Altes Testament
1. Samuel Kapitel 23
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und man berichtete David: "Siehe! Die Philister sind im Begriff, gegen Keïla zu kämpfen. Und sie plündern <gerade> die Tennen."
2Und David fragte Jahweh und sagte: "Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen?" Und Jahweh sagte zu David: "Geh! Und du sollst die Philister schlagen und Keïla retten."
3Aber die Männer Davids sagten zu ihm: "Siehe! Wir sind [schon] hier in Juda in Furcht; wie viel mehr, wenn wir nach Keïla gehen, gegen die Schlachtreihen der Philister!"
4Da fragte David Jahweh noch einmal. Und Jahweh antwortete ihm und sagte: "Mache dich auf, zieh hinab nach Keïla, denn ich gebe die Philister in deine Hand!"
5Und David zog mit seinen Männern nach Keïla und kämpfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg. Und er schlug auf sie ein. Ein großer Schlag! Und <so> rettete David die Bewohner von Keïla.
6Und es war geschehen, als Abjatar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keïla geflohen war, war in seiner Hand ein Ephod1 mit hinabgekommen.
7Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Keïla gekommen wäre. Und Saul sagte: "Gott hat ihn verworfen2, in meine Hand [gegeben]; denn er hat sich eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist."
8Und Saul bot alles Volk zum Kampf auf, um nach Keïla hinabzuziehen, David und seine Männer einzuzingeln3.
9Und als David erfuhr, dass Saul Böses gegen ihn schmiedete, sagte er zu Abjatar, dem Priester: "Bring das Ephod herbei!"
10Und David sagte: "Jahweh, Gott Israels! Dein leibeigener Knecht hat als gewiss gehört, dass Saul nach Keïla zu kommen sucht, um meinetwegen die Stadt zu verderben.
11Werden die Herren4 von Keïla mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein leibeigener Knecht gehört hat? Jahweh, Gott Israels, bitte, tu es deinem leibeigenen Knecht kund!" Und Jahweh sagte: "Er wird herabziehen."
12Und David sagte: "Werden die Herren von Keïla mich und meine Männer der Hand Sauls ausliefern?" Und Jahweh sagte: "Sie werden [euch] ausliefern."
13Und David und seine Männer machten sich auf, etwa sechshundert Mann, und sie zogen von Keïla fort und zogen umher, wo sie umherziehen konnten. Und es wurde Saul berichtet, dass David aus Keïla entkommen wäre. Und so unterließ er es, auszuziehen.
14Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten. Und er blieb auf dem Bergland in der Wüste Sif. Und Saul suchte ihn alle Tage. Aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.
15Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um nach seiner Seele5 zu trachten. Und David war in der Wüste Sif, zu Horescha6.
16Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David nach Horescha. Und er stärkte seine Hand in7 Gott.
17Und er sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht; denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden. Und du wirst König werden über Israel, und ich werde dein Zweiter sein8. Und auch mein Vater Saul weiß, [dass es] so ist."
18Und sie schlossen beide einen Bund vor dem Angesicht Jahwehs. Und David blieb in Horescha. Jonathan aber ging zu seinem Haus.
19Und es zogen Sifiter zu Saul hinauf, nach Gibea, und sagten: "Hält sich David nicht bei uns verborgen auf den Bergfesten in Horescha, auf dem Hügel Hachila, der rechts9 von Jeschimon10 ist?
20Und jetzt, sobald deine Seele, o König, begehrt11 herabzukommen, komm herab! Und an uns sei es, ihn in die Hand des Königs auszuliefern."
21Und Saul sagte: "Gesegnet seid ihr von Jahweh, dass ihr Mitleid mit mir habt!
22Geht bitte hin, vergewissert euch noch mehr12 und erkundet seinen [Aufenthalts]ort und seht nach, wo sein Fuß hinkommt, wer ihn dort gesehen hat; denn man hat mir gesagt, dass er sehr listig ist.
23Und seht nach und erkundet alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt hält, und kommt mit sicherer [Nachricht]13 wieder zu mir, so will ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, werde ich ihn aufspüren unter allen Tausendschaften Judas!"
24Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. Aber David und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Ebene, zur Rechten14 von Jeschimon15.
25Und Saul und seine Männer zogen hin, [ihn] zu suchen. Und man berichtete es David. Und er ging hinab zum Felsen und blieb in der Wüste Maon. Und als Saul davon hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.
26Und Saul ging auf dieser Seite des Berges, David aber und seine Männer auf jener Seite des Berges. Und es geschah, als David eilte, Saul zu entgehen, und Saul und seine Männer im Begriff waren, David und seine Männer zu umringen, um sie zu ergreifen,
27da kam ein Bote zu Saul und sagte: "Eile und komm, denn die Philister sind eingefallen <und breiten sich> im Land <aus>!"
28Da kehrte Saul von der Verfolgung Davids um und ging hin, um den Philistern entgegenzutreten. Daher nannte man jenen Ort Sela-Machlekot16.
2Und David fragte Jahweh und sagte: "Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen?" Und Jahweh sagte zu David: "Geh! Und du sollst die Philister schlagen und Keïla retten."
3Aber die Männer Davids sagten zu ihm: "Siehe! Wir sind [schon] hier in Juda in Furcht; wie viel mehr, wenn wir nach Keïla gehen, gegen die Schlachtreihen der Philister!"
4Da fragte David Jahweh noch einmal. Und Jahweh antwortete ihm und sagte: "Mache dich auf, zieh hinab nach Keïla, denn ich gebe die Philister in deine Hand!"
