Altes Testament
5. Mose Kapitel 18
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1"Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen weder Teil noch Erbe mit Israel haben. Die Feueropfer Jahwehs und sein Erbteil sollen sie essen.
2Aber ein Erbteil inmitten seiner Brüder soll er nicht haben. Jahweh, er ist sein Erbteil, so wie er zu ihm gesagt hat.
3Dieses aber soll das recht[mäßig] Zustehende1 der Priester von Seiten des Volkes sein, von Seiten derer, die ein Schlachtopfer opfern, sei es Rind oder Lämmchen: Man gibt dem Priester die Schulter2 und die Kinnbacken und den Magen.
4Die Erstlinge deines Getreides, deines Mosts und deines Öls und die Erstlinge von der Schur deines Kleinviehs gibst du ihm;
5denn ihn hat sich Jahweh, dein Gott, aus allen deinen Stämmen erwählt, damit er dastehe, im Namen Jahwehs den <aufgetragenen> verehrenden Dienst zu verrichten, er und seine Söhne, alle Tage.
6Und wenn der Levit aus einem deiner Tore kommen wird, aus ganz Israel, wo er sich als Fremdling aufhält, so mag er nach aller Lust seiner Seele kommen zu der Stätte, die sich Jahweh erwählen wird.
7Und er verrichte im Namen Jahwehs, seines Gottes, den <aufgetragenen> verehrenden Dienst, wie alle seine Brüder, die Leviten, die dort vor dem Angesicht Jahwehs stehen.
8Er soll [als Unterhalt] den gleichen Anteil essen wie sie - ungeachtet der Einkünfte aus [dem Gut] seiner Väter3.
9Wenn du in das Land kommst, das Jahweh, dein Gott, dir im Begriff ist zu geben, sollst du nicht lernen, nach den Gräueln jener Völker zu tun.
10Es soll unter dir niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zeichendeuter und keiner, der Wasserweissagung betreibt4, kein Zauberer
11oder Bannsprecher5 oder Geisterbefrager6 oder Wahrsager oder jemand, der sich an die Toten wendet7;
12denn jeder, der diese [Dinge] tut, ist Jahweh ein Gräuel. Und dieser Gräuel wegen verdrängt Jahweh, dein Gott, sie vor dir <aus ihrem Besitz>.
13Untadelig8 sollst du sein bei Jahweh, deinem Gott;
14denn diese Völker, die du im Begriff bist <aus ihrem Besitz> zu vertreiben, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager. Du aber - dir gestattet Jahweh, dein Gott, so etwas nicht!
15Einen Propheten wie mich wird dir Jahweh, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, aufstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören
16nach allem, was du von Jahweh, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du sagtest: 'Ich möchte die Stimme Jahwehs, meines Gottes, nicht weiter hören, und dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!'
17Und Jahweh sagte zu mir: 'Sie haben recht getan [mit dem], was sie gesagt haben.
18Einen Propheten wie dich werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder aufstehen lassen. Und ich werde meine Worte in seinen Mund geben. Und er wird alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.
19Und es wird geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich es fordern.
20Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht geboten habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird, dieser Prophet soll sterben.'
21Und wenn du in deinem Herzen sagst: 'Wie sollen wir das Wort erkennen, das nicht Jahweh geredet hat?':
22Wenn der Prophet im Namen Jahwehs redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht Jahweh geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet geredet. Du sollst dich vor ihm nicht scheuen."
2Aber ein Erbteil inmitten seiner Brüder soll er nicht haben. Jahweh, er ist sein Erbteil, so wie er zu ihm gesagt hat.
3Dieses aber soll das recht[mäßig] Zustehende1 der Priester von Seiten des Volkes sein, von Seiten derer, die ein Schlachtopfer opfern, sei es Rind oder Lämmchen: Man gibt dem Priester die Schulter2 und die Kinnbacken und den Magen.
4Die Erstlinge deines Getreides, deines Mosts und deines Öls und die Erstlinge von der Schur deines Kleinviehs gibst du ihm;
5denn ihn hat sich Jahweh, dein Gott, aus allen deinen Stämmen erwählt, damit er dastehe, im Namen Jahwehs den <aufgetragenen> verehrenden Dienst zu verrichten, er und seine Söhne, alle Tage.
6Und wenn der Levit aus einem deiner Tore kommen wird, aus ganz Israel, wo er sich als Fremdling aufhält, so mag er nach aller Lust seiner Seele kommen zu der Stätte, die sich Jahweh erwählen wird.
7Und er verrichte im Namen Jahwehs, seines Gottes, den <aufgetragenen> verehrenden Dienst, wie alle seine Brüder, die Leviten, die dort vor dem Angesicht Jahwehs stehen.
8Er soll [als Unterhalt] den gleichen Anteil essen wie sie - ungeachtet der Einkünfte aus [dem Gut] seiner Väter3.
9Wenn du in das Land kommst, das Jahweh, dein Gott, dir im Begriff ist zu geben, sollst du nicht lernen, nach den Gräueln jener Völker zu tun.
10Es soll unter dir niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zeichendeuter und keiner, der Wasserweissagung betreibt4, kein Zauberer
11oder Bannsprecher5 oder Geisterbefrager6 oder Wahrsager oder jemand, der sich an die Toten wendet7;
12denn jeder, der diese [Dinge] tut, ist Jahweh ein Gräuel. Und dieser Gräuel wegen verdrängt Jahweh, dein Gott, sie vor dir <aus ihrem Besitz>.
13Untadelig8 sollst du sein bei Jahweh, deinem Gott;
14denn diese Völker, die du im Begriff bist <aus ihrem Besitz> zu vertreiben, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager. Du aber - dir gestattet Jahweh, dein Gott, so etwas nicht!
15Einen Propheten wie mich wird dir Jahweh, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, aufstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören
16nach allem, was du von Jahweh, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du sagtest: 'Ich möchte die Stimme Jahwehs, meines Gottes, nicht weiter hören, und dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!'
17Und Jahweh sagte zu mir: 'Sie haben recht getan [mit dem], was sie gesagt haben.
18Einen Propheten wie dich werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder aufstehen lassen. Und ich werde meine Worte in seinen Mund geben. Und er wird alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.
19Und es wird geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich es fordern.
20Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht geboten habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird, dieser Prophet soll sterben.'
21Und wenn du in deinem Herzen sagst: 'Wie sollen wir das Wort erkennen, das nicht Jahweh geredet hat?':
22Wenn der Prophet im Namen Jahwehs redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht Jahweh geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet geredet. Du sollst dich vor ihm nicht scheuen."
Fußnoten
- 1 Grundbed.: das Recht
- 2 d. h.: die Vorderkeule
- 3 o.: abgesehen von dem Erlös (den er aus dem Verkauf des Vermögens) seiner Vorfahren (hat).
- 4 o.: Vorzeichenbefragung (das Ergründen und Erfragen von Omen) betreibt; hier wahrsch. ein Bezug auf die ägyptische Becherwahrsagung (Hydromantie), vgl. 1Mo 44,5.15.
- 5 o.: Beschwörer
- 6 o.: Befrager von Totengeistern
- 7 und sie befragt
- 8 o.: unsträflich (Grundbed.: vollkommen; ganz)