Altes Testament
1. Samuel Kapitel 14
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah eines Tages, da sagte Jonathan, der Sohn Sauls, zu dem Burschen, der seine Waffen trug: "Komm, gehen wir hinüber zum Posten der Philister, der dort drüben ist!" Seinem Vater aber teilte er es nicht mit.
2Und Saul saß1 am Rand von Gibea, unter dem Granatapfelbaum, der in Migron ist, und das Volk, das bei ihm war, etwa sechshundert Mann.
3(Und Ahija2, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Elis, des Priesters Jahwehs in Silo, trug das Ephod3.) Das Volk aber wusste nicht, dass Jonathan weggegangen war.
4Es war aber zwischen den Pässen, durch die Jonathan zum Posten der Philister hinüber zu gehen suchte, eine Felszacke auf dieser Seite und eine Felszacke auf jener Seite. Und der Name der einen war Bozez4 und der Name der anderen Senne5.
5Die eine Zacke [bildete] eine Säule gegen Norden, gegenüber von Michmas, und die andere gegen Süden, gegenüber von Geba.
6Und Jonathan sagte zu dem Burschen, der seine Waffen trug: "Komm, gehen wir hinüber zum Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht tut Jahweh etwas für uns, denn für Jahweh gibt es kein Hindernis, zu retten - durch vieles oder durch weniges."
7Und sein Waffenträger sagte zu ihm: "Tu alles, was in deinem Herzen ist. Wende dich dahin! Siehe! Ich bin mit dir, nach deinem Herzen."
8Und Jonathan sagte: "Siehe! Wir gehen zu den Männern hinüber und wollen uns ihnen zeigen.
9Sagen sie nun so zu uns: 'Stillstehen - bis wir zu euch gelangt sind!', <dann> bleiben wir auf unserer Stelle stehen und gehen nicht zu ihnen hinauf.
10Sagen sie aber so: 'Steigt herauf zu uns!', <dann> gehen wir hinauf, denn Jahweh hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns das Zeichen sein."
11Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Und die Philister sagten: "Sieh an, Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in denen sie sich versteckt haben!"
12Und die Männer des Wachtpostens antworteten Jonathan und seinem Waffenträger und sagten: "Steigt herauf zu uns! Wir wollen euch eine Sache erfahren lassen6!" Und Jonathan sagte zu seinem Waffenträger: "Steige hinauf, mir nach, denn Jahweh hat sie in die Hand Israels gegeben."
13Und Jonathan stieg auf seinen Händen und Füßen hinauf und sein Waffenträger ihm nach. Und sie fielen vor Jonathan. Und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie vollends.
14Das war der erste Schlag, den Jonathan tat - und sein Waffenträger: etwa zwanzig Mann, auf etwa der halben Furchenlänge eines Jochs Acker.
15Und es entstand ein Schrecken im Heerlager, auf dem Feld7 und unter dem ganzen Volk. Der Posten und der Vernichtungstrupp, auch sie erschraken, sodass das Land in Unruhe geriet8. Und es wurde zu einem Schrecken Gottes.
16Und die Späher Sauls zu Gibea-Benjamin schauten, und - siehe! - das Getümmel9 wogte hin und her.
17Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: "Nehmt eine Musterung vor! Und seht, wer von uns weggegangen ist!" Und sie musterten. Und - siehe! - Jonathan und sein Waffenträger waren nicht da.
18Und Saul sagte zu Ahija: "Bring die Lade Gottes10 herbei!" (- denn die Lade Gottes war an jenem Tag bei den Söhnen Israels.11)
19Und es geschah, während Saul zu dem Priester redete, da nahm das Getümmel im Heerlager der Philister immer mehr zu. Und Saul sagte zu dem Priester: "Zieh deine Hand ab12."
20Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, wurden zusammengerufen. Und sie kamen hin zum Kampf[platz]. Und - siehe! - da war das Schwert des einen gegen den anderen, eine sehr große Verwirrung13.
21Und es waren Hebräer bei den Philistern, die am Vortag <und> drei Tage <zuvor>14 mit ihnen heraufgezogen waren, im Heerlager ringsum. Auch sie [kamen], um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonathan war.
22Und als alle Männer Israels, die sich im Bergland Ephraim versteckt hatten, hörten, dass die Philister geflohen waren, setzten auch sie ihnen im Kampf nach.
23Und <so> rettete Jahweh Israel an jenem Tag. Und der Kampf zog sich über Beth-Awen hinaus.
