Altes Testament
1. Samuel Kapitel 12
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Samuel sagte zu ganz Israel: "Siehe! Ich habe auf eure Stimme gehört in allem, was ihr zu mir sagtet, und habe einen König über euch gesetzt.
2Und nun - siehe! - der König zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden. Und meine Söhne - siehe! - sie sind bei euch. Und ich bin von meiner Jugend an vor euch gewandelt bis zu diesem Tag.
3Hier bin ich! Zeugt gegen mich vor Jahweh und vor seinem Gesalbten! Wessen Rind1 habe ich genommen? Oder wessen Esel habe ich genommen? Oder wen habe ich übervorteilt? Wem habe ich Gewalt getan? Oder aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld genommen, dass ich dadurch meine Augen verhüllt hätte? So will ich es euch zurückgeben."
4Und sie sagten: "Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt getan noch von jemandes Hand etwas genommen."
5Und er sagte zu ihnen: "Jahweh ist Zeuge euch gegenüber, und Zeuge ist sein Gesalbter an diesem Tag, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt!" Und sie sagten: "[Er ist] Zeuge!"
6Und Samuel sagte zum Volk: "Jahweh ist es, der Mose und Aaron einsetzte und eure Väter aus dem Land Ägypten heraufführte!
7Und nun tretet heran, dass ich vor Jahweh mit euch rechte2 über alle gerechten Taten Jahwehs, die er an euch und an euren Vätern tat.
8Als Jakob nach Ägypten gekommen war, riefen eure Väter zu Jahweh <um Hilfe>. Und Jahweh sandte Mose und Aaron. Und sie führten eure Väter aus Ägypten und ließen sie an diesem Ort wohnen.
9Aber sie vergaßen Jahweh, ihren Gott. Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs Moabs. Und sie kämpften gegen sie.
10Da riefen sie zu Jahweh <um Hilfe> und sagten: 'Wir haben gesündigt, dass wir Jahweh verlassen und den Baalen und den Astarten gedient haben. Und nun rette uns aus der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen!'
11Und Jahweh sandte Jerubbaal und Bedan3 und Jefta und Samuel. Und er rettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, und ihr wohntet in Sicherheit.
12Als ihr aber saht, dass Nahasch, der König der Söhne Ammons, über euch kam, sagtet ihr zu mir: 'Nein, sondern ein König soll über uns herrschen!', obwohl Jahweh, euer Gott, doch euer König ist.
13Und nun - siehe! - da ist der König, den ihr euch erwähltet, den ihr fordertet! Und - siehe! - Jahweh hat einen König über euch gegeben.
14Wenn ihr Jahweh fürchtet und ihm dient und auf seine Stimme hört und nicht widerspenstig seid gegen den Mund Jahwehs, und wenn ihr, sowohl ihr als auch der König, der über euch herrscht, hinter Jahweh, eurem Gott, her seid - [ist es gut]4.
15Wenn ihr aber nicht auf die Stimme Jahwehs hört und gegen den Mund Jahwehs widerspenstig seid, wird die Hand Jahwehs gegen euch sein, wie <sie> gegen eure Väter <war>.
16So tretet nun heran und seht diese große Sache, die Jahweh vor euren Augen tun wird.
17Ist jetzt nicht die Weizenernte? Ich will zu Jahweh rufen, und er wird [Donner]stimmen und Regen geben. Und ihr sollt erkennen und sehen, dass eure Bosheit, die ihr getan habt, euch einen König zu fordern, in den Augen Jahwehs groß ist."
18Und Samuel rief zu Jahweh. Und Jahweh gab [Donner]stimmen und Regen an jenem Tag. Da fürchtete das ganze Volk Jahweh und Samuel sehr.
19Und das ganze Volk sagte zu Samuel: "Tue bei Jahweh, deinem Gott, Fürbitte für deine Knechte, dass wir nicht sterben, denn zu allen unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt, einen König für uns zu fordern!"
20Und Samuel sagte zum Volk: "Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse getan, doch weicht nicht ab von [der Nachfolge] hinter Jahweh her und dient Jahweh mit eurem ganzen Herzen!
21Und weicht ja nicht ab, hinter den leeren [Dingen]5 her, hinter denen her, die nicht nützen und nicht retten6, weil sie leer sind,
22denn Jahweh wird - wegen seines großen Namens - sein Volk nicht aufgeben7; denn es hat Jahweh gefallen8, euch sich zum Volk zu machen!
23Auch ich: Ferne sei es von mir9, mich an Jahweh zu versündigen [darin], dass ich aufhören sollte, für euch Fürbitte zu tun. Und ich werde euch den guten und geraden Weg lehren.
24Nur fürchtet Jahweh und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen; denn seht, was er bei euch Großes getan hat!
25Doch wenn ihr Böses tut, werdet sowohl ihr wie auch euer König weggerafft werden!"
2Und nun - siehe! - der König zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden. Und meine Söhne - siehe! - sie sind bei euch. Und ich bin von meiner Jugend an vor euch gewandelt bis zu diesem Tag.
