Altes Testament
1. Samuel Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Hanna betete und sagte: "Es frohlockt mein Herz in Jahweh. Es erhebt sich mein Horn in Jahweh. Weit tut mein Mund sich auf über meine Feinde, denn ich freue mich über dein Heil1.
2Keiner ist heilig wie Jahweh. Ja, keiner ist außer dir, keiner ein Fels wie unser Gott.
3Häuft nicht Worte des Stolzes! Nicht gehe Freches aus eurem Munde hervor; denn ein Gott2 des Wissens ist Jahweh, und bei ihm sind die Taten wohl abgewogen3.
4Der Bogen der Helden ist mutlos4, aber die Schwachen5 gürten sich mit Kraft.
5Die Satten6 müssen sich um Brot dienstbar machen7, aber die Hungrigen feiern. Ja, die Unfruchtbare gebiert sieben, und die viele Söhne hat, welkt dahin.
6Jahweh bringt zu Tode und macht lebendig. Er führt in den Scheol8 hinab und führt herauf.
7Jahweh macht arm9, und er macht reich. Er erniedrigt, und er hebt auch empor.
8Er richtet vom Staub empor den Geringen, vom Kot erhöht er den Bedürftigen, ihn sitzen zu lassen bei Edlen. Den Thron der Ehre10 lässt er sie erben; ja, Jahwehs sind die Säulen der Erde, und darauf hat er das Festland11 gestellt.
9Die Füße seiner Getreuen12 bewahrt er. Aber die Ehrfurchtslosen verstummen im Dunkel; denn nicht infolge seiner Stärke ist mächtig der Mann.
10Jahweh - die gegen ihn streiten, werden zerschmettert. In den Himmeln wird er über ihnen donnern. Jahweh wird richten die Enden der Erde13 und Macht verleihen seinem König und erhöhen das Horn seines Gesalbten14." -
11Und Elkana ging nach Rama in sein Haus. Der Knabe aber tat Jahweh den <aufgetragenen> verehrenden Dienst vor Eli, dem Priester.
12Die Söhne Elis aber waren Söhne Belials15. Sie kannten Jahweh nicht
13und [nicht] die Rechtsordnung der Priester dem Volk gegenüber. Sooft jemand ein Schlachtopfer opferte, kam, solange das Fleisch kochte, der Bursche des Priesters mit einer dreizinkigen Gabel in seiner Hand
14und stieß in den Tiegel oder in den Kessel oder in die Pfanne oder in den Topf: Alles, was die Gabel herausholte, nahm sich der Priester damit weg. So handelten sie an ganz Israel in Silo, an denen, die dorthin kamen.
15Sogar ehe man das Fett in Rauch aufsteigen ließ, kam der Bursche des Priesters und sagte zu dem Mann, der <Schlachtopfer> opferte: "Gib Fleisch her zum Braten für den Priester; denn er will nicht gekochtes Fleisch von dir nehmen, sondern rohes16!"
16Sagte etwa der Mann zu ihm: "Zuerst muss man das Fett in Rauch aufgehen lassen, <dann> nimm dir, wie es deine Seele begehrt", so sagte er zu ihm: "Jetzt sollst du es geben! Wenn nicht, so nehme ich es mit Gewalt."
17Und die Sünde der Burschen war sehr groß vor dem Angesicht Jahwehs; denn die Männer behandelten die Opfergabe Jahwehs verächtlich.
18Samuel aber tat den <aufgetragenen> verehrenden Dienst vor dem Angesicht Jahwehs - ein Knabe, umgürtet mit einem leinenen Ephod17.
19Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm Jahr für Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, das jährliche Schlachtopfer zu opfern.
20Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sagte: "Jahweh gebe dir Samen von dieser Frau anstelle des Gewährten18, den man Jahweh gewährt hat19." Und sie gingen an seinen Ort [zurück].
21Und Jahweh suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger. Und sie gebar drei Söhne und zwei Töchter. Der Knabe Samuel aber wurde groß, <wuchs heran> bei Jahweh.
