Altes Testament
Sprüche Kapitel 20
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Ein Spötter der Wein, ein Lärmer der Rauschtrank: Keiner, der davon taumelt, wird weise.
2Wie Löwenknurren ist des Königs Schrecken; wer ihn gegen sich aufbringt, verwirkt seine Seele.
3Ehre ist es dem Mann, abzulassen vom Streit; doch jeder Narr bricht [einen] vom Zaun.
4Im Herbst1 mag der Faule nicht pflügen; sucht er dann zur Erntezeit, ist nichts da.
5Tiefes Wasser ist der Ratschluss im Herzen eines Mannes, aber ein Mann von Verstand2 schöpft ihn herauf.
6Viele Menschen rufen ein jeder seine Güte aus, aber einen Mann der Treue3 - wer findet ihn?
7Ein Gerechter, der in seiner Lauterkeit wandelt - selig [sind] seine Söhne nach ihm!
8Ein König, der auf dem Thron des Rechts4 sitzt, zerstreut [schon] mit seinen Augen alles Böse.
9Wer darf sagen: "Ich hielt mein Herz rein, bin rein von meiner Sünde"?
10Zweierlei Gewichtstein5, zweierlei Epha6 - beides ist Jahweh ein Gräuel.
11An seinem Treiben schon macht sich ein Knabe kenntlich, ob sein Tun lauter, ob es redlich sein wird.
12Hörendes Ohr und sehendes Auge: Beides hat Jahweh gemacht.
13Liebe nicht den Schlaf, dass du nicht verarmst. Halte deine Augen offen, so wirst du satt sein an Brot.
14"Schlecht! Schlecht!", sagt der Käufer; und wenn er weggeht, dann rühmt er sich.
15Gold und Korallen gibt es in Menge, doch kostbarer Schmuck sind Lippen der Erkenntnis.
16Nimm ihm sein Gewand, denn er ist für einen anderen Bürge geworden; und der Fremden halber7 pfände ihn.
17Süß ist dem Mann das Brot der Lüge8, danach aber füllt sein Mund sich mit Kies.
18Pläne mache fest durch Beratung, mit weiser Strategie9 führe Krieg!
19Geheimnis enthüllt, wer mit Verleumdung umhergeht;10 und wer mit seinen Lippen betört11, mit dem lass dich nicht ein!
20Wer seinem Vater flucht oder seiner Mutter, des Leuchte erlischt in tiefstem Dunkel12.
21Ein Erbbesitz, hastig erworben13 im Anfang, wird nicht gesegnet sein am Ende.
22Sprich nicht: "Ich will Böses vergelten"; harre auf Jahweh, und er wird dir helfen.14
23Zweierlei [Gewicht]steine15 sind Jahweh ein Gräuel; und Waagschalen des Trugs sind nicht gut.
24Von Jahweh her sind des Mannes Schritte;16 und der Mensch, wie verstünde er seinen Weg?
25Ein Fallstrick des Menschen ist es, unbedacht auszusprechen: "Geheiligt!"17, und [erst] nach den Gelübden zu überlegen.
26Ein weiser König worfelt die Ehrfurchtslosen18 und führt das Dreschrad über sie.
27Des Menschen Odem19 ist eine Leuchte Jahwehs; sie durchforscht alle Kammern des Leibes20.
28Güte und Wahrheit21 behüten den König; und durch Güte stützt er seinen Thron.
29Die Pracht der Jünglinge ist ihre Kraft; und graues Haar ist die Zier der Alten.
30Wundstriemen22 läutern den Bösen und Schläge die Kammern des Leibes23.
2Wie Löwenknurren ist des Königs Schrecken; wer ihn gegen sich aufbringt, verwirkt seine Seele.
3Ehre ist es dem Mann, abzulassen vom Streit; doch jeder Narr bricht [einen] vom Zaun.
4Im Herbst1 mag der Faule nicht pflügen; sucht er dann zur Erntezeit, ist nichts da.
5Tiefes Wasser ist der Ratschluss im Herzen eines Mannes, aber ein Mann von Verstand2 schöpft ihn herauf.
6Viele Menschen rufen ein jeder seine Güte aus, aber einen Mann der Treue3 - wer findet ihn?
7Ein Gerechter, der in seiner Lauterkeit wandelt - selig [sind] seine Söhne nach ihm!
8Ein König, der auf dem Thron des Rechts4 sitzt, zerstreut [schon] mit seinen Augen alles Böse.
9Wer darf sagen: "Ich hielt mein Herz rein, bin rein von meiner Sünde"?
