Altes Testament
Sprüche Kapitel 29
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Ein Mann, der, <oft> gemahnt,1 den Nacken verhärtet, wird plötzlich zerbrochen werden, ohne Heilung.
2Wenn die Gerechten sich mehren, freut sich das Volk; wenn ein Ehrfurchtsloser herrscht, seufzt <das> Volk.
3Ein Mann, der Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; aber wer mit Huren umgeht, richtet die Habe zugrunde.
4Ein König bringt durch Recht dem Land Bestand, doch ein Mann der Abgaben2 bringt es herunter.
5Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, spannt ein Netz vor dessen Tritte.
6In der Missetat des Bösen [liegt] ein Fallstrick, der Gerechte aber wird jubeln und fröhlich sein.
7Der Gerechte erkennt das Recht der Geringen3; der Ehrfurchtslose versteht nichts von Erkenntnis.
8Männer des Spotts wühlen eine feste Stadt auf4, aber Weise dämpfen das Schnauben.
9Ein Weiser rechtet mit einem Narren - der tobt und lacht und es gibt keine Ruhe.
10Die Männer des Bluts hassen den Lauteren, aber die Aufrichtigen suchen seine Seele5.
11All seinen Geist schüttet der Tor aus6, aber der Weise hält ihn beschwichtigend zurück.
12Ein Herrscher, der auf Lügenrede hört, dessen Diener werden alle ehrfurchtslos.
13Der Arme und der Bedrücker7 begegnen sich. Der die Augen beider hell macht8, ist Jahweh.
14Ein König, der die Geringen in Wahrheit9 richtet10, dessen Thron steht fest für immer.
15Rute und Rüge verleihen Weisheit, doch ein sich selbst überlassener11 Knabe macht seiner Mutter Schande.
16Wenn Ehrfurchtslose zahlreich werden, mehrt sich die Abtrünnigkeit; aber die Gerechten werden ihrem Fall zusehen.
17Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe verschaffen und deiner Seele Wonne12 bereiten.
18Ist kein Gesicht13 da, wird ein Volk zügellos14; hält es aber die Weisung15, ist es selig.
19Durch Worte wird ein Knecht nicht erzogen16; denn er versteht zwar, aber da ist keine Antwort.17
20Siehst du einen Mann, hastig in seinen Worten - für den Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn.
21Verzärtelt einer von Jugend auf seinen Knecht, will der am Ende der Sohn18 sein.
22Ein Mann des Zorns erregt Zank; und ein hitziger Mann19 ist reich an Übertretung.
23Des Menschen Hochmut wird ihn erniedrigen; doch wer niedrigen Geistes ist, wird Ehre erlangen.
24Wer mit einem Dieb teilt, hasst seine Seele: Er hört den Fluch20 und zeigt es nicht an21.
25Menschenfurcht stellt eine Falle; aber wer auf Jahweh vertraut, wird emporgerückt22.
26Viele suchen das Angesicht des Herrschers, doch von Jahweh wird sein Recht einem jedem.
27Ein Gräuel ist den Gerechten der Mann des Unrechts; und ein Gräuel ist dem Ehrfurchtslosen, wer aufrichtig wandelt.
2Wenn die Gerechten sich mehren, freut sich das Volk; wenn ein Ehrfurchtsloser herrscht, seufzt <das> Volk.
3Ein Mann, der Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; aber wer mit Huren umgeht, richtet die Habe zugrunde.
4Ein König bringt durch Recht dem Land Bestand, doch ein Mann der Abgaben2 bringt es herunter.
5Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, spannt ein Netz vor dessen Tritte.
6In der Missetat des Bösen [liegt] ein Fallstrick, der Gerechte aber wird jubeln und fröhlich sein.
7Der Gerechte erkennt das Recht der Geringen3; der Ehrfurchtslose versteht nichts von Erkenntnis.
8Männer des Spotts wühlen eine feste Stadt auf4, aber Weise dämpfen das Schnauben.
9Ein Weiser rechtet mit einem Narren - der tobt und lacht und es gibt keine Ruhe.
