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Neues Testament

Apostelgeschichte Kapitel 6

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1In jenen Tagen, als die Jünger sich <fortwährend> mehrten, entstand ein Murren der Griechischen1 gegen die Hebräer2, weil ihre Witwen bei der täglichen Bedienung übersehen wurden.
2Nachdem die Zwölf die Menge der Jünger zu sich gerufen hatten, sagten sie: "Es ist nicht annehmbar, dass wir das Wort Gottes unterlassen, um an Tischen zu dienen.
3Schaut also, Brüder, nach sieben Männern aus eurer <Mitte> mit gutem Zeugnis, voll Heiligen Geistes und Weisheit, die wir für diesen Bedarf einsetzen werden.
4Wir werden aber beharrlich im Gebet und im Dienst des Wortes bleiben."
5Und das Wort war vor der ganzen Menge angenehm. Und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochien,
6die sie vor die Apostel stellten. Und sie beteten und legten ihnen die Hände auf.
7Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger in Jerusalem vermehrte sich sehr. Auch eine große Menge der Priester gehorchte dem Glauben.
8Stephanus, voll Glaubens und Kraft, tat Wunder und große Zeichen im Volk.
9Aber es traten etliche auf aus der Synagoge der so genannten Libertiner, auch der Kyrenier und der Alexandriner und von denen3 von Kilikien und Asien und disputierten mit Stephanus.
10Und sie waren nicht imstande, der Weisheit und dem Geist, durch den er redete, zu widerstehen.
11Dann stifteten sie Männer an, die sagten: "Wir haben ihn lästerliche Aussagen gegen Mose und Gott reden hören."
12Und sie erregten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten. Und sie traten hinzu und rissen ihn mit fort und führten ihn in den Hohen Rat*.
13Sie stellten auch falsche Zeugen auf, die sagten: "Dieser Mensch hört nicht auf, lästerliche Aussagen zu machen gegen die heilige Stätte und das Gesetz;
14denn wir haben ihn sagen hören: 'Dieser Jesus, der Nazarener, wird diese Stätte zerstören und wird die Gebräuche verändern, die uns Mose überlieferte.'"
15Und während alle, die im Hohen Rat saßen, unverwandt auf ihn blickten, sahen sie sein Angesicht, wie wenn es das Angesicht eines Engels [wäre].

Fußnoten

  1. 1 d. i.: der Juden, die vorzugsweise Griechisch sprachen
  2. 2 d. i.: die Juden, die vorzugsweise Aramäisch oder Hebräisch sprachen
  3. 3 Es ist unklar, ob dieses sich auf "etliche" oder auf "Synagoge" beziehen soll.