Altes Testament
Hesekiel Kapitel 11
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und der Geist hob mich empor und brachte mich zum östlichen Tor des Hauses Jahwehs, das nach Osten [gerichtet] war. Und - siehe! - am Eingang des Tores waren fünfundzwanzig Männer. Und ich sah in ihrer Mitte Jaasanja, den Sohn Asurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Obersten des Volkes.
2Und er sagte zu mir: "Menschensohn, das sind die Männer, die auf Unheil sinnen und bösen Rat erteilen in dieser Stadt,
3die sagen: 'Fürs Nächste gilt es nicht, Häuser zu bauen.1 Sie ist der Topf, und wir sind das Fleisch'2.
4Darum weissage gegen sie! Weissage, Menschensohn!"
5Und der Geist Jahwehs fiel auf mich und sagte zu mir: "Rede: So sagt Jahweh: 'Das habt ihr geredet, Haus Israel. Und was in eurem Geist aufsteigt, ich habe es erkannt.
6Ihr habt eure Durchbohrten zahlreich gemacht in dieser Stadt und ihre Straßen mit Durchbohrten gefüllt.'
7'Darum', so sagt der Herr, Jahweh: 'Eure Durchbohrten, die ihr in ihrer Mitte hingestreckt habt, die sind das Fleisch, und sie3 ist der Topf. Euch aber wird man4 aus ihrer Mitte hinausführen.
8Das Schwert fürchtet ihr, und das Schwert werde ich über euch bringen!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
9'Und ich werde euch aus ihrer Mitte hinausführen und in die Hand von Fremden geben und Gerichte an euch vollstrecken.
10Durchs Schwert sollt ihr fallen. An der Grenze Israels5 werde ich euch richten. Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin.
11Sie wird euch nicht der Topf, und ihr werdet in ihrer Mitte nicht das Fleisch sein. An der Grenze Israels werde ich euch richten.
12Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin, ich, in dessen Satzungen ihr nicht gewandelt seid und dessen Rechtsbestimmungen ihr nicht getan habt, sondern ihr habt nach den Rechtsbestimmungen der Völker getan, die rings um euch her sind.'"
13Und es geschah, als ich weissagte, da starb Pelatja, der Sohn Benajas. Und ich fiel auf mein Angesicht nieder und rief mit großer Stimme und sagte: "Ach, mein Herr, Jahweh! Willst du dem Überrest Israels ein Ende machen?"
14Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
15"Menschensohn, deine Brüder - deine Brüder, die Männer deiner Anwaltschaft6, und das ganze Haus Israel, sie alle7 sind es, zu denen die Bewohner Jerusalems sagen: 'Sie sind ferne von Jahweh geworden8. Uns gehört es. [Uns] ist das Land zum Erbbesitz gegeben!'"
16"Darum sage: So sagt der Herr, Jahweh: 'Fürwahr, ich habe sie ferne sein lassen, unter den Völkern, und fürwahr, ich habe sie in die Länder versprengt; so bin ich selbst ihnen doch ein wenig zu einem Heiligtum9 geworden in den Ländern, wohin sie gekommen sind.'"
17"Darum sage: So sagt der Herr, Jahweh: 'Fürwahr, ich werde euch aus den Völkerscharen sammeln und euch zusammenbringen aus den Ländern, in die ihr versprengt worden seid, und werde euch den Erdboden Israels geben.'
18Und sie werden dorthin kommen und alle seine Scheusale und alle seine Gräuel daraus entfernen.
19Und ich werde ihnen ein einiges Herz geben, und einen neuen Geist werde ich in euer10 Inneres geben, und ich werde das steinerne Herz aus ihrem Fleisch wegnehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben,
20sodass sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechtsbestimmungen wahren und sie tun. Und sie werden mir Volk sein, und ich, ich werde ihnen Gott sein.
21Denen aber, deren Herz ihren Scheusalen und Gräueln nachgeht, denen bringe ich ihren Weg auf ihren Kopf!", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
22Und die Cherubim erhoben ihre Flügel, und die Räder [bewegten sich] gleichzeitig mit ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.
23Und die Herrlichkeit Jahwehs erhob sich aus der Mitte der Stadt und stellte sich auf den Berg, der im Osten der Stadt ist.
24Und der Geist hob mich empor und brachte mich in dem Gesicht durch den Geist Gottes zu den Weggeführten nach Chaldäa. Und das Gesicht, das ich gesehen hatte, hob sich von mir hinweg.
25Und ich redete zu den Weggeführten alle Worte Jahwehs, die er mich hatte sehen lassen.
2Und er sagte zu mir: "Menschensohn, das sind die Männer, die auf Unheil sinnen und bösen Rat erteilen in dieser Stadt,
3die sagen: 'Fürs Nächste gilt es nicht, Häuser zu bauen.1 Sie ist der Topf, und wir sind das Fleisch'2.
