Altes Testament
4. Mose Kapitel 21
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Südland wohnte, hörte, dass Israel den Weg nach Atarim kam. Und er kämpfte gegen Israel und führte [etliche] von ihnen als Gefangene weg.
2Da gelobte Israel Jahweh ein Gelübde und sagte: "Wenn du dieses Volk in meine Hand gibst, werde ich an ihren Städten den Bann vollstrecken."
3Und Jahweh hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter <in seine Hand>. Und es vollstreckte den Bann an ihnen und ihren Städten. Und man gab dem Ort den Namen Horma1.
4Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg in Richtung Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und auf dem Weg wurde die Seele des Volkes ungeduldig2.
5Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: "Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? - denn da ist kein Brot und kein Wasser, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Speise."
6Da sandte Jahweh feurige3 Schlangen unter das Volk. Und sie bissen das Volk. Und viel Volk aus Israel starb.
7Und das Volk kam zu Mose, und sie sagten: "Wir haben gesündigt, dass wir gegen Jahweh und gegen dich geredet haben. Tue Fürbitte bei Jahweh, dass er die Schlangen von uns wegnehme." Und Mose tat Fürbitte für das Volk.
8Und Jahweh sagte zu Mose: "Mache dir eine feurige [Schlange] und gib sie auf eine Stange. Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, wird am Leben bleiben."
9Und Mose machte eine Schlange aus Erz und tat sie auf die Stange. Und es geschah: Hatte die Schlange jemanden4 gebissen, blickte er auf die eherne Schlange. Und er blieb am Leben.
10Und die Söhne Israels brachen auf und lagerten in Obot.
11Und sie brachen von Obot auf und lagerten in Ije-Abarim, in der Wüste, die vor Moab gegen Sonnenaufgang ist.
12Von dort brachen sie auf und lagerten am Bach Sered.
13Von dort brachen sie auf und lagerten jenseits des Arnons, der in der Wüste ist, der aus dem Grenzgebiet der Amoriter hervorkommt (denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern)5.
14Darum heißt es im Buch der Kriege Jahwehs: "Waheb6 [nimmt er] im Sturm und die Bäche des Arnons,
15und den Abhang der Bachtäler, der sich erstreckt bis zur Wohnstätte Ar und sich lehnt an die Grenze Moabs."
16Und von dort [zogen sie] nach Beer. Das ist der Brunnen, von dem Jahweh zu Mose sagte: "Versammle das Volk, und ich will ihnen Wasser geben."
17Damals sang Israel dieses Lied: "Quill auf, Brunnen! Singt ihm zu!
18Brunnen, den Oberste gegraben, den die Edlen des Volkes gebohrt mit dem Zepter, mit ihren Stäben!" Und von der Wüste [zogen sie] nach Mattana,
19und von Mattana nach Nahaliël, und von Nahaliël nach Bamot7,
20und von Bamot in das Tal, das im Gefilde Moabs ist, zum Gipfel des Pisga, der herabschaut auf die Fläche von Jeschimon8.
21Und Israel sandte Boten zu Sihon9, dem König der Amoriter, und sagte:
22"Lass mich durch dein Land ziehen! Wir werden nicht in die Felder und in die Weinberge abbiegen, wir werden kein Wasser aus den Brunnen trinken. Auf der Königsstraße werden wir gehen, bis wir dein Gebiet10 durchquert haben."
23Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen. Und Sihon sammelte sein ganzes Volk und zog hinaus in die Wüste, um Israel entgegenzutreten. Und er kam nach Jahaz und kämpfte gegen Israel.
24Und Israel schlug ihn mit der Schneide11 des Schwerts und nahm sein Land <als Erbe> in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Söhnen Ammons - denn die Grenze der Söhne Ammons war fest.
25Und Israel nahm alle diese Städte. Und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Heschbon12 und in allen seinen Tochterstädten;
26denn Heschbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter. Und dieser hatte gegen einen13 früheren König von Moab Krieg geführt und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand genommen.
