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Altes Testament

2. Mose Kapitel 5

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zu Pharao: "So sagt Jahweh, der Gott Israels: 'Lass mein Volk ziehen1, damit sie mir <ein Fest> feiern in der Wüste!'"
2Und Pharao sagte: "Wer ist Jahweh, dass ich auf seine Stimme hören sollte, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne Jahweh nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen."
3Und sie sagten: "Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Lass uns drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und Jahweh, unserem Gott, <Schlachtopfer> opfern, damit er uns nicht durch Pest oder Schwert schlage!"
4Und der König von Ägypten sagte zu ihnen: "Warum, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten abhalten? Geht an eure Lastarbeiten!"
5Und Pharao sagte: "Siehe! Das Volk des Landes ist jetzt zahlreich, und ihr wollt sie von ihren Lastarbeiten aufhören lassen2!"
6Und Pharao befahl an jenem Tag den Antreibern des Volkes und seinen Aufsehern:
7"Ihr sollt nicht mehr wie gestern <und vor> drei Tagen3 dem Volk Häcksel zum Ziegelmachen geben. Sie sollen selbst hingehen und sich Häcksel sammeln.
8Die Anzahl der Ziegel aber, die sie gestern <und vor> drei Tagen gemacht haben, sollt ihr ihnen [weiterhin] auferlegen. Ihr sollt nichts daran mindern; denn faul sind sie! Darum schreien sie: 'Wir wollen hinziehen, wir wollen unserem Gott <Schlachtopfer> opfern!'
9Schwer soll die Arbeit auf den Männern lasten, sodass sie damit zu schaffen haben und nicht auf Worte des Trugs achten."
10Und die Treiber des Volkes und seine Aufseher gingen hinaus und redeten zum Volk und sagten: "So sagt Pharao: 'Ich gebe euch keinen Häcksel.
11Geht selbst! Holt euch Häcksel, wo ihr ihn findet, doch von eurer Arbeit wird nichts gekürzt!'"
12Da zerstreute sich das Volk im ganzen Land Ägypten, um Stoppeln zu sammeln für den Häcksel.
13Und die Antreiber drängten sie und sagten: "Erfüllt eure Arbeiten, das Tagesquantum4 an seinem Tag, wie [vorher], als es Häcksel gab!"
14Und die Aufseher der Söhne Israels, die die Antreiber Pharaos über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und man sagte: "Warum habt ihr - sowohl gestern als auch heute - euer Maß nicht erfüllt, Ziegel zu streichen, wie vorher?"
15Und die Aufseher der Söhne Israels gingen hinein und riefen laut zu Pharao und sagten: "Warum tust du deinen leibeigenen Knechten so?
16Häcksel wird deinen leibeigenen Knechten nicht gegeben, und man sagt zu uns: 'Macht Ziegel!' Und - siehe! - deine leibeigenen Knechte werden geschlagen, und dein Volk wird schuldig."
17Und er sagte: "Faul seid ihr, faul! Darum sagt ihr <stets>: 'Wir wollen hingehen, wollen Jahweh <Schlachtopfer> opfern.'
18Und nun geht hin. Arbeitet! Und Häcksel wird euch nicht gegeben werden! Und das Maß Ziegel sollt ihr liefern!"
19Und die Aufseher der Söhne Israels sahen diese in einer üblen [Lage]5, sagte man [doch]: "Ihr dürft nichts kürzen von euren Ziegeln: das Tagesquantum an seinem Tag!"
20Als sie nun Mose und Aaron trafen, die dort standen, ihnen zu begegnen, sobald sie von Pharao herauskämen,
21sagten sie zu ihnen: "Jahweh sehe auf euch und halte Gericht darüber, dass ihr unseren Geruch in den Augen Pharaos und in den Augen seiner Knechte stinkend gemacht habt, um ihnen ein Schwert in die Hand zu geben, uns zu töten."
22Da wandte sich Mose zu Jahweh und sagte: "Mein Herr, warum handelst du übel an diesem Volk? Warum nur hast du mich gesandt?
23- Seitdem ich zu Pharao hineingegangen bin, um in deinem Namen zu reden, handelt er übel an diesem Volk. Und gerettet hast du dein Volk keineswegs!"

Fußnoten

  1. 1 eigtl.: Entsende mein Volk
  2. 2 eigtl.: ruhen machen; aufhören machen
  3. 3 i. S. v.: wie früher; wie bisher
  4. 4 w.: die Sache des Tages; so a. V. 19.
  5. 5 w.: im Bösen