3Hier bin ich! Zeugt gegen mich vor Jahweh und vor seinem Gesalbten! Wessen Rind1 habe ich genommen? Oder wessen Esel habe ich genommen? Oder wen habe ich übervorteilt? Wem habe ich Gewalt getan? Oder aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld genommen, dass ich dadurch meine Augen verhüllt hätte? So will ich es euch zurückgeben."
4Und sie sagten: "Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt getan noch von jemandes Hand etwas genommen."
5Und er sagte zu ihnen: "Jahweh ist Zeuge euch gegenüber, und Zeuge ist sein Gesalbter an diesem Tag, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt!" Und sie sagten: "[Er ist] Zeuge!"
6Und Samuel sagte zum Volk: "Jahweh ist es, der Mose und Aaron einsetzte und eure Väter aus dem Land Ägypten heraufführte!
7Und nun tretet heran, dass ich vor Jahweh mit euch rechte2 über alle gerechten Taten Jahwehs, die er an euch und an euren Vätern tat.
8Als Jakob nach Ägypten gekommen war, riefen eure Väter zu Jahweh <um Hilfe>. Und Jahweh sandte Mose und Aaron. Und sie führten eure Väter aus Ägypten und ließen sie an diesem Ort wohnen.
9Aber sie vergaßen Jahweh, ihren Gott. Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs Moabs. Und sie kämpften gegen sie.
10Da riefen sie zu Jahweh <um Hilfe> und sagten: 'Wir haben gesündigt, dass wir Jahweh verlassen und den Baalen und den Astarten gedient haben. Und nun rette uns aus der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen!'
11Und Jahweh sandte Jerubbaal und Bedan3 und Jefta und Samuel. Und er rettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, und ihr wohntet in Sicherheit.
12Als ihr aber saht, dass Nahasch, der König der Söhne Ammons, über euch kam, sagtet ihr zu mir: 'Nein, sondern ein König soll über uns herrschen!', obwohl Jahweh, euer Gott, doch euer König ist.
13Und nun - siehe! - da ist der König, den ihr euch erwähltet, den ihr fordertet! Und - siehe! - Jahweh hat einen König über euch gegeben.
14Wenn ihr Jahweh fürchtet und ihm dient und auf seine Stimme hört und nicht widerspenstig seid gegen den Mund Jahwehs, und wenn ihr, sowohl ihr als auch der König, der über euch herrscht, hinter Jahweh, eurem Gott, her seid - [ist es gut]4.
15Wenn ihr aber nicht auf die Stimme Jahwehs hört und gegen den Mund Jahwehs widerspenstig seid, wird die Hand Jahwehs gegen euch sein, wie <sie> gegen eure Väter <war>.
16So tretet nun heran und seht diese große Sache, die Jahweh vor euren Augen tun wird.
17Ist jetzt nicht die Weizenernte? Ich will zu Jahweh rufen, und er wird [Donner]stimmen und Regen geben. Und ihr sollt erkennen und sehen, dass eure Bosheit, die ihr getan habt, euch einen König zu fordern, in den Augen Jahwehs groß ist."
18Und Samuel rief zu Jahweh. Und Jahweh gab [Donner]stimmen und Regen an jenem Tag. Da fürchtete das ganze Volk Jahweh und Samuel sehr.
19Und das ganze Volk sagte zu Samuel: "Tue bei Jahweh, deinem Gott, Fürbitte für deine Knechte, dass wir nicht sterben, denn zu allen unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt, einen König für uns zu fordern!"
20Und Samuel sagte zum Volk: "Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse getan, doch weicht nicht ab von [der Nachfolge] hinter Jahweh her und dient Jahweh mit eurem ganzen Herzen!
21Und weicht ja nicht ab, hinter den leeren [Dingen]5 her, hinter denen her, die nicht nützen und nicht retten6, weil sie leer sind,
22denn Jahweh wird - wegen seines großen Namens - sein Volk nicht aufgeben7; denn es hat Jahweh gefallen8, euch sich zum Volk zu machen!
23Auch ich: Ferne sei es von mir9, mich an Jahweh zu versündigen [darin], dass ich aufhören sollte, für euch Fürbitte zu tun. Und ich werde euch den guten und geraden Weg lehren.
24Nur fürchtet Jahweh und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen; denn seht, was er bei euch Großes getan hat!
25Doch wenn ihr Böses tut, werdet sowohl ihr wie auch euer König weggerafft werden!"
Fußnoten
- 1 o.: Stier
- 2 und ins Gericht gehe
- 3 Viele nehmen hier einen Schreibfehler für "Barak" an; die gr. u. d. syr. Üsg. haben "Barak".
- 4 Der Satz wird im Heb. nicht zu Ende geführt. Man könnte erg.: "dann wird es euch gut gehen".
- 5 eigtl.: den Öden (möglicherw. eine Bez. für Götzen; dasselbe Wort wie in 1Mo 1,2 für "öde".)
- 6 o.: helfen; befreien
- 7 o.: verwerfen
- 8 und er hat sich entschlossen
- 9 w.: Etwas Entweihtes sei es mir; so a. i. Folg.