22Und Eli war sehr alt geworden. Und er hörte alles, was seine Söhne ganz Israel antaten, und dass sie bei den Frauen lagen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten.
23Und er sagte zu ihnen: "Warum tut ihr solche Dinge? - denn ich höre von dem ganzen Volk diese eure bösen Taten.
24So nicht, meine Söhne! Fürwahr, nicht gut ist das Gerücht, das ich höre, dass ihr das Volk Jahwehs übertreten macht.
25Sündigt ein Mensch gegen einen Menschen, werden die Götter20 <über Gerichtsurteile> entscheiden; sündigt ein Mensch aber gegen Jahweh, wer wird dann für ihn [im Gericht] eintreten21?" Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn Jahweh war entschlossen, sie zu töten.
26Und der Knabe Samuel wurde immer größer und wohlgefälliger22 sowohl bei Jahweh als auch bei den Menschen.
27Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sagte zu ihm: "So sagt Jahweh: 'Habe ich mich nicht dem Haus deines Vaters deutlich geoffenbart, als sie in Ägypten waren im Haus Pharaos?
28Und ich habe ihn mir aus allen Stämmen Israels zum Priester erwählt, auf meinem Altar zu opfern, zu räuchern, das Ephod zu tragen vor meinem Angesicht. Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Söhne Israels.
29Warum tretet ihr mein Schlachtopfer und mein Speisopfer mit Füßen, die ich für [meine] Wohnung geboten habe? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes.'
30'Darum', ist der Spruch Jahwehs, des Gottes Israels: 'Ich hatte tatsächlich gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen vor meinem Angesicht wandeln ewiglich.' 'Nun aber', ist der Spruch Jahwehs: 'Das sei ferne von mir! Fürwahr, die mich ehren, will ich ehren. Und die mich verachten, werden verachtet sein.
31Siehe! - Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen, dass es keinen Greis geben wird in deinem Haus.
32Und <dann> wirst du neidisch auf alles Gute hinblicken, das er an Israel tut;23 aber in deinem Haus wird es keinen Greis geben alle Tage.
33Doch nicht jeden werde ich dir von meinem Altar ausrotten, um nicht deine Augen vergehen zu lassen24 und deine Seele zum Verschmachten zu bringen. Aber der größte Teil deines Hauses, die sollen [schon] als Männer sterben.
34Und dieses soll dir das Zeichen sein, das über deine beiden Söhne kommen wird, über Hophni und Pinhas: An einem Tag werden sie beide sterben.
35Und ich werde mir einen Priester erwecken, einen beständigen: So, wie es in meinem Herzen und in meiner Seele ist, wird er handeln. Und ich werde ihm ein Haus bauen, das beständig ist. Und er wird vor meinem Gesalbten wandeln alle Tage.
36Und es soll geschehen, jeder, der in deinem Haus übrig bleibt, wird kommen, um sich vor ihm für eine kleine Silbermünze und einen Laib Brot niederzuwerfen, und wird sagen: 'Gliedere mich doch einem der Priesterämter an, damit ich einen Bissen Brot zu essen habe!'"
2Keiner ist heilig wie Jahweh. Ja, keiner ist außer dir, keiner ein Fels wie unser Gott.
3Häuft nicht Worte des Stolzes! Nicht gehe Freches aus eurem Munde hervor; denn ein Gott2 des Wissens ist Jahweh, und bei ihm sind die Taten wohl abgewogen3.
4Der Bogen der Helden ist mutlos4, aber die Schwachen5 gürten sich mit Kraft.
5Die Satten6 müssen sich um Brot dienstbar machen7, aber die Hungrigen feiern. Ja, die Unfruchtbare gebiert sieben, und die viele Söhne hat, welkt dahin.
6Jahweh bringt zu Tode und macht lebendig. Er führt in den Scheol8 hinab und führt herauf.
7Jahweh macht arm9, und er macht reich. Er erniedrigt, und er hebt auch empor.
