Altes Testament
Hesekiel Kapitel 16
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
2"Menschensohn, lass Jerusalem seine Gräuel erkennen1
3und sage: So sagt der Herr, Jahweh, zu Jerusalem: 'Deine Herkunft und deine Abstammung sind aus dem Land der Kanaaniter. Dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin.
4Und was deine Geburt betrifft: An dem Tag, als du geboren wurdest, wurde deine Nabelschnur nicht abgeschnitten, du wurdest nicht mit Wasser abgewaschen zur Reinigung und nicht mit Salz abgerieben und nicht in Windeln gewickelt.
5Nicht blickte mitleidsvoll ein Auge auf dich, um dir eines dieser Dinge zu tun aus Mitleid mit dir. Und du wurdest auf die Fläche des Feldes geworfen, aus Abscheu vor deiner Seele, an dem Tag, als du geboren wurdest.
6Und ich kam an dir vorüber und sah dich zappeln in deinem Blut. Und ich sagte zu dir in deinem Blut: 'Lebe!' Ja, ich sagte zu dir in deinem Blut: 'Lebe!'
7[Vermehrung] in die Zehntausende2 gab ich dir, wie das Gewächs des Feldes. Und du wuchsest heran und wurdest groß. Und du kamst zu Schmuck der Wangen. Die Brüste rundeten sich und dein Haar wuchs; doch warst du nackt und bloß3.
8Und ich kam an dir vorüber und sah dich. Und - siehe! - deine Zeit [war da]; die Zeit der Liebe4. Und ich breitete meinen Flügel, <meinen Gewandsaum>, über dich aus5 und bedeckte deine Blöße. Und ich schwor dir und trat in den Bund mit dir', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, 'und du wurdest mein.'
9'Und ich wusch dich mit Wasser und spülte dein Blut von dir ab und salbte dich mit Öl.
10Und ich kleidete dich in buntgewirkten [Stoffen] und beschuhte dich mit Seekuhfellen6. Und ich umkleidete dich mit Byssus7 und bedeckte dich mit Seide.
11Und ich schmückte dich mit [Braut]schmuck, gab Spangen an deine Arme8 und eine Kette um deinen Hals
12und gab einen Reif an deine Nase und Ringlein an deine Ohren und auf dein Haupt eine prachtvolle Krone.
13Und du schmücktest <dich> mit Gold und Silber. Und dein Gewand war Byssus und Seide und Buntgewirktes. Du aßest Weizengrieß und Honig und Öl. Und du wurdest schön, sehr, sehr [schön]. Und du wurdest tauglich9 zum Königtum.
14Und dein Name ging aus unter die Völker deiner Schönheit wegen, denn sie war vollkommen durch meinen Glanz, den ich auf dich gelegt hatte.'" - ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
15"Aber du vertrautest auf deine Schönheit; und du hurtest auf deinen [guten] Namen <und Ruf> hin. Und du ergossest deine Hurerei über jeden Vorübergehenden: ihm wurde sie zuteil.
16Und du nahmst von deinen Gewändern und machtest dir gefleckte Höhen10 und hurtest auf ihnen, die nicht hätten eingeführt werden sollen, und was nicht hätte geschehen sollen!
17Und du nahmst deine prächtigen Schmucksachen11 von meinem Gold und von meinem Silber, das ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder12 und hurtest mit ihnen.
18Und du nahmst deine buntgewirkten Kleider und bedecktest sie [damit]. Und mein Öl und mein Räucherwerk setztest du ihnen vor.
19Und mein Brot, das ich dir gegeben hatte, Weizengrieß und Öl und Honig, womit ich dich gespeist hatte, das setztest du ihnen vor zum wohlgefälligen13 Geruch. Ja, so war es." - ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
20"Und du nahmst deine Söhne und deine Töchter, die du mir geboren hattest, und opfertest sie <als Schlachtopfer>, ihnen zum Verzehr. War deine Hurerei etwa zu wenig,
21dass du meine Söhne schächtetest und sie hingabst und sie für jene durchs [Feuer] gehen ließest?
22Und bei allen deinen Gräueln und deinen Hurereien gedachtest du nicht der Tage deiner Jugend, als du nackt warst und bloß; eine Zappelnde in deinem Blut warst du!"
23"Und es geschah, nach all deiner Bosheit (Wehe, wehe dir!)", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs,
24"da bautest du dir einen erhöhten Sockel14 und machtest dir ein Hochlager15 auf jedem breiten Platz.