24Die Mannschaft Israels war aber sehr getrieben worden15 an jenem Tag. Und Saul hatte das Volk unter Eid gestellt16 und gesagt: "Verflucht sei der Mann, der Brot17 isst, bis Abend <wird> und ich mich an meinen Feinden gerächt habe!" Und das ganze Volk kostete nicht vom Brot.
25Es war aber das ganze Land in die [Zeit der] Honigwaben gekommen, und es war Honig auf dem Feld18.
26Und als das Volk zu den Honigwaben kam - siehe! -, da floss der Honig19! Aber niemand führte seine Hand zu seinem Mund, denn das Volk fürchtete den Eid.
27Jonathan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk unter Eid gestellt hatte. Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, der in seiner Hand war, und tauchte ihn in eine Honigwabe und führte seine Hand wieder zu seinem Mund. Und seine Augen wurden hell.
28Und einer vom Volk antwortete und sagte: "Dein Vater hat das Volk eindringlich unter Eid gestellt und gesagt: 'Verflucht sei der Mann, der heute Brot isst!' Und so ist das Volk matt geworden."
29Und Jonathan sagte: "Mein Vater bringt das Land in Trübsal. Seht doch, dass meine Augen hell sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe;
30wie viel mehr, wenn das Volk heute tüchtig von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hatte! Fürwahr, nun ist der Schlag gegen die Philister nicht groß geworden."
31Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon. Aber das Volk war sehr matt geworden.
32Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schächteten sie zur Erde hin20. Und das Volk aß über dem Blut.
33Und man berichtete es Saul und sagte: "Siehe! Das Volk versündigt sich an Jahweh, indem es über dem Blut isst." Da sagte er: "Abtrünnig seid ihr! - Wälzt am [heutigen] Tag einen großen Stein zu mir."
34Und Saul sagte: "Verstreut euch unter das Volk und sagt zu ihnen: 'Bringt mir ein jeder sein Rind und jeder sein Schaf21 herbei und schächtet an diesem [Ort] und esst. Und sündigt nicht gegen Jahweh, indem ihr [es] mit dem Blut esst.'" Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder sein Rind an der eigenen Hand, und dort schächteten sie es.
35Und Saul baute Jahweh einen Altar. Mit ihm fing er an, Jahweh Altäre zu bauen.
36Und Saul sagte: "Lasst uns bei Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern bis zum Morgenlicht. Und wir werden keinen Mann unter ihnen übrig lassen!" Und sie sagten: "Tu alles, was gut ist in deinen Augen." Und der Priester sagte: "Wir wollen hier Gott nahen!"
37Und Saul fragte Gott: "Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Wirst du sie in die Hand Israels geben?" Aber er antwortete ihm an diesem Tag nicht.
38Und Saul sagte: "Tretet näher heran, alle Spitzen22 des Volkes, und erkennt und seht, wodurch diese Sünde am [heutigen] Tag begangen worden ist.
39Ja, so wahr Jahweh lebt, der Israel gerettet hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonathan ist, so muss er unbedingt sterben!" Und niemand aus dem ganzen Volk antwortete ihm.
40Und er sagte zu ganz Israel: "Ihr sollt auf der einen Seite sein, ich aber und mein Sohn Jonathan, wir wollen auf der anderen Seite sein." Und das Volk sagte zu Saul: "Tu, was gut ist in deinen Augen."
41Und Saul sagte zu Jahweh, dem Gott Israels: "Gewähre rechten23 [Entscheid]!" Und es wurden Jonathan und Saul getroffen. Aber das Volk ging frei aus.
42Und Saul sagte: "Werft [das Los] zwischen mir und meinem Sohn Jonathan!" Und es wurde Jonathan getroffen.
43Und Saul sagte zu Jonathan: "Teile mir mit, was du getan hast." Und Jonathan teilte es ihm mit und sagte: "Tatsächlich, ich habe ein wenig Honig gekostet mit der Spitze des Stabes, der in meiner Hand war. Siehe, [hier bin] ich! Ich muss sterben!"
44Und Saul sagte: "So tue <mir> Gott, und so füge er hinzu! Fürwahr, du musst unbedingt sterben, Jonathan!"
45Aber das Volk sagte zu Saul: "Sollte Jonathan sterben, der diese große Rettung in Israel vollbracht hat? Das sei ferne! So wahr Jahweh lebt: Wenn vom Haar seines Hauptes [etwas] zur Erde fällt ...24! Fürwahr, mit Gott vollbrachte er [es] an diesem Tag!" So löste das Volk Jonathan aus, sodass er nicht starb.
