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Altes Testament

5. Mose Kapitel 5

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Mose rief ganz Israel und sagte zu ihnen: "Höre, Israel, die Satzungen und die Rechtsbestimmungen, die ich heute in eure Ohren rede. Und lernt sie und bewahrt sie, um sie zu tun.
2Jahweh, unser Gott, schloss am Horeb einen Bund mit uns.
3Nicht mit unseren Vätern schloss Jahweh diesen Bund, sondern mit uns, diesen hier, die wir alle heute am Leben sind.
4Von Angesicht zu Angesicht redete Jahweh mit euch auf dem Berg mitten aus dem Feuer.
5(Ich stand zwischen Jahweh und euch zu jener Zeit, um euch das Wort Jahwehs zu verkünden, denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und stiegt nicht auf den Berg.) Und er sagte:
6'Ich bin Jahweh, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe.
7Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
8Du sollst dir kein Bildnis1 machen, irgendeine Gestalt dessen, was oben in den Himmeln und was unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist.
9Du sollst dich nicht vor ihnen huldigend niederwerfen und sollst ihnen nicht dienen; denn ich, Jahweh, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott2, der die Schuld der Väter heimsucht an den Söhnen und an der dritten und an der vierten [Generation] derer, die mich hassen,
10und der Güte3 erweist an Tausenden4 von denen, die mich lieben und meine Gebote halten.
11Du sollst den Namen Jahwehs, deines Gottes, nicht zu Nichtigem5 aussprechen6; denn Jahweh wird den nicht für schuldlos halten, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.
12Halte den Sabbattag, dass du ihn heiligst, wie Jahweh, dein Gott, es dir geboten hat.
13Sechs Tage sollst du arbeiten und deine ganze Arbeit tun,
14aber der siebente Tag ist Sabbat für Jahweh, deinen Gott: Du sollst keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremdling, der in deinen Toren ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du.
15Und gedenke dessen, dass du ein Knecht warst im Land Ägypten und dass Jahweh, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat; darum hat Jahweh, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu halten.
16Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie Jahweh, dein Gott, dir geboten hat, damit deine Tage lange währen und damit es dir wohlergehe auf dem Erdboden, den Jahweh, dein Gott, dir im Begriff ist zu geben.
17Du sollst nicht töten.7
18Und du sollst nicht ehebrechen.
19Und du sollst nicht stehlen.
20Und du sollst kein falsches Zeugnis ablegen8 gegen deinen Nächsten9.
21Und du sollst dich nicht gelüsten lassen nach der Frau deines Nächsten und dich nicht gelüsten lassen nach dem Haus deines Nächsten noch nach seinem Feld noch nach seinem Knecht noch nach seiner Magd noch nach seinem Rind noch nach seinem Esel noch nach allem, was deinem Nächsten gehört.'"
22"Diese Worte redete Jahweh auf dem Berg zu eurer ganzen Versammlung mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem Wetterdunkel, mit starker Stimme, und er fügte nichts hinzu. Und er schrieb sie auf zwei Tafeln aus Steinen und gab sie mir.
23Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet, während der Berg im Feuer brannte, da nahtet ihr zu mir heran, alle Häupter eurer Stämme und eure Ältesten,
24und sagtet: 'Siehe! Jahweh, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. An diesem Tag haben wir gesehen, dass Gott mit dem Menschen reden kann und er am Leben bleibt.
25Und nun, warum sollen wir [jetzt] sterben? - denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme Jahwehs, unseres Gottes, noch weiter hören, werden wir sterben;
26denn wen von allem Fleisch gibt es, der die Stimme des lebenden Gottes reden gehört hat mitten aus dem Feuer, wie wir, und wäre am Leben geblieben?
27Nahe du und höre alles, was Jahweh, unser Gott, sagen wird. Und rede du zu uns alles, was Jahweh, unser Gott, zu dir reden wird. Und wir wollen hören und es tun.'
28Und Jahweh hörte die Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet. Und Jahweh sagte zu mir: 'Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehört, die sie zu dir geredet haben. Alles, was sie gesagt haben, ist gut.
29Möchte doch dieses ihr Herz ihnen bleiben, mich allezeit zu fürchten und alle meine Gebote zu halten10, damit es ihnen und ihren Söhnen11 wohlergehe ewiglich!
30Geh, sage zu ihnen: Kehrt in eure Zelte zurück!
31Du aber stehe hier bei mir, und ich werde das ganze Gebot und die Satzungen und die Rechtsbestimmungen, die du sie lehren sollst, zu dir reden, damit sie sie tun in dem Land, das ich im Begriff bin, ihnen zu geben, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen.'
32So achtet nun darauf, zu tun, wie Jahweh, euer Gott, euch geboten hat! Weicht nicht davon ab, weder nach rechts noch nach links!
33Auf dem ganzen Weg, den Jahweh, euer Gott, euch geboten hat, sollt ihr wandeln, damit ihr lebt und es euch wohlergehe und ihr eure Tage verlängert12 in dem Land, das ihr <als Erbe> in Besitz nehmt."

Fußnoten

  1. 1 o.: Gottesbild
  2. 2 heb. El; bed.: starker Gott
  3. 3 und Treue; chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte, die Bundesliebe und -treue.
  4. 4 d. h.: an Tausenden von Geschlechtern; vgl. 5Mo 7,9.
  5. 5 o.: Gehaltlosem
  6. 6 w.: anheben; anstimmen; verlauten lassen; so a. i. Folg.
  7. 7 eigtl.: morden
  8. 8 eigtl.: du sollst nicht mit lügenhaftem Zeugnis antworten
  9. 9 eigtl.: Gefährten; so a. i. Folg.
  10. 10 und zu wahren
  11. 11 o.: Kindern
  12. 12 i. S. v.: damit ihr dazu beitragt, dass eure Tage lang sind