25An jeder Weggabelung bautest du dein Hochlager und schändetest deine Schönheit und spreiztest deine Beine für jeden Vorübergehenden und machtest zahlreich deine Hurerei.
26Du hurtest mit den Söhnen Ägyptens, deinen Nachbarn mit dem großen Fleisch. Und du machtest zahlreich deine Hurerei, um mich zu reizen16."
27"Und - siehe! - ich streckte meine Hand gegen dich aus und kürzte den dir bestimmten [Anteil]17. Und ich gab dich der Seele18 deiner Hasser hin, der Töchter der Philister, die sich deines schändlichen Weges schämten.
28Und du hurtest mit den Söhnen Assurs, weil du ungesättigt warst. Und du hurtest mit ihnen und wurdest doch nicht satt.
29Und du mehrtest deine Hurerei zum Händlerland Chaldäa hin. Und auch davon wurdest du nicht satt."
30"Wie fieberheiß ist [doch] dein Herz", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, "wenn du dieses alles tust, das Tun eines selbstherrlichen Hurenweibes,
31wenn du deine erhöhten Sockel19 an jeder Weggabelung baust und auf jedem breiten Platz dein Hochlager machst. Und du warst nicht wie die [gewöhnliche] Hure; du verachtetest [sogar] den Lohn!
32Die ehebrecherische Frau nimmt statt ihres [eigenen] Mannes fremde.
33Allen Huren gibt man Geschenke, du aber gabst deine Hurengeschenke allen deinen Liebhabern; und du beschenktest sie, damit sie von ringsumher zu dir kämen, zu Hurereien mit dir.
34Und es war bei dir mit deinen Hurereien umgekehrt wie es [sonst] <der Fall ist> bei den Frauen: nicht wurde dir nachgehurt, sondern, indem du Hurenlohn gabst, während dir kein Hurenlohn gegeben wurde, fand bei dir das Umgekehrte statt."
35"Darum, Hure, höre das Wort Jahwehs!
36So sagt der Herr, Jahweh: 'Weil deine Unreinheit hingeschüttet20 wurde und deine Blöße21 aufgedeckt wurde bei deinen Hurereien vor deinen Liebhabern und vor allen deinen gräulichen Dreckgötzen, und wegen des Blutes deiner Söhne, die du ihnen hingabst,
37darum - siehe! - sammle ich alle deine Liebhaber, denen du gefällig22 warst, und alle, die du liebtest, mitsamt allen, die du hasstest; und ich versammle sie von ringsumher gegen dich; und ich werde deine Blöße vor ihnen aufdecken, sodass sie deine ganze Blöße sehen.
38Und ich werde dich richten nach den Rechtsbestimmungen für Ehebrecherinnen und Blutvergießerinnen. Und ich gebe dich dem Blut23 des Grimms und Eifers24 hin.
39Und ich gebe dich in ihre Hand, damit sie deine erhöhten Sockel zerstören und deine Hochlager niederreißen und dir deine Kleider ausziehen und deine prächtigen Schmucksachen nehmen und dich nackt und bloß liegen lassen.
40Und sie werden eine Versammlung gegen dich heraufkommen lassen und dich steinigen und dich mit ihren Schwertern niedermetzeln.
41Und sie werden deine Häuser im Feuer verbrennen und Gerichte an dir vollstrecken vor den Augen vieler Frauen. Und so werde ich deinem Huren ein Ende machen; und du wirst auch keinen [Huren]lohn mehr geben.
42- Und so werde ich meine Grimmglut an dir stillen; und mein Eifer wird von dir ablassen und ich werde ruhig sein und nicht mehr erzürnt sein. -
43Darum, weil du nicht der Tage deiner Jugend gedachtest und mich in diesem allem zum Zorn erregtest25, - siehe! - habe auch ich deinen Weg auf deinen Kopf gebracht', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, 'damit du nicht zu allen deinen Gräueln [weitere] Schandtaten begehst26.'"
44"Siehe! Jeder Spruchdichter wird über dich als Spruch sagen: 'Wie die Mutter, so die Tochter.'
45Eine [echte] Tochter deiner Mutter bist du - die ihren Mann und ihre Söhne verabscheut hat. Und eine [echte] Schwester deiner Schwestern bist du - die ihre Männer und ihre Söhne verabscheut haben. Eure Mutter war eine Hetiterin und euer Vater ein Amoriter.
46Und deine größere Schwester ist Samaria, sie mit ihren Töchtern27, die zu deiner Linken wohnt. Und deine Schwester, die kleiner ist als du, die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Töchtern.