5Und David zog mit seinen Männern nach Keïla und kämpfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg. Und er schlug auf sie ein. Ein großer Schlag! Und <so> rettete David die Bewohner von Keïla.
6Und es war geschehen, als Abjatar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keïla geflohen war, war in seiner Hand ein Ephod1 mit hinabgekommen.
7Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Keïla gekommen wäre. Und Saul sagte: "Gott hat ihn verworfen2, in meine Hand [gegeben]; denn er hat sich eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist."
8Und Saul bot alles Volk zum Kampf auf, um nach Keïla hinabzuziehen, David und seine Männer einzuzingeln3.
9Und als David erfuhr, dass Saul Böses gegen ihn schmiedete, sagte er zu Abjatar, dem Priester: "Bring das Ephod herbei!"
10Und David sagte: "Jahweh, Gott Israels! Dein leibeigener Knecht hat als gewiss gehört, dass Saul nach Keïla zu kommen sucht, um meinetwegen die Stadt zu verderben.
11Werden die Herren4 von Keïla mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein leibeigener Knecht gehört hat? Jahweh, Gott Israels, bitte, tu es deinem leibeigenen Knecht kund!" Und Jahweh sagte: "Er wird herabziehen."
12Und David sagte: "Werden die Herren von Keïla mich und meine Männer der Hand Sauls ausliefern?" Und Jahweh sagte: "Sie werden [euch] ausliefern."
13Und David und seine Männer machten sich auf, etwa sechshundert Mann, und sie zogen von Keïla fort und zogen umher, wo sie umherziehen konnten. Und es wurde Saul berichtet, dass David aus Keïla entkommen wäre. Und so unterließ er es, auszuziehen.
14Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten. Und er blieb auf dem Bergland in der Wüste Sif. Und Saul suchte ihn alle Tage. Aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.
15Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um nach seiner Seele5 zu trachten. Und David war in der Wüste Sif, zu Horescha6.
16Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David nach Horescha. Und er stärkte seine Hand in7 Gott.
17Und er sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht; denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden. Und du wirst König werden über Israel, und ich werde dein Zweiter sein8. Und auch mein Vater Saul weiß, [dass es] so ist."
18Und sie schlossen beide einen Bund vor dem Angesicht Jahwehs. Und David blieb in Horescha. Jonathan aber ging zu seinem Haus.
19Und es zogen Sifiter zu Saul hinauf, nach Gibea, und sagten: "Hält sich David nicht bei uns verborgen auf den Bergfesten in Horescha, auf dem Hügel Hachila, der rechts9 von Jeschimon10 ist?
20Und jetzt, sobald deine Seele, o König, begehrt11 herabzukommen, komm herab! Und an uns sei es, ihn in die Hand des Königs auszuliefern."
21Und Saul sagte: "Gesegnet seid ihr von Jahweh, dass ihr Mitleid mit mir habt!
22Geht bitte hin, vergewissert euch noch mehr12 und erkundet seinen [Aufenthalts]ort und seht nach, wo sein Fuß hinkommt, wer ihn dort gesehen hat; denn man hat mir gesagt, dass er sehr listig ist.
23Und seht nach und erkundet alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt hält, und kommt mit sicherer [Nachricht]13 wieder zu mir, so will ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, werde ich ihn aufspüren unter allen Tausendschaften Judas!"
24Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. Aber David und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Ebene, zur Rechten14 von Jeschimon15.
25Und Saul und seine Männer zogen hin, [ihn] zu suchen. Und man berichtete es David. Und er ging hinab zum Felsen und blieb in der Wüste Maon. Und als Saul davon hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.
26Und Saul ging auf dieser Seite des Berges, David aber und seine Männer auf jener Seite des Berges. Und es geschah, als David eilte, Saul zu entgehen, und Saul und seine Männer im Begriff waren, David und seine Männer zu umringen, um sie zu ergreifen,
27da kam ein Bote zu Saul und sagte: "Eile und komm, denn die Philister sind eingefallen <und breiten sich> im Land <aus>!"
28Da kehrte Saul von der Verfolgung Davids um und ging hin, um den Philistern entgegenzutreten. Daher nannte man jenen Ort Sela-Machlekot16.
Fußnoten
- 1 d. i.: ein Priesterschurz (mit dem man Gott befragen konnte, V. 9.)
- 2 eigtl.: hat ihn sich entfremdet; hat ihn verleugnet
- 3 o.: zu belagern
- 4 o.: Bürger; Eigentümer; hier: die zur Stadtaristokratie Gehörenden
- 5 d. h.: nach seinem Leben
- 6 bed.: Wald
- 7 o.: durch
- 8 w.: dir zum Zweiten werden.
- 9 d. h.: südlich
- 10 bed.: Wildnis; d. i. der nördlich von Sif und Maon liegende Teil der Wüste Juda, südlich und östlich von Hebron bis hin zur Nordwestseite des Toten Meeres. (In 4Mo 21,20 u. 23,28 ist "Jeschimon" eine Bez. für die wüste Gegend am Nordrand des Toten Meeres, unweit vom Berg Pisga.)
- 11 w.: in Übereinstimmung mit allem Begehren deiner Seele, o König
- 12 o.: stellt weiterhin fest; o.: gebt weiterhin acht
- 13 w.: mit Gewissheit
- 14 d. h.: südlich
- 15 bed.: Einöde
- 16 bed.: Fels des Entschlüpfens