Altes Testament
4. Mose Kapitel 24
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und als Bileam sah, dass es in den Augen Jahwehs gut war, Israel zu segnen, ging er nicht wie die anderen Male auf Wahrsagerei aus, sondern richtete sein Angesicht zur Wüste hin.
2Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, wohnend1 nach seinen Stämmen. Und der Geist Gottes geriet über ihn.
3Und er erhob seinen Spruch und sagte: "Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann geöffneten2 Auges.
4Spruch dessen, der Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen schaut, der niederfällt und enthüllter Augen ist:
5Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnstätten, Israel!
6Wie Täler breiten sie sich aus, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die Jahweh gepflanzt, wie Zedern an den Wassern!
7Wasser rieselt aus seinen Schöpfeimern, seine Saat ist an vielen Wassern. Erhabener als Agag wird sein König, und erheben wird sich sein Königreich.3
8Gott hat ihn aus Ägypten geführt. Seine Kraft ist wie die eines Wildstiers.4 Er verzehrt die Völker, die ihn bedrängen, zermalmt5 ihre Gebeine, zerschlägt sie6 mit seinen Pfeilen.
9Er lässt sich nieder, lagert sich wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufstören7? Gesegnet - die dich Segnenden! Verflucht - die dir Fluchenden!"
10Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Hände8 zusammen. Und Balak sagte zu Bileam: "Meine Feinde zu verfluchen, rief ich dich. Und - siehe! - du hast gesegnet, ja, gesegnet, diese drei Mal!
11Und nun flieh an deinen Ort. Ich hatte gesagt, ich würde dich hoch ehren. Und - siehe! - Jahweh hat dir die Ehre9 verwehrt."
12Und Bileam sagte zu Balak: "Habe ich nicht schon zu deinen Boten, die du zu mir sandtest, gesagt:
13'Gäbe mir Balak sein Haus voller Silber und Gold, ich könnte den Mund10 Jahwehs, meines Gottes, nicht übergehen, aus meinem eigenen Herzen [etwas] zu tun, [es sei] Gutes oder Böses. Was Jahweh reden wird, das werde ich reden?'
14Und nun - siehe! -, da ich zu meinem Volk gehe, so komm, ich will dir einen Rat geben, in Bezug auf das, was dieses Volk deinem Volk tun wird in der späteren [Zeit] der Tage11."
15Und er hob seinen Spruch an und sagte: "Spruch Bileams, des Sohnes Beors: Es spricht der Mann geöffneten Auges.
16Spruch eines, der Worte Gottes hört und Kenntnis des Höchsten hat, der ein Gesicht des Allmächtigen schaut, der hingesunken und enthüllter Augen ist:
17Ich sehe ihn, aber nicht jetzt. Ich schaue ihn, aber nicht nahe. Ein Stern wird aufgehen aus Jakob, ein Zepter sich erheben12 aus Israel, wird zerschlagen die Schläfen13 Moabs zerschmettern alle Söhne Seths14.
18Und Edom wird zum Besitz15, Seïr wird zum Besitz, [sie], seine Feinde. Israel aber wird Macht entfalten.
19[Einer] aus Jakob16 wird Herrscher sein, das aus der Stadt Überlebende17 wird er vernichten."
20Er sah Amalek und erhob seinen Spruch: "Amalek war ein Erstling18 der Völker, aber sein Ende ist bis zum Untergang."
21Er sah die Keniter19 und erhob seinen Spruch: "Fest ist deine Wohnstätte, und auf den Felsen gesetzt ist dein Nest;
22fällt jedoch Kain20 der Verheerung anheim - Wie lange noch? -, so wird Assur dich gefangen wegführen."
23Und er erhob seinen Spruch und sagte: "Wehe! Wer wird am Leben bleiben, sobald Gott dieses21 herbeiführt?:
24Schiffe von Kittims22 Seite23; und sie demütigen Assur, demütigen Eber, und auch er [kommt] zum Untergang." -
25Und Bileam machte sich auf und ging hin und kehrte an seinen Ort zurück. Und auch Balak ging seines Weges.
2Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, wohnend1 nach seinen Stämmen. Und der Geist Gottes geriet über ihn.
3Und er erhob seinen Spruch und sagte: "Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann geöffneten2 Auges.
4Spruch dessen, der Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen schaut, der niederfällt und enthüllter Augen ist:
5Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnstätten, Israel!
6Wie Täler breiten sie sich aus, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die Jahweh gepflanzt, wie Zedern an den Wassern!
7Wasser rieselt aus seinen Schöpfeimern, seine Saat ist an vielen Wassern. Erhabener als Agag wird sein König, und erheben wird sich sein Königreich.3
8Gott hat ihn aus Ägypten geführt. Seine Kraft ist wie die eines Wildstiers.4 Er verzehrt die Völker, die ihn bedrängen, zermalmt5 ihre Gebeine, zerschlägt sie6 mit seinen Pfeilen.
