Altes Testament
Sprüche Kapitel 13
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Ein weiser Sohn ist Zucht des Vaters1, doch ein Spötter hört nicht auf Schelte.
2Von der Frucht seines Mundes isst ein Mann Gutes, doch die Seelengier2 der Treulosen ist Gewalttat.
3Wer seinen Mund hütet, bewahrt seine Seele; wer seine Lippen aufreißt, dem wird's [zum] Untergang.
4Die Seele des Faulen begehrt, und nichts ist da; doch die Seele der Fleißigen wird reichlich gelabt.
5Lügenrede hasst der Gerechte, der Ehrfurchtslose macht sich stinkend und bringt Schmach.
6Gerechtigkeit bewahrt den, der in Lauterkeit wandelt3, aber Ehrfurchtslosigkeit bringt den Sünder4 zu Fall.
7Da ist einer, der sich reich stellt, und er hat nichts - und einer, der sich arm stellt, und er hat großen Besitz.
8Lösegeld für das Leben5 eines Mannes ist sein Reichtum, aber ein Armer bekommt keine Drohung6 zu hören.
9Das Licht der Gerechten [brennt] fröhlich, aber die Leuchte der Ehrfurchtslosen wird erlöschen.
10Bei Vermessenheit7 gibt es nur Zank; aber bei denen, die sich raten lassen, ist Weisheit.
11Vermögen aus Dunst8 vermindert sich; aber wer händeweise sammelt, vermehrt es.
12Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank, aber ein eintreffender Wunsch ist ein Baum des Lebens.
13Wer das Wort verachtet, bei dem wird gepfändet; aber wer das Gebot fürchtet, dem wird vergolten.
14Die Weisung von Weisen9 ist ein Quellbrunn des Lebens, zu entgehen den Fallstricken des Todes.
15Treffliche Einsicht10 verschafft Gunst, aber der Treulosen11 Weg ist steinhart.
16Jeder Kluge handelt mit Wissen12, der Tor aber entfaltet Narrheit.
17Ein ehrfurchtsloser Bote fällt ins Unglück, aber ein treuer Gesandter ist Labsal13.
18Armut und Schande dem, der Zucht fahren lässt14; aber wer Rüge beachtet, wird geehrt.
19Gestilltes Verlangen15 ist der Seele süß; aber ein Gräuel ist's den Toren, vom Bösen zu weichen.
20Wer mit Weisen umgeht, wird weise; aber wer mit Toren zusammen ist16, wird schlecht.
21Unheil verfolgt die Sünder, aber den Gerechten wird Gutes vergolten.
22Der Gute vererbt auf Kindeskinder, aber des Sünders Reichtum ist aufgespart für den Gerechten.
23Der Neubruch17 der Armen bringt Nahrung in Fülle; aber mancher <Besitz> geht durch Unredlichkeit18 verloren.
24Wer seine Rute schont, hasst seinen Sohn; aber wer ihn liebt, sucht ihn früh heim mit Züchtigung19.
25Der Gerechte isst bis zur Sättigung seiner Seele, aber der Bauch der Ehrfurchtslosen hat Mangel.
2Von der Frucht seines Mundes isst ein Mann Gutes, doch die Seelengier2 der Treulosen ist Gewalttat.
3Wer seinen Mund hütet, bewahrt seine Seele; wer seine Lippen aufreißt, dem wird's [zum] Untergang.
4Die Seele des Faulen begehrt, und nichts ist da; doch die Seele der Fleißigen wird reichlich gelabt.
5Lügenrede hasst der Gerechte, der Ehrfurchtslose macht sich stinkend und bringt Schmach.
6Gerechtigkeit bewahrt den, der in Lauterkeit wandelt3, aber Ehrfurchtslosigkeit bringt den Sünder4 zu Fall.
7Da ist einer, der sich reich stellt, und er hat nichts - und einer, der sich arm stellt, und er hat großen Besitz.
