Altes Testament
5. Mose Kapitel 28
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1"Und es wird geschehen, wenn du auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, gewissenhaft hörst, dass du darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, so wird Jahweh, dein Gott, dich als höchstes <Volk> über alle Völker der Erde stellen,
2und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, hörst1.
3Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Feld.
4Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Erdbodens und die Frucht deines Viehs, der Wurf deines Großviehs und der Zuwachs deines Kleinviehs.
5Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
6Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang.
7Jahweh wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, geschlagen vor dir dahingeben. Auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.
8Jahweh wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Erarbeiteten2 deiner Hand; und er wird dich segnen in dem Land, das Jahweh, dein Gott, dir im Begriff ist zu geben.
9Jahweh wird sich dich zu einem heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote Jahwehs, deines Gottes, wahrst und in seinen Wegen wandelst.
10Und alle Völkerscharen der Erde werden sehen, dass der Name Jahwehs auf dich gerufen worden ist3, und sie werden sich vor dir fürchten.
11Und Jahweh wird dir Überfluss geben an Gutem, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehs und an der Frucht deines Erdbodens - auf dem Erdboden, den Jahweh deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.
12Jahweh wird dir seinen guten Schatz, die Himmel, auftun, um deiner Erde den Regen zu geben zu seiner Zeit und um alles Tun4 deiner Hand zu segnen. Und du wirst vielen Völkern leihen, aber du selbst wirst [dir] nichts entleihen.
13Und Jahweh wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz. Und du wirst nur aufwärts <steigen> und nicht abwärts <sinken>, wenn du den Geboten Jahwehs, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute gebiete, [sie] zu wahren und zu tun,
14und nicht abweichst von allen Worten, die ich euch heute gebiete, weder nach rechts noch nach links, um anderen Göttern nachzugehen, ihnen zu dienen.
15Und es wird geschehen, wirst du nicht auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, hören, darauf zu achten, alle seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, zu tun, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen:
16Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Feld.
17Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
18Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Erdbodens, der Wurf deines Großviehs und der Zuwachs deines Kleinviehs.
19Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang.
20Jahweh wird den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung gegen dich senden in allem Erarbeiteten deiner Hand, das du wirkst, bis du vernichtet bist und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Taten, darum, dass du mich verlassen hast.
21Jahweh wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich <gänzlich> ausgetilgt hat, von dem Erdboden hinweg, auf den du kommst, ihn <als Erbe> in Besitz zu nehmen.
22Schlagen wird dich Jahweh mit Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und mit Entzündung und mit Dürre und mit Getreidebrand und mit Vergilben [des Korns], und sie werden dich verfolgen, bis du umkommst.
23Und deine Himmel, die über deinem Haupt sind, werden Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, <wird> Eisen <sein>.
24Jahweh wird als Regen deines Landes Flugsand und Staub geben: Von den Himmeln wird es auf dich herabkommen, bis du ausgelöscht bist.
25Jahweh wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben. Auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen; und du wirst zum Schreckbild werden für alle Königreiche der Erde.
26Und dein Leichnam wird allen Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß werden, und niemand wird sie wegscheuchen.
27Jahweh wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens und mit Beulen5 und mit Krätze und mit Ausschlag, davon du nicht geheilt werden kannst.
28Jahweh wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Verwirrung des Herzens.
29Und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst kein Gelingen haben in deinen Wegen. Und du wirst nur unterdrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand wird [da] sein, der hilft.
30Du verlobst dir eine Frau, und ein anderer Mann wird bei ihr liegen. Du baust ein Haus und wirst nicht darin wohnen. Du pflanzt einen Weinberg und wirst ihn nicht zu nutzen beginnen6.
31Dein Rind7 wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht geraubt und wird nicht zu dir zurückkehren. Dein Kleinvieh wird deinen Feinden gegeben, und du wirst niemanden haben, der hilft.
32Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volk gegeben werden, und deine Augen werden es sehen und den ganzen Tag nach ihnen schmachten, aber nichts wird in der Gewalt deiner Hand stehen.
33Die Frucht deines Erdbodens und alle deine Mühe8 wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst. Und du wirst nur unterdrückt und gebrochen sein9 alle Tage.
34Und du wirst wahnsinnig werden beim Anblick dessen, was deine Augen sehen werden.
35Jahweh wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und an den Schenkeln, davon du nicht geheilt werden kannst, von deiner Fußsohle bis zu deinem Scheitel.
36Jahweh wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einem Volk* führen, das du nicht kanntest, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern dienen, Holz und Stein.
37Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkerscharen, zu denen Jahweh dich treiben wird.
38Du wirst viel Samen aufs Feld hinausführen, aber wenig einsammeln, denn die Heuschrecken werden es fressen.
39Weinberge wirst du pflanzen und bearbeiten, wirst aber weder Wein trinken noch einsammeln, denn die Würmer werden ihn fressen.
40Olivenbäume wirst du in allen deinen Grenzen haben, wirst dich aber nicht mit Öl salben, denn deine Oliven werden abfallen.
41Söhne und Töchter wirst du zeugen, sie werden dir aber nicht gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen.
42Alle deine Bäume und die Frucht deines Erdbodens wird die Grille in Besitz nehmen.
43Der Fremdling, der in deiner Mitte ist, wird über dich aufsteigen, aufwärts, aufwärts, du aber wirst hinabsinken, abwärts, abwärts.
44Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nichts leihen [können]. Er wird zum Haupt werden, du aber wirst zum Schwanz werden.
45Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und dich erreichen, bis du ausgelöscht bist; weil du nicht auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, gehört hast, seine Gebote und seine Satzungen, die er dir geboten hat, zu wahren <und zu halten>.
46Und <so> werden sie dir zu einem Zeichen und zu einem Wunder10 sein, [dir] und deinem Samen ewiglich.
47Dafür, dass du Jahweh, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Fröhlichkeit des Herzens [aus Dank] für die Überfülle an allem,
48wirst du deinen Feinden, die Jahweh gegen dich senden wird, dienen in Hunger und in Durst und in Blöße und in Mangel an allem. Und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich ausgelöscht hat.
49Jahweh wird von ferne, vom Ende der Erde her, ein Volk* gegen dich herbeiführen, so schnell, wie der Adler11 fliegt, ein Volk*, dessen Sprache du nicht verstehst,
50ein Volk* von hartem Angesicht, das das Angesicht des Greises nicht ansieht12 und des Knaben sich nicht erbarmt,
51und das die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Erdbodens verzehrt, bis du ausgelöscht bist, das dir weder Getreide <noch> Most noch Öl <noch> den Wurf deines Großviehs noch den Zuwachs deines Kleinviehs übrig lässt, bis es dich zugrunde gerichtet hat.
52Und es wird dich bedrängen in allen deinen Toren, bis deine Mauern, die hohen und festen, auf die du vertraust, gefallen sind in deinem ganzen Land. Und es wird dich bedrängen in allen deinen Toren, in deinem ganzen Land, das Jahweh, dein Gott, dir gab.
53Und <dann> wirst du die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die Jahweh, dein Gott, dir gegeben hat, essen, in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird.
54Der verweichlichtste und verwöhnteste Mann bei dir, dessen Auge wird sich böse13 zeigen gegen seinen Bruder und gegen die Frau an seiner Brust14 und gegen den Rest seiner Kinder, die er übrig behalten hat,
55dass er keinem von ihnen [etwas] abgeben wird von dem Fleisch seiner Kinder, das er isst, weil ihm [sonst] nichts übrig geblieben ist in der Belagerung und in der Bedrängnis, mit der dein Feind dich in allen deinen Toren bedrängen wird.
56Die Verweichlichtste unter dir und die Verwöhnteste, die vor Verwöhnung und vor Verweichlichung es nicht versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird sich böse zeigen gegen den Mann an ihrer Brust und gegen ihren Sohn und gegen ihre Tochter,
57wegen ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert; denn sie wird sie im Geheimen aufessen, aus Mangel an allem, in der Belagerung und in der Bedrängnis, mit der dein Feind dich in deinen Toren bedrängen wird.
58Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieser Weisung zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du diesen herrlichen und furchtgebietenden Namen, Jahweh, deinen Gott, fürchtest,
59wird Jahweh deine Plagen und die Plagen deines Samens außergewöhnlich machen: große und andauernde Plagen und böse und andauernde Krankheiten.
60Und er wird alle Seuchen Ägyptens, vor denen du dich fürchtest, über dich zurückbringen, und sie werden dir anhaften15.
61Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buch dieser Weisung geschrieben sind, Jahweh wird sie über dich kommen lassen, bis du ausgelöscht bist.
62Und ihr werdet übrig bleiben als ein geringes Häuflein von Leuten, anstatt dass ihr [zahlreich] geworden wärt wie die Sterne der Himmel an Menge, weil du nicht auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, gehört hast16.