46Und Saul zog hinauf und ließ von der Verfolgung der Philister ab.25 Und die Philister zogen an ihren Ort.
47Als Saul das Königtum über Israel erlangt hatte, kämpfte er ringsum gegen alle seine Feinde, gegen Moab und gegen die Söhne Ammons und gegen Edom und gegen die Könige von Zoba und gegen die Philister. Und überall, wohin er sich wandte, da strafte er <sie als Ehrfurchtslose> ab26.
48Und er entfaltete27 Macht und schlug Amalek und rettete Israel aus der Hand seines Plünderers.
49Und die Söhne Sauls waren: Jonathan und Jischwi und Malkischua. Und die Namen seiner beiden Töchter waren - der Name der Erstgeborenen: Merab, und der Name der Jüngeren: Michal.
50Und der Name der Frau Sauls war Ahinoam, die Tochter des Ahimaaz. Und der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners, des Onkels Sauls,
51denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiëls.
52Und der Kampf gegen die Philister war hart alle Tage Sauls. Und sah Saul irgendeinen tüchtigen Mann und irgendeinen Tapferen28, so gesellte29 er ihn zu sich.
2Und Saul saß1 am Rand von Gibea, unter dem Granatapfelbaum, der in Migron ist, und das Volk, das bei ihm war, etwa sechshundert Mann.
3(Und Ahija2, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Elis, des Priesters Jahwehs in Silo, trug das Ephod3.) Das Volk aber wusste nicht, dass Jonathan weggegangen war.
4Es war aber zwischen den Pässen, durch die Jonathan zum Posten der Philister hinüber zu gehen suchte, eine Felszacke auf dieser Seite und eine Felszacke auf jener Seite. Und der Name der einen war Bozez4 und der Name der anderen Senne5.
5Die eine Zacke [bildete] eine Säule gegen Norden, gegenüber von Michmas, und die andere gegen Süden, gegenüber von Geba.
6Und Jonathan sagte zu dem Burschen, der seine Waffen trug: "Komm, gehen wir hinüber zum Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht tut Jahweh etwas für uns, denn für Jahweh gibt es kein Hindernis, zu retten - durch vieles oder durch weniges."
7Und sein Waffenträger sagte zu ihm: "Tu alles, was in deinem Herzen ist. Wende dich dahin! Siehe! Ich bin mit dir, nach deinem Herzen."
8Und Jonathan sagte: "Siehe! Wir gehen zu den Männern hinüber und wollen uns ihnen zeigen.
9Sagen sie nun so zu uns: 'Stillstehen - bis wir zu euch gelangt sind!', <dann> bleiben wir auf unserer Stelle stehen und gehen nicht zu ihnen hinauf.
10Sagen sie aber so: 'Steigt herauf zu uns!', <dann> gehen wir hinauf, denn Jahweh hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns das Zeichen sein."
11Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Und die Philister sagten: "Sieh an, Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in denen sie sich versteckt haben!"
12Und die Männer des Wachtpostens antworteten Jonathan und seinem Waffenträger und sagten: "Steigt herauf zu uns! Wir wollen euch eine Sache erfahren lassen6!" Und Jonathan sagte zu seinem Waffenträger: "Steige hinauf, mir nach, denn Jahweh hat sie in die Hand Israels gegeben."
13Und Jonathan stieg auf seinen Händen und Füßen hinauf und sein Waffenträger ihm nach. Und sie fielen vor Jonathan. Und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie vollends.
14Das war der erste Schlag, den Jonathan tat - und sein Waffenträger: etwa zwanzig Mann, auf etwa der halben Furchenlänge eines Jochs Acker.
15Und es entstand ein Schrecken im Heerlager, auf dem Feld7 und unter dem ganzen Volk. Der Posten und der Vernichtungstrupp, auch sie erschraken, sodass das Land in Unruhe geriet8. Und es wurde zu einem Schrecken Gottes.
16Und die Späher Sauls zu Gibea-Benjamin schauten, und - siehe! - das Getümmel9 wogte hin und her.
17Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: "Nehmt eine Musterung vor! Und seht, wer von uns weggegangen ist!" Und sie musterten. Und - siehe! - Jonathan und sein Waffenträger waren nicht da.
