Altes Testament
1. Samuel Kapitel 22
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und David ging von dort weg. Und er entkam in die Höhle Adullam. Und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters hörten davon. Und sie kamen dorthin zu ihm herab.
2Und es sammelten sich um ihn jeder Bedrängte und jeder, der einen Gläubiger hatte, und jeder mit erbitterter Seele. Und er wurde ihr Oberster. Und es wurden etwa vierhundert Mann, [die] bei ihm [waren].
3Und David ging von dort nach Mizpe [in] Moab. Und er sagte zu dem König von Moab: "Lass bitte meinen Vater und meine Mutter herziehen, bei euch [zu sein], bis ich erkenne, was Gott mit mir tun wird."
4Und er führte sie vor den König von Moab. Und sie wohnten bei ihm alle Tage, [solange] David in der Burg war.
5Und Gad, der Prophet, sagte zu David: "Bleib nicht auf der Burg. Geh hin und begib dich in das Land Juda." Und David ging hin und kam nach Jaar-Heret1.
6Und Saul hörte, dass David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt worden seien. Und Saul saß2 in Gibea, unter der Tamariske auf der Anhöhe, mit seinem Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen um ihn.
7Und Saul sagte zu seinen Knechten, die um ihn standen: "Hört doch, Benjaminiter! Wird der Sohn Isais euch allen auch Felder und Weinberge geben, euch alle zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Hundert machen,
8dass ihr euch alle gegen mich verschworen habt und es keinen gibt, der es meinem Ohr offenbart, wenn mein Sohn sich mit dem Sohn Isais verbündet, und [es] keinen unter euch [gibt], der sich um mich grämt und es meinem Ohr offenbart, dass mein Sohn meinen Knecht gegen mich angestiftet hat als einen, der mir nachstellt, wie es an diesem Tag ist?"
9Da antwortete Doeg, der Edomiter, der bei den Knechten Sauls stand, und sagte: "Ich sah den Sohn Isais, als er nach Nob zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs, kam.
10Und er befragte Jahweh für ihn und gab ihm Verpflegung, und er gab ihm das Schwert Goliats, des Philisters."
11Da sandte der König hin, Ahimelech, den Sohn Ahitubs, den Priester, zu rufen sowie das ganze Haus seines Vaters, die Priester, die in Nob waren. Und sie kamen alle zum König.
12Und Saul sagte: "Höre doch, Sohn Ahitubs!" Und er sagte: "Hier bin ich, mein Herr!"
13Und Saul sagte zu ihm: "Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gabst und Gott für ihn befragtest, dass er sich gegen mich erhebe, als einer, der mir nachstellt, wie es an diesem Tag ist?"
14Und Ahimelech antwortete dem König und sagte: "Aber wer unter allen deinen Knechten ist wie David: treu und Schwiegersohn des Königs, und er hat Zutritt zu deiner Privatgarde und ist geehrt in deinem Hause?
15Habe ich erst heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei ferne von mir! Nicht lege der König seinem Knecht, dem ganzen Hause meines Vaters, eine Sache zur Last; denn dein Knecht hat von diesem allen nichts gewusst, weder Kleines noch Großes."
16Der König aber sagte: "Du musst unbedingt sterben, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters!"
17Und der König sagte zu den Läufern3, die um ihn standen: "Wendet euch her4 und tötet die Priester Jahwehs, denn auch ihre Hand ist mit David, denn sie wussten, dass er auf der Flucht war, und haben es meinem Ohr nicht geoffenbart." Die Knechte des Königs aber wollten ihre Hand nicht ausstrecken, über die Priester Jahwehs herzufallen.
18Da sagte der König zu Doeg: "Wende du dich her und falle über die Priester her!" Und Doeg, der Edomiter, wandte sich und fiel über die Priester her. Und er tötete an diesem Tag fünfundachtzig Mann, die das leinene Ephod trugen.
19Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schneide5 des Schwerts, von Mann bis Frau, von Kind bis Säugling, und Rind und Esel und Schaf, mit der Schneide des Schwerts.
20Es entkam aber ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs. Und sein Name war Abjatar. Und er floh - hinter David her6.
21Und Abjatar berichtete David, dass Saul die Priester Jahwehs getötet habe.
22Und David sagte zu Abjatar: "Ich wusste an jenem Tag, weil Doeg, der Edomiter, dort war, dass er es Saul gewisslich berichten würde. Ich, ja, ich bin allen Seelen des Hauses deines Vaters zum Verhängnis geworden.
