern. Die Jünger [gaben] sie der Menge.
37Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb: sieben Flechtkörbe voll.
38Die, die aßen, waren viertausend Männer - ohne Frauen und Kinder.
39Und er entließ die Mengen, stieg in das Schiff und kam in das Gebiet von Magdala.
2"Weshalb übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? - denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot1 essen."
3Er antwortete und sagte zu ihnen: "Und weshalb übertretet ihr das Gebot Gottes wegen eurer Überlieferung?
4- denn Gott gebot und sagte: 'Ehre <stets> den Vater und die Mutter!' und: 'Wer von Vater oder Mutter schlecht redet, soll2 gewisslich sterben.' {2Mo 20,12; 21,17}
5Aber ihr sagt, wer irgend zum Vater oder zur Mutter sagen sollte: 'Eine [Opfer]gabe [sei es], was irgend von mir dir zunutze wäre.'
6Und er würde3 seinen Vater oder seine Mutter gar nicht ehren; und eurer Überlieferung wegen setztet ihr das Gebot Gottes außer Gültigkeit.
7Heuchler! Trefflich weissagte Jesaja über euch, als er sagte:
8'Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit den Lippen, aber sein Herz ist weit entfernt von mir.
9Vergeblich verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.'" {Jes 29,13}
10Und er rief die Menge herbei und sagte zu ihnen: "Hört und vernehmt4!
11Nicht das, was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern das, was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen."
12Dann traten seine Jünger hinzu und sagten zu ihm: "Weißt du, dass die Pharisäer Anstoß nahmen, als sie das Wort hörten?"
13Er antwortete und sagte: "Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, wird mit der Wurzel ausgerissen werden.
14Lasst sie! Sie sind blinde Leiter von Blinden. Wenn ein Blinder einen Blinden leitet, werden beide in die Grube fallen."
15Petrus antwortete und sagte zu ihm: "Deute uns dieses Gleichnis."
16Jesus sagte: "Seid auch ihr noch unverständig?
17Begreift ihr noch nicht, dass alles, was in den Mund eingeht, in den Bauch gelangt und in den Abort ausgeworfen wird?
18Aber das, was aus dem Mund ausgeht, kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen,
19denn aus dem Herzen kommen hervor böse Überlegungen, Mordtaten, Ehebrüche, Unzuchtstaten5, Diebstähle, falsche Zeugnisse, Lästerungen.
20Diese sind es, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen nicht."
21Und Jesus ging von dort weg und zog sich zurück in die [Land]teile von Tyrus und Sidon.
22Und - siehe - eine kanaanitische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, rief6 zu ihm und sagte: "Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter wird übel dämonisch geplagt7!"
23Aber er antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und ersuchten ihn und sagten: "Entlasse sie, denn sie ruft <laut> hinter uns her!"
24Er antwortete und sagte: "Ich bin nicht gesandt als nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel."
25Aber sie kam und huldigte ihm und sagte: "Herr, hilf mir!"
26Er antwortete und sagte: "Es ist nicht edel, das Brot den Kindern zu nehmen und den kleinen Hunden hinzuwerfen."
27Sie sagte: "Ja, Herr, denn auch die kleinen Hunde essen von den Krumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen."
28Dann antwortete Jesus: "O Frau", sagte er zu ihr, "dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst." Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.
29Und Jesus ging von dort weg und kam an den See von Galiläa. Und er stieg den Berg hinauf und saß dort.
30Und es kamen zu ihm zahlreiche* Mengen, die Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich hatten, und sie legten sie ab zu den Füßen Jesu. Und er heilte sie,
31sodass die Mengen sich verwunderten, als sie sahen, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sahen. Und sie verherrlichten den Gott Israels.
32Jesus rief seine Jünger heran und sagte: "Ich bin von Erbarmen bewegt über die Menge, weil sie schon drei Tage bei mir verharren, und sie haben nicht, was sie essen könnten. Und sie hungrig8 entlassen will ich nicht: Sie könnten auf dem Weg ermatten."
33Und seine Jünger sagen zu ihm: "Woher nehmen wir in der Einöde so viele Brote, um eine so große Menge zu sättigen?"
34Und Jesus sagt zu ihnen: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagen: "Sieben - und wenige kleine Fische."
35Und er befahl den Mengen, sich auf die Erde zu lagern.
36Und er nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach und gab sie seinen Jüngern. Die Jünger [gaben] sie der Menge.
37Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb: sieben Flechtkörbe voll.
38Die, die aßen, waren viertausend Männer - ohne Frauen und Kinder.
39Und er entließ die Mengen, stieg in das Schiff und kam in das Gebiet von Magdala.
Fußnoten
- 1 d. h. a.: Speise
- 2 o.: soll mit dem Tode endigen
- 3 o.: wird
- 4 und versteht.
- 5 o.: außereheliche Geschlechtsverbindungen
- 6 d. h.: rief <wiederholt>; o.: rief <inständig>. Das gr. Impf. kann wiederholte oder intensivierte Handlung andeuten.
- 7 eigtl.: übel dämonisiert.
- 8 eigtl.: fastend; d. h., ohne dass sie gegessen haben