Altes Testament
Sprüche Kapitel 17
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Besser ein trockener Bissen und Ruhe dabei, als das Haus voller Opferfleisch mit Streit.
2Ein Knecht, der klug ist, wird Herr sein über einen Sohn, der schandbar ist; und inmitten der Brüder wird er das Erbe teilen.
3Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold - und Prüfer der Herzen ist Jahweh.1
4Ein Bösgesinnter horcht auf die Lippe des Unheils, Falschheit2 schenkt Gehör der Zunge des Verderbens.
5Wer über den Armen spottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer über Unglück sich freut, bleibt nicht ungestraft.
6Kindeskinder sind die Krone der Alten, und der Kinder Schmuck sind ihre Väter.
7Nicht geziemt dem Wahnwitzigen3 überschwängliche Rede, wie viel weniger Lügenrede dem Edlen!
8Ein Zauberstein4 ist das Bestechungsgeschenk5 in den Augen seiner Besitzer6: Wohin es sich auch wendet, hat es Erfolg.
9Wer Liebe sucht, deckt Vergehen zu; aber wer eine Sache wieder hervorholt, entzweit Vertraute.
10Ein Verweis dringt bei einem Verständigen tiefer ein als hundert Schläge bei einem Toren.
11Nur Auflehnung sucht der Böse; ein unerbittlicher Bote wird gegen ihn entsandt.
12Eine Bärin, der Jungen beraubt, begegne einem, aber nicht ein Tor in seiner Narrheit!
13Wer Böses vergilt für Gutes, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.
14Wie einer, der Wasser entfesselt, ist der Anfang eines Zanks; ehe also der Streit losbricht, lass ab!
15Wer den Ehrfurchtslosen gerecht spricht und den Gerechten zum Ehrfurchtslosen erklärt7: Sie beide sind Jahweh ein Gräuel.
16Wozu Geld in der Hand des Toren, um Weisheit zu erwerben, wo er [doch] keinen Herzsinn8 hat?
17Ein Freund liebt zu jeder Zeit; und als Bruder für die Notzeit wird er geboren.
18Ein Mensch ohne Verstand9 ist, wer Handschlag gibt, wer Bürgschaft leistet für seinen Nächsten.
19Wer Zank liebt, liebt Versündigung; wer seine Tür hoch10 macht, sucht Einsturz.
20Wer verdrehten Herzens ist, wird Gutes nicht finden; wer sich mit seiner Zunge windet, fällt ins Unglück.
21Wer Vater eines Toren wurde, dem wird es zum Kummer; eines Wahnwitzigen11 Vater wird nicht froh.
22Ein frohes Herz bringt gute Genesung, ein zerschlagener Geist vertrocknet das Gebein.
23Bestechungsgeschenk nimmt der Ehrfurchtslose aus dem Gewandbausch entgegen, um zu beugen die Pfade des Rechts.
24Vor des Verständigen Angesicht12 ist Weisheit; die Augen des Toren sind am Ende der Erde.
25Ein törichter Sohn ist Verdruss für seinen Vater und Bitternis für die, die ihn gebar.
26Ist's ungut schon, den Gerechten zu strafen13: Edle zu schlagen ist wider jede Gebühr.
27Wer Erkenntnis hat, hält seine Worte* zurück; der Mann von Verstand ist kühlen Geistes.
28Selbst ein Narr, wenn er schweigt, wird für weise gehalten, für verständig, wenn er die Lippen verschließt.
2Ein Knecht, der klug ist, wird Herr sein über einen Sohn, der schandbar ist; und inmitten der Brüder wird er das Erbe teilen.
3Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold - und Prüfer der Herzen ist Jahweh.1
4Ein Bösgesinnter horcht auf die Lippe des Unheils, Falschheit2 schenkt Gehör der Zunge des Verderbens.
5Wer über den Armen spottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer über Unglück sich freut, bleibt nicht ungestraft.