8Er richtet vom Staub empor den Geringen, vom Kot erhöht er den Bedürftigen, ihn sitzen zu lassen bei Edlen. Den Thron der Ehre10 lässt er sie erben; ja, Jahwehs sind die Säulen der Erde, und darauf hat er das Festland11 gestellt.
9Die Füße seiner Getreuen12 bewahrt er. Aber die Ehrfurchtslosen verstummen im Dunkel; denn nicht infolge seiner Stärke ist mächtig der Mann.
10Jahweh - die gegen ihn streiten, werden zerschmettert. In den Himmeln wird er über ihnen donnern. Jahweh wird richten die Enden der Erde13 und Macht verleihen seinem König und erhöhen das Horn seines Gesalbten14." -
11Und Elkana ging nach Rama in sein Haus. Der Knabe aber tat Jahweh den <aufgetragenen> verehrenden Dienst vor Eli, dem Priester.
12Die Söhne Elis aber waren Söhne Belials15. Sie kannten Jahweh nicht
13und [nicht] die Rechtsordnung der Priester dem Volk gegenüber. Sooft jemand ein Schlachtopfer opferte, kam, solange das Fleisch kochte, der Bursche des Priesters mit einer dreizinkigen Gabel in seiner Hand
14und stieß in den Tiegel oder in den Kessel oder in die Pfanne oder in den Topf: Alles, was die Gabel herausholte, nahm sich der Priester damit weg. So handelten sie an ganz Israel in Silo, an denen, die dorthin kamen.
15Sogar ehe man das Fett in Rauch aufsteigen ließ, kam der Bursche des Priesters und sagte zu dem Mann, der <Schlachtopfer> opferte: "Gib Fleisch her zum Braten für den Priester; denn er will nicht gekochtes Fleisch von dir nehmen, sondern rohes16!"
16Sagte etwa der Mann zu ihm: "Zuerst muss man das Fett in Rauch aufgehen lassen, <dann> nimm dir, wie es deine Seele begehrt", so sagte er zu ihm: "Jetzt sollst du es geben! Wenn nicht, so nehme ich es mit Gewalt."
17Und die Sünde der Burschen war sehr groß vor dem Angesicht Jahwehs; denn die Männer behandelten die Opfergabe Jahwehs verächtlich.
18Samuel aber tat den <aufgetragenen> verehrenden Dienst vor dem Angesicht Jahwehs - ein Knabe, umgürtet mit einem leinenen Ephod17.
19Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm Jahr für Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, das jährliche Schlachtopfer zu opfern.
20Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sagte: "Jahweh gebe dir Samen von dieser Frau anstelle des Gewährten18, den man Jahweh gewährt hat19." Und sie gingen an seinen Ort [zurück].
21Und Jahweh suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger. Und sie gebar drei Söhne und zwei Töchter. Der Knabe Samuel aber wurde groß, <wuchs heran> bei Jahweh.
22Und Eli war sehr alt geworden. Und er hörte alles, was seine Söhne ganz Israel antaten, und dass sie bei den Frauen lagen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten.
23Und er sagte zu ihnen: "Warum tut ihr solche Dinge? - denn ich höre von dem ganzen Volk diese eure bösen Taten.
24So nicht, meine Söhne! Fürwahr, nicht gut ist das Gerücht, das ich höre, dass ihr das Volk Jahwehs übertreten macht.
25Sündigt ein Mensch gegen einen Menschen, werden die Götter20 <über Gerichtsurteile> entscheiden; sündigt ein Mensch aber gegen Jahweh, wer wird dann für ihn [im Gericht] eintreten21?" Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn Jahweh war entschlossen, sie zu töten.
26Und der Knabe Samuel wurde immer größer und wohlgefälliger22 sowohl bei Jahweh als auch bei den Menschen.
27Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sagte zu ihm: "So sagt Jahweh: 'Habe ich mich nicht dem Haus deines Vaters deutlich geoffenbart, als sie in Ägypten waren im Haus Pharaos?
