Altes Testament
Sprüche Kapitel 22
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Vorzüglicher als großer Reichtum ist ein [guter] Name1; Anmut2 ist besser als Silber und Gold.
2Reich und Arm begegnen einander; der sie alle gemacht, ist Jahweh3.
3Der Kluge sieht das Unglück und birgt sich, Einfältige aber gehen weiter und leiden Strafe4.
4Der Lohn5 der Demut ist Furcht Jahwehs, ist Reichtum und Ehre6 und Leben.
5Dornen [und] Schlingen7 sind auf dem Weg des Krummen; wer seine Seele bewahrt8, hält sich von ihnen fern.
6Übe den Knaben ein9 gemäß seinem Weg10; auch wenn er alt wird, weicht er nicht davon ab.
7Der Reiche herrscht über die Armen, und wer sich etwas borgt, ist Sklave dem, der ihm leiht.
8Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten; und es hat ein Ende mit dem Stock seines11 Wütens.
9Wer gütigen Auges ist, der wird gesegnet, denn er gibt von seinem Brot dem Geringen.
10Vertreibe den Spötter, und der Zank zieht aus; und Streit und Schande hören auf.
11Wer Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen Anmut sind12, dessen Freund ist der König.
12Die Augen Jahwehs behüten die Erkenntnis, und die Sprüche des Treulosen vereitelt er.
13Der Faule sagt: Ein Löwe ist draußen, mitten auf den Straßen könnte ich getötet werden!
14Eine tiefe Grube ist der Mund fremder Frauen13; wer Jahwehs Zorn verfällt14, der stürzt hinein.
15Narrheit haftet am Herzen des Knaben; die Rute der Zucht entfernt sie von ihm.
16Bedrückt man den Geringen, verschafft man sich Gewinn; gibt man dem Reichen, ist es [einem] nur zum Mangel.15
17Neige dein Ohr und höre die Worte von Weisen; und richte dein Herz auf mein Wissen!
18Ja, es ist lieblich, wenn du sie in deinem Innern bewahrst. Möchten sie allesamt auf deinen Lippen Bestand haben16!
19Damit dein Vertrauen auf Jahweh sei, unterweise ich heute dich, ja, dich.
20Habe ich dir nicht Kernsprüche geschrieben mit Ratschlägen und Erkenntnis?,
21um dich zu lehren die Vortrefflichkeit der Worte* der Wahrheit, damit du denen, die dich senden, Worte* zurückbringst, die Wahrheit sind.
22Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und zertritt nicht den Gebeugten im Tor17;
23denn Jahweh wird ihren Rechtsstreit streiten und denen, die sie berauben, das Leben rauben18.
24Geselle dich nicht zu einem Zornigen19 und mit einem hitzigen Mann20 geh nicht um,
25damit du nicht lernst seine Pfade und dir Verstrickung einholst für deine Seele21.
26Sei nicht unter denen, die Handschlag geben, unter denen, die für Darlehen bürgen.
27Wenn du dann nichts hast, um zu bezahlen, warum soll man dein Bett unter dir wegnehmen?
28Verrücke nicht die ewige22 Grenze, die deine Väter gemacht haben.
29Siehst du einen Mann, der gewandt ist in seiner Arbeit? Vor Könige wird er treten23, vor Niedrige wird er nicht treten.
2Reich und Arm begegnen einander; der sie alle gemacht, ist Jahweh3.
3Der Kluge sieht das Unglück und birgt sich, Einfältige aber gehen weiter und leiden Strafe4.
4Der Lohn5 der Demut ist Furcht Jahwehs, ist Reichtum und Ehre6 und Leben.
5Dornen [und] Schlingen7 sind auf dem Weg des Krummen; wer seine Seele bewahrt8, hält sich von ihnen fern.
6Übe den Knaben ein9 gemäß seinem Weg10; auch wenn er alt wird, weicht er nicht davon ab.
7Der Reiche herrscht über die Armen, und wer sich etwas borgt, ist Sklave dem, der ihm leiht.
8Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten; und es hat ein Ende mit dem Stock seines11 Wütens.
9Wer gütigen Auges ist, der wird gesegnet, denn er gibt von seinem Brot dem Geringen.