4Darum weissage gegen sie! Weissage, Menschensohn!"
5Und der Geist Jahwehs fiel auf mich und sagte zu mir: "Rede: So sagt Jahweh: 'Das habt ihr geredet, Haus Israel. Und was in eurem Geist aufsteigt, ich habe es erkannt.
6Ihr habt eure Durchbohrten zahlreich gemacht in dieser Stadt und ihre Straßen mit Durchbohrten gefüllt.'
7'Darum', so sagt der Herr, Jahweh: 'Eure Durchbohrten, die ihr in ihrer Mitte hingestreckt habt, die sind das Fleisch, und sie3 ist der Topf. Euch aber wird man4 aus ihrer Mitte hinausführen.
8Das Schwert fürchtet ihr, und das Schwert werde ich über euch bringen!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
9'Und ich werde euch aus ihrer Mitte hinausführen und in die Hand von Fremden geben und Gerichte an euch vollstrecken.
10Durchs Schwert sollt ihr fallen. An der Grenze Israels5 werde ich euch richten. Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin.
11Sie wird euch nicht der Topf, und ihr werdet in ihrer Mitte nicht das Fleisch sein. An der Grenze Israels werde ich euch richten.
12Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin, ich, in dessen Satzungen ihr nicht gewandelt seid und dessen Rechtsbestimmungen ihr nicht getan habt, sondern ihr habt nach den Rechtsbestimmungen der Völker getan, die rings um euch her sind.'"
13Und es geschah, als ich weissagte, da starb Pelatja, der Sohn Benajas. Und ich fiel auf mein Angesicht nieder und rief mit großer Stimme und sagte: "Ach, mein Herr, Jahweh! Willst du dem Überrest Israels ein Ende machen?"
14Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
15"Menschensohn, deine Brüder - deine Brüder, die Männer deiner Anwaltschaft6, und das ganze Haus Israel, sie alle7 sind es, zu denen die Bewohner Jerusalems sagen: 'Sie sind ferne von Jahweh geworden8. Uns gehört es. [Uns] ist das Land zum Erbbesitz gegeben!'"
16"Darum sage: So sagt der Herr, Jahweh: 'Fürwahr, ich habe sie ferne sein lassen, unter den Völkern, und fürwahr, ich habe sie in die Länder versprengt; so bin ich selbst ihnen doch ein wenig zu einem Heiligtum9 geworden in den Ländern, wohin sie gekommen sind.'"
17"Darum sage: So sagt der Herr, Jahweh: 'Fürwahr, ich werde euch aus den Völkerscharen sammeln und euch zusammenbringen aus den Ländern, in die ihr versprengt worden seid, und werde euch den Erdboden Israels geben.'
18Und sie werden dorthin kommen und alle seine Scheusale und alle seine Gräuel daraus entfernen.
19Und ich werde ihnen ein einiges Herz geben, und einen neuen Geist werde ich in euer10 Inneres geben, und ich werde das steinerne Herz aus ihrem Fleisch wegnehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben,
20sodass sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechtsbestimmungen wahren und sie tun. Und sie werden mir Volk sein, und ich, ich werde ihnen Gott sein.
21Denen aber, deren Herz ihren Scheusalen und Gräueln nachgeht, denen bringe ich ihren Weg auf ihren Kopf!", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
22Und die Cherubim erhoben ihre Flügel, und die Räder [bewegten sich] gleichzeitig mit ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.
23Und die Herrlichkeit Jahwehs erhob sich aus der Mitte der Stadt und stellte sich auf den Berg, der im Osten der Stadt ist.
24Und der Geist hob mich empor und brachte mich in dem Gesicht durch den Geist Gottes zu den Weggeführten nach Chaldäa. Und das Gesicht, das ich gesehen hatte, hob sich von mir hinweg.
25Und ich redete zu den Weggeführten alle Worte Jahwehs, die er mich hatte sehen lassen.
Fußnoten
- 1 näml. dort, im Exil; Jer 29,5; w.: Nicht nahe ist das Häuserbauen.
- 2 näml.: das Fleisch, das durch den Topf vor dem Verbrennen geschützt wird.
- 3 d. i.: die Stadt Jerusalem
- 4 versch. heb. Hss: werde ich
- 5 eigtl.: über die Grenze Israels hin; o.: im Gebiet Israels; so a. V. 11.
- 6 d. h.: die Männer, für die du Anwalt (Fürbitter) sein sollst
- 7 d. h.: alle im Exil
- 8 und werden ferne bleiben.
- 9 o.: zu einem spärlichen [Ersatz-]Heiligtum
- 10 n. d. gr., syr., aram. u. lat. Üsg.: ihr