Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 26
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Agrippa sagte zu Paulus: "Es ist dir erlaubt, für dich selbst zu reden." Dann streckte Paulus die Hand aus und verteidigte sich:
2"Ich schätze mich glücklich, mich vor dir, König Agrippa, heute verteidigen zu dürfen betreffs alles dessen, wessen ich von den Juden angeklagt werde,
3besonders da du ein Kenner aller Gebräuche und auch [umstrittenen] Fragen bei den Juden bist. Darum bitte ich dich sehr, mich in Geduld anzuhören.
4Meine Lebensweise nun, von Jugend an, die von Anfang unter meinem Volk und in Jerusalem geschah, haben alle Juden gewusst,
5da sie mich von der ersten Zeit her kannten - wenn sie es bezeugen wollen -, dass ich nach der strengsten1 Sonderrichtung unserer Frömmigkeitserweisung lebte: als Pharisäer.
6Und nun stehe ich und werde gerichtet aufgrund der Hoffnung auf die von Gott an unsere Väter geschehene Verheißung,
7zu der unser Zwölfstämmevolk, Nacht und Tag mit Inbrunst2 <den aufgetragenen> Dienst tuend, zu gelangen hofft. Wegen dieser Hoffnung, König Agrippa, werde ich von den Juden angeklagt.
8Warum wird es bei euch als unglaublich erachtet, wenn Gott Tote erweckt?
9Ich freilich meinte also bei mir selbst, gegen den Namen Jesu, des Nazareners, viel Feindseliges tun zu müssen,
10was ich auch in Jerusalem tat. Und viele der Heiligen schloss ich in Gefängnisse ein, nachdem ich von den Hohen Priestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie umgebracht wurden, gab ich meine Stimme dazu.
11Und in allen Synagogen züchtigte ich sie oftmals und setzte sie unter Druck, um sie zum Lästern zu bringen. Über die Maßen gegen sie rasend, verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte.
12Hiermit [beschäftigt] zog ich mit Vollmacht und Befugnis seitens der Hohen Priester auch nach Damaskus,
13als ich mitten am Tage auf dem Weg, Majestät3, vom Himmel her ein Licht sah, das den Glanz der Sonne übertraf, das mich und die, die mit mir zogen, umstrahlte.
14Und als wir alle zur Erde gefallen waren, hörte ich eine Stimme reden und in hebräischer Mundart zu mir sagen: 'Saul, Saul! Was verfolgst du mich? Hart ist es für dich, gegen Stacheln auszuschlagen.'
15Ich sagte: 'Herr, wer bist du?' Er sagte: 'Ich bin Jesus, den du verfolgst.
16Stehe jedoch auf und stelle dich auf deine Füße, denn hierzu erschien ich dir, dich im Voraus zu bestellen zum °verantwortlichen Diener° und Zeugen dessen, was du sahst, und auch dessen, [in dem] ich mich dir zeigen werde4
17- wobei ich dich <für mich> herausnehme aus dem Volk und [aus] denen von den Völkern, zu denen ich dich sende,
18zu öffnen ihre Augen, dass sie umkehren von der Finsternis zum Licht und aus der Obrigkeit des Satans zu Gott [und] dass sie Vergebung der Sünden bekommen und ein Erblos unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt worden sind.'
19Daher, König Agrippa, wurde ich nicht im Unglauben ungehorsam dem himmlischen Gesicht,
20sondern denen in Damaskus zuerst und in Jerusalem und über das ganze Landgebiet Judäas hin und denen, die von den Völkern sind, brachte ich Kunde, sie sollten Buße tun und umkehren zu Gott und Werke tun, die der Buße würdig seien.
21Deshalb nahmen mich die Juden in der Tempelstätte fest und versuchten, Hand an mich zu legen.
22Da mir also von Gott Hilfe widerfahren ist, stehe ich bis auf diesen Tag und bezeuge5 vor Geringen und Großen und sage nichts anderes, als was beide, die Propheten und Mose, sagten, dass es geschehen werde,
23dass der Gesalbte ein Leidender [sein werde], dass er als Erster aus der Auferstehung der Toten dem Volk und denen von den Völkern die Botschaft des Lichts verbreiten werde."
24Als er sich in dieser Weise verteidigte, sagte Festus mit großer, <lauter> Stimme: "Du bist von Sinnen, Paulus! Die viele Schriftgelehrsamkeit6 bringt dich um den Verstand."
25Aber er sagt: "Ich bin nicht von Sinnen, mächtigster Festus, sondern ich spreche Worte* der Wahrheit und des gesunden Sinnes aus,
26denn der König weiß über diese Dinge Bescheid. Auch an ihn richte ich meine freimütige Rede, denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts davon verborgen ist; denn dieses ist nicht in einem Winkel geschehen.
27Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, dass du glaubst."
28Agrippa sagte zu Paulus: "Nur wenig, und du überzeugst mich, ein Christ zu werden."
29Paulus sagte: "Ich wünschte zu Gott - es fehle an wenig oder an viel -, dass nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, von solcher Art würden, wie auch ich bin, ausgenommen diese Fesseln."
30Und als er dieses gesagt hatte, stand der König auf, ebenso der Statthalter, auch Bernike und die, die bei ihnen saßen.
31Und sie zogen sich zurück und redeten miteinander: "Dieser Mensch", sagten sie, "tut nichts, was des Todes oder der Fesseln wert ist."
