Altes Testament
1. Samuel Kapitel 26
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und die Sifiter kamen zu Saul nach Gibea und sagten: "Hält sich David nicht auf dem Hügel Hachila verborgen, der Jeschimon gegenüber [liegt]?"
2Da machte sich Saul auf und zog in die Wüste Sif hinab und mit ihm dreitausend erwählte Männer Israels, um David in der Wüste Sif zu suchen.
3Und Saul lagerte auf dem Hügel Hachila, der Jeschimon gegenüber am Weg [liegt]. David aber blieb1 in der Wüste. Und er sah2, dass Saul ihm in die Wüste nachgekommen war.
4Und David sandte Kundschafter aus und erfuhr mit Gewissheit, dass Saul gekommen war.
5Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul lagerte. Und David sah den Platz, wo Saul sich schlafen gelegt hatte - sowie Abner, der Sohn Ners, sein Heeroberster. Saul aber lag im [inneren] Lagerring3, und das Volk lagerte rings um ihn.
6Und David antwortete und sagte zu Ahimelech, dem Hetiter, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs: "Wer will mit mir zu Saul ins Heerlager hinabgehen?" Und Abischai sagte: "Ich gehe mit dir hinab."
7Und David und Abischai kamen in der Nacht zu dem Volk. Und - siehe! - Saul lag schlafend im [inneren] Lagerring. Und sein Speer steckte an seinem Kopfende in der Erde. Und Abner und das Volk lagen rings um ihn.
8Und Abischai sagte zu David: "Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand ausgeliefert. Und nun, bitte, lass mich ihn mit dem Speer in die Erde schlagen, ein einziges Mal. Und ich werde es an ihm nicht zweimal tun."
9Aber David sagte zu Abischai: "Töte ihn nicht!, denn wer streckt seine Hand gegen den Gesalbten Jahwehs aus und bleibt ungestraft?"
10Und David sagte: "So wahr Jahweh lebt: Wenn nicht Jahweh ihn schlagen wird - sei es, dass sein Tag kommt und er stirbt, sei es, dass er in den Kampf hinabzieht und weggerafft wird ...4!
11Ferne sei es von mir, dass ich meine Hand gegen den Gesalbten Jahwehs ausstrecken sollte! Und nun nimm den Speer, der an seinem Kopfende ist, und den Wasserkrug, und lass uns gehen!"
12Und David nahm den Speer und den Wasserkrug vom Kopfende Sauls weg, und sie gingen davon. Und niemand sah es, und niemand merkte es. Und niemand erwachte, denn sie schliefen alle, denn ein tiefer Schlaf Jahwehs war auf sie gefallen.
13Und David ging hinüber auf die andere Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne. Viel Raum war zwischen ihnen.
14Und David rief dem Volk und Abner, dem Sohn Ners, zu: "Antwortest du nicht, Abner?" Und Abner antwortete und sagte: "Wer bist du, der du nach dem König rufst?"
15Und David sagte zu Abner: "Bist du nicht ein Mann? Und wer ist wie du in Israel? Und warum hast du nicht deinen Herrn, den König, bewacht?, denn es kam vom Volk einer, den König, deinen Herrn, zu verderben.
16Nicht gut ist diese Sache, die du getan hast. So wahr Jahweh lebt: Söhne des Todes seid ihr, die ihr euren Herrn, den Gesalbten Jahwehs, nicht bewacht habt! Und nun sieh nach: Wo ist der Speer des Königs und der Wasserkrug, der an seinem Kopfende war?"
17Und Saul erkannte5 die Stimme Davids und sagte: "Ist das deine Stimme, mein Sohn David?" Und David sagte: "Es ist meine Stimme, König, mein Herr."
18Und er sagte: "Warum nur jagt mein Herr hinter seinem Knecht her? Fürwahr, was habe ich getan, und was ist Böses in meiner Hand?
19Und nun, o möge doch mein Herr, der König, auf die Worte seines Knechtes hören: Wenn Jahweh dich gegen mich aufgestachelt6 hat, möge er eine Opfergabe riechen. Waren es aber Menschensöhne, so seien sie verflucht, vor dem Angesicht Jahwehs, weil sie mich heute vertreiben, sodass ich mich dem Erbteil Jahwehs nicht anschließen darf, und sie sagen: 'Geh hin, diene anderen Göttern!'
20Nun aber: Möge doch mein Blut nicht zur Erde fallen, ferne vom Angesicht Jahwehs! Fürwahr, einen einzelnen Floh zu suchen, ist der König Israels ausgezogen, als jagte er einem Rebhuhn auf den Bergen nach."
21Und Saul sagte: "Ich habe gesündigt. Kehre zurück, mein Sohn David! Fürwahr, ich werde dir <künftig> nicht mehr Böses tun, dafür, dass meine Seele heute teuer war in deinen Augen! Siehe! Ich habe töricht gehandelt und mich schwer vergangen7!"
22Und David antwortete und sagte: "Siehe! - [hier ist] der Speer des Königs. Es komme einer von den Burschen herüber und hole ihn.
23Jahweh aber wird jedem seine Gerechtigkeit und seine Treue8 vergelten. Fürwahr, Jahweh hatte dich am heutigen Tag in meine Hand gegeben, aber ich wollte meine Hand nicht ausstrecken gegen den Gesalbten Jahwehs.
24Und - siehe! - wie deine Seele am heutigen Tag in meinen Augen groß9 war, so möge meine Seele groß sein in den Augen Jahwehs. Und er möge mich retten aus aller Bedrängnis!"