63Und es wird geschehen: Wie Jahweh über euch Freude hatte, euch Gutes zu tun und euch zu mehren, so wird Jahweh über euch Freude haben, euch zugrunde zu richten und euch auszulöschen. Und ihr werdet herausgerissen werden von dem Erdboden, wohin du kommst, ihn <als Erbe> in Besitz zu nehmen.
64Und Jahweh wird dich unter alle Völkerscharen zerstreuen, vom Ende der Erde bis zum Ende der Erde17. Und du wirst dort anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter: Holz und Stein.
65Und unter jenen Völkern wirst du nicht Ruhe haben, und deine Fußsohle wird keinen Ruheplatz finden. Und Jahweh wird dir dort ein zitterndes Herz geben, Schmachten18 der Augen und Verschmachten der Seele.
66Und dein Leben wird vor dir an einem Faden hängen19. Und du wirst dich fürchten Nacht und Tag und deines Lebens nicht sicher sein.
67Am Morgen wirst du sagen: 'Wäre es doch Abend!' Und am Abend wirst du sagen: 'Wäre es doch Morgen!', wegen des Erschreckens20 deines Herzens, mit dem du <zitternd> dich fürchtest, und beim Anblick dessen, was deine Augen sehen werden.
68Und Jahweh wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückbringen, auf dem Weg, von dem ich dir gesagt habe: 'Du wirst ihn nie mehr wieder sehen!' Und ihr werdet dort euren Feinden zu leibeigenen Knechten und zu leibeigenen Mägden verkauft werden. Doch es wird kein Käufer [da] sein."
69Das sind die Worte des Bundes, den Jahweh Mose gebot, mit den Söhnen Israels zu schließen, im Land Moab, neben dem Bund, den er am Horeb mit ihnen geschlossen hatte.
2und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, hörst1.
3Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Feld.
4Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Erdbodens und die Frucht deines Viehs, der Wurf deines Großviehs und der Zuwachs deines Kleinviehs.
5Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
6Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang.
7Jahweh wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, geschlagen vor dir dahingeben. Auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.
8Jahweh wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Erarbeiteten2 deiner Hand; und er wird dich segnen in dem Land, das Jahweh, dein Gott, dir im Begriff ist zu geben.
9Jahweh wird sich dich zu einem heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote Jahwehs, deines Gottes, wahrst und in seinen Wegen wandelst.
10Und alle Völkerscharen der Erde werden sehen, dass der Name Jahwehs auf dich gerufen worden ist3, und sie werden sich vor dir fürchten.
11Und Jahweh wird dir Überfluss geben an Gutem, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehs und an der Frucht deines Erdbodens - auf dem Erdboden, den Jahweh deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.
12Jahweh wird dir seinen guten Schatz, die Himmel, auftun, um deiner Erde den Regen zu geben zu seiner Zeit und um alles Tun4 deiner Hand zu segnen. Und du wirst vielen Völkern leihen, aber du selbst wirst [dir] nichts entleihen.
13Und Jahweh wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz. Und du wirst nur aufwärts <steigen> und nicht abwärts <sinken>, wenn du den Geboten Jahwehs, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute gebiete, [sie] zu wahren und zu tun,
14und nicht abweichst von allen Worten, die ich euch heute gebiete, weder nach rechts noch nach links, um anderen Göttern nachzugehen, ihnen zu dienen.
15Und es wird geschehen, wirst du nicht auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, hören, darauf zu achten, alle seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, zu tun, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen:
16Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Feld.
17Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
18Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Erdbodens, der Wurf deines Großviehs und der Zuwachs deines Kleinviehs.
19Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang.
20Jahweh wird den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung gegen dich senden in allem Erarbeiteten deiner Hand, das du wirkst, bis du vernichtet bist und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Taten, darum, dass du mich verlassen hast.
21Jahweh wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich <gänzlich> ausgetilgt hat, von dem Erdboden hinweg, auf den du kommst, ihn <als Erbe> in Besitz zu nehmen.
22Schlagen wird dich Jahweh mit Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und mit Entzündung und mit Dürre und mit Getreidebrand und mit Vergilben [des Korns], und sie werden dich verfolgen, bis du umkommst.
23Und deine Himmel, die über deinem Haupt sind, werden Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, <wird> Eisen <sein>.
24Jahweh wird als Regen deines Landes Flugsand und Staub geben: Von den Himmeln wird es auf dich herabkommen, bis du ausgelöscht bist.
25Jahweh wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben. Auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen; und du wirst zum Schreckbild werden für alle Königreiche der Erde.
26Und dein Leichnam wird allen Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß werden, und niemand wird sie wegscheuchen.