32Agrippa sprach zu Festus: "Es hätte dieser Mensch freigelassen werden können, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte."
2"Ich schätze mich glücklich, mich vor dir, König Agrippa, heute verteidigen zu dürfen betreffs alles dessen, wessen ich von den Juden angeklagt werde,
3besonders da du ein Kenner aller Gebräuche und auch [umstrittenen] Fragen bei den Juden bist. Darum bitte ich dich sehr, mich in Geduld anzuhören.
4Meine Lebensweise nun, von Jugend an, die von Anfang unter meinem Volk und in Jerusalem geschah, haben alle Juden gewusst,
5da sie mich von der ersten Zeit her kannten - wenn sie es bezeugen wollen -, dass ich nach der strengsten1 Sonderrichtung unserer Frömmigkeitserweisung lebte: als Pharisäer.
6Und nun stehe ich und werde gerichtet aufgrund der Hoffnung auf die von Gott an unsere Väter geschehene Verheißung,
7zu der unser Zwölfstämmevolk, Nacht und Tag mit Inbrunst2 <den aufgetragenen> Dienst tuend, zu gelangen hofft. Wegen dieser Hoffnung, König Agrippa, werde ich von den Juden angeklagt.
8Warum wird es bei euch als unglaublich erachtet, wenn Gott Tote erweckt?
9Ich freilich meinte also bei mir selbst, gegen den Namen Jesu, des Nazareners, viel Feindseliges tun zu müssen,
10was ich auch in Jerusalem tat. Und viele der Heiligen schloss ich in Gefängnisse ein, nachdem ich von den Hohen Priestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie umgebracht wurden, gab ich meine Stimme dazu.
11Und in allen Synagogen züchtigte ich sie oftmals und setzte sie unter Druck, um sie zum Lästern zu bringen. Über die Maßen gegen sie rasend, verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte.
12Hiermit [beschäftigt] zog ich mit Vollmacht und Befugnis seitens der Hohen Priester auch nach Damaskus,
13als ich mitten am Tage auf dem Weg, Majestät3, vom Himmel her ein Licht sah, das den Glanz der Sonne übertraf, das mich und die, die mit mir zogen, umstrahlte.
14Und als wir alle zur Erde gefallen waren, hörte ich eine Stimme reden und in hebräischer Mundart zu mir sagen: 'Saul, Saul! Was verfolgst du mich? Hart ist es für dich, gegen Stacheln auszuschlagen.'
15Ich sagte: 'Herr, wer bist du?' Er sagte: 'Ich bin Jesus, den du verfolgst.
16Stehe jedoch auf und stelle dich auf deine Füße, denn hierzu erschien ich dir, dich im Voraus zu bestellen zum °verantwortlichen Diener° und Zeugen dessen, was du sahst, und auch dessen, [in dem] ich mich dir zeigen werde4
17- wobei ich dich <für mich> herausnehme aus dem Volk und [aus] denen von den Völkern, zu denen ich dich sende,
18zu öffnen ihre Augen, dass sie umkehren von der Finsternis zum Licht und aus der Obrigkeit des Satans zu Gott [und] dass sie Vergebung der Sünden bekommen und ein Erblos unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt worden sind.'
19Daher, König Agrippa, wurde ich nicht im Unglauben ungehorsam dem himmlischen Gesicht,
20sondern denen in Damaskus zuerst und in Jerusalem und über das ganze Landgebiet Judäas hin und denen, die von den Völkern sind, brachte ich Kunde, sie sollten Buße tun und umkehren zu Gott und Werke tun, die der Buße würdig seien.
21Deshalb nahmen mich die Juden in der Tempelstätte fest und versuchten, Hand an mich zu legen.
22Da mir also von Gott Hilfe widerfahren ist, stehe ich bis auf diesen Tag und bezeuge5 vor Geringen und Großen und sage nichts anderes, als was beide, die Propheten und Mose, sagten, dass es geschehen werde,
23dass der Gesalbte ein Leidender [sein werde], dass er als Erster aus der Auferstehung der Toten dem Volk und denen von den Völkern die Botschaft des Lichts verbreiten werde."
24Als er sich in dieser Weise verteidigte, sagte Festus mit großer, <lauter> Stimme: "Du bist von Sinnen, Paulus! Die viele Schriftgelehrsamkeit6 bringt dich um den Verstand."
25Aber er sagt: "Ich bin nicht von Sinnen, mächtigster Festus, sondern ich spreche Worte* der Wahrheit und des gesunden Sinnes aus,
26denn der König weiß über diese Dinge Bescheid. Auch an ihn richte ich meine freimütige Rede, denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts davon verborgen ist; denn dieses ist nicht in einem Winkel geschehen.
27Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, dass du glaubst."
28Agrippa sagte zu Paulus: "Nur wenig, und du überzeugst mich, ein Christ zu werden."
29Paulus sagte: "Ich wünschte zu Gott - es fehle an wenig oder an viel -, dass nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, von solcher Art würden, wie auch ich bin, ausgenommen diese Fesseln."
30Und als er dieses gesagt hatte, stand der König auf, ebenso der Statthalter, auch Bernike und die, die bei ihnen saßen.
31Und sie zogen sich zurück und redeten miteinander: "Dieser Mensch", sagten sie, "tut nichts, was des Todes oder der Fesseln wert ist."
32Agrippa sprach zu Festus: "Es hätte dieser Mensch freigelassen werden können, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte."