Altes Testament
5. Mose Kapitel 23
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1"Ein Mann darf nicht die Frau seines Vaters nehmen und darf den Gewandsaum seines Vaters nicht aufdecken1.
2Ein durch Zermalmung2 Verstümmelter oder einer mit abgeschnittener Harnröhre darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen.
3Ein Mischling3 darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen. Auch die zehnte Generation von ihm darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen.
4Ein Ammoniter oder Moabiter darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen. Auch die zehnte Generation von ihnen darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen auf ewig;
5deshalb, weil sie euch nicht mit Brot und Wasser entgegenkamen auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt, und weil er4 Bileam, den Sohn Beors, aus Petor in Aram Naharajim5, gegen dich angeheuert hat, dich zu verfluchen.
6Aber Jahweh, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören. Und Jahweh, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil Jahweh, dein Gott, dich liebt.
7Ihren Frieden und ihr Wohl sollst du nicht suchen alle deine Tage ewiglich.
8Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du nicht verabscheuen, denn du warst ein Fremdling in seinem Land.
9Söhne6, die ihnen geboren werden, dürfen von ihnen in der dritten Generation in die Versammlung Jahwehs kommen.
10Wenn du gegen deine Feinde ins Heerlager ausziehst, sollst du dich vor jeder bösen Sache hüten:
11Ist ein Mann unter dir, der durch ein nächtliches Ereignis7 nicht rein ist, so soll er hinausgehen, außerhalb des Heerlagers. Er darf nicht ins Heerlager8 kommen.
12Und es soll geschehen, wenn der Abend sich neigt, soll er sich im Wasser waschen. Und beim Untergang der Sonne darf er ins Heerlager kommen.
13Und du sollst einen Platz außerhalb des Heerlagers haben. Dorthin magst du hinausgehen.
14Und du sollst in deinem Gepäck9 eine Schaufel haben. Und es soll geschehen, wenn du dich draußen hinsetzt, sollst du damit graben und deine Ausscheidung10 wieder zudecken;
15denn Jahweh, dein Gott, wandelt inmitten deines Heerlagers, dich zu retten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Und dein Heerlager soll heilig sein, dass er nicht etwas Schamwüdiges11 unter dir sehe und sich hinter dir abwende.
16Einen leibeigenen Knecht, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern12.
17Er soll bei dir, in deiner Mitte, bleiben dürfen13, an der Stätte, die er sich in einem deiner Tore erwählen wird, wo es ihn gut dünkt. Du sollst ihn nicht bedrücken.
18Es darf keine Geweihte14 geben unter den Töchtern Israels. Und es darf keinen Geweihten geben unter den Söhnen Israels.
19Du darfst Hurenlohn und Hundegeld15 nicht in das Haus Jahwehs, deines Gottes, bringen auf irgendein Gelübde hin, denn sie sind Jahweh, deinem Gott, ein Gräuel - und zwar beide!
20Du sollst deinem Bruder nicht Zins auferlegen, Zins für Geld, Zins für Nahrungsmittel, Zins für irgendeine Sache, für die man Zins nimmt.
21Dem Ausländer magst du Zins auferlegen, aber deinem Bruder darfst du nicht Zins auferlegen, damit Jahweh, dein Gott, dich segne in allem Erarbeiteten16 deiner Hand in dem Land, in das du kommst, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen.
22Wenn du Jahweh, deinem Gott, ein Gelübde gelobst, sollst du nicht säumen, es zu bezahlen17, denn Jahweh, dein Gott, wird es auf jeden Fall von dir einfordern, und es würde Sünde an dir sein.
23Unterlässt du es aber zu geloben, wird nicht Sünde an dir sein.
24Was über deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und danach handeln, wie du es Jahweh, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was irgend du mit deinem Mund geredet hast.
25Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, magst du Trauben essen nach [Belieben] deiner Seele [bis] zur Sättigung; in dein Gefäß aber darfst du nichts tun.
26Wenn du in das Getreide<feld> deines Nächsten kommst, darfst du mit deiner Hand Ähren rupfen, aber die Sichel darfst du nicht schwingen über das stehende Getreide deines Nächsten."
2Ein durch Zermalmung2 Verstümmelter oder einer mit abgeschnittener Harnröhre darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen.
3Ein Mischling3 darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen. Auch die zehnte Generation von ihm darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen.
4Ein Ammoniter oder Moabiter darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen. Auch die zehnte Generation von ihnen darf nicht in die Versammlung Jahwehs kommen auf ewig;
5deshalb, weil sie euch nicht mit Brot und Wasser entgegenkamen auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt, und weil er4 Bileam, den Sohn Beors, aus Petor in Aram Naharajim5, gegen dich angeheuert hat, dich zu verfluchen.