10Zweierlei Gewichtstein5, zweierlei Epha6 - beides ist Jahweh ein Gräuel.
11An seinem Treiben schon macht sich ein Knabe kenntlich, ob sein Tun lauter, ob es redlich sein wird.
12Hörendes Ohr und sehendes Auge: Beides hat Jahweh gemacht.
13Liebe nicht den Schlaf, dass du nicht verarmst. Halte deine Augen offen, so wirst du satt sein an Brot.
14"Schlecht! Schlecht!", sagt der Käufer; und wenn er weggeht, dann rühmt er sich.
15Gold und Korallen gibt es in Menge, doch kostbarer Schmuck sind Lippen der Erkenntnis.
16Nimm ihm sein Gewand, denn er ist für einen anderen Bürge geworden; und der Fremden halber7 pfände ihn.
17Süß ist dem Mann das Brot der Lüge8, danach aber füllt sein Mund sich mit Kies.
18Pläne mache fest durch Beratung, mit weiser Strategie9 führe Krieg!
19Geheimnis enthüllt, wer mit Verleumdung umhergeht;10 und wer mit seinen Lippen betört11, mit dem lass dich nicht ein!
20Wer seinem Vater flucht oder seiner Mutter, des Leuchte erlischt in tiefstem Dunkel12.
21Ein Erbbesitz, hastig erworben13 im Anfang, wird nicht gesegnet sein am Ende.
22Sprich nicht: "Ich will Böses vergelten"; harre auf Jahweh, und er wird dir helfen.14
23Zweierlei [Gewicht]steine15 sind Jahweh ein Gräuel; und Waagschalen des Trugs sind nicht gut.
24Von Jahweh her sind des Mannes Schritte;16 und der Mensch, wie verstünde er seinen Weg?
25Ein Fallstrick des Menschen ist es, unbedacht auszusprechen: "Geheiligt!"17, und [erst] nach den Gelübden zu überlegen.
26Ein weiser König worfelt die Ehrfurchtslosen18 und führt das Dreschrad über sie.
27Des Menschen Odem19 ist eine Leuchte Jahwehs; sie durchforscht alle Kammern des Leibes20.
28Güte und Wahrheit21 behüten den König; und durch Güte stützt er seinen Thron.
29Die Pracht der Jünglinge ist ihre Kraft; und graues Haar ist die Zier der Alten.
30Wundstriemen22 läutern den Bösen und Schläge die Kammern des Leibes23.
Fußnoten
- 1 o.: Im Herbst und im Winter; eigtl.: Von der [Obst]pflückzeit an und weiterhin (also in der Pflüge- und Saatzeit).
- 2 und Unterscheidungsfähigkeit
- 3 o.: einen Mann der Wahrheit; o.: jemanden, dem man vertrauen kann; im Heb. steht "Treue" bzw. "Wahrheit" in der Mehrzahl.
- 4 d. i.: auf einem Thron, von dem rechtmäßige Entscheidung ausgeht
- 5 eigtl.: Ein Stein [so], ein Stein [so]
- 6 eigtl.: ein Epha [so], ein Epha [so]
- 7 näml.: für die er Bürge gestanden ist
- 8 o.: des Trugs; der Falschheit
- 9 o.: mit weiser Überlegung; Grundbed.: Führungskunst; die Kunst, zu steuern und zu koordinieren
- 10 o.: Vertrauliches gibt preis, wer sich mit Klatschkram abgibt.
- 11 o.: lockt; irreführt
- 12 w.: im Augapfel der Finsternis; i. S. v.: im Innersten der Finsternis.
- 13 o.: erlangt; o.: gerafft
- 14 o.: dass er dich [von solcher Gesinnung] befreie
- 15 w.: [Gewicht]stein [so] und [Gewicht]stein [so]
- 16 Vgl. 2Sam 3,37; Ps 118,23.
- 17 d. h.: Dem Heiligen (o.: Heiligtum) verfallen; gottgeweiht!
- 18 d. h.: er sondert sie aus, gibt sie preis (wie die Spreu dem Wind).
- 19 o.: Lebensodem; neschamah (Atem) kann manchmal (ähnlich wie nefesch) für das Leben stehen (für das Lebensprinzip des menschlichen Leibes); vgl. Jes 57,16; 42,5.
- 20 eigtl.: alle Kammern des Bauches; gemeint ist das Innere.
- 21 o.: Treue; Zuverlässigkeit; Beständigkeit
- 22 o.: (ins Fleisch schneidende) Hiebe
- 23 Grundbed.: des Bauches