Altes Testament
1. Samuel Kapitel 19
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Saul sprach mit seinem Sohn Jonathan und allen seinen Knechten davon, David töten zu wollen. Jonathan aber, der Sohn Sauls, hatte großes Gefallen an David.
2Und Jonathan gab David Bericht und sagte: "Mein Vater Saul sucht dich zu töten. Und nun, bitte, hüte dich am Morgen und bleibe im Versteck und verbirg dich.
3Ich aber werde hinausgehen und mich auf dem Feld, wo du bist, zur Seite1 meines Vaters stellen und werde mit meinem Vater über dich reden und sehen, wie es steht. Und ich werde dir Bericht geben."
4Und Jonathan redete über David Gutes zu Saul, seinem Vater, und sagte zu ihm: "Der König versündige sich nicht an seinem Knecht, an David, denn er hat sich an dir nicht versündigt. Und seine Taten waren für dich sehr gut.
5Und er legte seine Seele in seine Hand2 und erschlug den Philister, und Jahweh bewirkte für ganz Israel eine große Rettung. Du hattest es gesehen und dich gefreut. Wieso also willst du dich an unschuldigem Blut versündigen, dass du David ohne Grund tötest?"
6Und Saul hörte auf die Stimme Jonathans. Und Saul schwor: "So wahr Jahweh lebt: Wenn er getötet wird ...!"3
7Da rief Jonathan David. Und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul. Und er war vor seinem Angesicht wie am Vortag <und> drei Tage <zuvor>4.
8Und wieder kam es zum Krieg. Und David zog aus und kämpfte gegen die Philister. Und er schlug auf sie ein. Ein großer Schlag! Und sie flohen vor ihm.
9Und ein böser Geist von Jahweh kam über Saul. Und er saß5 in seinem Haus, mit seinem Speer in der Hand. Und David war dabei, mit der Hand <das Saiteninstrument> zu spielen.
10Und Saul suchte David mit dem Speer an die Wand zu schlagen6. Aber er wich aus vor Saul, sodass er den Speer in die Wand stieß. Und David floh und entrann in jener Nacht.
11Da sandte Saul Boten zu Davids Haus, ihn zu bewachen und am Morgen zu töten. Aber Michal, seine Frau, teilte es David mit und sagte: "Wenn du diese Nacht nicht deine Seele rettest, wirst du morgen getötet werden."
12Und Michal ließ David durchs Fenster hinab. Und er ging und floh. Und <so> entkam er.
13Und Michal nahm den Teraphim7 und legte ihn ins Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaar an sein Kopfende und deckte ihn mit der Decke8 zu.
14Und Saul sandte Boten, David zu holen. Und sie sagte: "Er ist krank."
15Und Saul sandte die Boten hin, nach David zu sehen, und sagte: "Bringt ihn im Bett zu mir herauf!" - um ihn <nämlich> zu töten.
16Und die Boten kamen, und - siehe! - der Teraphim war im Bett, und ein Geflecht von Ziegenhaar an seinem Kopfende.
17Und Saul sagte zu Michal: "Warum hast du mich so betrogen und hast meinen Feind gehen lassen, dass er entkommen ist?" Und Michal sagte zu Saul: "Er sagte zu mir: 'Lass mich fort! Warum sollte ich dich töten?'"
18David aber war geflohen und entkommen. Und er ging zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm getan hatte. Und er und Samuel gingen hin und blieben in Najot9.
19Und es wurde Saul berichtet und gesagt: "Siehe! David ist in Najot in Rama."
20Und Saul sandte Boten, David zu holen. Als sie aber die Schar10 der Propheten sahen, die sich wie Propheten gebärdeten <und in Verzückung waren>, und dass Samuel als Vorsteher dabeistand, kam der Geist Gottes über die Boten Sauls, und auch sie gebärdeten sich wie Propheten11.
21Und man berichtete es Saul, und er sandte andere Boten. Und auch sie gebärdeten sich wie Propheten. Und Saul sandte zum dritten Mal Boten. Und auch sie gebärdeten sich wie Propheten.
22Da ging auch er nach Rama und kam an die große Zisterne, die in Sechu ist. Und er fragte und sagte: "Wo sind Samuel und David?" Und man sagte: "Siehe! - in Najot in Rama."
23Und er ging dorthin, nach Najot in Rama. Und auch über ihn kam der Geist Gottes, und er gebärdete sich im Gehen fortwährend wie ein Prophet, bis er in Najot in Rama ankam.
24Und auch er zog seine Kleider aus, und auch er gebärdete sich vor Samuel wie ein Prophet12, und er fiel nieder, <lag> unbekleidet13 da, den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: "Ist auch Saul unter den Propheten?"
2Und Jonathan gab David Bericht und sagte: "Mein Vater Saul sucht dich zu töten. Und nun, bitte, hüte dich am Morgen und bleibe im Versteck und verbirg dich.
3Ich aber werde hinausgehen und mich auf dem Feld, wo du bist, zur Seite1 meines Vaters stellen und werde mit meinem Vater über dich reden und sehen, wie es steht. Und ich werde dir Bericht geben."