47Aber nicht nur, dass du in ihren Wegen wandeltest und nicht etwa nur ein wenig nach ihren Gräueln tatst, du triebst es auf allen deinen Wegen verderblicher als sie.
48So wahr ich lebe", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs: "Wenn Sodom, deine Schwester, sie und ihre Töchter, [je] getan haben, wie du getan hast, du und deine Töchter ...28!
49Siehe! Das war die Schuld Sodoms, deiner Schwester: Stolz, Fülle von Brot und sorglose Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern, aber die Hand des Gebeugten und Armen stärkte sie nicht.
50Und sie waren hochmütig und begingen Gräuel vor meinem Angesicht. Und ich tat sie hinweg, sobald ich es sah.
51Und Samaria beging nicht die Hälfte deiner Sünden. Und du hast deine Gräuel zahlreicher werden lassen als sie und hast deine Schwestern als gerecht erscheinen lassen durch alle deine Gräuel, die du begangen hast.
52So trage auch du deine Schmach, du, die du für deine Schwestern eingetreten bist. Durch deine Sünden, mit denen du gräulicher handeltest als sie, sind sie gerechter als du. So schäme auch du dich und trage deine Schmach, weil du deine Schwestern als gerecht hast erscheinen lassen!
53Und ich werde ihr Geschick wenden, das Geschick Sodoms und ihrer Töchter und das Geschick Samarias und ihrer Töchter, auch das Geschick deiner Gefangenschaft in ihrer Mitte:
54damit du deine Schmach trägst und dich alles dessen schämst, was du getan hast, wodurch du ihnen zum Trost geworden bist.
55Und so werden deine Schwestern, Sodom und ihre Töchter, zu ihrem früheren Stand zurückkehren. Und Samaria und ihre Töchter werden zu ihrem früheren Stand zurückkehren. Und auch du und deine Töchter, ihr werdet zu eurem früheren Stand zurückkehren.
56Und Sodom, deine Schwester, war uns nicht eine <abschreckende und warnende> Kunde in deinem Mund am Tag deines Stolzes29,
57bevor deine [eigene] Bosheit offenbar wurde, so wie jetzt das Höhnen der Töchter Arams30 - und aller derer, die rings um sie her <wohnen>, der Töchter der Philister, die dich verachteten, - von allen Seiten <über dich ertönt>.
58Deine Schandtat31 und deine Gräuel, die musst du nun tragen", ist der Spruch Jahwehs.
59"Fürwahr", so sagt der Herr, Jahweh, "ich werde dir tun, wie du getan hast, die du den <bedrohenden> Eid32 verachtet und den Bund gebrochen hast;
60doch werde ich meines Bundes, <den ich> mit dir in den Tagen deiner Jugend <schloss>, gedenken; und ich werde dir einen ewigen Bund aufrichten.
61Und du wirst dich an deine Wege erinnern und dich schämen, wenn du deine Schwestern [zu dir] nimmst, die größer sind als du, mitsamt denen, die kleiner sind als du, und ich sie dir zu Töchtern gebe, auch wenn sie nicht aus [meinem] Bund mit dir sind.
62Und ich werde meinen Bund mit dir aufrichten. Und du sollst erkennen, dass ich Jahweh bin;
63- damit du daran zurückdenkst und dich schämst und den Mund nicht mehr öffnest wegen deiner Schmach, wenn ich dir alles vergebe, was du getan hast", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
2"Menschensohn, lass Jerusalem seine Gräuel erkennen1
3und sage: So sagt der Herr, Jahweh, zu Jerusalem: 'Deine Herkunft und deine Abstammung sind aus dem Land der Kanaaniter. Dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin.
4Und was deine Geburt betrifft: An dem Tag, als du geboren wurdest, wurde deine Nabelschnur nicht abgeschnitten, du wurdest nicht mit Wasser abgewaschen zur Reinigung und nicht mit Salz abgerieben und nicht in Windeln gewickelt.
5Nicht blickte mitleidsvoll ein Auge auf dich, um dir eines dieser Dinge zu tun aus Mitleid mit dir. Und du wurdest auf die Fläche des Feldes geworfen, aus Abscheu vor deiner Seele, an dem Tag, als du geboren wurdest.
6Und ich kam an dir vorüber und sah dich zappeln in deinem Blut. Und ich sagte zu dir in deinem Blut: 'Lebe!' Ja, ich sagte zu dir in deinem Blut: 'Lebe!'
