Altes Testament
4. Mose Kapitel 14
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Da erhob sich die ganze Gemeinde, und sie ließen ihre Stimme aus1 und weinten, [sie], das Volk, jene Nacht hindurch.
2Und alle Söhne Israels murrten gegen Mose und gegen Aaron. Und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: "Wären wir doch im Land Ägypten gestorben! Oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben!
3Wozu bringt uns Jahweh in dieses Land? - dass wir durchs Schwert fallen [und] unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?"
4Und sie sagten einer zum anderen: "Wir wollen uns ein Haupt setzen und nach Ägypten zurückkehren!"
5Da fielen Mose und Aaron vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Söhne Israels auf ihr Angesicht nieder.
6Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, rissen ihre Kleider entzwei
7und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israels: "Das Land, das wir durchzogen, es zu erkunden, das Land ist sehr, sehr gut.
8Wenn Jahweh Gefallen an uns hat, wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
9Nur dürft ihr euch nicht gegen Jahweh auflehnen. Und ihr dürft euch nicht vor dem Volk des Landes fürchten, denn unser Brot werden sie sein. Ihr Schirm2 ist von ihnen gewichen, aber mit uns ist Jahweh! Fürchtet sie nicht!"
10Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit Jahwehs am Zelt der Begegnung allen Söhnen Israels.
11Und Jahweh sagte zu Mose: "Wie lange will mich dieses Volk verächtlich behandeln? Und wie lange wollen sie mir nicht glauben - bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?
12Ich werde es mit der Pest schlagen und <aus dem Erbbesitz> austilgen3! Dich aber mache ich zu einem Volk*, größer und stärker als sie."
13Und Mose sagte zu Jahweh: "Dann werden die Ägypter es hören; denn du hast dieses Volk durch deine Macht aus ihrer Mitte heraufgeführt.
14Und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen, die gehört haben, dass du, Jahweh, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, Jahweh, dich Auge in Auge sehen lässt und deine Wolke über ihnen steht und du in einer Wolkensäule bei Tage und in einer Feuersäule bei Nacht vor ihnen hergehst.
15Und bringst du dieses Volk zu Tode wie einen Mann, so werden die Völker, die die Kunde von dir4 gehört haben, sagen:
16'Weil Jahweh nicht imstande war, dieses Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zugeschworen hatte, hat er sie in der Wüste hingeschlachtet5.'
17Und nun möge bitte die Macht meines Herrn sich groß erweisen, so wie du sagtest:
18'Jahweh ist langsam zum Zorn6 und groß an Güte7, der Schuld und Übertretung vergibt - aber keineswegs ungestraft lässt; der die Schuld der Väter heimsucht an den Söhnen, an der dritten und an der vierten [Generation].'
19Bitte, vergib die Schuld dieses Volkes nach der Größe deiner Güte, und wie du dieses Volk getragen hast8 von Ägypten an bis hierher!"
20Und Jahweh sagte: "Ich habe vergeben nach deinem Wort.
21Jedoch, so wahr ich lebe und alles Land von der Herrlichkeit Jahwehs erfüllt werden wird:
22Fürwahr, alle Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen, die ich in Ägypten und in der Wüste tat, gesehen haben und mich nun zehnmal versucht und nicht auf meine Stimme gehört haben:
23Wenn sie das Land sehen werden, das ich ihren Vätern zugeschworen habe,9 ...! Ja, alle, die mich verächtlich behandelt haben, sie werden es nicht sehen!
24Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir völlig nachgefolgt ist10 - ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineinging. Und sein Same wird es in Besitz nehmen.
25(Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Talebene.) Morgen wendet euch und brecht auf11 zur Wüste, auf dem Weg in Richtung Schilfmeer."
26Und Jahweh redete zu Mose und zu Aaron und sagte:
27"Wie lange soll das [sein] mit dieser bösen Gemeinde, dass sie gegen mich murren? Das Murren der Söhne Israels, das sie gegen mich murren, ich habe es gehört!
28Sage zu ihnen: 'So wahr ich lebe', ist der Spruch Jahwehs: 'Wenn ich nicht so mit euch verfahren werde, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt ...!
29In dieser Wüste sollen eure Leichname fallen, und zwar alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, vom Zwanzigjährigen an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt. -
30Wenn ihr in das Land kommen werdet, in welchem euch wohnen zu lassen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe ...!12 - außer Kaleb, dem Sohn Jefunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.
31Eure kleinen Kinder aber, von denen ihr sagtet: 'Sie werden zur Beute werden', die werde ich hineinbringen, und sie werden das Land, das ihr verschmäht habt, kennenlernen13.
32Ihr aber, eure Leichname werden in dieser Wüste fallen.
33Und eure Kinder werden vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein14 und eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in der Wüste aufgerieben sind.
34Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Verschuldungen tragen! Und ihr werdet erfahren, wie es ist, wenn ich mich [euch] entfremde15!
