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Altes Testament

5. Mose Kapitel 11

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1"Und du sollst Jahweh, deinen Gott, lieben und seine Vorschriften und seine Satzungen und seine Rechtsbestimmungen und seine Gebote halten1 alle Tage.
2Und ihr sollt heute erkennen (denn nicht mit euren Söhnen [rede ich], die <es> nicht erkannt2 und nicht gesehen haben) die Zucht Jahwehs, eures Gottes, seine Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm
3und seine Zeichen und seine Taten, die er mitten in Ägypten tat, an Pharao, dem König von Ägypten, und an seinem ganzen Land,
4und was er an der Heeresmacht Ägyptens tat, an seinen Pferden und seinen Wagen, über die er die Wasser des Schilfmeeres fluten ließ, als sie euch nachjagten - und Jahweh ließ sie schwinden bis zu diesem Tag;
5und was er euch in der Wüste tat, bis ihr an diesen Ort kamt,
6und was er an Datan und Abiram tat, den Söhnen Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund öffnete und sie inmitten von ganz Israel verschlang mitsamt ihren Sippen und ihren Zelten und allem Bestand, der in ihrem Gefolge3 war;
7sondern eure [eigenen] Augen haben das ganze große Werk Jahwehs gesehen, das er getan hat.
8So haltet4 denn das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, damit ihr stark werdet und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, in das ihr hinüberzieht, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen,
9und damit ihr eure Tage verlängert5 auf dem Erdboden, den zu geben Jahweh euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihrem Samen, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
10Fürwahr, das Land, in das du kommst, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von dem ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und mit deinem Fuß6 bewässertest, wie einen Gemüsegarten,
11sondern das Land, in das ihr hinüberzieht, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern - es trinkt Wasser vom Regen des Himmels -,
12ein Land, um das Jahweh, dein Gott, sich kümmert, auf das die Augen Jahwehs, deines Gottes, beständig [gerichtet] sind, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.
13Und es wird geschehen, wenn ihr gewissenhaft auf meine Gebote hört, die ich euch heute gebiete, Jahweh, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele,
14werde ich den Regen eures Landes geben zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, sodass du dein Getreide und deinen Most und dein Öl einsammeln kannst,
15und werde auf deinem Feld Gewächs7 geben für dein Vieh. Und du wirst essen und satt werden.
16Hütet euch, dass euer Herz nicht betört8 werde und ihr abweicht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen huldigend niederwerft
17und der Zorn Jahwehs gegen euch entbrenne und er die Himmel verschließe, sodass kein Regen sei und der Erdboden seinen Ertrag nicht gebe und ihr rasch verschwindet, hinweg von der guten Erde, die Jahweh euch im Begriff ist zu geben.
18Und ihr sollt diese meine Worte an euer Herz legen und auf eure Seele, und ihr sollt sie als Zeichen auf eure Hand binden, und sie sollen zu Stirnbändern9 sein zwischen euren Augen.
19Und ihr sollt sie eure Söhne10 lehren, indem ihr davon redet, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Wege gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst.
20Und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben,
21damit eure Tage und die Tage eurer Söhne sich mehren auf dem Erdboden, den Jahweh euren Vätern zu geben geschworen hat, entsprechend den Tagen der Himmel über der Erde.
22Fürwahr, wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch zu tun gebiete, gewissenhaft wahrt <und haltet>, Jahweh, euren Gott, zu lieben, in allen seinen Wegen zu wandeln und ihm anzuhangen,
23wird Jahweh alle diese Völker vor euch <aus ihrem Besitz> verdrängen, und ihr werdet Völker <als Erbe> in Besitz nehmen, größer und stärker als ihr.
24Jeder Ort, auf den eure Fußsohle treten wird, euch wird er zuteil werden, von der Wüste und dem Libanon, vom Strom, dem Euphratstrom, bis an das hintere Meer wird eure Grenze sein.
25Niemand wird vor euch bestehen. Euren Schrecken und eure Furcht wird Jahweh, euer Gott, über das ganze Land legen, auf das ihr treten werdet, wie er zu euch gesagt hat.
26Sieh! Ich lege euch heute Segen und Fluch vor:
27den Segen, wenn ihr auf die Gebote Jahwehs, eures Gottes, hört, die ich euch heute gebiete,
28und den Fluch, wenn ihr nicht auf die Gebote Jahwehs, eures Gottes, hört und von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, um anderen Göttern nachzugehen, die ihr nicht kanntet.
29Und es soll geschehen, wenn Jahweh, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommst, es <als Erbe> in Besitz zu nehmen, sollst du den Segen geben über den Berg Garizim hin11 und den Fluch über den Berg Ebal hin.
30(Sind sie nicht jenseits des Jordans, hinter dem Weg gegen Sonnenuntergang, im Land der Kanaaniter, die in der <Jordan>ebene12 wohnen, Gilgal gegenüber, bei den Terebinthen13 More?)
31- denn ihr geht über den Jordan, um hineinzukommen, das Land <als Erbe> in Besitz zu nehmen, das Jahweh, euer Gott, euch gibt. Und ihr werdet es <als Erbe> in Besitz nehmen und darin wohnen.
32So achtet darauf, alle Satzungen und Rechtsbestimmungen zu tun14, die ich heute vor eure Angesichter lege."

Fußnoten

  1. 1 und wahren
  2. 2 und erfahren
  3. 3 w.: in ihren Fußspuren
  4. 4 und wahrt
  5. 5 i. S. v.: damit ihr dazu beitragt, dass eure Tage lang sind
  6. 6 d. i.: durch fußbediente Pumpen oder Wassergrabenverschlüsse
  7. 7 o.: Kräuter; grüne Pflanzen
  8. 8 o.: umgarnt; verleitet
  9. 9 o.: Stirnschmuck; o.: Malzeichen an der Stirn; Merkzeichen; vgl. die Phylakterien (Gebetsriemen; Mt 23,5).
  10. 10 o.: eure Kinder; so a. i. Folg.
  11. 11 o.: den Segen auf den Berg Garizim legen; so a. i. Folg.
  12. 12 o.: heb. arabah (gesprochen: aravah); d. i.: die Ebene beiderseits des Jordans u. des Toten Meeres bis zum Roten Meer (Golf von Akaba).
  13. 13 d. h.: Steineichen
  14. 14 o.: Und so wahrt <und haltet> alle Satzungen und Rechtsbestimmungen, sie zu tun ...