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Altes Testament

2. Mose Kapitel 8

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Jahweh sagte zu Mose: "Sage zu Aaron: 'Strecke deine Hand mit deinem Stab aus über die Flüsse, über die Kanäle und über die Sümpfe. Und lass die Frösche heraufsteigen über die Erde Ägyptens hin.'"
2Und Aaron streckte seine Hand aus über die Wasser Ägyptens. Und die Frösche stiegen herauf und bedeckten die Erde Ägyptens.
3Und die Wahrsagepriester taten ebenso mit ihren Zauberkünsten und ließen die Frösche heraufsteigen über die Erde Ägyptens hin.
4Und Pharao rief Mose und Aaron und sagte: "Fleht zu Jahweh, dass er die Frösche von mir und von meinem Volk wegnehme, so will ich das Volk ziehen lassen1, dass sie Jahweh <Schlachtopfer> opfern."
5Und Mose sagte zu Pharao: "Bestimme über mich, auf wann ich für dich und für deine Knechte und für dein Volk flehen soll, die Frösche von dir und aus deinen Häusern auszurotten. Nur im Nil sollen sie übrig bleiben."
6Und er sagte: "Auf morgen." Und er sagte: "Gemäß deinem Wort; - damit du erkennst, dass niemand ist wie Jahweh, unser Gott.
7Und die Frösche werden von dir und aus deinen Häusern und von deinen Knechten und von deinem Volk weichen. Nur im Nil werden sie übrig bleiben."
8Und Mose und Aaron gingen von Pharao hinaus. Und Mose rief laut zu Jahweh wegen der Frösche, die er über Pharao gebracht hatte.
9Und Jahweh tat nach dem Wort Moses. Und die Frösche starben weg aus den Häusern, aus den Gehöften und von den Feldern.
10Und man schüttete sie haufenweise auf. Und das Land stank.
11Und als Pharao sah, dass er Luft bekommen hatte2, verstockte er sein Herz, und er hörte nicht auf sie, wie Jahweh gesagt hatte.
12Und Jahweh sagte zu Mose: "Rede zu Aaron: 'Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub der Erde, und er wird zu Stechmücken werden im ganzen Land Ägypten.'"
13Und sie machten es so. Und Aaron streckte seine Hand mit seinem Stab aus und schlug den Staub der Erde. Und die Stechmücke war am Menschen und am Vieh. Aller Staub der Erde war zu Stechmücken geworden auf aller Erde Ägyptens.
14Und die Wahrsagepriester taten mit ihren Zauberkünsten ebenso, um die Stechmücken hervorzubringen. Aber sie konnten es nicht. Und die Stechmücke war am Menschen und am Vieh.
15Und die Wahrsagepriester sagten zu Pharao: "Das ist der Finger Gottes!" Aber das Herz Pharaos war hart, und er hörte nicht auf sie, wie Jahweh gesagt hatte.
16Und Jahweh sagte zu Mose: "Mach dich früh am Morgen auf und tritt vor Pharao - Siehe! Er wird ans Wasser hinausgehen - und sage zu ihm: 'So sagt Jahweh: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen;
17denn wenn du mein Volk nicht entsendest, <ziehen lässt>, - siehe! - <dann> sende ich Ungeziefer3 über dich und über deine Knechte und dein Volk und deine Häuser. Und die Häuser Ägyptens, auch der Erdboden, auf dem sie sind, werden voll von Ungeziefer sein.
18Und ich werde an diesem Tag das Land Goschen, in dem sich mein Volk befindet4, gesondert behandeln, sodass dort kein Ungeziefer sei, damit du erkennst, dass ich, Jahweh, mitten im Lande bin5.
19Und ich werde einen Unterschied machen zwischen meinem Volk und deinem Volk. Morgen wird dieses Zeichen geschehen.'"
20Und Jahweh tat so. Und es kam gewaltiges6 Ungeziefer in das Haus Pharaos und in die Häuser seiner Knechte und ins ganze Land Ägypten. Das Land wurde verheert von dem Ungeziefer.
21Und Pharao rief Mose und Aaron und sagte: "Geht! Opfert eurem Gott <Schlachtopfer> im Land."
22Und Mose sagte: "Es geziemt sich nicht, so zu tun, denn wir opfern Jahweh, unserem Gott, <als Schlachtopfer> [das, was] den Ägyptern ein Gräuel <ist>. Siehe! Opfern wir [das, was] den Ägyptern ein Gräuel <ist>, vor ihren Augen, werden sie uns dann nicht steinigen?
23Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen und Jahweh, unserem Gott, <Schlachtopfer> opfern, wie er uns sagt7."
24Und Pharao sagte: "Ich entsende euch, <lasse euch ziehen>, dass ihr Jahweh, eurem Gott, in der Wüste <Schlachtopfer> opfert. Nur dürft ihr euch nicht weit entfernen, um fortzugehen! Fleht für mich!"
25Und Mose sagte: "Siehe! Ich gehe von dir hinaus und werde zu Jahweh flehen. Und morgen wird das Ungeziefer von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk weichen. Nur möge Pharao <uns> nicht nochmals täuschen, dass er das Volk nicht ziehen lasse, Jahweh <Schlachtopfer> zu opfern."
26Und Mose ging von Pharao hinaus und flehte zu Jahweh.
27Und Jahweh tat nach dem Wort Moses und tat das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk. Nicht eines blieb übrig.
28Aber Pharao verstockte sein Herz auch dieses Mal und ließ das Volk nicht ziehen.

Fußnoten

  1. 1 eigtl.: entsenden; so a. i. Folg.
  2. 2 o.: dass Erleichterung [eingetreten] war; das heb. Wort für "Erleichterung" (heb. rewachah) hängt mit dem Wort für "Wind, Luft, Geist" (heb. ruach) zusammen.
  3. 3 i. S. v.: stechendes Ungeziefer; die genaue Bed. ist nicht gesichert; man vermutet Hundsfliegen (Stechfliegen); so a. i. Folg.
  4. 4 w.: in dem mein Volk steht
  5. 5 o.: dass ich es bin, Jahweh, inmitten der Erde.
  6. 6 w.: schweres; i. S. v.: in schweren Mengen
  7. 7 i. S. v.: befiehlt