25Und Saul sagte zu David: "Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst es gewisslich ausrichten und auch gewisslich vollführen!" Und David ging seines Weges. Saul aber kehrte zurück an seinen Ort.
2Da machte sich Saul auf und zog in die Wüste Sif hinab und mit ihm dreitausend erwählte Männer Israels, um David in der Wüste Sif zu suchen.
3Und Saul lagerte auf dem Hügel Hachila, der Jeschimon gegenüber am Weg [liegt]. David aber blieb1 in der Wüste. Und er sah2, dass Saul ihm in die Wüste nachgekommen war.
4Und David sandte Kundschafter aus und erfuhr mit Gewissheit, dass Saul gekommen war.
5Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul lagerte. Und David sah den Platz, wo Saul sich schlafen gelegt hatte - sowie Abner, der Sohn Ners, sein Heeroberster. Saul aber lag im [inneren] Lagerring3, und das Volk lagerte rings um ihn.
6Und David antwortete und sagte zu Ahimelech, dem Hetiter, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs: "Wer will mit mir zu Saul ins Heerlager hinabgehen?" Und Abischai sagte: "Ich gehe mit dir hinab."
7Und David und Abischai kamen in der Nacht zu dem Volk. Und - siehe! - Saul lag schlafend im [inneren] Lagerring. Und sein Speer steckte an seinem Kopfende in der Erde. Und Abner und das Volk lagen rings um ihn.
8Und Abischai sagte zu David: "Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand ausgeliefert. Und nun, bitte, lass mich ihn mit dem Speer in die Erde schlagen, ein einziges Mal. Und ich werde es an ihm nicht zweimal tun."
9Aber David sagte zu Abischai: "Töte ihn nicht!, denn wer streckt seine Hand gegen den Gesalbten Jahwehs aus und bleibt ungestraft?"
10Und David sagte: "So wahr Jahweh lebt: Wenn nicht Jahweh ihn schlagen wird - sei es, dass sein Tag kommt und er stirbt, sei es, dass er in den Kampf hinabzieht und weggerafft wird ...4!
11Ferne sei es von mir, dass ich meine Hand gegen den Gesalbten Jahwehs ausstrecken sollte! Und nun nimm den Speer, der an seinem Kopfende ist, und den Wasserkrug, und lass uns gehen!"
12Und David nahm den Speer und den Wasserkrug vom Kopfende Sauls weg, und sie gingen davon. Und niemand sah es, und niemand merkte es. Und niemand erwachte, denn sie schliefen alle, denn ein tiefer Schlaf Jahwehs war auf sie gefallen.
13Und David ging hinüber auf die andere Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne. Viel Raum war zwischen ihnen.
14Und David rief dem Volk und Abner, dem Sohn Ners, zu: "Antwortest du nicht, Abner?" Und Abner antwortete und sagte: "Wer bist du, der du nach dem König rufst?"
15Und David sagte zu Abner: "Bist du nicht ein Mann? Und wer ist wie du in Israel? Und warum hast du nicht deinen Herrn, den König, bewacht?, denn es kam vom Volk einer, den König, deinen Herrn, zu verderben.
16Nicht gut ist diese Sache, die du getan hast. So wahr Jahweh lebt: Söhne des Todes seid ihr, die ihr euren Herrn, den Gesalbten Jahwehs, nicht bewacht habt! Und nun sieh nach: Wo ist der Speer des Königs und der Wasserkrug, der an seinem Kopfende war?"
17Und Saul erkannte5 die Stimme Davids und sagte: "Ist das deine Stimme, mein Sohn David?" Und David sagte: "Es ist meine Stimme, König, mein Herr."
18Und er sagte: "Warum nur jagt mein Herr hinter seinem Knecht her? Fürwahr, was habe ich getan, und was ist Böses in meiner Hand?
19Und nun, o möge doch mein Herr, der König, auf die Worte seines Knechtes hören: Wenn Jahweh dich gegen mich aufgestachelt6 hat, möge er eine Opfergabe riechen. Waren es aber Menschensöhne, so seien sie verflucht, vor dem Angesicht Jahwehs, weil sie mich heute vertreiben, sodass ich mich dem Erbteil Jahwehs nicht anschließen darf, und sie sagen: 'Geh hin, diene anderen Göttern!'
20Nun aber: Möge doch mein Blut nicht zur Erde fallen, ferne vom Angesicht Jahwehs! Fürwahr, einen einzelnen Floh zu suchen, ist der König Israels ausgezogen, als jagte er einem Rebhuhn auf den Bergen nach."
21Und Saul sagte: "Ich habe gesündigt. Kehre zurück, mein Sohn David! Fürwahr, ich werde dir <künftig> nicht mehr Böses tun, dafür, dass meine Seele heute teuer war in deinen Augen! Siehe! Ich habe töricht gehandelt und mich schwer vergangen7!"
22Und David antwortete und sagte: "Siehe! - [hier ist] der Speer des Königs. Es komme einer von den Burschen herüber und hole ihn.
23Jahweh aber wird jedem seine Gerechtigkeit und seine Treue8 vergelten. Fürwahr, Jahweh hatte dich am heutigen Tag in meine Hand gegeben, aber ich wollte meine Hand nicht ausstrecken gegen den Gesalbten Jahwehs.
24Und - siehe! - wie deine Seele am heutigen Tag in meinen Augen groß9 war, so möge meine Seele groß sein in den Augen Jahwehs. Und er möge mich retten aus aller Bedrängnis!"
25Und Saul sagte zu David: "Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst es gewisslich ausrichten und auch gewisslich vollführen!" Und David ging seines Weges. Saul aber kehrte zurück an seinen Ort.