Altes Testament
1. Samuel Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und das Wort Samuels erging an ganz Israel. Und Israel zog aus, den Philistern zum Kampf entgegenzutreten. Und sie lagerten bei Eben-Eser1. Und die Philister lagerten in Afek2.
2Und die Philister ordneten sich <zum Kampf>, um Israel entgegenzutreten. Und der Kampf breitete sich aus. Und Israel wurde vor den Philistern geschlagen. Und sie schlugen in der Schlachtreihe auf dem Feld etwa viertausend Mann.
3Und als das Volk zum Heerlager kam, sagten die Ältesten Israels: "Warum hat Jahweh uns heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns von Silo die Lade des Bundes Jahwehs zu uns holen, damit sie in unsere Mitte komme und uns aus dem Griff unserer Feinde rette."
4Und das Volk sandte nach Silo, und sie holten von dort die Lade des Bundes Jahwehs der Heere, der <zwischen>3 den Cherubim thront. Und dort waren bei der Lade des Bundes Jahwehs die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas.
5Und es geschah, als die Lade des Bundes Jahwehs ins Heerlager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, dass die Erde erdröhnte4.
6Und die Philister hörten die Stimme des Jauchzens und sagten: "Was ist5 der Lärm6, dieses große Jauchzen, im Heerlager der Hebräer?" Und sie erfuhren7, dass die Lade Jahwehs ins Heerlager gekommen war.
7Da fürchteten sich die Philister, denn sie sagten <sich>: "Gott ist ins Heerlager gekommen!" Und sie sagten: "Wehe uns, denn solches ist gestern <und vor> drei Tagen8 nicht geschehen.
8Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieser mächtigen Götter retten? Das sind die Götter, die die Ägypter in der Wüste mit allerlei Plagen schlugen.
9Macht euch stark und seid Männer, [ihr] Philister, damit ihr nicht den Hebräern dienen müsst, wie sie euch gedient haben! Seid Männer und kämpft!"
10Und die Philister kämpften. Und Israel wurde geschlagen. Und sie flohen, ein jeder zu seinem Zelt. Der Schlag war sehr groß. Und von Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk.
11Und die Lade Gottes wurde genommen. Und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas, starben.
12Und ein Mann von Benjamin lief aus der Schlachtreihe fort und kam an demselben Tag nach Silo. Seine Kleider waren entzweigerissen, und Erdstaub war auf seinem Haupt.
13Und als er kam - siehe! -, da saß Eli auf einem Stuhl an der Seite des Weges, ausspähend9, denn sein Herz bebte, wegen der Lade Gottes. Und als der Mann kam, um in der Stadt Bericht zu geben, schrie die ganze Stadt.
14Und Eli hörte die Stimme des Geschreis, und er sagte: "Was ist10 die Stimme dieses Getümmels?" Und der Mann kam eilends und gab Eli Bericht.
15(Eli aber war achtundneunzig Jahre alt11, und seine Augen waren starr12, und er konnte nicht sehen.)
16Und der Mann sagte zu Eli: "Ich bin der, der aus der Schlachtreihe gekommen ist. Und ich bin aus der Schlachtreihe heute geflohen." Und er sagte: "Wie war die Sache, mein Sohn?"
17Und der Bote antwortete und sagte: "Israel ist vor den Philistern geflohen. Und auch geschah ein großer Schlag13 im Volk. Und auch deine beiden Söhne, Hophni und Pinhas, sind gestorben. Und die Lade Gottes ist genommen worden."
18Und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte, da fiel er rücklings vom Stuhl, an der Seite des Tores, und er brach [sich] das Genick und starb; denn der Mann war alt, und er war schwer. Er hatte aber Israel vierzig Jahre gerichtet.
19Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war schwanger, dem Gebären [nahe]. Und sie hörte die Nachricht, dass die Lade Gottes genommen worden war und dass ihr Schwiegervater und ihr Mann tot waren. Da sank sie nieder und gebar, denn ihre Wehen hatten sie überfallen.
20Und als die Zeit ihres Sterbens da war, sagten die [Frauen], die um sie her standen: "Fürchte dich nicht, denn einen Sohn hast du geboren!" Sie aber antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen.
21Sie hatte den Knaben Ikabod14 genannt, womit sie sagte: "Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen!" - weil die Lade Gottes genommen war, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes.
22Und sie sagte: "Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist genommen!"
2Und die Philister ordneten sich <zum Kampf>, um Israel entgegenzutreten. Und der Kampf breitete sich aus. Und Israel wurde vor den Philistern geschlagen. Und sie schlugen in der Schlachtreihe auf dem Feld etwa viertausend Mann.
