Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 10
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Es war in Cäsarea ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann1 in der Truppe, die 'Die Italische' genannt wurde,
2ehrfürchtig und Gott fürchtend zusammen mit seinem ganzen Hause, der dem Volk viele Almosen2 gab und immerzu zu Gott flehte.
3In einem Gesicht sah er <deutlich> sichtbar, °etwa um die neunte Stunde des Tages, einen Boten Gottes, der zu ihm hereinkam und zu ihm sagte: "Kornelius!"
4Er blickte ihn unverwandt an, geriet in Furcht und sagte: "Was ist, Herr?" Er sagte zu ihm: "Deine Gebete und deine Almosen stiegen hinauf zum Gedenken vor Gott.
5Und nun schicke Männer nach Joppe und lass holen Simon, der zusätzlich Petrus genannt wird.
6Dieser ist zu Gast bei einem gewissen Simon, einem Gerber, dessen Haus am Meer ist."
7Als der Bote, der mit Kornelius geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei von seinen Hausknechten und einen ehrfürchtigen Soldaten von denen, die beständig um ihn waren,
8und als er ihnen alles erzählt hatte, sandte er sie nach Joppe.
9Am folgenden Tag, während jene unterwegs waren und sich der Stadt nahten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten. [Es war] um die sechste Stunde.
10Er wurde aber hungrig und wollte essen. Während sie zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn.
11Und er schaut <und sieht> den Himmel geöffnet und einen Behälter herabkommen, etwas wie ein großes Leinentuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde herabgelassen wurde,
12in dem alle die Vierfüßler der Erde vorhanden waren und die wilden Tiere und die kriechenden [Wesen] und die Vögel des Himmels.
13Und eine Stimme geschah zu ihm: "Stehe auf, Petrus! Schlachte und iss!"
14Aber Petrus sagte: "Keinesfalls, Herr! - denn ich aß noch nie irgendetwas Gemeines3 oder Unreines."
15Und wieder [geschah] eine Stimme zu ihm, ein zweites Mal: "Was Gott reinigte, mache du nicht gemein!"
16Dieses geschah dreimal. Und der Behälter wurde wieder hinaufgenommen in den Himmel.
17Als Petrus in sich ratlos war, was das Gesicht, das er gesehen hatte, sein solle, - siehe - da standen die von Kornelius gesandten Männer, nachdem sie das Haus Simons erfragt hatten, am Toreingang.
18Und nachdem sie sich mit der Stimme gemeldet hatten, erkundigten sie sich, ob Simon, der zusätzlich Petrus genannt werde, hier zu Gast sei.
19Während Petrus über das Gesicht nachsann, sagte ihm der Geist: "Siehe, Männer suchen dich.
20Stehe jedoch auf, gehe hinab und ziehe zusammen mit ihnen ohne Bedenken <und ohne einen Unterschied zu machen>, weil ich sie gesandt habe."
21Petrus ging hinab zu den Männern. Er sagte: "Siehe, ich bin es, den ihr sucht. Was ist die Ursache, wegen der ihr da seid?"
22Sie sagten: "Dem Hauptmann Kornelius, einem gerechten Mann und einem, der Gott fürchtet, der ein gutes Zeugnis hat beim ganzen Volk der Juden, wurde von einem heiligen Boten Weisung erteilt, dich in sein Haus holen zu lassen und Worte* von dir4 zu hören."
23Also bat er sie hereinzukommen und beherbergte sie. Am folgenden Tag ging Petrus zusammen mit ihnen fort, und etliche der Brüder von Joppe gingen zusammen mit ihm.
24Und am Tag darauf kamen sie in Cäsarea an. Kornelius hatte seine Verwandten und die nächsten Freunde zusammengerufen und erwartete sie.
25Als Petrus dabei war hereinzukommen, begegnete ihm Kornelius, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm.
26Aber Petrus richtete ihn auf und sagte: "Stehe auf! Ich bin selbst auch ein Mensch."
27Und während er sich mit ihm unterredete, ging er hinein, und er findet viele versammelt.
28Da <richtete> er sich an sie und sagte: "Euch ist bekannt, wie es für einen jüdischen Mann unerlaubt ist, sich an einen, der anderer Abstammung ist, anzuschließen oder zu [ihm] hinzukommen. Und [nun] zeigte mir Gott, keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen,
29weswegen ich auch ohne Widerspruch kam, als ich geholt wurde. Ich frage also: Aus welchem Grund ließt ihr mich holen?"
30Und Kornelius sagte: "Vor vier5 Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde6 und betete um die neunte Stunde in meinem Haus, und - siehe! - ein Mann stand vor mir in leuchtendem Gewand,
31und er sagt: 'Kornelius! Dein Gebet wurde erhört, und deiner Almosen wurde gedacht vor Gott.
32Schicke also nach Joppe und lass Simon holen, der zusätzlich Petrus genannt wird. Dieser ist zu Gast im Haus Simons, eines Gerbers, am Meer. Der wird, wenn er hergekommen ist, zu dir reden.'
