Altes Testament
Sprüche Kapitel 31
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Worte Lemuels1, des Königs. Last[wort], womit seine Mutter ihn mahnte
2Was, mein Sohn, was, Sohn meines Leibes, und was2, [du] Sohn meiner Gelübde?
3Gib nicht den Frauen deine Kraft noch deine Wege den Verderberinnen der Könige3.
4Nicht für Könige, Lemuel, nicht für Könige [ist es], Wein zu trinken, noch für Würdenträger[, zu sagen]: "Wo ist Rauschtrank?",
5damit er nicht trinke und vergesse das vorgeschriebene <Recht> und verdrehe die Rechtssache aller Söhne des Elends4. -
6Rauschtrank mögt ihr geben dem Umkommenden und Wein denen, die bitterer Seele sind5!
7<Solch einer> trinke und vergesse seine Armut und gedenke seiner Mühsal nicht mehr.
8Tue deinen Mund auf für den Stummen, für die Rechtssache aller Dahinschwindenden6.
9Tue deinen Mund auf, richte gerecht, schaffe Recht dem Gebeugten und Bedürftigen!
10Eine7 tüchtige Frau8 - wer wird sie finden? Weit über Korallen [geht] ihr Wert.
11Ihr vertraut das Herz ihres Eheherrn9, und an Gewinn fehlt es ihm nicht.
12Sie erweist ihm Gutes und nicht Böses alle Tage ihres Lebens.
13Sie sorgt für10 Wolle und Flachs und arbeitet mit Lust ihrer Hände11.
14Sie gleicht Handelsschiffen: Von fern bringt sie ihr Brot herbei.
15Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise für ihr Haus, das bestimmte Teil12 für ihre Mägde.
16Sie sinnt auf ein Feld und erwirbt es, von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.
17Sie gürtet mit Tatkraft ihre Lenden und macht stark ihre Arme.
18Sie merkt13, dass ihr Erwerb gut ist; nicht erlischt des Nachts ihre Leuchte.
19Ihre Hände legt sie an die Spinnrolle, ihre Finger fassen die Spindel.
20Sie öffnet ihre Faust dem Gebeugten, sie streckt ihre Hände aus zu dem Armen.
21Sie fürchtet für ihr Haus nicht den Schnee, denn all ihr Haus ist in Scharlach14 gekleidet.
22Teppichdecken15 fertigt sie sich an, Byssus und <roter> Purpur sind ihr Gewand.
23Ihr Eheherr16 ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes.
24Hemden17 fertigt sie an und verkauft sie, Gürtel liefert sie dem Kanaanäer18.
25Kraft und Hoheit sind ihr Gewand; und sie lacht des künftigen Tages.
26Ihren Mund tut sie mit Weisheit auf und liebreiche Weisung19 ist auf ihrer Zunge.
27Sie wacht20 über die Hergänge ihres Hauses und Brot des Müßiggangs isst sie nicht.
28Ihre Söhne treten auf und preisen sie selig; ihr Eheherr [steht auf] und rühmt sie:
29"Viele Töchter erweisen sich als tüchtig21, du übertriffst sie alle!"
30Trug ist die Anmut, ein Hauch22 die Schönheit; eine Frau, die Jahweh fürchtet, wird gerühmt.
31Gebt ihr von der Frucht ihrer Hände, und in den Toren sollen ihre Werke sie rühmen!
2Was, mein Sohn, was, Sohn meines Leibes, und was2, [du] Sohn meiner Gelübde?
3Gib nicht den Frauen deine Kraft noch deine Wege den Verderberinnen der Könige3.
4Nicht für Könige, Lemuel, nicht für Könige [ist es], Wein zu trinken, noch für Würdenträger[, zu sagen]: "Wo ist Rauschtrank?",
5damit er nicht trinke und vergesse das vorgeschriebene <Recht> und verdrehe die Rechtssache aller Söhne des Elends4. -
6Rauschtrank mögt ihr geben dem Umkommenden und Wein denen, die bitterer Seele sind5!
7<Solch einer> trinke und vergesse seine Armut und gedenke seiner Mühsal nicht mehr.
