Altes Testament
2. Mose Kapitel 34
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und Jahweh sagte zu Mose: "Haue dir zwei Tafeln aus Steinen zurecht wie die ersten, und ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerschmettert hast.
2Und sei bereit1 auf den Morgen. Und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stelle dich dort [zu] mir2 auf dem Gipfel des Berges.
3Es soll aber niemand mit dir hinaufsteigen. Und es soll auch niemand auf dem ganzen Berg gesehen werden. Auch das Kleinvieh und das Rind darf nicht gegen diesen Berg hin weiden."
4Und er hieb zwei Tafeln aus Steinen zurecht wie die ersten. Und Mose stand früh am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai, wie Jahweh ihm geboten hatte. Und er nahm die zwei Tafeln aus Steinen in seine Hand.
5Und Jahweh stieg in der Wolke herab und trat dort neben ihn und rief den Namen Jahwehs aus.
6Und Jahweh ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: "Jahweh, Jahweh, Gott, <der Starke>, barmherzig und gnädig3, langsam zum Zorn4 und groß an Güte und Treue5;
7der Güte6 bewahrt an Tausenden7, der Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt; der die Schuld der Väter heimsucht an den Söhnen und Sohnessöhnen, an der dritten und an der vierten [Generation]."
8Und Mose kniete sich eilends hin, zur Erde nieder. Und er warf sich huldigend nieder.
9Und er sagte: "O, wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, mein Herr, so möge mein Herr bitte in unserer Mitte [mit]gehen - denn es ist ein halsstarriges Volk. Und mögest du unsere Schuld und unsere Sünde vergeben und uns als Erbbesitz8 annehmen!"
10Und er sagte: "Siehe! - ich schließe einen Bund: Vor deinem ganzen Volk werde ich Wunder tun, wie sie auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nicht geschaffen wurden. Und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll das Werk Jahwehs sehen; denn furchtgebietend ist, was ich mit dir9 tue10.
11Wahre <und halte>, was ich dir heute gebiete. Siehe! - ich vertreibe vor dir die Amoriter und die Kanaaniter und die Hetiter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter.
12Hüte dich11, dass du nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes, über das du kommst, dass sie nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte;
13sondern ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Gedenksteine zertrümmern und ihre Aschera-Standbilder ausrotten.
14Fürwahr, du sollst dich nicht vor einem anderen Gott12 huldigend niederwerfen, denn Jahweh - sein Name ist 'eifersüchtig'! Ein eifersüchtiger Gott ist er.
15Dass du nur nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern <Schlachtopfer> opfern, dich einladen und du dann von ihrem Schlachtopfer isst
16und von ihren Töchtern [etliche] für deine Söhne [zu Frauen] nimmst und ihre Töchter ihren Göttern nachhuren und veranlassen, dass deine Söhne ihren Göttern nachhuren!
17Gegossene Götter darfst du dir nicht machen!
18Das Fest der ungesäuerten [Brote] sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes [Brot] essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.
19Alles, was [zuerst] den Mutterschoß durchbricht, ist mein, auch dein ganzes Vieh, das männlich geboren wird, die Erstgeburt von Rind und Schaf13.
20Die Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Schaf auslösen. Willst du ihn aber nicht auslösen, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt deiner Söhne sollst du auslösen. Und man soll nicht leer vor meinem Angesicht erscheinen.
21Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebenten Tag sollst du ruhen14. [Auch] in der Pflügezeit und in der Erntezeit sollst du ruhen.
22Und das Fest der Wochen15, der Erstlinge der Weizenernte, sollst du halten - und das Fest der Einsammlung [bei] der Wende16 des Jahres.
23Dreimal im Jahr sollen alle deine Männlichen erscheinen vor dem Angesicht des Herrn, Jahwehs, des Gottes Israels;
24denn ich werde Völker vor dir <aus ihrem Besitz> verdrängen und deine Grenze erweitern. Und niemand wird dein Land begehren, während du hinaufziehst, um vor dem Angesicht Jahwehs, deines Gottes, zu erscheinen dreimal im Jahr.
25Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem schächten. Und das Schlachtopfer des Passafestes soll nicht über Nacht bis zum Morgen bleiben.
26Das Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus Jahwehs, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Ziegenböckchen nicht kochen in der Milch seiner Mutter."