3Und als das Volk zum Heerlager kam, sagten die Ältesten Israels: "Warum hat Jahweh uns heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns von Silo die Lade des Bundes Jahwehs zu uns holen, damit sie in unsere Mitte komme und uns aus dem Griff unserer Feinde rette."
4Und das Volk sandte nach Silo, und sie holten von dort die Lade des Bundes Jahwehs der Heere, der <zwischen>3 den Cherubim thront. Und dort waren bei der Lade des Bundes Jahwehs die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas.
5Und es geschah, als die Lade des Bundes Jahwehs ins Heerlager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, dass die Erde erdröhnte4.
6Und die Philister hörten die Stimme des Jauchzens und sagten: "Was ist5 der Lärm6, dieses große Jauchzen, im Heerlager der Hebräer?" Und sie erfuhren7, dass die Lade Jahwehs ins Heerlager gekommen war.
7Da fürchteten sich die Philister, denn sie sagten <sich>: "Gott ist ins Heerlager gekommen!" Und sie sagten: "Wehe uns, denn solches ist gestern <und vor> drei Tagen8 nicht geschehen.
8Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieser mächtigen Götter retten? Das sind die Götter, die die Ägypter in der Wüste mit allerlei Plagen schlugen.
9Macht euch stark und seid Männer, [ihr] Philister, damit ihr nicht den Hebräern dienen müsst, wie sie euch gedient haben! Seid Männer und kämpft!"
10Und die Philister kämpften. Und Israel wurde geschlagen. Und sie flohen, ein jeder zu seinem Zelt. Der Schlag war sehr groß. Und von Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk.
11Und die Lade Gottes wurde genommen. Und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas, starben.
12Und ein Mann von Benjamin lief aus der Schlachtreihe fort und kam an demselben Tag nach Silo. Seine Kleider waren entzweigerissen, und Erdstaub war auf seinem Haupt.
13Und als er kam - siehe! -, da saß Eli auf einem Stuhl an der Seite des Weges, ausspähend9, denn sein Herz bebte, wegen der Lade Gottes. Und als der Mann kam, um in der Stadt Bericht zu geben, schrie die ganze Stadt.
14Und Eli hörte die Stimme des Geschreis, und er sagte: "Was ist10 die Stimme dieses Getümmels?" Und der Mann kam eilends und gab Eli Bericht.
15(Eli aber war achtundneunzig Jahre alt11, und seine Augen waren starr12, und er konnte nicht sehen.)
16Und der Mann sagte zu Eli: "Ich bin der, der aus der Schlachtreihe gekommen ist. Und ich bin aus der Schlachtreihe heute geflohen." Und er sagte: "Wie war die Sache, mein Sohn?"
17Und der Bote antwortete und sagte: "Israel ist vor den Philistern geflohen. Und auch geschah ein großer Schlag13 im Volk. Und auch deine beiden Söhne, Hophni und Pinhas, sind gestorben. Und die Lade Gottes ist genommen worden."
18Und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte, da fiel er rücklings vom Stuhl, an der Seite des Tores, und er brach [sich] das Genick und starb; denn der Mann war alt, und er war schwer. Er hatte aber Israel vierzig Jahre gerichtet.
19Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war schwanger, dem Gebären [nahe]. Und sie hörte die Nachricht, dass die Lade Gottes genommen worden war und dass ihr Schwiegervater und ihr Mann tot waren. Da sank sie nieder und gebar, denn ihre Wehen hatten sie überfallen.
20Und als die Zeit ihres Sterbens da war, sagten die [Frauen], die um sie her standen: "Fürchte dich nicht, denn einen Sohn hast du geboren!" Sie aber antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen.
21Sie hatte den Knaben Ikabod14 genannt, womit sie sagte: "Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen!" - weil die Lade Gottes genommen war, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes.
22Und sie sagte: "Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist genommen!"
Fußnoten
- 1 bed.: Stein der Hilfe
- 2 bed.: Festung; Einschließung
- 3 Vgl. 2Mo 25,22; 4Mo 7,89; and.: auf; über; bei
- 4 Grundbed.: in Aufruhr geraten
- 5 i. S. v.: Was bedeutet
- 6 Grundbed.: Stimme
- 7 Grundbed.: erkennen
- 8 d. h.: bisher
- 9 o.: Ausschau haltend (Jer 48,19); o.: wachend (Mi 7,4; Klgl 4,17)
- 10 i. S. v.: Was bedeutet
- 11 w.: ein Sohn von achtundneunzig Jahren
- 12 eigtl.: seine Augen standen (D. i. eine Beschreibung von Blindheit durch den schwarzen Star; vgl. 1Kön 14,4.)
- 13 i. S. v.: eine große Niederlage
- 14 bed.: Nicht-Herrlichkeit