Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 18
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Nach diesem verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.
2Und er traf einen Juden namens Aquila, der aus Pontus stammte und kürzlich mit seiner Frau Priskilla aus Italien gekommen war, weil Klaudius allen Juden angeordnet1 hatte, Rom zu verlassen. Er kam zu ihnen,
3und weil er des gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete, denn sie waren von Handwerk Zeltmacher.
4Jeden Sabbat sprach er in der Synagoge und überzeugte beide, Juden und Griechen.
5Als beide, Silas und Timotheus, von Makedonien herabkamen, wurde Paulus vom Geist2 gedrängt3: Mit Ernst bezeugte er den Juden Jesus, den Gesalbten4.
6Als sie sich aber dagegen auflehnten und lästerten, schüttelte er seine Kleider aus und sagte zu ihnen: "Euer Blut auf euer Haupt! Ich bin rein. Von nun an werde ich hingehen zu denen von den Völkern."
7Und er zog aus von dort und ging in das Haus von einem namens Justus, der Gott in Ehrfurcht hielt, dessen Haus an die Synagoge stieß.
8Aber Krispus, der Synagogenvorsteher, glaubte an den Herrn zusammen mit seinem ganzen Hause, und viele der Korinther, als sie [die Botschaft] hörten, glaubten und wurden getauft.
9Aber der Herr sagte zu Paulus bei Nacht in einem Gesicht: "Fürchte dich nicht, sondern rede <weiterhin> und schweige nicht,
10weil ich mit dir bin, und niemand wird [Hand] an dich legen, dir zu schaden, weil ich viel Volk in dieser Stadt habe."
11Und er war [da] ein Jahr und sechs Monate sesshaft und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.
12Aber als Gallio Prokonsul von Achaia war5, erhoben sich die Juden mit Einmütigkeit gegen Paulus und brachten ihn vor den Richterstuhl.
13Sie sagten: "Dieser überredet die Menschen, dem Gesetz zuwider Gott zu verehren!"
14Aber als Paulus sich anschickte den Mund aufzutun, sagte Gallio zu den Juden: "Wenn es also tatsächlich eine etwaige Ungerechtigkeit oder ein böses Verbrechen gewesen wäre, o Juden, hätte ich euch vernünftigerweise angenommen.
15Ist es aber eine Frage über ein Wort6 und [über] Namen und Gesetz unter euch, werdet ihr selbst zusehen [müssen], denn ich habe nicht die Absicht, Richter dieser Dinge zu sein."
16Und er wies sie fort vom Richterstuhl.
17Aber alle Griechen nahmen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, mit sich und schlugen ihn vor dem Richterstuhl. Und Gallio kümmerte sich um keinen dieser <Vorgänge>.
18Nachdem Paulus noch viele Tage dageblieben war, nahm er Abschied7 von den Brüdern und fuhr, nachdem er sich in Kenchreä das Haupt geschoren hatte (denn er hatte ein Gelübde gehabt), zu Schiff in Richtung Syrien. Und zusammen mit ihm [fuhren] Priskilla und Aquila.
19Er gelangte nach Ephesus und ließ jene dort zurück. Er selbst ging in die Synagoge und sprach zu den Juden.
20Aber als sie ihn ersuchten, auf längere Zeit bei ihnen zu bleiben, sagte er nicht zu,
21sondern nahm Abschied von ihnen: "Ich muss auf alle Fälle das kommende Fest zu Jerusalem halten. Ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will", sagte er und fuhr aus von Ephesus.
22Und nachdem er zu Cäsarea gelandet und hinaufgezogen war8 und die Gemeinde gegrüßt hatte, zog er hinab nach Antiochien.
23Und als er eine gewisse Zeit dort zugebracht hatte, zog er aus9 und durchzog nacheinander das galatische und phrygische Landgebiet10 und festigte alle Jünger.
24Es kam nach Ephesus ein gewisser Jude namens Apollos, ein Alexandrier von Geburt, ein gelehrter <und wortgewandter> Mann; er war ein Kräftiger in den Schriften.
25Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn. Und glühend im Geist redete und lehrte er genau11 die <Dinge> über den Herrn; bekannt war ihm dabei nur die Taufe des Johannes.
26Dieser fing an, mit Freimütigkeit zu reden in der Synagoge. Nachdem Aquila und Priskilla ihn gehört hatten, nahmen sie ihn zu sich und setzten ihm den Weg Gottes mit größerer Genauigkeit auseinander.
27Als er beabsichtigte, nach Achaia durchzuziehen, schrieben die Brüder den Jüngern und machten Mut, ihn in Empfang zu nehmen; der war, als er hinkam, denen, die geglaubt hatten, °durch die Gnade° vielfache Hilfe12,
28denn mit anhaltender Nachdrücklichkeit widerlegte er gänzlich die Juden öffentlich und zeigte durch die Schriften auf, dass der Gesalbte13 Jesus sei.
2Und er traf einen Juden namens Aquila, der aus Pontus stammte und kürzlich mit seiner Frau Priskilla aus Italien gekommen war, weil Klaudius allen Juden angeordnet1 hatte, Rom zu verlassen. Er kam zu ihnen,
3und weil er des gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete, denn sie waren von Handwerk Zeltmacher.
4Jeden Sabbat sprach er in der Synagoge und überzeugte beide, Juden und Griechen.
5Als beide, Silas und Timotheus, von Makedonien herabkamen, wurde Paulus vom Geist2 gedrängt3: Mit Ernst bezeugte er den Juden Jesus, den Gesalbten4.