27Jahweh wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens und mit Beulen5 und mit Krätze und mit Ausschlag, davon du nicht geheilt werden kannst.
28Jahweh wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Verwirrung des Herzens.
29Und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst kein Gelingen haben in deinen Wegen. Und du wirst nur unterdrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand wird [da] sein, der hilft.
30Du verlobst dir eine Frau, und ein anderer Mann wird bei ihr liegen. Du baust ein Haus und wirst nicht darin wohnen. Du pflanzt einen Weinberg und wirst ihn nicht zu nutzen beginnen6.
31Dein Rind7 wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht geraubt und wird nicht zu dir zurückkehren. Dein Kleinvieh wird deinen Feinden gegeben, und du wirst niemanden haben, der hilft.
32Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volk gegeben werden, und deine Augen werden es sehen und den ganzen Tag nach ihnen schmachten, aber nichts wird in der Gewalt deiner Hand stehen.
33Die Frucht deines Erdbodens und alle deine Mühe8 wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst. Und du wirst nur unterdrückt und gebrochen sein9 alle Tage.
34Und du wirst wahnsinnig werden beim Anblick dessen, was deine Augen sehen werden.
35Jahweh wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und an den Schenkeln, davon du nicht geheilt werden kannst, von deiner Fußsohle bis zu deinem Scheitel.
36Jahweh wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einem Volk* führen, das du nicht kanntest, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern dienen, Holz und Stein.
37Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkerscharen, zu denen Jahweh dich treiben wird.
38Du wirst viel Samen aufs Feld hinausführen, aber wenig einsammeln, denn die Heuschrecken werden es fressen.
39Weinberge wirst du pflanzen und bearbeiten, wirst aber weder Wein trinken noch einsammeln, denn die Würmer werden ihn fressen.
40Olivenbäume wirst du in allen deinen Grenzen haben, wirst dich aber nicht mit Öl salben, denn deine Oliven werden abfallen.
41Söhne und Töchter wirst du zeugen, sie werden dir aber nicht gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen.
42Alle deine Bäume und die Frucht deines Erdbodens wird die Grille in Besitz nehmen.
43Der Fremdling, der in deiner Mitte ist, wird über dich aufsteigen, aufwärts, aufwärts, du aber wirst hinabsinken, abwärts, abwärts.
44Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nichts leihen [können]. Er wird zum Haupt werden, du aber wirst zum Schwanz werden.
45Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und dich erreichen, bis du ausgelöscht bist; weil du nicht auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, gehört hast, seine Gebote und seine Satzungen, die er dir geboten hat, zu wahren <und zu halten>.
46Und <so> werden sie dir zu einem Zeichen und zu einem Wunder10 sein, [dir] und deinem Samen ewiglich.
47Dafür, dass du Jahweh, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Fröhlichkeit des Herzens [aus Dank] für die Überfülle an allem,
48wirst du deinen Feinden, die Jahweh gegen dich senden wird, dienen in Hunger und in Durst und in Blöße und in Mangel an allem. Und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich ausgelöscht hat.
49Jahweh wird von ferne, vom Ende der Erde her, ein Volk* gegen dich herbeiführen, so schnell, wie der Adler11 fliegt, ein Volk*, dessen Sprache du nicht verstehst,
50ein Volk* von hartem Angesicht, das das Angesicht des Greises nicht ansieht12 und des Knaben sich nicht erbarmt,
51und das die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Erdbodens verzehrt, bis du ausgelöscht bist, das dir weder Getreide <noch> Most noch Öl <noch> den Wurf deines Großviehs noch den Zuwachs deines Kleinviehs übrig lässt, bis es dich zugrunde gerichtet hat.
52Und es wird dich bedrängen in allen deinen Toren, bis deine Mauern, die hohen und festen, auf die du vertraust, gefallen sind in deinem ganzen Land. Und es wird dich bedrängen in allen deinen Toren, in deinem ganzen Land, das Jahweh, dein Gott, dir gab.
53Und <dann> wirst du die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die Jahweh, dein Gott, dir gegeben hat, essen, in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird.
54Der verweichlichtste und verwöhnteste Mann bei dir, dessen Auge wird sich böse13 zeigen gegen seinen Bruder und gegen die Frau an seiner Brust14 und gegen den Rest seiner Kinder, die er übrig behalten hat,
55dass er keinem von ihnen [etwas] abgeben wird von dem Fleisch seiner Kinder, das er isst, weil ihm [sonst] nichts übrig geblieben ist in der Belagerung und in der Bedrängnis, mit der dein Feind dich in allen deinen Toren bedrängen wird.