18Und Saul sagte zu Ahija: "Bring die Lade Gottes10 herbei!" (- denn die Lade Gottes war an jenem Tag bei den Söhnen Israels.11)
19Und es geschah, während Saul zu dem Priester redete, da nahm das Getümmel im Heerlager der Philister immer mehr zu. Und Saul sagte zu dem Priester: "Zieh deine Hand ab12."
20Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, wurden zusammengerufen. Und sie kamen hin zum Kampf[platz]. Und - siehe! - da war das Schwert des einen gegen den anderen, eine sehr große Verwirrung13.
21Und es waren Hebräer bei den Philistern, die am Vortag <und> drei Tage <zuvor>14 mit ihnen heraufgezogen waren, im Heerlager ringsum. Auch sie [kamen], um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonathan war.
22Und als alle Männer Israels, die sich im Bergland Ephraim versteckt hatten, hörten, dass die Philister geflohen waren, setzten auch sie ihnen im Kampf nach.
23Und <so> rettete Jahweh Israel an jenem Tag. Und der Kampf zog sich über Beth-Awen hinaus.
24Die Mannschaft Israels war aber sehr getrieben worden15 an jenem Tag. Und Saul hatte das Volk unter Eid gestellt16 und gesagt: "Verflucht sei der Mann, der Brot17 isst, bis Abend <wird> und ich mich an meinen Feinden gerächt habe!" Und das ganze Volk kostete nicht vom Brot.
25Es war aber das ganze Land in die [Zeit der] Honigwaben gekommen, und es war Honig auf dem Feld18.
26Und als das Volk zu den Honigwaben kam - siehe! -, da floss der Honig19! Aber niemand führte seine Hand zu seinem Mund, denn das Volk fürchtete den Eid.
27Jonathan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk unter Eid gestellt hatte. Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, der in seiner Hand war, und tauchte ihn in eine Honigwabe und führte seine Hand wieder zu seinem Mund. Und seine Augen wurden hell.
28Und einer vom Volk antwortete und sagte: "Dein Vater hat das Volk eindringlich unter Eid gestellt und gesagt: 'Verflucht sei der Mann, der heute Brot isst!' Und so ist das Volk matt geworden."
29Und Jonathan sagte: "Mein Vater bringt das Land in Trübsal. Seht doch, dass meine Augen hell sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe;
30wie viel mehr, wenn das Volk heute tüchtig von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hatte! Fürwahr, nun ist der Schlag gegen die Philister nicht groß geworden."
31Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon. Aber das Volk war sehr matt geworden.
32Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schächteten sie zur Erde hin20. Und das Volk aß über dem Blut.
33Und man berichtete es Saul und sagte: "Siehe! Das Volk versündigt sich an Jahweh, indem es über dem Blut isst." Da sagte er: "Abtrünnig seid ihr! - Wälzt am [heutigen] Tag einen großen Stein zu mir."
34Und Saul sagte: "Verstreut euch unter das Volk und sagt zu ihnen: 'Bringt mir ein jeder sein Rind und jeder sein Schaf21 herbei und schächtet an diesem [Ort] und esst. Und sündigt nicht gegen Jahweh, indem ihr [es] mit dem Blut esst.'" Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder sein Rind an der eigenen Hand, und dort schächteten sie es.
35Und Saul baute Jahweh einen Altar. Mit ihm fing er an, Jahweh Altäre zu bauen.
36Und Saul sagte: "Lasst uns bei Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern bis zum Morgenlicht. Und wir werden keinen Mann unter ihnen übrig lassen!" Und sie sagten: "Tu alles, was gut ist in deinen Augen." Und der Priester sagte: "Wir wollen hier Gott nahen!"
37Und Saul fragte Gott: "Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Wirst du sie in die Hand Israels geben?" Aber er antwortete ihm an diesem Tag nicht.
38Und Saul sagte: "Tretet näher heran, alle Spitzen22 des Volkes, und erkennt und seht, wodurch diese Sünde am [heutigen] Tag begangen worden ist.
39Ja, so wahr Jahweh lebt, der Israel gerettet hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonathan ist, so muss er unbedingt sterben!" Und niemand aus dem ganzen Volk antwortete ihm.
40Und er sagte zu ganz Israel: "Ihr sollt auf der einen Seite sein, ich aber und mein Sohn Jonathan, wir wollen auf der anderen Seite sein." Und das Volk sagte zu Saul: "Tu, was gut ist in deinen Augen."
41Und Saul sagte zu Jahweh, dem Gott Israels: "Gewähre rechten23 [Entscheid]!" Und es wurden Jonathan und Saul getroffen. Aber das Volk ging frei aus.