7[Vermehrung] in die Zehntausende2 gab ich dir, wie das Gewächs des Feldes. Und du wuchsest heran und wurdest groß. Und du kamst zu Schmuck der Wangen. Die Brüste rundeten sich und dein Haar wuchs; doch warst du nackt und bloß3.
8Und ich kam an dir vorüber und sah dich. Und - siehe! - deine Zeit [war da]; die Zeit der Liebe4. Und ich breitete meinen Flügel, <meinen Gewandsaum>, über dich aus5 und bedeckte deine Blöße. Und ich schwor dir und trat in den Bund mit dir', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, 'und du wurdest mein.'
9'Und ich wusch dich mit Wasser und spülte dein Blut von dir ab und salbte dich mit Öl.
10Und ich kleidete dich in buntgewirkten [Stoffen] und beschuhte dich mit Seekuhfellen6. Und ich umkleidete dich mit Byssus7 und bedeckte dich mit Seide.
11Und ich schmückte dich mit [Braut]schmuck, gab Spangen an deine Arme8 und eine Kette um deinen Hals
12und gab einen Reif an deine Nase und Ringlein an deine Ohren und auf dein Haupt eine prachtvolle Krone.
13Und du schmücktest <dich> mit Gold und Silber. Und dein Gewand war Byssus und Seide und Buntgewirktes. Du aßest Weizengrieß und Honig und Öl. Und du wurdest schön, sehr, sehr [schön]. Und du wurdest tauglich9 zum Königtum.
14Und dein Name ging aus unter die Völker deiner Schönheit wegen, denn sie war vollkommen durch meinen Glanz, den ich auf dich gelegt hatte.'" - ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
15"Aber du vertrautest auf deine Schönheit; und du hurtest auf deinen [guten] Namen <und Ruf> hin. Und du ergossest deine Hurerei über jeden Vorübergehenden: ihm wurde sie zuteil.
16Und du nahmst von deinen Gewändern und machtest dir gefleckte Höhen10 und hurtest auf ihnen, die nicht hätten eingeführt werden sollen, und was nicht hätte geschehen sollen!
17Und du nahmst deine prächtigen Schmucksachen11 von meinem Gold und von meinem Silber, das ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder12 und hurtest mit ihnen.
18Und du nahmst deine buntgewirkten Kleider und bedecktest sie [damit]. Und mein Öl und mein Räucherwerk setztest du ihnen vor.
19Und mein Brot, das ich dir gegeben hatte, Weizengrieß und Öl und Honig, womit ich dich gespeist hatte, das setztest du ihnen vor zum wohlgefälligen13 Geruch. Ja, so war es." - ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
20"Und du nahmst deine Söhne und deine Töchter, die du mir geboren hattest, und opfertest sie <als Schlachtopfer>, ihnen zum Verzehr. War deine Hurerei etwa zu wenig,
21dass du meine Söhne schächtetest und sie hingabst und sie für jene durchs [Feuer] gehen ließest?
22Und bei allen deinen Gräueln und deinen Hurereien gedachtest du nicht der Tage deiner Jugend, als du nackt warst und bloß; eine Zappelnde in deinem Blut warst du!"
23"Und es geschah, nach all deiner Bosheit (Wehe, wehe dir!)", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs,
24"da bautest du dir einen erhöhten Sockel14 und machtest dir ein Hochlager15 auf jedem breiten Platz.
25An jeder Weggabelung bautest du dein Hochlager und schändetest deine Schönheit und spreiztest deine Beine für jeden Vorübergehenden und machtest zahlreich deine Hurerei.
26Du hurtest mit den Söhnen Ägyptens, deinen Nachbarn mit dem großen Fleisch. Und du machtest zahlreich deine Hurerei, um mich zu reizen16."
27"Und - siehe! - ich streckte meine Hand gegen dich aus und kürzte den dir bestimmten [Anteil]17. Und ich gab dich der Seele18 deiner Hasser hin, der Töchter der Philister, die sich deines schändlichen Weges schämten.
28Und du hurtest mit den Söhnen Assurs, weil du ungesättigt warst. Und du hurtest mit ihnen und wurdest doch nicht satt.
29Und du mehrtest deine Hurerei zum Händlerland Chaldäa hin. Und auch davon wurdest du nicht satt."
30"Wie fieberheiß ist [doch] dein Herz", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, "wenn du dieses alles tust, das Tun eines selbstherrlichen Hurenweibes,
31wenn du deine erhöhten Sockel19 an jeder Weggabelung baust und auf jedem breiten Platz dein Hochlager machst. Und du warst nicht wie die [gewöhnliche] Hure; du verachtetest [sogar] den Lohn!