27Daher sagen die Spruchdichter14: "Kommt nach Heschbon! Sie werde gebaut! Und fest gegründet werde die Stadt Sihons!,
28denn Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Burgstadt Sihons. Sie fraß Ar-Moab, die Besitzherren der Höhen des Arnons.
29Wehe dir, Moab! Verloren bist du, Volk des Kemosch15! Seine Söhne gab er hin als Flüchtlinge16 und seine Töchter in die Gefangenschaft dem König der Amoriter, dem Sihon.
30Wir schossen auf sie. Heschbon schwand dahin bis Dibon. Wir verwüsteten bis Nofach, das bis Medeba [reicht]17."
31Und Israel wohnte im Land der Amoriter.
32Und Mose sandte [Männer] aus, um Jaser zu erkunden. Und sie nahmen seine Tochterstädte ein. Und man verdrängte die Amoriter, die dort waren, <aus ihrem Besitz>.
33Und sie wandten sich und zogen den Weg in Richtung Baschan hinauf. Und Og18, der König von Baschan19, zog aus, ihnen entgegenzutreten, er und sein ganzes Volk, zum Kampf nach Edreï.
34Und Jahweh sagte zu Mose: "Fürchte ihn nicht! Fürwahr, ich habe ihn in deine Hand gegeben, und sein ganzes Volk und sein Land. Und tue ihm, wie du Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in Heschbon wohnte."
35Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes Volk, bis ihm kein Überlebender übrig blieb. Und sie nahmen sein Land <als Erbe> in Besitz.
2Da gelobte Israel Jahweh ein Gelübde und sagte: "Wenn du dieses Volk in meine Hand gibst, werde ich an ihren Städten den Bann vollstrecken."
3Und Jahweh hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter <in seine Hand>. Und es vollstreckte den Bann an ihnen und ihren Städten. Und man gab dem Ort den Namen Horma1.
4Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg in Richtung Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und auf dem Weg wurde die Seele des Volkes ungeduldig2.
5Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: "Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? - denn da ist kein Brot und kein Wasser, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Speise."
6Da sandte Jahweh feurige3 Schlangen unter das Volk. Und sie bissen das Volk. Und viel Volk aus Israel starb.
7Und das Volk kam zu Mose, und sie sagten: "Wir haben gesündigt, dass wir gegen Jahweh und gegen dich geredet haben. Tue Fürbitte bei Jahweh, dass er die Schlangen von uns wegnehme." Und Mose tat Fürbitte für das Volk.
8Und Jahweh sagte zu Mose: "Mache dir eine feurige [Schlange] und gib sie auf eine Stange. Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, wird am Leben bleiben."
9Und Mose machte eine Schlange aus Erz und tat sie auf die Stange. Und es geschah: Hatte die Schlange jemanden4 gebissen, blickte er auf die eherne Schlange. Und er blieb am Leben.
10Und die Söhne Israels brachen auf und lagerten in Obot.
11Und sie brachen von Obot auf und lagerten in Ije-Abarim, in der Wüste, die vor Moab gegen Sonnenaufgang ist.
12Von dort brachen sie auf und lagerten am Bach Sered.
13Von dort brachen sie auf und lagerten jenseits des Arnons, der in der Wüste ist, der aus dem Grenzgebiet der Amoriter hervorkommt (denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern)5.
14Darum heißt es im Buch der Kriege Jahwehs: "Waheb6 [nimmt er] im Sturm und die Bäche des Arnons,
15und den Abhang der Bachtäler, der sich erstreckt bis zur Wohnstätte Ar und sich lehnt an die Grenze Moabs."
16Und von dort [zogen sie] nach Beer. Das ist der Brunnen, von dem Jahweh zu Mose sagte: "Versammle das Volk, und ich will ihnen Wasser geben."
17Damals sang Israel dieses Lied: "Quill auf, Brunnen! Singt ihm zu!
18Brunnen, den Oberste gegraben, den die Edlen des Volkes gebohrt mit dem Zepter, mit ihren Stäben!" Und von der Wüste [zogen sie] nach Mattana,
19und von Mattana nach Nahaliël, und von Nahaliël nach Bamot7,
20und von Bamot in das Tal, das im Gefilde Moabs ist, zum Gipfel des Pisga, der herabschaut auf die Fläche von Jeschimon8.