9Er lässt sich nieder, lagert sich wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufstören7? Gesegnet - die dich Segnenden! Verflucht - die dir Fluchenden!"
10Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Hände8 zusammen. Und Balak sagte zu Bileam: "Meine Feinde zu verfluchen, rief ich dich. Und - siehe! - du hast gesegnet, ja, gesegnet, diese drei Mal!
11Und nun flieh an deinen Ort. Ich hatte gesagt, ich würde dich hoch ehren. Und - siehe! - Jahweh hat dir die Ehre9 verwehrt."
12Und Bileam sagte zu Balak: "Habe ich nicht schon zu deinen Boten, die du zu mir sandtest, gesagt:
13'Gäbe mir Balak sein Haus voller Silber und Gold, ich könnte den Mund10 Jahwehs, meines Gottes, nicht übergehen, aus meinem eigenen Herzen [etwas] zu tun, [es sei] Gutes oder Böses. Was Jahweh reden wird, das werde ich reden?'
14Und nun - siehe! -, da ich zu meinem Volk gehe, so komm, ich will dir einen Rat geben, in Bezug auf das, was dieses Volk deinem Volk tun wird in der späteren [Zeit] der Tage11."
15Und er hob seinen Spruch an und sagte: "Spruch Bileams, des Sohnes Beors: Es spricht der Mann geöffneten Auges.
16Spruch eines, der Worte Gottes hört und Kenntnis des Höchsten hat, der ein Gesicht des Allmächtigen schaut, der hingesunken und enthüllter Augen ist:
17Ich sehe ihn, aber nicht jetzt. Ich schaue ihn, aber nicht nahe. Ein Stern wird aufgehen aus Jakob, ein Zepter sich erheben12 aus Israel, wird zerschlagen die Schläfen13 Moabs zerschmettern alle Söhne Seths14.
18Und Edom wird zum Besitz15, Seïr wird zum Besitz, [sie], seine Feinde. Israel aber wird Macht entfalten.
19[Einer] aus Jakob16 wird Herrscher sein, das aus der Stadt Überlebende17 wird er vernichten."
20Er sah Amalek und erhob seinen Spruch: "Amalek war ein Erstling18 der Völker, aber sein Ende ist bis zum Untergang."
21Er sah die Keniter19 und erhob seinen Spruch: "Fest ist deine Wohnstätte, und auf den Felsen gesetzt ist dein Nest;
22fällt jedoch Kain20 der Verheerung anheim - Wie lange noch? -, so wird Assur dich gefangen wegführen."
23Und er erhob seinen Spruch und sagte: "Wehe! Wer wird am Leben bleiben, sobald Gott dieses21 herbeiführt?:
24Schiffe von Kittims22 Seite23; und sie demütigen Assur, demütigen Eber, und auch er [kommt] zum Untergang." -
25Und Bileam machte sich auf und ging hin und kehrte an seinen Ort zurück. Und auch Balak ging seines Weges.
Fußnoten
- 1 i. S. v.: lagernd
- 2 Grundbed.: aufschließen; erschließen
- 3 n. d. gr. Üsg.: Ein Mensch wird hervorkommen aus seinem Samen und wird herrschen über viele Völker, und höher als Goog wird seine Königsherrschaft sein, und sein Königreich (o.: seine Königsherrschaft) wird wachsen. (Zu "Goog" vgl. Hes 38,2.)
- 4 S. zu 4Mo 23,22.
- 5 o.: nagt ab
- 6 o.: verwundet sie; zersplittert sie
- 7 w.: aufstehen machen
- 8 eigtl.: Handflächen; offenen Hände
- 9 i. S. v.: das Honorar
- 10 i. S. v.: Befehl
- 11 o.: in fernen Tagen; o.: in der Folgezeit
- 12 n. d. gr. Üsg.: ein Mensch aufstehen
- 13 o.: Seiten; Gebiete; Grenzen; hier vmtl. i. S. v.: und wird Moab zerschlagen nach beiden Seiten hin (von einem Ende zum anderen).
- 14 so der Mas. T. (Seth ist möglicherw. ein unbekannter moabitischer Stamm.); n. Jer 48,45: alle Söhne des Getümmels.
- 15 näml.: zum Besitz anderer
- 16 n. d. gr. Üsg.: Er wird erweckt werden aus Jakob
- 17 o.: was aus der Stadt entkommt
- 18 o.: ein Anfang; ein Vorzüglicher; ein Vorrangiger
- 19 D. i. möglicherweise ein den Midianitern verwandtes Nomadenvolk.
- 20 "Kain" (nicht von 1Mo 4) steht poetisch für den Stammvater der Keniter.
- 21 i. S. v.: Folgendes
- 22 d. i.: Zyperns
- 23 o.: Küste (Grundbed.: Hand)