42Und Saul sagte: "Werft [das Los] zwischen mir und meinem Sohn Jonathan!" Und es wurde Jonathan getroffen.
43Und Saul sagte zu Jonathan: "Teile mir mit, was du getan hast." Und Jonathan teilte es ihm mit und sagte: "Tatsächlich, ich habe ein wenig Honig gekostet mit der Spitze des Stabes, der in meiner Hand war. Siehe, [hier bin] ich! Ich muss sterben!"
44Und Saul sagte: "So tue <mir> Gott, und so füge er hinzu! Fürwahr, du musst unbedingt sterben, Jonathan!"
45Aber das Volk sagte zu Saul: "Sollte Jonathan sterben, der diese große Rettung in Israel vollbracht hat? Das sei ferne! So wahr Jahweh lebt: Wenn vom Haar seines Hauptes [etwas] zur Erde fällt ...24! Fürwahr, mit Gott vollbrachte er [es] an diesem Tag!" So löste das Volk Jonathan aus, sodass er nicht starb.
46Und Saul zog hinauf und ließ von der Verfolgung der Philister ab.25 Und die Philister zogen an ihren Ort.
47Als Saul das Königtum über Israel erlangt hatte, kämpfte er ringsum gegen alle seine Feinde, gegen Moab und gegen die Söhne Ammons und gegen Edom und gegen die Könige von Zoba und gegen die Philister. Und überall, wohin er sich wandte, da strafte er <sie als Ehrfurchtslose> ab26.
48Und er entfaltete27 Macht und schlug Amalek und rettete Israel aus der Hand seines Plünderers.
49Und die Söhne Sauls waren: Jonathan und Jischwi und Malkischua. Und die Namen seiner beiden Töchter waren - der Name der Erstgeborenen: Merab, und der Name der Jüngeren: Michal.
50Und der Name der Frau Sauls war Ahinoam, die Tochter des Ahimaaz. Und der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners, des Onkels Sauls,
51denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiëls.
52Und der Kampf gegen die Philister war hart alle Tage Sauls. Und sah Saul irgendeinen tüchtigen Mann und irgendeinen Tapferen28, so gesellte29 er ihn zu sich.
Fußnoten
- 1 o.: weilte
- 2 bed.: Bruder (i. S. v.: Freund) Jahwehs; Ahija ist wahrsch. dieselbe Person wie Ahimelech (1Sam 22,9); Ahimelech bed.: Bruder (i. S. v.: Freund) des Königs (hier vmtl.: des göttlichen Königs).
- 3 d. i.: den hohepriesterlichen Priesterschurz
- 4 bed.: glänzend; weiß schimmernd
- 5 bed.: Zahn; Klippe; o.: Dorn
- 6 o.: etwas erkennen lassen; i. S. v.: eine Lektion erteilen.
- 7 o.: auf dem offenen Land
- 8 und zitterte.
- 9 o.: die Menge; d. i.: das feindliche Lager
- 10 n. d. gr. Üsg.: das Ephod (das die Lose Urim und Tummim enthielt, die man zum Befragen Gottes gebrauchte)
- 11 n. d. gr. Üsg.: denn er trug an jenem Tag das Ephod vor den Söhnen Israels.
- 12 o.: Lass ab; lass es sein.
- 13 o.: Bestürzung
- 14 d. h.: schon früher
- 15 eigtl.: war aber sehr abgejagt
- 16 o.: hatte dem Volk einen Fluch auferlegt; hatte das Volk beschworen; so a. V. 27.
- 17 "Brot" steht für "Speise".
- 18 w.: auf der Fläche des Feldes (o.: des offenen Landes)
- 19 o.: da troff Honig
- 20 d. h.: sie schlachteten sie, indem sie das Blut zur Erde laufen ließen.
- 21 oder seine Ziege
- 22 o.: Stützen; Ecksteine; hier i. S. v.: Oberhäupter
- 23 o.: vollkommenen, makellosen
- 24 D. i. eine Schwurformel; nur die erste Hälfte wird ausgesprochen.
- 25 w.: Und Saul zog hinauf, weg von hinter den Philistern her.
- 26 o.: da erklärte er für ehrfurchtslos <und schuldig>.
- 27 w.: machte
- 28 eigtl.: Sohn von Heldenstärke <und Heldenmut>
- 29 o.: holte (Grundbed.: einsammeln)