21Und Israel sandte Boten zu Sihon9, dem König der Amoriter, und sagte:
22"Lass mich durch dein Land ziehen! Wir werden nicht in die Felder und in die Weinberge abbiegen, wir werden kein Wasser aus den Brunnen trinken. Auf der Königsstraße werden wir gehen, bis wir dein Gebiet10 durchquert haben."
23Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen. Und Sihon sammelte sein ganzes Volk und zog hinaus in die Wüste, um Israel entgegenzutreten. Und er kam nach Jahaz und kämpfte gegen Israel.
24Und Israel schlug ihn mit der Schneide11 des Schwerts und nahm sein Land <als Erbe> in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Söhnen Ammons - denn die Grenze der Söhne Ammons war fest.
25Und Israel nahm alle diese Städte. Und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Heschbon12 und in allen seinen Tochterstädten;
26denn Heschbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter. Und dieser hatte gegen einen13 früheren König von Moab Krieg geführt und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand genommen.
27Daher sagen die Spruchdichter14: "Kommt nach Heschbon! Sie werde gebaut! Und fest gegründet werde die Stadt Sihons!,
28denn Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Burgstadt Sihons. Sie fraß Ar-Moab, die Besitzherren der Höhen des Arnons.
29Wehe dir, Moab! Verloren bist du, Volk des Kemosch15! Seine Söhne gab er hin als Flüchtlinge16 und seine Töchter in die Gefangenschaft dem König der Amoriter, dem Sihon.
30Wir schossen auf sie. Heschbon schwand dahin bis Dibon. Wir verwüsteten bis Nofach, das bis Medeba [reicht]17."
31Und Israel wohnte im Land der Amoriter.
32Und Mose sandte [Männer] aus, um Jaser zu erkunden. Und sie nahmen seine Tochterstädte ein. Und man verdrängte die Amoriter, die dort waren, <aus ihrem Besitz>.
33Und sie wandten sich und zogen den Weg in Richtung Baschan hinauf. Und Og18, der König von Baschan19, zog aus, ihnen entgegenzutreten, er und sein ganzes Volk, zum Kampf nach Edreï.
34Und Jahweh sagte zu Mose: "Fürchte ihn nicht! Fürwahr, ich habe ihn in deine Hand gegeben, und sein ganzes Volk und sein Land. Und tue ihm, wie du Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in Heschbon wohnte."
35Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes Volk, bis ihm kein Überlebender übrig blieb. Und sie nahmen sein Land <als Erbe> in Besitz.
Fußnoten
- 1 bed.: Bann; Verbanntes; Banngut
- 2 Grundbed.: kurz sein; kurz werden
- 3 o.: brennende; entzündende; heb. serafim; von saraf, brennen; daher: giftige
- 4 w.: einen Mann
- 5 Sätze in runden Klammern sind Teil des biblischen Textes.
- 6 Waheb ist eine amoritische Festung.
- 7 bed.: Höhen
- 8 bed.: Wildnis; hier: die wüste Gegend am Nordrand des Toten Meeres, unweit vom Berg Pisga. (In 1Sam 23,19 u. 26,1 ist es eine Bezeichnung für die Gegend östlich des judäischen Berglands südlich und östlich von Hebron bis hin zur Nordwestseite des Toten Meeres.)
- 9 bed.: Ausfeger; Besen; Niederschlagender
- 10 eigtl.: deine Grenze; so a. i. Folg.
- 11 eigtl.: mit dem Mund
- 12 bed.: Klugheit, Berechnung; o.: Bollwerk; Widerstandsnest.
- 13 o.: den
- 14 o.: Spottlieddichter
- 15 Kemosch war die Hauptgottheit der Moabiter; bed. möglicherw.: Unterwerfer; Eroberer; o.: Zerstörer.
- 16 eigtl.: als Entkommene
- 17 and.: wir verwüsteten; Feuer war entfacht bei Medeba.
- 18 bed.: Langhalsiger
- 19 bed.: steinlose, fruchtbare Ebene; o.: sandiger Boden.