Altes Testament
Sprüche Kapitel 6
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für den Fremden deinen Handschlag gegeben,
2bist du verstrickt durch Worte deines Mundes, durch die Worte deines Mundes gefangen,
3<dann> tu dieses, mein Sohn: Reiße dich los, du bist in den Griff1 deines Nächsten geraten! Geh, wirf dich hin, bestürme deinen Nächsten!
4Gestatte deinen Augen keinen Schlaf und deinen Lidern2 keinen Schlummer.
5Reiße dich los wie eine Gazelle aus der Hand3, wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers!
6Geh zur Ameise, [du] Fauler; sieh ihre Wege an und werde weise:
7Sie, die keinen Anführer hat, [keinen] Vorgesetzten noch Gebieter,
8[sie] bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung.
9Bis wann wirst du liegen, [du] Fauler, wann aufstehen von deinem Schlaf?
10Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händeverschränken, um zu ruhen -
11und deine Armut kommt wie ein Stürmer4, dein Mangel wie ein schildbewehrter Mann5.
12Ein Belialsmensch6, ein Unheils-Mann ist, wer Verkehrtheit des Mundes hegt,
13mit seinen Augen zwinkert, mit seinen Füßen Zeichen gibt7, mit seinen Fingern deutet:
14Verdrehtheit ist in seinem Herzen; allezeit schmiedet er Böses, Zwietracht sät er.
15Darum kommt plötzlich sein Unglück: Im Nu wird er zerbrochen, ohne Heilung.
16Sechs [Dinge sind es], die Jahweh hasst, sieben sind seiner Seele ein Gräuel:
17hohe Augen, Lügenzunge8 und Hände, die unschuldiges Blut vergießen;
18ein Herz, das üble Anschläge schmiedet; Füße, die schnell laufen zum Bösen;
19wer Lügen schnaubt9 als Lügenzeuge und wer Zwietracht sät10 unter Brüdern.
20Halte, mein Sohn, das Gebot deines Vaters und verlass nicht die Weisung deiner Mutter.
21Binde sie11 stets auf dein Herz, knüpfe sie um deinen Hals.
22Wenn du gehst, soll es dich leiten, wenn du liegst, soll es über dich wachen, wenn du erwachst, soll es dich führen12.
23Ja, eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung ein Licht; und die Mahnungen der Zucht sind der Weg des Lebens,
24dich zu bewahren vor der bösen Frau, vor der Zungenglätte der Fremden.
25Begehre nicht in deinem Herzen ihre Schönheit! Lass sie dich nicht fangen mit ihren Wimpern!
26Ja, wegen einer hurerischen Frau [kommt man herunter] bis auf einen Brotfladen; und die Frau eines Mannes macht Jagd auf eine kostbare Seele13.
27Trägt einer Feuer in seinem Gewandbausch - und seine Kleider brennen nicht an?
28Geht jemand auf glühenden Kohlen - und seine Füße werden nicht versengt?
29So ist, wer eingeht zur Frau seines Nächsten: Nicht ungestraft bleiben wird, wer sie berührt.
30Verachtet man nicht [schon] einen Dieb, wenn er stiehlt, um seine Seelengier zu stillen, weil Hunger ihn treibt?
31Ertappt, kann er siebenfach erstatten, alles Gut seines Hauses hingeben.
32Wer [aber] mit einer Frau Ehebruch begeht, dem mangelt es an Herzsinn14; [nur] ein Verderber seiner Seele, der tut das.
33Plage und Schimpf wird ihn treffen, seine Schmach wird niemals gelöscht;
34denn Eifersucht ist Grimmglut eines Mannes, am Tag der Rache wird er nicht schonen15,
35kein Lösegeld nehmen und nicht einwilligen, selbst wenn du das Geschenk16 groß machst.
2bist du verstrickt durch Worte deines Mundes, durch die Worte deines Mundes gefangen,
3<dann> tu dieses, mein Sohn: Reiße dich los, du bist in den Griff1 deines Nächsten geraten! Geh, wirf dich hin, bestürme deinen Nächsten!
4Gestatte deinen Augen keinen Schlaf und deinen Lidern2 keinen Schlummer.
5Reiße dich los wie eine Gazelle aus der Hand3, wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers!
6Geh zur Ameise, [du] Fauler; sieh ihre Wege an und werde weise:
7Sie, die keinen Anführer hat, [keinen] Vorgesetzten noch Gebieter,
8[sie] bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung.