10Die Männer des Bluts hassen den Lauteren, aber die Aufrichtigen suchen seine Seele5.
11All seinen Geist schüttet der Tor aus6, aber der Weise hält ihn beschwichtigend zurück.
12Ein Herrscher, der auf Lügenrede hört, dessen Diener werden alle ehrfurchtslos.
13Der Arme und der Bedrücker7 begegnen sich. Der die Augen beider hell macht8, ist Jahweh.
14Ein König, der die Geringen in Wahrheit9 richtet10, dessen Thron steht fest für immer.
15Rute und Rüge verleihen Weisheit, doch ein sich selbst überlassener11 Knabe macht seiner Mutter Schande.
16Wenn Ehrfurchtslose zahlreich werden, mehrt sich die Abtrünnigkeit; aber die Gerechten werden ihrem Fall zusehen.
17Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe verschaffen und deiner Seele Wonne12 bereiten.
18Ist kein Gesicht13 da, wird ein Volk zügellos14; hält es aber die Weisung15, ist es selig.
19Durch Worte wird ein Knecht nicht erzogen16; denn er versteht zwar, aber da ist keine Antwort.17
20Siehst du einen Mann, hastig in seinen Worten - für den Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn.
21Verzärtelt einer von Jugend auf seinen Knecht, will der am Ende der Sohn18 sein.
22Ein Mann des Zorns erregt Zank; und ein hitziger Mann19 ist reich an Übertretung.
23Des Menschen Hochmut wird ihn erniedrigen; doch wer niedrigen Geistes ist, wird Ehre erlangen.
24Wer mit einem Dieb teilt, hasst seine Seele: Er hört den Fluch20 und zeigt es nicht an21.
25Menschenfurcht stellt eine Falle; aber wer auf Jahweh vertraut, wird emporgerückt22.
26Viele suchen das Angesicht des Herrschers, doch von Jahweh wird sein Recht einem jedem.
27Ein Gräuel ist den Gerechten der Mann des Unrechts; und ein Gräuel ist dem Ehrfurchtslosen, wer aufrichtig wandelt.
Fußnoten
- 1 eigtl.: Ein Mann [vieler] Mahnungen, der ...
- 2 o.: der auf (steuerliche) Abgaben aus ist
- 3 i. S. v.: ist bedacht auf die Rechtssache der Geringen; nimmt davon Kenntnis <und nimmt sich ihrer an>
- 4 Grundbed.: schnauben; [Sturm] entfachen
- 5 o.: suchen sein Bestes; o.: suchen das Beste für sein Leben.
- 6 o.: Der Törichte lässt allen Unmut seines Geistes herausfahren; vgl. Spr 16,32.
- 7 hier: der bedrückende Zinsherr
- 8 i. S. v.: ihnen das Augenlicht gibt (bzw.: gab)
- 9 und Treue; Jes 16,5
- 10 und ihnen Recht schafft
- 11 eigtl.: ein [hinaus]geschickter
- 12 o.: Annehmlichkeiten
- 13 d. h.: keine Offenbarung
- 14 und zuchtlos
- 15 o.: wahrt es aber das Gesetz (heb. thorah)
- 16 o.: zurechtgewiesen; o.: gewarnt; o.: gezüchtigt
- 17 o.: doch rührt er sich nicht; doch reagiert er nicht
- 18 and.: aufsässig; frech; undankbar; ein Verächter; die Bed. des heb. Wortes manon ist nicht gesichert; wahrscheinlich kommt es vom Zeitwort "sprossen" (janin), daher "Sprössling; <verwöhnter> Sohn" (vgl. B. Peters, Das Buch der Sprüche, zu dieser Stelle).
- 19 w.: ein Herr (o.: Eigner) der Grimmglut
- 20 o.: den bedrohenden Eid; d. h.: die Beschwörung des Richters
- 21 i. S. v.: bekennt es nicht; macht keine Zeugenaussage; s. 3Mo 5,1.
- 22 w.: wird überragend gemacht; o.: findet eine den Feind überragende Stellung, die Sicherheit und Schutz bietet; s. Spr 18,10.