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Altes Testament

4. Mose Kapitel 30

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Mose sprach zu den Söhnen Israels nach allem, was Jahweh Mose geboten hatte.
2Und Mose redete zu den Häuptern der Stämme der Söhne Israels und sagte: "Dieses ist es, was Jahweh geboten hat:
3Wenn ein Mann Jahweh ein Gelübde gelobt oder einen Eid schwört, eine Verpflichtungserklärung1 auf seine Seele zu binden, darf er sein Wort nicht brechen: Nach allem, was aus seinem Mund hervorgegangen ist, muss er tun.
4Und wenn eine Frau Jahweh ein Gelübde gelobt oder eine Verpflichtungserklärung auf sich bindet im Haus ihres Vaters, in ihrer Jugend,
5und ihr Vater hört ihr Gelübde oder ihre Verpflichtungserklärung, die sie auf ihre Seele gebunden hat, und ihr Vater schweigt ihr gegenüber, so sollen alle ihre Gelübde bestehen, und jede Verpflichtungserklärung, die sie auf ihre Seele gebunden hat, soll bestehen.
6Wenn aber ihr Vater an dem Tag, an dem er es hört, ihr Einhalt gebietet, sollen alle ihre Gelübde und alle ihre Verpflichtungserklärungen, die sie auf ihre Seele gebunden hat, nicht bestehen. Und Jahweh wird ihr vergeben, denn ihr Vater hat ihr Einhalt geboten.
7Wenn sie aber einem Mann zu eigen wird, und ihre Gelübde sind auf ihr, oder ein unbedachter Ausspruch ihrer Lippen, den sie auf ihre Seele gebunden hat, [ist auf ihr],
8und ihr Mann hört davon und schweigt ihr gegenüber an dem Tag, an dem er davon hört, <dann> sollen ihre Gelübde bestehen, und ihre Verpflichtungserklärungen, die sie auf ihre Seele gebunden hat, sollen bestehen.
9Wenn aber ihr Mann an dem Tag, da er davon hört, ihr Einhalt gebietet, so erklärt er [damit] ihr Gelübde, das auf ihr ist, für ungültig - und den unbedachten Ausspruch ihrer Lippen, den sie auf ihre Seele gebunden hat. Und Jahweh wird ihr vergeben.
10Aber das Gelübde einer Witwe und einer Verstoßenen2, alles, was sie sich auf ihre Seele gebunden hat, soll für sie bestehen.
11Hatte sie im Haus ihres Mannes etwas gelobt oder mit einem Eid eine Verpflichtungserklärung auf ihre Seele gebunden,
12und hatte ihr Mann davon gehört und ihr gegenüber geschwiegen, hatte er ihr nicht Einhalt geboten, so sollen alle ihre Gelübde bestehen, und jede Verpflichtungserklärung, die sie auf ihre Seele gebunden hat, soll bestehen.
13Hat aber ihr Mann diese [Gelübde] an dem Tag, an dem er sie hörte, ausdrücklich für ungültig erklärt, so soll alles, was über ihre Lippen gegangen ist an Gelübden und an Verpflichtungserklärungen ihrer Seele, nicht bestehen. Ihr Mann hat sie für ungültig erklärt. Und Jahweh wird ihr vergeben.
14Jedes Gelübde und jeder Eid einer Verpflichtungserklärung, die Seele zu kasteien3 - ihr Mann kann es bestätigen4, und ihr Mann kann es für ungültig erklären.
15Schweigt ihr Mann aber von einem Tag zum [anderen] Tag ihr gegenüber ganz und gar, so bestätigt er alle ihre Gelübde oder alle ihre Verpflichtungserklärungen, die auf ihr sind. Er hat sie bestätigt, denn er hat ihr gegenüber geschwiegen an dem Tag, als er davon hörte.
16Sollte er sie aber erst [später] nach seinem Hören für ungültig erklären, hat er ihre Schuld zu tragen."
17Das sind die Satzungen, die Jahweh Mose geboten hat, zwischen einem Mann und seiner Frau, zwischen einem Vater und seiner Tochter in ihrer Jugend im Haus ihres Vaters.

Fußnoten

  1. 1 o.: etwas Bindendes; so a. i. Folg.
  2. 2 eigtl.: Vertriebenen
  3. 3 o.: sich durch Fasten zu beugen
  4. 4 eigtl.: bestehen machen; so a. i. Folg.