33Sofort schickte ich also nach dir, und du tatst wohl, dass du herkamst. Nun sind wir also alle hier vor Gott zugegen, alles zu hören, was dir von Gott angeordnet ist."
34Petrus tat den Mund auf und sagte: "In Wahrheit begreife ich, dass Gott nicht einer ist, der die Person ansieht,
35sondern dass in jedem Volk der, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, ihm angenehm ist.
36Das Wort, das er den Söhnen Israels sandte, das die gute Botschaft des Friedens durch Jesus Christus kündet - er ist Herr von allem -,
37wisst ihr, das Wort*, das durch ganz Judäa geschah, das nach der Taufe, die Johannes verkündete, von Galiläa her seinen Anfang nahm:
38Jesus, der von Nazaret war, wie Gott ihn mit dem Heiligen Geist und mit Kraft salbte, der [das Land] durchzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, weil Gott mit ihm war -
39und wir sind Zeugen von allem, was er tat, im Land der Juden und auch in Jerusalem -, den sie auch umbrachten, indem sie ihn an ein Holz hängten.
40Diesen erweckte Gott am dritten Tage und gab, dass er sichtbar wurde,
41nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, welche zusammen mit ihm aßen und zusammen mit ihm tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war.
42Und er wies uns an, dem Volk zu verkünden und mit Ernst zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter <über> Lebende und Tote ist.
43Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden bekommt."
44Noch während Petrus diese Worte* redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
45Und die Gläubigen aus der Beschneidung, alle, die mit Petrus gekommen waren, staunten darüber, dass auch auf die, die von den Völkern waren,7 die Gabe des Heiligen Geistes8 ausgegossen worden war,
46denn sie hörten sie in Sprachen9 reden und Gott [lobend] groß machen. Dann antwortete Petrus:
47"Kann jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist bekommen haben - so, wie auch wir?"
48Und er ordnete an, dass sie getauft würden im Namen des Herrn. Dann ersuchten sie ihn, einige Tage dazubleiben.
2ehrfürchtig und Gott fürchtend zusammen mit seinem ganzen Hause, der dem Volk viele Almosen2 gab und immerzu zu Gott flehte.
3In einem Gesicht sah er <deutlich> sichtbar, °etwa um die neunte Stunde des Tages, einen Boten Gottes, der zu ihm hereinkam und zu ihm sagte: "Kornelius!"
4Er blickte ihn unverwandt an, geriet in Furcht und sagte: "Was ist, Herr?" Er sagte zu ihm: "Deine Gebete und deine Almosen stiegen hinauf zum Gedenken vor Gott.
5Und nun schicke Männer nach Joppe und lass holen Simon, der zusätzlich Petrus genannt wird.
6Dieser ist zu Gast bei einem gewissen Simon, einem Gerber, dessen Haus am Meer ist."
7Als der Bote, der mit Kornelius geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei von seinen Hausknechten und einen ehrfürchtigen Soldaten von denen, die beständig um ihn waren,
8und als er ihnen alles erzählt hatte, sandte er sie nach Joppe.
9Am folgenden Tag, während jene unterwegs waren und sich der Stadt nahten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten. [Es war] um die sechste Stunde.
10Er wurde aber hungrig und wollte essen. Während sie zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn.
11Und er schaut <und sieht> den Himmel geöffnet und einen Behälter herabkommen, etwas wie ein großes Leinentuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde herabgelassen wurde,
12in dem alle die Vierfüßler der Erde vorhanden waren und die wilden Tiere und die kriechenden [Wesen] und die Vögel des Himmels.
13Und eine Stimme geschah zu ihm: "Stehe auf, Petrus! Schlachte und iss!"
14Aber Petrus sagte: "Keinesfalls, Herr! - denn ich aß noch nie irgendetwas Gemeines3 oder Unreines."
15Und wieder [geschah] eine Stimme zu ihm, ein zweites Mal: "Was Gott reinigte, mache du nicht gemein!"
16Dieses geschah dreimal. Und der Behälter wurde wieder hinaufgenommen in den Himmel.
17Als Petrus in sich ratlos war, was das Gesicht, das er gesehen hatte, sein solle, - siehe - da standen die von Kornelius gesandten Männer, nachdem sie das Haus Simons erfragt hatten, am Toreingang.
18Und nachdem sie sich mit der Stimme gemeldet hatten, erkundigten sie sich, ob Simon, der zusätzlich Petrus genannt werde, hier zu Gast sei.
19Während Petrus über das Gesicht nachsann, sagte ihm der Geist: "Siehe, Männer suchen dich.
20Stehe jedoch auf, gehe hinab und ziehe zusammen mit ihnen ohne Bedenken <und ohne einen Unterschied zu machen>, weil ich sie gesandt habe."
21Petrus ging hinab zu den Männern. Er sagte: "Siehe, ich bin es, den ihr sucht. Was ist die Ursache, wegen der ihr da seid?"