28Und ich habe ihn mir aus allen Stämmen Israels zum Priester erwählt, auf meinem Altar zu opfern, zu räuchern, das Ephod zu tragen vor meinem Angesicht. Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Söhne Israels.
29Warum tretet ihr mein Schlachtopfer und mein Speisopfer mit Füßen, die ich für [meine] Wohnung geboten habe? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes.'
30'Darum', ist der Spruch Jahwehs, des Gottes Israels: 'Ich hatte tatsächlich gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen vor meinem Angesicht wandeln ewiglich.' 'Nun aber', ist der Spruch Jahwehs: 'Das sei ferne von mir! Fürwahr, die mich ehren, will ich ehren. Und die mich verachten, werden verachtet sein.
31Siehe! - Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen, dass es keinen Greis geben wird in deinem Haus.
32Und <dann> wirst du neidisch auf alles Gute hinblicken, das er an Israel tut;23 aber in deinem Haus wird es keinen Greis geben alle Tage.
33Doch nicht jeden werde ich dir von meinem Altar ausrotten, um nicht deine Augen vergehen zu lassen24 und deine Seele zum Verschmachten zu bringen. Aber der größte Teil deines Hauses, die sollen [schon] als Männer sterben.
34Und dieses soll dir das Zeichen sein, das über deine beiden Söhne kommen wird, über Hophni und Pinhas: An einem Tag werden sie beide sterben.
35Und ich werde mir einen Priester erwecken, einen beständigen: So, wie es in meinem Herzen und in meiner Seele ist, wird er handeln. Und ich werde ihm ein Haus bauen, das beständig ist. Und er wird vor meinem Gesalbten wandeln alle Tage.
36Und es soll geschehen, jeder, der in deinem Haus übrig bleibt, wird kommen, um sich vor ihm für eine kleine Silbermünze und einen Laib Brot niederzuwerfen, und wird sagen: 'Gliedere mich doch einem der Priesterämter an, damit ich einen Bissen Brot zu essen habe!'"
Fußnoten
- 1 o.: deine Hilfe; deine Rettung
- 2 heb. El; bed.: Gott, der Starke
- 3 o.: abgemessen; ausgemessen; geprüft; richtig; d. h.: er wägt sein Tun und Handeln ab.
- 4 o.: zerknickt; ängstlich
- 5 Grundbed.: die Strauchelnden
- 6 d. h.: Die, die vorher satt waren
- 7 eigtl.: sich verdingen; sich anheuern lassen
- 8 d. h.: in den Bereich der Toten
- 9 o.: verdrängt <aus dem Erbbesitz>; Grundbed.: enterben
- 10 o.: Herrlichkeit
- 11 Das heb. Wort thebel bez. die bewohnte Welt bzw. Teile der bewohnten Welt; der Umfang wird jeweils vom Kontext bestimmt; s. Begriffsverz. im Ergänzungsband.
- 12 o.: Ergebenen; Frommen
- 13 o.: die Ränder des Erdreichs
- 14 heb. maschiach; ein Ausdruck für den gesalbten König.
- 15 d. h.: Söhne der Nichtswürdigkeit und des Verderbens
- 16 w.: lebendes
- 17 d. i.: mit einem leinenen Priesterschurz
- 18 und Erbetenen
- 19 i. S. v.: wieder gewährt hat; zurückgegeben hat; vgl. 1Sam 1,28.
- 20 d. i.: die Gott-Richter; die von Gott eingesetzten Richter (2Mo 21,6; 22,7.8.27; Ps 82,1.6); das heb. Zeitwort steht in der Mehrzahl.
- 21 o.: wer darf sich dann für ihn zum Richter aufwerfen?
- 22 o.: nahm zu an Alter (o.: Größe) und Gunst (o.: Gefallen)
- 23 Das Heb. ist an dieser Stelle nicht eindeutig; and.: "Und du wirst Bedrängnis der Wohnung (d. i.: des Zeltes Gottes) sehen - bei allem, was er Israel Gutes erweist; ...".
- 24 i. S. v.: vergeblich hoffen zu lassen