Neues Testament
Matthäus Kapitel 20
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1denn das Königreich1 der Himmel ist gleich einem Menschen, einem Hausherrn, welcher gleich am frühen Morgen ausging, Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen.
2Und nachdem er sich mit den Arbeitern auf einen Denar2 für den Tag geeinigt hatte, sandte er sie in seinen Weinberg.
3Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er auf dem Markt andere untätig stehen.
4Und zu denen sagte er: 'Geht auch ihr hin in den Weinberg, und ich werde euch geben, was recht ist.'
5Sie gingen hin. Wieder ging er aus, um die sechste und um die neunte Stunde, und tat ebenso.
6Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig stehen. Und er sagt zu ihnen: 'Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?'
7Sie sagen ihm: 'Weil niemand uns einstellte.' Er sagt zu ihnen: 'Geht auch ihr hin in den Weinberg, und ihr werdet bekommen, was recht ist.'
8Als es Abend geworden war, sagt der Herr des Weinberges zu seinem Verwalter: 'Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn, angefangen von den Letzten bis hin zu den Ersten.'
9Und als die um die elfte Stunde [Eingestellten] kamen, empfingen sie je einen Denar.
10Aber als die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr empfangen würden. Und auch sie empfingen je einen Denar.
11Als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn
12und sagten: 'Diese Letzten machten eine Stunde, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze ertrugen.'
13Er antwortete und sagte zu einem von ihnen: 'Gefährte, ich tue dir nicht Unrecht. Hattest du dich nicht mit mir geeinigt auf einen Denar?
14Nimm das Deine und gehe. Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.
15Oder ist es mir nicht gestattet, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Ist etwa dein Auge böse3, weil ich gut bin?'
16So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte [sein], °denn viele sind gerufen, aber wenige erwählt°."
17Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg abseits zu sich und sagte zu ihnen:
18"Siehe! Wir gehen hinauf nach Jerusalem. Und der Sohn des Menschen wird den Hohen Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Und sie werden ihn zum Tod verurteilen.
19Und sie werden ihn denen, die von den Völkern sind, ausliefern, [ihn] zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen. Und am dritten Tag wird er auferstehen."
20Dann kam die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm, huldigte ihm und erbat etwas von ihm.
21Er sagte zu ihr: "Was wünschst du?" Sie sagt zu ihm: "Sage, dass diese meine zwei Söhne, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, sitzen mögen in deinem Königreich."
22Aber Jesus antwortete und sagte: "Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinken werde4, oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?" Sie sagen ihm: "Wir können es."
23Und er sagt zu ihnen: "In der Tat werdet ihr meinen Becher trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden. Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu geben, steht nicht mir zu, sondern denen, für die es von meinem Vater bereitet ist, [wird es gegeben werden]."
24Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder.
25Aber Jesus rief sie heran und sagte: "Ihr wisst, dass die Erstrangigen der Völker5 sie beherrschen und die Großen Autorität über sie ausüben.
26Unter euch aber wird6 es nicht so sein, sondern wer irgend unter euch groß zu werden wünscht, sei <stets> euer Diener,
27und wer irgend unter euch der Erste zu sein wünscht, sei <stets> euer leibeigener Knecht,
28gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, bedient zu werden, sondern zu dienen und seine Seele7 zu geben als Lösegeld für viele."
29Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine zahlreiche Menge.
30Und - siehe - zwei Blinde, die am Weg saßen und hörten, dass Jesus vorüberziehe, riefen <laut> und sagten: "Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!"
31Aber die Menge fuhr sie an, dass sie schweigen sollten. Aber sie riefen noch mehr: "Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!"
32Und Jesus blieb stehen, rief sie und sagte: "Was wünscht ihr, dass ich für euch tun soll?"
33Sie sagen zu ihm: "Herr, dass unsere Augen aufgetan werden!"
34Jesus, von Erbarmen bewegt, rührte ihre Augen an. Und sogleich sahen ihre Augen wieder. Und sie folgten ihm.
2Und nachdem er sich mit den Arbeitern auf einen Denar2 für den Tag geeinigt hatte, sandte er sie in seinen Weinberg.
3Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er auf dem Markt andere untätig stehen.
4Und zu denen sagte er: 'Geht auch ihr hin in den Weinberg, und ich werde euch geben, was recht ist.'
5Sie gingen hin. Wieder ging er aus, um die sechste und um die neunte Stunde, und tat ebenso.
6Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig stehen. Und er sagt zu ihnen: 'Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?'
7Sie sagen ihm: 'Weil niemand uns einstellte.' Er sagt zu ihnen: 'Geht auch ihr hin in den Weinberg, und ihr werdet bekommen, was recht ist.'
8Als es Abend geworden war, sagt der Herr des Weinberges zu seinem Verwalter: 'Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn, angefangen von den Letzten bis hin zu den Ersten.'
9Und als die um die elfte Stunde [Eingestellten] kamen, empfingen sie je einen Denar.
10Aber als die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr empfangen würden. Und auch sie empfingen je einen Denar.
11Als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn
12und sagten: 'Diese Letzten machten eine Stunde, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze ertrugen.'
13Er antwortete und sagte zu einem von ihnen: 'Gefährte, ich tue dir nicht Unrecht. Hattest du dich nicht mit mir geeinigt auf einen Denar?
14Nimm das Deine und gehe. Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.
15Oder ist es mir nicht gestattet, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Ist etwa dein Auge böse3, weil ich gut bin?'
16So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte [sein], °denn viele sind gerufen, aber wenige erwählt°."
17Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg abseits zu sich und sagte zu ihnen:
18"Siehe! Wir gehen hinauf nach Jerusalem. Und der Sohn des Menschen wird den Hohen Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Und sie werden ihn zum Tod verurteilen.
19Und sie werden ihn denen, die von den Völkern sind, ausliefern, [ihn] zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen. Und am dritten Tag wird er auferstehen."
20Dann kam die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm, huldigte ihm und erbat etwas von ihm.
21Er sagte zu ihr: "Was wünschst du?" Sie sagt zu ihm: "Sage, dass diese meine zwei Söhne, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, sitzen mögen in deinem Königreich."
22Aber Jesus antwortete und sagte: "Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinken werde4, oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?" Sie sagen ihm: "Wir können es."
23Und er sagt zu ihnen: "In der Tat werdet ihr meinen Becher trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden. Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu geben, steht nicht mir zu, sondern denen, für die es von meinem Vater bereitet ist, [wird es gegeben werden]."
24Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder.
25Aber Jesus rief sie heran und sagte: "Ihr wisst, dass die Erstrangigen der Völker5 sie beherrschen und die Großen Autorität über sie ausüben.
26Unter euch aber wird6 es nicht so sein, sondern wer irgend unter euch groß zu werden wünscht, sei <stets> euer Diener,
27und wer irgend unter euch der Erste zu sein wünscht, sei <stets> euer leibeigener Knecht,
28gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, bedient zu werden, sondern zu dienen und seine Seele7 zu geben als Lösegeld für viele."
29Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine zahlreiche Menge.
30Und - siehe - zwei Blinde, die am Weg saßen und hörten, dass Jesus vorüberziehe, riefen <laut> und sagten: "Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!"
31Aber die Menge fuhr sie an, dass sie schweigen sollten. Aber sie riefen noch mehr: "Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!"
32Und Jesus blieb stehen, rief sie und sagte: "Was wünscht ihr, dass ich für euch tun soll?"
33Sie sagen zu ihm: "Herr, dass unsere Augen aufgetan werden!"
34Jesus, von Erbarmen bewegt, rührte ihre Augen an. Und sogleich sahen ihre Augen wieder. Und sie folgten ihm.
Fußnoten
- 1 o.: die Königsherrschaft
- 2 D. i. der übliche Tageslohn für Tagesarbeiter.
- 3 d. h.: hier: neidisch; vgl. Mk 7,21. Das "böse Auge" steht für "Neid".
- 4 o.: zu trinken im Begriff bin
- 5 o.: derer, die von den Völkern sind
- 6 Das Futur könnte hier i. S. e. Befehls gebraucht sein: soll
- 7 d. h.: sein Leben