6Kindeskinder sind die Krone der Alten, und der Kinder Schmuck sind ihre Väter.
7Nicht geziemt dem Wahnwitzigen3 überschwängliche Rede, wie viel weniger Lügenrede dem Edlen!
8Ein Zauberstein4 ist das Bestechungsgeschenk5 in den Augen seiner Besitzer6: Wohin es sich auch wendet, hat es Erfolg.
9Wer Liebe sucht, deckt Vergehen zu; aber wer eine Sache wieder hervorholt, entzweit Vertraute.
10Ein Verweis dringt bei einem Verständigen tiefer ein als hundert Schläge bei einem Toren.
11Nur Auflehnung sucht der Böse; ein unerbittlicher Bote wird gegen ihn entsandt.
12Eine Bärin, der Jungen beraubt, begegne einem, aber nicht ein Tor in seiner Narrheit!
13Wer Böses vergilt für Gutes, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.
14Wie einer, der Wasser entfesselt, ist der Anfang eines Zanks; ehe also der Streit losbricht, lass ab!
15Wer den Ehrfurchtslosen gerecht spricht und den Gerechten zum Ehrfurchtslosen erklärt7: Sie beide sind Jahweh ein Gräuel.
16Wozu Geld in der Hand des Toren, um Weisheit zu erwerben, wo er [doch] keinen Herzsinn8 hat?
17Ein Freund liebt zu jeder Zeit; und als Bruder für die Notzeit wird er geboren.
18Ein Mensch ohne Verstand9 ist, wer Handschlag gibt, wer Bürgschaft leistet für seinen Nächsten.
19Wer Zank liebt, liebt Versündigung; wer seine Tür hoch10 macht, sucht Einsturz.
20Wer verdrehten Herzens ist, wird Gutes nicht finden; wer sich mit seiner Zunge windet, fällt ins Unglück.
21Wer Vater eines Toren wurde, dem wird es zum Kummer; eines Wahnwitzigen11 Vater wird nicht froh.
22Ein frohes Herz bringt gute Genesung, ein zerschlagener Geist vertrocknet das Gebein.
23Bestechungsgeschenk nimmt der Ehrfurchtslose aus dem Gewandbausch entgegen, um zu beugen die Pfade des Rechts.
24Vor des Verständigen Angesicht12 ist Weisheit; die Augen des Toren sind am Ende der Erde.
25Ein törichter Sohn ist Verdruss für seinen Vater und Bitternis für die, die ihn gebar.
26Ist's ungut schon, den Gerechten zu strafen13: Edle zu schlagen ist wider jede Gebühr.
27Wer Erkenntnis hat, hält seine Worte* zurück; der Mann von Verstand ist kühlen Geistes.
28Selbst ein Narr, wenn er schweigt, wird für weise gehalten, für verständig, wenn er die Lippen verschließt.
Fußnoten
- 1 o.: Der Schmelztiegel [ist Prüfer] für das Silber, und der Schmelzofen [ist Prüfer] für das Gold, und Prüfer für die Herzen ist Jahweh.
- 2 o.: Lüge; i. S. v.: ein Lügner
- 3 und Verruchten (o.: Niederträchtigen); gemeint ist der religiös und moralisch Unsensible.
- 4 w.: ein Stein der Anmut (o.: der Gunst)
- 5 o. allg.: das Geschenk
- 6 d. h.: derer, die es geben (bzw. in Aussicht stellen).
- 7 o.: <als frevelhaft> schuldig spricht
- 8 d. h.: keinen Verstand; keinen Denksinn; Grundbed.: Herz
- 9 eigtl.: dem es an Herzsinn mangelt
- 10 i. S. v.: prunkvoll
- 11 und Verruchten (o.: Niederträchtigen)
- 12 näml.: als sein Augenmerk (und Ziel)
- 13 i. S. v.: dem Gerechten eine Geldstrafe aufzuerlegen; den Gerechten zu büßen