23Bleibe bei mir. Fürchte dich nicht, denn wer nach meiner Seele trachtet7, trachtet nach deiner Seele; denn bei mir bist du in guter Verwahrung8."
2Und es sammelten sich um ihn jeder Bedrängte und jeder, der einen Gläubiger hatte, und jeder mit erbitterter Seele. Und er wurde ihr Oberster. Und es wurden etwa vierhundert Mann, [die] bei ihm [waren].
3Und David ging von dort nach Mizpe [in] Moab. Und er sagte zu dem König von Moab: "Lass bitte meinen Vater und meine Mutter herziehen, bei euch [zu sein], bis ich erkenne, was Gott mit mir tun wird."
4Und er führte sie vor den König von Moab. Und sie wohnten bei ihm alle Tage, [solange] David in der Burg war.
5Und Gad, der Prophet, sagte zu David: "Bleib nicht auf der Burg. Geh hin und begib dich in das Land Juda." Und David ging hin und kam nach Jaar-Heret1.
6Und Saul hörte, dass David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt worden seien. Und Saul saß2 in Gibea, unter der Tamariske auf der Anhöhe, mit seinem Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen um ihn.
7Und Saul sagte zu seinen Knechten, die um ihn standen: "Hört doch, Benjaminiter! Wird der Sohn Isais euch allen auch Felder und Weinberge geben, euch alle zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Hundert machen,
8dass ihr euch alle gegen mich verschworen habt und es keinen gibt, der es meinem Ohr offenbart, wenn mein Sohn sich mit dem Sohn Isais verbündet, und [es] keinen unter euch [gibt], der sich um mich grämt und es meinem Ohr offenbart, dass mein Sohn meinen Knecht gegen mich angestiftet hat als einen, der mir nachstellt, wie es an diesem Tag ist?"
9Da antwortete Doeg, der Edomiter, der bei den Knechten Sauls stand, und sagte: "Ich sah den Sohn Isais, als er nach Nob zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs, kam.
10Und er befragte Jahweh für ihn und gab ihm Verpflegung, und er gab ihm das Schwert Goliats, des Philisters."
11Da sandte der König hin, Ahimelech, den Sohn Ahitubs, den Priester, zu rufen sowie das ganze Haus seines Vaters, die Priester, die in Nob waren. Und sie kamen alle zum König.
12Und Saul sagte: "Höre doch, Sohn Ahitubs!" Und er sagte: "Hier bin ich, mein Herr!"
13Und Saul sagte zu ihm: "Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gabst und Gott für ihn befragtest, dass er sich gegen mich erhebe, als einer, der mir nachstellt, wie es an diesem Tag ist?"
14Und Ahimelech antwortete dem König und sagte: "Aber wer unter allen deinen Knechten ist wie David: treu und Schwiegersohn des Königs, und er hat Zutritt zu deiner Privatgarde und ist geehrt in deinem Hause?
15Habe ich erst heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei ferne von mir! Nicht lege der König seinem Knecht, dem ganzen Hause meines Vaters, eine Sache zur Last; denn dein Knecht hat von diesem allen nichts gewusst, weder Kleines noch Großes."
16Der König aber sagte: "Du musst unbedingt sterben, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters!"
17Und der König sagte zu den Läufern3, die um ihn standen: "Wendet euch her4 und tötet die Priester Jahwehs, denn auch ihre Hand ist mit David, denn sie wussten, dass er auf der Flucht war, und haben es meinem Ohr nicht geoffenbart." Die Knechte des Königs aber wollten ihre Hand nicht ausstrecken, über die Priester Jahwehs herzufallen.
18Da sagte der König zu Doeg: "Wende du dich her und falle über die Priester her!" Und Doeg, der Edomiter, wandte sich und fiel über die Priester her. Und er tötete an diesem Tag fünfundachtzig Mann, die das leinene Ephod trugen.
19Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schneide5 des Schwerts, von Mann bis Frau, von Kind bis Säugling, und Rind und Esel und Schaf, mit der Schneide des Schwerts.
20Es entkam aber ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs. Und sein Name war Abjatar. Und er floh - hinter David her6.
21Und Abjatar berichtete David, dass Saul die Priester Jahwehs getötet habe.
22Und David sagte zu Abjatar: "Ich wusste an jenem Tag, weil Doeg, der Edomiter, dort war, dass er es Saul gewisslich berichten würde. Ich, ja, ich bin allen Seelen des Hauses deines Vaters zum Verhängnis geworden.
23Bleibe bei mir. Fürchte dich nicht, denn wer nach meiner Seele trachtet7, trachtet nach deiner Seele; denn bei mir bist du in guter Verwahrung8."