27Und Jahweh sagte zu Mose: "Schreibe dir diese Worte auf; denn gemäß diesen Worten17 schließe ich mit dir einen Bund - und mit Israel."
28Und er war dort bei Jahweh vierzig Tage und vierzig Nächte. Brot aß er nicht und Wasser trank er nicht. Und er18 schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
29Und es geschah, als Mose vom Berg Sinai herabstieg - und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er vom Berg herabstieg -, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlend geworden war während seines Redens19 mit ihm.
30Und Aaron und alle Söhne Israels sahen Mose an, und - siehe! - die Haut seines Angesichts strahlte. Und sie fürchteten sich, ihm zu nahen.
31Und Mose rief ihnen zu. Und Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde wandten sich ihm zu. Und Mose redete zu ihnen.
32Und danach traten alle Söhne Israels nahe heran. Und er gebot ihnen alles, was Jahweh auf dem Berg Sinai zu ihm gesagt hatte.
33Und Mose hörte auf, mit ihnen zu reden. Und er hatte einen Schleier auf sein Angesicht gelegt.
34Und sooft Mose vor das Angesicht Jahwehs hineinging, mit ihm zu reden, nahm er den Schleier ab, bis er hinausging. Und <dann> ging er hinaus und redete zu den Söhnen Israels, was ihm geboten worden war.
35Da sahen die Söhne Israels das Angesicht Moses, dass die Haut des Angesichts Moses strahlte. Und Mose tat den Schleier wieder auf sein Angesicht, bis er [wieder] hineinging, mit ihm zu reden.
2Und sei bereit1 auf den Morgen. Und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stelle dich dort [zu] mir2 auf dem Gipfel des Berges.
3Es soll aber niemand mit dir hinaufsteigen. Und es soll auch niemand auf dem ganzen Berg gesehen werden. Auch das Kleinvieh und das Rind darf nicht gegen diesen Berg hin weiden."
4Und er hieb zwei Tafeln aus Steinen zurecht wie die ersten. Und Mose stand früh am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai, wie Jahweh ihm geboten hatte. Und er nahm die zwei Tafeln aus Steinen in seine Hand.
5Und Jahweh stieg in der Wolke herab und trat dort neben ihn und rief den Namen Jahwehs aus.
6Und Jahweh ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: "Jahweh, Jahweh, Gott, <der Starke>, barmherzig und gnädig3, langsam zum Zorn4 und groß an Güte und Treue5;
7der Güte6 bewahrt an Tausenden7, der Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt; der die Schuld der Väter heimsucht an den Söhnen und Sohnessöhnen, an der dritten und an der vierten [Generation]."
8Und Mose kniete sich eilends hin, zur Erde nieder. Und er warf sich huldigend nieder.
9Und er sagte: "O, wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, mein Herr, so möge mein Herr bitte in unserer Mitte [mit]gehen - denn es ist ein halsstarriges Volk. Und mögest du unsere Schuld und unsere Sünde vergeben und uns als Erbbesitz8 annehmen!"
10Und er sagte: "Siehe! - ich schließe einen Bund: Vor deinem ganzen Volk werde ich Wunder tun, wie sie auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nicht geschaffen wurden. Und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll das Werk Jahwehs sehen; denn furchtgebietend ist, was ich mit dir9 tue10.
11Wahre <und halte>, was ich dir heute gebiete. Siehe! - ich vertreibe vor dir die Amoriter und die Kanaaniter und die Hetiter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter.
12Hüte dich11, dass du nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes, über das du kommst, dass sie nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte;
13sondern ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Gedenksteine zertrümmern und ihre Aschera-Standbilder ausrotten.
14Fürwahr, du sollst dich nicht vor einem anderen Gott12 huldigend niederwerfen, denn Jahweh - sein Name ist 'eifersüchtig'! Ein eifersüchtiger Gott ist er.
15Dass du nur nicht einen Bund schließt mit den Bewohnern des Landes und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern <Schlachtopfer> opfern, dich einladen und du dann von ihrem Schlachtopfer isst
16und von ihren Töchtern [etliche] für deine Söhne [zu Frauen] nimmst und ihre Töchter ihren Göttern nachhuren und veranlassen, dass deine Söhne ihren Göttern nachhuren!
17Gegossene Götter darfst du dir nicht machen!
18Das Fest der ungesäuerten [Brote] sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes [Brot] essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.