35Ich, Jahweh, habe es gesagt.' Wenn ich dieses nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die gegen mich zusammengekommen ist16 ...! In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden, und da sollen sie sterben!"
36Und die Männer, die Mose ausgesandt hatte, das Land zu erkunden, und die zurückgekehrt waren und die ganze Gemeinde gegen ihn murren gemacht hatten, indem sie ein böses Gerücht über das Land aufbrachten,
37jene Männer, die ein böses Gerücht über das Land aufbrachten, starben durch einen Schlag17 - vor dem Angesicht Jahwehs.
38Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, blieben von jenen Männern, die das Land zu erkunden gegangen waren, am Leben.
39Und als Mose diese Worte zu allen Söhnen Israels redete, trauerte das Volk sehr.
40Und sie machten sich früh am Morgen auf, hinaufzuziehen auf die Höhe des Berglands. Und sie sagten: "Hier sind wir. Und wir wollen hinaufziehen an den Ort, von dem Jahweh geredet hat; denn wir haben gesündigt."
41Aber Mose sagte: "Warum geht ihr über den Mund18 Jahwehs hinweg? Ihr werdet kein Gelingen haben!
42Zieht nicht hinauf - denn Jahweh ist nicht in eurer Mitte -, damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
43Fürwahr, die Amalekiter und die Kanaaniter werden dort vor euren Angesichtern sein, und ihr werdet durchs Schwert fallen, denn ebendarum, weil ihr euch von der Nachfolge Jahwehs abgewandt habt, wird Jahweh nicht mit euch sein!"
44Doch sie waren [so] vermessen, hinaufzuziehen auf die Höhe des Berglands. Aber die Lade des Bundes Jahwehs und Mose wichen nicht aus der Mitte des Heerlagers.
45Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Bergland wohnten, herab und schlugen sie und versprengten sie bis Horma.
2Und alle Söhne Israels murrten gegen Mose und gegen Aaron. Und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: "Wären wir doch im Land Ägypten gestorben! Oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben!
3Wozu bringt uns Jahweh in dieses Land? - dass wir durchs Schwert fallen [und] unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?"
4Und sie sagten einer zum anderen: "Wir wollen uns ein Haupt setzen und nach Ägypten zurückkehren!"
5Da fielen Mose und Aaron vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Söhne Israels auf ihr Angesicht nieder.
6Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, rissen ihre Kleider entzwei
7und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israels: "Das Land, das wir durchzogen, es zu erkunden, das Land ist sehr, sehr gut.
8Wenn Jahweh Gefallen an uns hat, wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
9Nur dürft ihr euch nicht gegen Jahweh auflehnen. Und ihr dürft euch nicht vor dem Volk des Landes fürchten, denn unser Brot werden sie sein. Ihr Schirm2 ist von ihnen gewichen, aber mit uns ist Jahweh! Fürchtet sie nicht!"
10Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit Jahwehs am Zelt der Begegnung allen Söhnen Israels.
11Und Jahweh sagte zu Mose: "Wie lange will mich dieses Volk verächtlich behandeln? Und wie lange wollen sie mir nicht glauben - bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?
12Ich werde es mit der Pest schlagen und <aus dem Erbbesitz> austilgen3! Dich aber mache ich zu einem Volk*, größer und stärker als sie."
13Und Mose sagte zu Jahweh: "Dann werden die Ägypter es hören; denn du hast dieses Volk durch deine Macht aus ihrer Mitte heraufgeführt.
14Und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen, die gehört haben, dass du, Jahweh, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, Jahweh, dich Auge in Auge sehen lässt und deine Wolke über ihnen steht und du in einer Wolkensäule bei Tage und in einer Feuersäule bei Nacht vor ihnen hergehst.
15Und bringst du dieses Volk zu Tode wie einen Mann, so werden die Völker, die die Kunde von dir4 gehört haben, sagen:
16'Weil Jahweh nicht imstande war, dieses Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zugeschworen hatte, hat er sie in der Wüste hingeschlachtet5.'
17Und nun möge bitte die Macht meines Herrn sich groß erweisen, so wie du sagtest:
18'Jahweh ist langsam zum Zorn6 und groß an Güte7, der Schuld und Übertretung vergibt - aber keineswegs ungestraft lässt; der die Schuld der Väter heimsucht an den Söhnen, an der dritten und an der vierten [Generation].'
19Bitte, vergib die Schuld dieses Volkes nach der Größe deiner Güte, und wie du dieses Volk getragen hast8 von Ägypten an bis hierher!"
20Und Jahweh sagte: "Ich habe vergeben nach deinem Wort.
21Jedoch, so wahr ich lebe und alles Land von der Herrlichkeit Jahwehs erfüllt werden wird:
22Fürwahr, alle Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen, die ich in Ägypten und in der Wüste tat, gesehen haben und mich nun zehnmal versucht und nicht auf meine Stimme gehört haben:
23Wenn sie das Land sehen werden, das ich ihren Vätern zugeschworen habe,9 ...! Ja, alle, die mich verächtlich behandelt haben, sie werden es nicht sehen!
24Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir völlig nachgefolgt ist10 - ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineinging. Und sein Same wird es in Besitz nehmen.
25(Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Talebene.) Morgen wendet euch und brecht auf11 zur Wüste, auf dem Weg in Richtung Schilfmeer."
26Und Jahweh redete zu Mose und zu Aaron und sagte:
27"Wie lange soll das [sein] mit dieser bösen Gemeinde, dass sie gegen mich murren? Das Murren der Söhne Israels, das sie gegen mich murren, ich habe es gehört!
28Sage zu ihnen: 'So wahr ich lebe', ist der Spruch Jahwehs: 'Wenn ich nicht so mit euch verfahren werde, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt ...!
29In dieser Wüste sollen eure Leichname fallen, und zwar alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, vom Zwanzigjährigen an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt. -
30Wenn ihr in das Land kommen werdet, in welchem euch wohnen zu lassen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe ...!12 - außer Kaleb, dem Sohn Jefunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.
31Eure kleinen Kinder aber, von denen ihr sagtet: 'Sie werden zur Beute werden', die werde ich hineinbringen, und sie werden das Land, das ihr verschmäht habt, kennenlernen13.
32Ihr aber, eure Leichname werden in dieser Wüste fallen.
33Und eure Kinder werden vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein14 und eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in der Wüste aufgerieben sind.
34Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Verschuldungen tragen! Und ihr werdet erfahren, wie es ist, wenn ich mich [euch] entfremde15!
35Ich, Jahweh, habe es gesagt.' Wenn ich dieses nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die gegen mich zusammengekommen ist16 ...! In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden, und da sollen sie sterben!"
36Und die Männer, die Mose ausgesandt hatte, das Land zu erkunden, und die zurückgekehrt waren und die ganze Gemeinde gegen ihn murren gemacht hatten, indem sie ein böses Gerücht über das Land aufbrachten,
37jene Männer, die ein böses Gerücht über das Land aufbrachten, starben durch einen Schlag17 - vor dem Angesicht Jahwehs.
38Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, blieben von jenen Männern, die das Land zu erkunden gegangen waren, am Leben.
39Und als Mose diese Worte zu allen Söhnen Israels redete, trauerte das Volk sehr.
40Und sie machten sich früh am Morgen auf, hinaufzuziehen auf die Höhe des Berglands. Und sie sagten: "Hier sind wir. Und wir wollen hinaufziehen an den Ort, von dem Jahweh geredet hat; denn wir haben gesündigt."
41Aber Mose sagte: "Warum geht ihr über den Mund18 Jahwehs hinweg? Ihr werdet kein Gelingen haben!
42Zieht nicht hinauf - denn Jahweh ist nicht in eurer Mitte -, damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
43Fürwahr, die Amalekiter und die Kanaaniter werden dort vor euren Angesichtern sein, und ihr werdet durchs Schwert fallen, denn ebendarum, weil ihr euch von der Nachfolge Jahwehs abgewandt habt, wird Jahweh nicht mit euch sein!"
44Doch sie waren [so] vermessen, hinaufzuziehen auf die Höhe des Berglands. Aber die Lade des Bundes Jahwehs und Mose wichen nicht aus der Mitte des Heerlagers.
45Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Bergland wohnten, herab und schlugen sie und versprengten sie bis Horma.
Fußnoten
- 1 w.: sie gaben ihre Stimme
- 2 o.: Ihr Schirm und Schatten; ihr Schutz
- 3 o.: enterben
- 4 w.: deine Kunde; deinen Ruf
- 5 eigtl.: geschächtet
- 6 o.: langatmig; langmütig; eigtl.: langen Atem [habend]
- 7 und Treue; so a. i. Folg.
- 8 i. S. v.: vergebend getragen hast; ihnen vergeben hast
- 9 Der Satz ist eine Schwurformel; nur die erste Hälfte wird ausgesprochen; die zweite (etwa: "dann will ich nicht Gott heißen") bleibt unerwähnt; so a. V. 28.30.35.
- 10 w.: weil er [die Nachfolge] hinter mir her vollständig machte
- 11 eigtl.: brecht für euch (d. i.: in eurem eigenen Interesse) auf
- 12 D. i. eine Schwurformel; d. h.: Mit Sicherheit werdet ihr nicht in das Land kommen ...!
- 13 i. S. v.: mit ihm vertraut werden; (seine Vorzüge) erfahren
- 14 o.: hüten <und weiden>
- 15 o.: wenn ich mich von euch abwende (o.: euch widerstehe); eigtl.: ihr werdet mein Entfremdet-Sein (o.: Widerstehen) erfahren (bzw.: kennenlernen).
- 16 eigtl.: <nach Verabredung> zusammengekommen ist
- 17 o.: eine Plage; o.: eine Seuche
- 18 o.: über den [Befehl aus dem] Mund