22Sie sagten: "Dem Hauptmann Kornelius, einem gerechten Mann und einem, der Gott fürchtet, der ein gutes Zeugnis hat beim ganzen Volk der Juden, wurde von einem heiligen Boten Weisung erteilt, dich in sein Haus holen zu lassen und Worte* von dir4 zu hören."
23Also bat er sie hereinzukommen und beherbergte sie. Am folgenden Tag ging Petrus zusammen mit ihnen fort, und etliche der Brüder von Joppe gingen zusammen mit ihm.
24Und am Tag darauf kamen sie in Cäsarea an. Kornelius hatte seine Verwandten und die nächsten Freunde zusammengerufen und erwartete sie.
25Als Petrus dabei war hereinzukommen, begegnete ihm Kornelius, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm.
26Aber Petrus richtete ihn auf und sagte: "Stehe auf! Ich bin selbst auch ein Mensch."
27Und während er sich mit ihm unterredete, ging er hinein, und er findet viele versammelt.
28Da <richtete> er sich an sie und sagte: "Euch ist bekannt, wie es für einen jüdischen Mann unerlaubt ist, sich an einen, der anderer Abstammung ist, anzuschließen oder zu [ihm] hinzukommen. Und [nun] zeigte mir Gott, keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen,
29weswegen ich auch ohne Widerspruch kam, als ich geholt wurde. Ich frage also: Aus welchem Grund ließt ihr mich holen?"
30Und Kornelius sagte: "Vor vier5 Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde6 und betete um die neunte Stunde in meinem Haus, und - siehe! - ein Mann stand vor mir in leuchtendem Gewand,
31und er sagt: 'Kornelius! Dein Gebet wurde erhört, und deiner Almosen wurde gedacht vor Gott.
32Schicke also nach Joppe und lass Simon holen, der zusätzlich Petrus genannt wird. Dieser ist zu Gast im Haus Simons, eines Gerbers, am Meer. Der wird, wenn er hergekommen ist, zu dir reden.'
33Sofort schickte ich also nach dir, und du tatst wohl, dass du herkamst. Nun sind wir also alle hier vor Gott zugegen, alles zu hören, was dir von Gott angeordnet ist."
34Petrus tat den Mund auf und sagte: "In Wahrheit begreife ich, dass Gott nicht einer ist, der die Person ansieht,
35sondern dass in jedem Volk der, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, ihm angenehm ist.
36Das Wort, das er den Söhnen Israels sandte, das die gute Botschaft des Friedens durch Jesus Christus kündet - er ist Herr von allem -,
37wisst ihr, das Wort*, das durch ganz Judäa geschah, das nach der Taufe, die Johannes verkündete, von Galiläa her seinen Anfang nahm:
38Jesus, der von Nazaret war, wie Gott ihn mit dem Heiligen Geist und mit Kraft salbte, der [das Land] durchzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, weil Gott mit ihm war -
39und wir sind Zeugen von allem, was er tat, im Land der Juden und auch in Jerusalem -, den sie auch umbrachten, indem sie ihn an ein Holz hängten.
40Diesen erweckte Gott am dritten Tage und gab, dass er sichtbar wurde,
41nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, welche zusammen mit ihm aßen und zusammen mit ihm tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war.
42Und er wies uns an, dem Volk zu verkünden und mit Ernst zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter <über> Lebende und Tote ist.
43Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden bekommt."
44Noch während Petrus diese Worte* redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
45Und die Gläubigen aus der Beschneidung, alle, die mit Petrus gekommen waren, staunten darüber, dass auch auf die, die von den Völkern waren,7 die Gabe des Heiligen Geistes8 ausgegossen worden war,
46denn sie hörten sie in Sprachen9 reden und Gott [lobend] groß machen. Dann antwortete Petrus:
47"Kann jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist bekommen haben - so, wie auch wir?"
48Und er ordnete an, dass sie getauft würden im Namen des Herrn. Dann ersuchten sie ihn, einige Tage dazubleiben.
Fußnoten
- 1 D. i. ein Anführer einer Hundertschaft.
- 2 o.: Spenden des Erbarmens
- 3 d. h.: im eigtl. Sinn des Wortes: allgemein den Menschen außerhalb Israels zur Speise Gegebenes
- 4 o.: von dir gesprochene Dinge
- 5 n. jüd. - inklusiver - Zählweise vier; jeder angebrochene Tag wurde als ganzer gerechnet; vgl. Apg 10,9.23.24.
- 6 d. h.: Tageszeit
- 7 o.: auf die Heiden; so a. i. Folg.
- 8 o.: als Gabe der Heilige Geist; der Wesfall kann i. S. e. Gleichsetzung verstanden werden: die Gabe, [nämlich] den Heiligen Geist, denn nach V. 44 war es er, der auf sie ausgegossen wurde; vgl. Apg 2,38.
- 9 d. h.: in Fremdsprachen, die sie nicht gelernt hatten