19Alles, was [zuerst] den Mutterschoß durchbricht, ist mein, auch dein ganzes Vieh, das männlich geboren wird, die Erstgeburt von Rind und Schaf13.
20Die Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Schaf auslösen. Willst du ihn aber nicht auslösen, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt deiner Söhne sollst du auslösen. Und man soll nicht leer vor meinem Angesicht erscheinen.
21Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebenten Tag sollst du ruhen14. [Auch] in der Pflügezeit und in der Erntezeit sollst du ruhen.
22Und das Fest der Wochen15, der Erstlinge der Weizenernte, sollst du halten - und das Fest der Einsammlung [bei] der Wende16 des Jahres.
23Dreimal im Jahr sollen alle deine Männlichen erscheinen vor dem Angesicht des Herrn, Jahwehs, des Gottes Israels;
24denn ich werde Völker vor dir <aus ihrem Besitz> verdrängen und deine Grenze erweitern. Und niemand wird dein Land begehren, während du hinaufziehst, um vor dem Angesicht Jahwehs, deines Gottes, zu erscheinen dreimal im Jahr.
25Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem schächten. Und das Schlachtopfer des Passafestes soll nicht über Nacht bis zum Morgen bleiben.
26Das Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus Jahwehs, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Ziegenböckchen nicht kochen in der Milch seiner Mutter."
27Und Jahweh sagte zu Mose: "Schreibe dir diese Worte auf; denn gemäß diesen Worten17 schließe ich mit dir einen Bund - und mit Israel."
28Und er war dort bei Jahweh vierzig Tage und vierzig Nächte. Brot aß er nicht und Wasser trank er nicht. Und er18 schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
29Und es geschah, als Mose vom Berg Sinai herabstieg - und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er vom Berg herabstieg -, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlend geworden war während seines Redens19 mit ihm.
30Und Aaron und alle Söhne Israels sahen Mose an, und - siehe! - die Haut seines Angesichts strahlte. Und sie fürchteten sich, ihm zu nahen.
31Und Mose rief ihnen zu. Und Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde wandten sich ihm zu. Und Mose redete zu ihnen.
32Und danach traten alle Söhne Israels nahe heran. Und er gebot ihnen alles, was Jahweh auf dem Berg Sinai zu ihm gesagt hatte.
33Und Mose hörte auf, mit ihnen zu reden. Und er hatte einen Schleier auf sein Angesicht gelegt.
34Und sooft Mose vor das Angesicht Jahwehs hineinging, mit ihm zu reden, nahm er den Schleier ab, bis er hinausging. Und <dann> ging er hinaus und redete zu den Söhnen Israels, was ihm geboten worden war.
35Da sahen die Söhne Israels das Angesicht Moses, dass die Haut des Angesichts Moses strahlte. Und Mose tat den Schleier wieder auf sein Angesicht, bis er [wieder] hineinging, mit ihm zu reden.
Fußnoten
- 1 Grundbed.: fest sein; fest stehen
- 2 eigtl.: für mich; viell. i. S. v.: in Erwartung meiner
- 3 o.: sich erbarmend
- 4 o.: langatmig; langmütig; eigtl.: langen Atem [habend]
- 5 o.: Zuverlässigkeit; Beständigkeit; Grundbed.: Wahrheit
- 6 und Treue; chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte, die Bundesliebe und -treue; manchmal wird die Treue gesondert genannt, z. B. V. 6.
- 7 n. 5Mo 7,9: an Tausenden von Geschlechtern
- 8 o.: als Eigentum
- 9 d. h.: mit dir als Volk (vgl. V. 11: "vor dir"); o.: bei dir
- 10 o.: zu tun im Begriff bin.
- 11 eigtl.: Hüte dich für dich; Hüte dich in deinem eigenen Interesse
- 12 heb. El; bed.: Gott, der Starke; zweimal in V. 14.
- 13 eigtl.: vom Jungen <der Kleinvieh-Herde>; so a. i. Folg.
- 14 eigtl.: aufhören; Pause machen; so a. i. Folg.
- 15 D. i. das Fest der [sieben] Wochen, das Pfingstfest.
- 16 eigtl.: Drehung (d. h.: Tag- und Nachtgleiche im Herbst)
- 17 w.: auf Mund (o.: auf Anordnung) dieser Worte
- 18 d. i.: Jahweh; 5Mo 10,2
- 19 o.: über seinem Reden