10Vertreibe den Spötter, und der Zank zieht aus; und Streit und Schande hören auf.
11Wer Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen Anmut sind12, dessen Freund ist der König.
12Die Augen Jahwehs behüten die Erkenntnis, und die Sprüche des Treulosen vereitelt er.
13Der Faule sagt: Ein Löwe ist draußen, mitten auf den Straßen könnte ich getötet werden!
14Eine tiefe Grube ist der Mund fremder Frauen13; wer Jahwehs Zorn verfällt14, der stürzt hinein.
15Narrheit haftet am Herzen des Knaben; die Rute der Zucht entfernt sie von ihm.
16Bedrückt man den Geringen, verschafft man sich Gewinn; gibt man dem Reichen, ist es [einem] nur zum Mangel.15
17Neige dein Ohr und höre die Worte von Weisen; und richte dein Herz auf mein Wissen!
18Ja, es ist lieblich, wenn du sie in deinem Innern bewahrst. Möchten sie allesamt auf deinen Lippen Bestand haben16!
19Damit dein Vertrauen auf Jahweh sei, unterweise ich heute dich, ja, dich.
20Habe ich dir nicht Kernsprüche geschrieben mit Ratschlägen und Erkenntnis?,
21um dich zu lehren die Vortrefflichkeit der Worte* der Wahrheit, damit du denen, die dich senden, Worte* zurückbringst, die Wahrheit sind.
22Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und zertritt nicht den Gebeugten im Tor17;
23denn Jahweh wird ihren Rechtsstreit streiten und denen, die sie berauben, das Leben rauben18.
24Geselle dich nicht zu einem Zornigen19 und mit einem hitzigen Mann20 geh nicht um,
25damit du nicht lernst seine Pfade und dir Verstrickung einholst für deine Seele21.
26Sei nicht unter denen, die Handschlag geben, unter denen, die für Darlehen bürgen.
27Wenn du dann nichts hast, um zu bezahlen, warum soll man dein Bett unter dir wegnehmen?
28Verrücke nicht die ewige22 Grenze, die deine Väter gemacht haben.
29Siehst du einen Mann, der gewandt ist in seiner Arbeit? Vor Könige wird er treten23, vor Niedrige wird er nicht treten.
Fußnoten
- 1 Vgl. Pred 7,1; Hi 30,8.
- 2 eigtl.: Gnade; Grundbed.: Liebreiz, Anmut; wie 1,9; 3,22; 4,9; 5,19; 11,16; 17,8; 22,11; 31,30.
- 3 Anm. zum Lese-Rhythmus: "Jahweh" wird im Heb. an der letzen Silbe betont.
- 4 o.: müssen es büßen.
- 5 o.: Die Folge
- 6 o.: Herrlichkeit
- 7 eigtl.: Klappnetze (des Vogelfängers)
- 8 o.: sein Leben bewahren will
- 9 o.: Gewöhne den Knaben
- 10 o.: seinem Weg angemessen; seiner Art entsprechend
- 11 näml.: dessen, der Unrecht sät
- 12 o.: Gnade geben; Wohltuendes vermitteln; vgl. Eph 4,29.
- 13 i. S. v.: ehebrecherischer Frauen
- 14 i. S. v.: wer Gegenstand der Entrüstung Jahwehs ist[, der Böses mit Strafe vergilt]
- 15 Delitzsch (Biblischer Kommentar) kommentiert an dieser Stelle: "Wer den Armen schindet, der hat doch etwas davon, er bereichert sich dadurch; wer aber dem Reichen gibt, der hat nichts und weniger als nichts davon - er beraubt sich selbst, hat keinen Dank, macht ihn nur lüstern und kommt durch vieles Geben immer tiefer herunter."
- 16 o.: in Geltung bleiben; o.: sich bereithalten
- 17 näml.: am Ort der Rechtsprechung
- 18 o.: ihre Schädiger an der Seele schädigen.
- 19 o.: zu einem Schnaubenden
- 20 w.: mit einem Mann der Grimmglut
- 21 o.: und deiner Seele eine Falle stellst.
- 22 d. h.: die von jeher geltende; olam deutet hier eine unübersichtlich lange Zeitdauer an; so a. Spr 23,10.
- 23 o.: in den Dienst von Königen wird er gestellt werden