56Die Verweichlichtste unter dir und die Verwöhnteste, die vor Verwöhnung und vor Verweichlichung es nicht versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird sich böse zeigen gegen den Mann an ihrer Brust und gegen ihren Sohn und gegen ihre Tochter,
57wegen ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert; denn sie wird sie im Geheimen aufessen, aus Mangel an allem, in der Belagerung und in der Bedrängnis, mit der dein Feind dich in deinen Toren bedrängen wird.
58Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieser Weisung zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du diesen herrlichen und furchtgebietenden Namen, Jahweh, deinen Gott, fürchtest,
59wird Jahweh deine Plagen und die Plagen deines Samens außergewöhnlich machen: große und andauernde Plagen und böse und andauernde Krankheiten.
60Und er wird alle Seuchen Ägyptens, vor denen du dich fürchtest, über dich zurückbringen, und sie werden dir anhaften15.
61Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buch dieser Weisung geschrieben sind, Jahweh wird sie über dich kommen lassen, bis du ausgelöscht bist.
62Und ihr werdet übrig bleiben als ein geringes Häuflein von Leuten, anstatt dass ihr [zahlreich] geworden wärt wie die Sterne der Himmel an Menge, weil du nicht auf die Stimme Jahwehs, deines Gottes, gehört hast16.
63Und es wird geschehen: Wie Jahweh über euch Freude hatte, euch Gutes zu tun und euch zu mehren, so wird Jahweh über euch Freude haben, euch zugrunde zu richten und euch auszulöschen. Und ihr werdet herausgerissen werden von dem Erdboden, wohin du kommst, ihn <als Erbe> in Besitz zu nehmen.
64Und Jahweh wird dich unter alle Völkerscharen zerstreuen, vom Ende der Erde bis zum Ende der Erde17. Und du wirst dort anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter: Holz und Stein.
65Und unter jenen Völkern wirst du nicht Ruhe haben, und deine Fußsohle wird keinen Ruheplatz finden. Und Jahweh wird dir dort ein zitterndes Herz geben, Schmachten18 der Augen und Verschmachten der Seele.
66Und dein Leben wird vor dir an einem Faden hängen19. Und du wirst dich fürchten Nacht und Tag und deines Lebens nicht sicher sein.
67Am Morgen wirst du sagen: 'Wäre es doch Abend!' Und am Abend wirst du sagen: 'Wäre es doch Morgen!', wegen des Erschreckens20 deines Herzens, mit dem du <zitternd> dich fürchtest, und beim Anblick dessen, was deine Augen sehen werden.
68Und Jahweh wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückbringen, auf dem Weg, von dem ich dir gesagt habe: 'Du wirst ihn nie mehr wieder sehen!' Und ihr werdet dort euren Feinden zu leibeigenen Knechten und zu leibeigenen Mägden verkauft werden. Doch es wird kein Käufer [da] sein."
69Das sind die Worte des Bundes, den Jahweh Mose gebot, mit den Söhnen Israels zu schließen, im Land Moab, neben dem Bund, den er am Horeb mit ihnen geschlossen hatte.
Fußnoten
- 1 und ihr gehorchst.
- 2 o.: Unternehmen; eigtl.: Ausschicken; Ausstrecken
- 3 o.: über dir genannt ist; d. h.: dass du nach Jahwehs Namen benannt bist <und ihm gehörst>.
- 4 eigtl.: alles Gemachte
- 5 o.: Geschwülsten
- 6 eigtl.: entheiligen; gemein machen; i. S. v.: für den Eigengebrauch verwendbar machen; vgl. 3Mo 19,23-25.
- 7 o.: Ochse
- 8 o.: allen <Ertrag> deiner Mühe
- 9 and.: gewalttätig behandelt werden
- 10 i. S. v.: zu einem Wahrheitsbeweis
- 11 Mit "Adler" ist in der Bibel wahrsch. der Gänsegeier gemeint.
- 12 und auf ihn nicht Rücksicht nimmt
- 13 d. h.: missgünstig; so a. V. 56
- 14 o.: an seinem Schoß
- 15 und an dir kleben bleiben.
- 16 und nicht gehorcht hast.
- 17 Zur Formulierung vgl. 1Mo 47,21; 2Mo 26,28; 5Mo 4,32; 13,8; Jer 12,12; 25,33; 51,31.
- 18 o.: Erlöschen
- 19 w.: wird vor dir schwebend aufgehängt sein.
- 20 o.: Bebens