6Aber Jahweh, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören. Und Jahweh, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil Jahweh, dein Gott, dich liebt.
7Ihren Frieden und ihr Wohl sollst du nicht suchen alle deine Tage ewiglich.
8Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du nicht verabscheuen, denn du warst ein Fremdling in seinem Land.
9Söhne6, die ihnen geboren werden, dürfen von ihnen in der dritten Generation in die Versammlung Jahwehs kommen.
10Wenn du gegen deine Feinde ins Heerlager ausziehst, sollst du dich vor jeder bösen Sache hüten:
11Ist ein Mann unter dir, der durch ein nächtliches Ereignis7 nicht rein ist, so soll er hinausgehen, außerhalb des Heerlagers. Er darf nicht ins Heerlager8 kommen.
12Und es soll geschehen, wenn der Abend sich neigt, soll er sich im Wasser waschen. Und beim Untergang der Sonne darf er ins Heerlager kommen.
13Und du sollst einen Platz außerhalb des Heerlagers haben. Dorthin magst du hinausgehen.
14Und du sollst in deinem Gepäck9 eine Schaufel haben. Und es soll geschehen, wenn du dich draußen hinsetzt, sollst du damit graben und deine Ausscheidung10 wieder zudecken;
15denn Jahweh, dein Gott, wandelt inmitten deines Heerlagers, dich zu retten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Und dein Heerlager soll heilig sein, dass er nicht etwas Schamwüdiges11 unter dir sehe und sich hinter dir abwende.
16Einen leibeigenen Knecht, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern12.
17Er soll bei dir, in deiner Mitte, bleiben dürfen13, an der Stätte, die er sich in einem deiner Tore erwählen wird, wo es ihn gut dünkt. Du sollst ihn nicht bedrücken.
18Es darf keine Geweihte14 geben unter den Töchtern Israels. Und es darf keinen Geweihten geben unter den Söhnen Israels.
19Du darfst Hurenlohn und Hundegeld15 nicht in das Haus Jahwehs, deines Gottes, bringen auf irgendein Gelübde hin, denn sie sind Jahweh, deinem Gott, ein Gräuel - und zwar beide!
20Du sollst deinem Bruder nicht Zins auferlegen, Zins für Geld, Zins für Nahrungsmittel, Zins für irgendeine Sache, für die man Zins nimmt.
21Dem Ausländer magst du Zins auferlegen, aber deinem Bruder darfst du nicht Zins auferlegen, damit Jahweh, dein Gott, dich segne in allem Erarbeiteten16 deiner Hand in dem Land, in das du kommst, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen.
22Wenn du Jahweh, deinem Gott, ein Gelübde gelobst, sollst du nicht säumen, es zu bezahlen17, denn Jahweh, dein Gott, wird es auf jeden Fall von dir einfordern, und es würde Sünde an dir sein.
23Unterlässt du es aber zu geloben, wird nicht Sünde an dir sein.
24Was über deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und danach handeln, wie du es Jahweh, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was irgend du mit deinem Mund geredet hast.
25Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, magst du Trauben essen nach [Belieben] deiner Seele [bis] zur Sättigung; in dein Gefäß aber darfst du nichts tun.
26Wenn du in das Getreide<feld> deines Nächsten kommst, darfst du mit deiner Hand Ähren rupfen, aber die Sichel darfst du nicht schwingen über das stehende Getreide deines Nächsten."
Fußnoten
- 1 o.: enthüllen; entblößen
- 2 d. h.: Zermalmung der Hoden
- 3 D. i. ein in Blutschande o. Ehebruch Gezeugter.
- 4 d. i.: Moab
- 5 bed.: Aram der beiden Ströme (Euphrat und Tigris); Bez. für ein Gebiet im Nordwesten Mesopotamiens.
- 6 o.: Kinder
- 7 Vgl. 3Mo 15,16.
- 8 eigtl.: ins Innere des Heerlagers; so a. V. 12.
- 9 o.: Gerät
- 10 o.: deinen Kot
- 11 o.: etwas Schändliches; w.: die Blöße (o.: Scham) einer Sache
- 12 eigtl.: einsperren lassen <und dann> seinem Herrn <ausliefern>.
- 13 o.: wohnen
- 14 "Geweihte" sind weibliche oder männliche Tempelprostituierte (oft: im Dienst der kanaanitischen Fruchtbarkeitsgöttin Astarte).
- 15 "Hund" war eine Bez. f. den männlichen Kultprostituierten.
- 16 o.: Unternehmen; w.: Ausschicken; Ausstrecken
- 17 d. h.: zu erfüllen