6Als sie sich aber dagegen auflehnten und lästerten, schüttelte er seine Kleider aus und sagte zu ihnen: "Euer Blut auf euer Haupt! Ich bin rein. Von nun an werde ich hingehen zu denen von den Völkern."
7Und er zog aus von dort und ging in das Haus von einem namens Justus, der Gott in Ehrfurcht hielt, dessen Haus an die Synagoge stieß.
8Aber Krispus, der Synagogenvorsteher, glaubte an den Herrn zusammen mit seinem ganzen Hause, und viele der Korinther, als sie [die Botschaft] hörten, glaubten und wurden getauft.
9Aber der Herr sagte zu Paulus bei Nacht in einem Gesicht: "Fürchte dich nicht, sondern rede <weiterhin> und schweige nicht,
10weil ich mit dir bin, und niemand wird [Hand] an dich legen, dir zu schaden, weil ich viel Volk in dieser Stadt habe."
11Und er war [da] ein Jahr und sechs Monate sesshaft und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.
12Aber als Gallio Prokonsul von Achaia war5, erhoben sich die Juden mit Einmütigkeit gegen Paulus und brachten ihn vor den Richterstuhl.
13Sie sagten: "Dieser überredet die Menschen, dem Gesetz zuwider Gott zu verehren!"
14Aber als Paulus sich anschickte den Mund aufzutun, sagte Gallio zu den Juden: "Wenn es also tatsächlich eine etwaige Ungerechtigkeit oder ein böses Verbrechen gewesen wäre, o Juden, hätte ich euch vernünftigerweise angenommen.
15Ist es aber eine Frage über ein Wort6 und [über] Namen und Gesetz unter euch, werdet ihr selbst zusehen [müssen], denn ich habe nicht die Absicht, Richter dieser Dinge zu sein."
16Und er wies sie fort vom Richterstuhl.
17Aber alle Griechen nahmen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, mit sich und schlugen ihn vor dem Richterstuhl. Und Gallio kümmerte sich um keinen dieser <Vorgänge>.
18Nachdem Paulus noch viele Tage dageblieben war, nahm er Abschied7 von den Brüdern und fuhr, nachdem er sich in Kenchreä das Haupt geschoren hatte (denn er hatte ein Gelübde gehabt), zu Schiff in Richtung Syrien. Und zusammen mit ihm [fuhren] Priskilla und Aquila.
19Er gelangte nach Ephesus und ließ jene dort zurück. Er selbst ging in die Synagoge und sprach zu den Juden.
20Aber als sie ihn ersuchten, auf längere Zeit bei ihnen zu bleiben, sagte er nicht zu,
21sondern nahm Abschied von ihnen: "Ich muss auf alle Fälle das kommende Fest zu Jerusalem halten. Ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will", sagte er und fuhr aus von Ephesus.
22Und nachdem er zu Cäsarea gelandet und hinaufgezogen war8 und die Gemeinde gegrüßt hatte, zog er hinab nach Antiochien.
23Und als er eine gewisse Zeit dort zugebracht hatte, zog er aus9 und durchzog nacheinander das galatische und phrygische Landgebiet10 und festigte alle Jünger.
24Es kam nach Ephesus ein gewisser Jude namens Apollos, ein Alexandrier von Geburt, ein gelehrter <und wortgewandter> Mann; er war ein Kräftiger in den Schriften.
25Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn. Und glühend im Geist redete und lehrte er genau11 die <Dinge> über den Herrn; bekannt war ihm dabei nur die Taufe des Johannes.
26Dieser fing an, mit Freimütigkeit zu reden in der Synagoge. Nachdem Aquila und Priskilla ihn gehört hatten, nahmen sie ihn zu sich und setzten ihm den Weg Gottes mit größerer Genauigkeit auseinander.
27Als er beabsichtigte, nach Achaia durchzuziehen, schrieben die Brüder den Jüngern und machten Mut, ihn in Empfang zu nehmen; der war, als er hinkam, denen, die geglaubt hatten, °durch die Gnade° vielfache Hilfe12,
28denn mit anhaltender Nachdrücklichkeit widerlegte er gänzlich die Juden öffentlich und zeigte durch die Schriften auf, dass der Gesalbte13 Jesus sei.
Fußnoten
- 1 Das Edikt geschah im 9. Jahr der Regierung des röm. Kaisers Klaudius, also zwischen dem 25. 1. 49 und dem 25. 1. 50 n. Chr.
- 2 so n. dem Byz. T. und der großen Mehrheit der gr. Hss. Nach einigen alten Hss (Papyrus 74; Sinaticus; Vaticanus; Bezae [Codex D] und Laudianus [Codex E] u. wenige andere): "durch das Wort".
- 3 evtl.: <wiederholt> gedrängt; o.: <nachhaltig> gedrängt; gr. Impf.
- 4 o.: als den Gesalbten.
- 5 Gallio war Prokonsul höchstwahrscheinlich vom 1. Juli 51 bis Ende Juni 52 n. Chr.
- 6 evtl. i. S. v.: eine Idee
- 7 o.: machte er sich los
- 8 d. h.: nach Jerusalem
- 9 o.: zog er weiter
- 10 Nach Ramsay sind die zwei als ein politisches Gebiet zu betrachten.
- 11 d. h.: es gelang ihm, genau zu sein im Lehren der Dinge
- 12 und ein großer Beistand
- 13 gr. christos, heb. maschiach (Messias), lat. Christus