8Lösegeld für das Leben5 eines Mannes ist sein Reichtum, aber ein Armer bekommt keine Drohung6 zu hören.
9Das Licht der Gerechten [brennt] fröhlich, aber die Leuchte der Ehrfurchtslosen wird erlöschen.
10Bei Vermessenheit7 gibt es nur Zank; aber bei denen, die sich raten lassen, ist Weisheit.
11Vermögen aus Dunst8 vermindert sich; aber wer händeweise sammelt, vermehrt es.
12Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank, aber ein eintreffender Wunsch ist ein Baum des Lebens.
13Wer das Wort verachtet, bei dem wird gepfändet; aber wer das Gebot fürchtet, dem wird vergolten.
14Die Weisung von Weisen9 ist ein Quellbrunn des Lebens, zu entgehen den Fallstricken des Todes.
15Treffliche Einsicht10 verschafft Gunst, aber der Treulosen11 Weg ist steinhart.
16Jeder Kluge handelt mit Wissen12, der Tor aber entfaltet Narrheit.
17Ein ehrfurchtsloser Bote fällt ins Unglück, aber ein treuer Gesandter ist Labsal13.
18Armut und Schande dem, der Zucht fahren lässt14; aber wer Rüge beachtet, wird geehrt.
19Gestilltes Verlangen15 ist der Seele süß; aber ein Gräuel ist's den Toren, vom Bösen zu weichen.
20Wer mit Weisen umgeht, wird weise; aber wer mit Toren zusammen ist16, wird schlecht.
21Unheil verfolgt die Sünder, aber den Gerechten wird Gutes vergolten.
22Der Gute vererbt auf Kindeskinder, aber des Sünders Reichtum ist aufgespart für den Gerechten.
23Der Neubruch17 der Armen bringt Nahrung in Fülle; aber mancher <Besitz> geht durch Unredlichkeit18 verloren.
24Wer seine Rute schont, hasst seinen Sohn; aber wer ihn liebt, sucht ihn früh heim mit Züchtigung19.
25Der Gerechte isst bis zur Sättigung seiner Seele, aber der Bauch der Ehrfurchtslosen hat Mangel.
Fußnoten
- 1 i. S. v.: ist das Ergebnis (o.: ist Sache) der Zucht des Vaters.
- 2 eigtl.: die Seele; das Wort kann auch "seelische Gier" bed.; vgl. Spr 23,2; Ps 27,12; 35,25.
- 3 eigtl.: bewahrt die Lauterkeit (i. S. v.: den Lauteren) des Weges.
- 4 eigtl.: die Sünde; i. S. v.: den, der sich von der Sünde bestimmen lässt; "Lauterkeit" und "Sünde" werden hier personifiziert gebraucht.
- 5 Grundbed.: Seele
- 6 o.: Lebensbedrohung; Spr 1,11-14.
- 7 o.: Übermut
- 8 w.: Vermögen aus Hauch (o.: Nichtigkeit; viell. i. S. v.: Schwindel); and.: Mühelos erworbenes Vermögen
- 9 o.: Unterweisung durch weise [Menschen]
- 10 o.: Feine [Lebens]klugheit
- 11 o.: Abtrünnigen
- 12 o.: mit Bedacht <und Kenntnis>
- 13 o.: ist Arznei; o.: ist Heilung.
- 14 o.: der sich der Zucht entzieht
- 15 o.: Erfüllte Sehnsucht; ein erfüllter Wunsch
- 16 w.: wer sich bei Törichten weidet
- 17 d. i.: das neu urbar gemachte Land; der aus Brachland durch Pflügen neu gewonnene Ackerboden; im übertragenen Sinn: das Wirken der Armen; vgl. Spr 21,4.
- 18 o.: durch Nichtachtung des Rechts
- 19 und unterweisender Zurechtweisung. (Das heb. Wort beinhaltet Tat und Wort.)