9Bis wann wirst du liegen, [du] Fauler, wann aufstehen von deinem Schlaf?
10Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händeverschränken, um zu ruhen -
11und deine Armut kommt wie ein Stürmer4, dein Mangel wie ein schildbewehrter Mann5.
12Ein Belialsmensch6, ein Unheils-Mann ist, wer Verkehrtheit des Mundes hegt,
13mit seinen Augen zwinkert, mit seinen Füßen Zeichen gibt7, mit seinen Fingern deutet:
14Verdrehtheit ist in seinem Herzen; allezeit schmiedet er Böses, Zwietracht sät er.
15Darum kommt plötzlich sein Unglück: Im Nu wird er zerbrochen, ohne Heilung.
16Sechs [Dinge sind es], die Jahweh hasst, sieben sind seiner Seele ein Gräuel:
17hohe Augen, Lügenzunge8 und Hände, die unschuldiges Blut vergießen;
18ein Herz, das üble Anschläge schmiedet; Füße, die schnell laufen zum Bösen;
19wer Lügen schnaubt9 als Lügenzeuge und wer Zwietracht sät10 unter Brüdern.
20Halte, mein Sohn, das Gebot deines Vaters und verlass nicht die Weisung deiner Mutter.
21Binde sie11 stets auf dein Herz, knüpfe sie um deinen Hals.
22Wenn du gehst, soll es dich leiten, wenn du liegst, soll es über dich wachen, wenn du erwachst, soll es dich führen12.
23Ja, eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung ein Licht; und die Mahnungen der Zucht sind der Weg des Lebens,
24dich zu bewahren vor der bösen Frau, vor der Zungenglätte der Fremden.
25Begehre nicht in deinem Herzen ihre Schönheit! Lass sie dich nicht fangen mit ihren Wimpern!
26Ja, wegen einer hurerischen Frau [kommt man herunter] bis auf einen Brotfladen; und die Frau eines Mannes macht Jagd auf eine kostbare Seele13.
27Trägt einer Feuer in seinem Gewandbausch - und seine Kleider brennen nicht an?
28Geht jemand auf glühenden Kohlen - und seine Füße werden nicht versengt?
29So ist, wer eingeht zur Frau seines Nächsten: Nicht ungestraft bleiben wird, wer sie berührt.
30Verachtet man nicht [schon] einen Dieb, wenn er stiehlt, um seine Seelengier zu stillen, weil Hunger ihn treibt?
31Ertappt, kann er siebenfach erstatten, alles Gut seines Hauses hingeben.
32Wer [aber] mit einer Frau Ehebruch begeht, dem mangelt es an Herzsinn14; [nur] ein Verderber seiner Seele, der tut das.
33Plage und Schimpf wird ihn treffen, seine Schmach wird niemals gelöscht;
34denn Eifersucht ist Grimmglut eines Mannes, am Tag der Rache wird er nicht schonen15,
35kein Lösegeld nehmen und nicht einwilligen, selbst wenn du das Geschenk16 groß machst.
Fußnoten
- 1 o.: in die Handschale; in die Faust
- 2 o.: Wimpern
- 3 i. S. v.: aus der Gewalt [ihres Fängers]
- 4 o.: wie ein Schnellläufer; wie einer, der schnell auf dich zuschreitet; and.: wie ein Straßenräuber
- 5 w.: wie ein Mann des Schildes.
- 6 o.: Ein nichtswürdiger (niederträchtiger) Mensch
- 7 eigtl.: mit seinen Füßen scharrt
- 8 o.: Zunge der Falschheit (o.: des Trugs)
- 9 o.: Falschheit (o.: Täuschung) aussagt (eigtl.: haucht)
- 10 eigtl.: Zänkereien losschickt
- 11 "sie" (Mehrzahl: das Gebot und die Weisung); so zweimal in V. 21.
- 12 Grundbed.: sinnen machen (i. S. v.: zum nachdenkenden Murmeln bringen); o.: zum Nachdenken animieren; (dein Denken) beschäftigen
- 13 o.: macht eine kostbare Seele zu [ihrem] Jagdfang.
- 14 d. h.: an Verstand; an Denksinn; so a. Spr 7,7; 9,4.16; 10,13; 11,12; 12,11; 15,21; 17,18; 24,30; das Herz gilt als Sitz des Denkens.
- 15 und nicht Mitleid haben
- 16 näml.: das Bestechungsgeschenk