4Und Jonathan redete über David Gutes zu Saul, seinem Vater, und sagte zu ihm: "Der König versündige sich nicht an seinem Knecht, an David, denn er hat sich an dir nicht versündigt. Und seine Taten waren für dich sehr gut.
5Und er legte seine Seele in seine Hand2 und erschlug den Philister, und Jahweh bewirkte für ganz Israel eine große Rettung. Du hattest es gesehen und dich gefreut. Wieso also willst du dich an unschuldigem Blut versündigen, dass du David ohne Grund tötest?"
6Und Saul hörte auf die Stimme Jonathans. Und Saul schwor: "So wahr Jahweh lebt: Wenn er getötet wird ...!"3
7Da rief Jonathan David. Und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul. Und er war vor seinem Angesicht wie am Vortag <und> drei Tage <zuvor>4.
8Und wieder kam es zum Krieg. Und David zog aus und kämpfte gegen die Philister. Und er schlug auf sie ein. Ein großer Schlag! Und sie flohen vor ihm.
9Und ein böser Geist von Jahweh kam über Saul. Und er saß5 in seinem Haus, mit seinem Speer in der Hand. Und David war dabei, mit der Hand <das Saiteninstrument> zu spielen.
10Und Saul suchte David mit dem Speer an die Wand zu schlagen6. Aber er wich aus vor Saul, sodass er den Speer in die Wand stieß. Und David floh und entrann in jener Nacht.
11Da sandte Saul Boten zu Davids Haus, ihn zu bewachen und am Morgen zu töten. Aber Michal, seine Frau, teilte es David mit und sagte: "Wenn du diese Nacht nicht deine Seele rettest, wirst du morgen getötet werden."
12Und Michal ließ David durchs Fenster hinab. Und er ging und floh. Und <so> entkam er.
13Und Michal nahm den Teraphim7 und legte ihn ins Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaar an sein Kopfende und deckte ihn mit der Decke8 zu.
14Und Saul sandte Boten, David zu holen. Und sie sagte: "Er ist krank."
15Und Saul sandte die Boten hin, nach David zu sehen, und sagte: "Bringt ihn im Bett zu mir herauf!" - um ihn <nämlich> zu töten.
16Und die Boten kamen, und - siehe! - der Teraphim war im Bett, und ein Geflecht von Ziegenhaar an seinem Kopfende.
17Und Saul sagte zu Michal: "Warum hast du mich so betrogen und hast meinen Feind gehen lassen, dass er entkommen ist?" Und Michal sagte zu Saul: "Er sagte zu mir: 'Lass mich fort! Warum sollte ich dich töten?'"
18David aber war geflohen und entkommen. Und er ging zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm getan hatte. Und er und Samuel gingen hin und blieben in Najot9.
19Und es wurde Saul berichtet und gesagt: "Siehe! David ist in Najot in Rama."
20Und Saul sandte Boten, David zu holen. Als sie aber die Schar10 der Propheten sahen, die sich wie Propheten gebärdeten <und in Verzückung waren>, und dass Samuel als Vorsteher dabeistand, kam der Geist Gottes über die Boten Sauls, und auch sie gebärdeten sich wie Propheten11.
21Und man berichtete es Saul, und er sandte andere Boten. Und auch sie gebärdeten sich wie Propheten. Und Saul sandte zum dritten Mal Boten. Und auch sie gebärdeten sich wie Propheten.
22Da ging auch er nach Rama und kam an die große Zisterne, die in Sechu ist. Und er fragte und sagte: "Wo sind Samuel und David?" Und man sagte: "Siehe! - in Najot in Rama."
23Und er ging dorthin, nach Najot in Rama. Und auch über ihn kam der Geist Gottes, und er gebärdete sich im Gehen fortwährend wie ein Prophet, bis er in Najot in Rama ankam.
24Und auch er zog seine Kleider aus, und auch er gebärdete sich vor Samuel wie ein Prophet12, und er fiel nieder, <lag> unbekleidet13 da, den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: "Ist auch Saul unter den Propheten?"
Fußnoten
- 1 Grundbed.: Hand
- 2 d. h.: er setzte sein Leben aufs Spiel
- 3 D. i. eine Schwurformel; nur die erste Hälfte wird ausgesprochen; die zweite könnte lauten: "dann tue mir Gott dieses und jenes!"
- 4 d. h.: wie früher
- 5 o.: blieb; weilte
- 6 o.: zu spießen
- 7 d. i.: die Götzenfigur, den Hausgötzen
- 8 o.: mit einem Kleidungsstück
- 9 Bedeutung unbekannt; evtl. ein Ortsname o. eine Bez. für die Behausungen der Prophetenschüler.
- 10 o.: die Gruppe; das Wort kommt nur hier vor.
- 11 und gerieten in Verzückung; so a. i. Folg.
- 12 und war in Verzückung (o.: in prophetischer Ergriffenheit)
- 13 d. h.: ohne Obergewand (nur mit dem Leibrock, dem Unterkleid, bekleidet)