8Tue deinen Mund auf für den Stummen, für die Rechtssache aller Dahinschwindenden6.
9Tue deinen Mund auf, richte gerecht, schaffe Recht dem Gebeugten und Bedürftigen!
10Eine7 tüchtige Frau8 - wer wird sie finden? Weit über Korallen [geht] ihr Wert.
11Ihr vertraut das Herz ihres Eheherrn9, und an Gewinn fehlt es ihm nicht.
12Sie erweist ihm Gutes und nicht Böses alle Tage ihres Lebens.
13Sie sorgt für10 Wolle und Flachs und arbeitet mit Lust ihrer Hände11.
14Sie gleicht Handelsschiffen: Von fern bringt sie ihr Brot herbei.
15Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise für ihr Haus, das bestimmte Teil12 für ihre Mägde.
16Sie sinnt auf ein Feld und erwirbt es, von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.
17Sie gürtet mit Tatkraft ihre Lenden und macht stark ihre Arme.
18Sie merkt13, dass ihr Erwerb gut ist; nicht erlischt des Nachts ihre Leuchte.
19Ihre Hände legt sie an die Spinnrolle, ihre Finger fassen die Spindel.
20Sie öffnet ihre Faust dem Gebeugten, sie streckt ihre Hände aus zu dem Armen.
21Sie fürchtet für ihr Haus nicht den Schnee, denn all ihr Haus ist in Scharlach14 gekleidet.
22Teppichdecken15 fertigt sie sich an, Byssus und <roter> Purpur sind ihr Gewand.
23Ihr Eheherr16 ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes.
24Hemden17 fertigt sie an und verkauft sie, Gürtel liefert sie dem Kanaanäer18.
25Kraft und Hoheit sind ihr Gewand; und sie lacht des künftigen Tages.
26Ihren Mund tut sie mit Weisheit auf und liebreiche Weisung19 ist auf ihrer Zunge.
27Sie wacht20 über die Hergänge ihres Hauses und Brot des Müßiggangs isst sie nicht.
28Ihre Söhne treten auf und preisen sie selig; ihr Eheherr [steht auf] und rühmt sie:
29"Viele Töchter erweisen sich als tüchtig21, du übertriffst sie alle!"
30Trug ist die Anmut, ein Hauch22 die Schönheit; eine Frau, die Jahweh fürchtet, wird gerühmt.
31Gebt ihr von der Frucht ihrer Hände, und in den Toren sollen ihre Werke sie rühmen!
Fußnoten
- 1 bed.: der Gottgeweihte; vgl. 1Sam 1,28.
- 2 viell. ist zu erg.: soll ich dir sagen
- 3 o.: denen, die Könige auslöschen
- 4 d. h.: aller Bedrückten; aller Gedemütigten
- 5 w.: den Bitteren der Seele
- 6 w.: für alle Söhne des Dahinschwindens
- 7 Die V. 10-31 bilden ein kunstvolles Akrostichon: Die Anfangsbuchstaben jedes Verses richten sich nach der Reihenfolge des heb. Alphabets.
- 8 o.: Eine wackere <und tugendhafte> Frau; eigtl.: eine Frau von Heldenkraft
- 9 heb. ba-al, bed.: Herr; Eigner; Besitzherr; so a. V. 23.28.
- 10 Grundbed.: sucht
- 11 eigtl.: Handflächen; offenen Hände; s. Begriffsverz.
- 12 w.: das Festgesetzte; d. h.: was ihnen zusteht; hier: die für den Tag nötige Essensportion; vgl. Lk 12,42.
- 13 o.: Sie bekommt zu schmecken
- 14 o.: in Karmesin
- 15 näml. als Bettunterlagen
- 16 S. zu V. 11.
- 17 o.: Feine leinene Unterkleider
- 18 Gemeint ist das phönizische Handelsvolk; der Purpur ist phönizisches Fabrikat.
- 19 w.: Weisung der Güte
- 20 o.: beobachtet sorgsam; behält im Auge
- 21 o.: wacker; tugendhaft
- 22 i. S. v.: flüchtig