32Die ehebrecherische Frau nimmt statt ihres [eigenen] Mannes fremde.
33Allen Huren gibt man Geschenke, du aber gabst deine Hurengeschenke allen deinen Liebhabern; und du beschenktest sie, damit sie von ringsumher zu dir kämen, zu Hurereien mit dir.
34Und es war bei dir mit deinen Hurereien umgekehrt wie es [sonst] <der Fall ist> bei den Frauen: nicht wurde dir nachgehurt, sondern, indem du Hurenlohn gabst, während dir kein Hurenlohn gegeben wurde, fand bei dir das Umgekehrte statt."
35"Darum, Hure, höre das Wort Jahwehs!
36So sagt der Herr, Jahweh: 'Weil deine Unreinheit hingeschüttet20 wurde und deine Blöße21 aufgedeckt wurde bei deinen Hurereien vor deinen Liebhabern und vor allen deinen gräulichen Dreckgötzen, und wegen des Blutes deiner Söhne, die du ihnen hingabst,
37darum - siehe! - sammle ich alle deine Liebhaber, denen du gefällig22 warst, und alle, die du liebtest, mitsamt allen, die du hasstest; und ich versammle sie von ringsumher gegen dich; und ich werde deine Blöße vor ihnen aufdecken, sodass sie deine ganze Blöße sehen.
38Und ich werde dich richten nach den Rechtsbestimmungen für Ehebrecherinnen und Blutvergießerinnen. Und ich gebe dich dem Blut23 des Grimms und Eifers24 hin.
39Und ich gebe dich in ihre Hand, damit sie deine erhöhten Sockel zerstören und deine Hochlager niederreißen und dir deine Kleider ausziehen und deine prächtigen Schmucksachen nehmen und dich nackt und bloß liegen lassen.
40Und sie werden eine Versammlung gegen dich heraufkommen lassen und dich steinigen und dich mit ihren Schwertern niedermetzeln.
41Und sie werden deine Häuser im Feuer verbrennen und Gerichte an dir vollstrecken vor den Augen vieler Frauen. Und so werde ich deinem Huren ein Ende machen; und du wirst auch keinen [Huren]lohn mehr geben.
42- Und so werde ich meine Grimmglut an dir stillen; und mein Eifer wird von dir ablassen und ich werde ruhig sein und nicht mehr erzürnt sein. -
43Darum, weil du nicht der Tage deiner Jugend gedachtest und mich in diesem allem zum Zorn erregtest25, - siehe! - habe auch ich deinen Weg auf deinen Kopf gebracht', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, 'damit du nicht zu allen deinen Gräueln [weitere] Schandtaten begehst26.'"
44"Siehe! Jeder Spruchdichter wird über dich als Spruch sagen: 'Wie die Mutter, so die Tochter.'
45Eine [echte] Tochter deiner Mutter bist du - die ihren Mann und ihre Söhne verabscheut hat. Und eine [echte] Schwester deiner Schwestern bist du - die ihre Männer und ihre Söhne verabscheut haben. Eure Mutter war eine Hetiterin und euer Vater ein Amoriter.
46Und deine größere Schwester ist Samaria, sie mit ihren Töchtern27, die zu deiner Linken wohnt. Und deine Schwester, die kleiner ist als du, die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Töchtern.
47Aber nicht nur, dass du in ihren Wegen wandeltest und nicht etwa nur ein wenig nach ihren Gräueln tatst, du triebst es auf allen deinen Wegen verderblicher als sie.
48So wahr ich lebe", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs: "Wenn Sodom, deine Schwester, sie und ihre Töchter, [je] getan haben, wie du getan hast, du und deine Töchter ...28!
49Siehe! Das war die Schuld Sodoms, deiner Schwester: Stolz, Fülle von Brot und sorglose Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern, aber die Hand des Gebeugten und Armen stärkte sie nicht.
50Und sie waren hochmütig und begingen Gräuel vor meinem Angesicht. Und ich tat sie hinweg, sobald ich es sah.
51Und Samaria beging nicht die Hälfte deiner Sünden. Und du hast deine Gräuel zahlreicher werden lassen als sie und hast deine Schwestern als gerecht erscheinen lassen durch alle deine Gräuel, die du begangen hast.
52So trage auch du deine Schmach, du, die du für deine Schwestern eingetreten bist. Durch deine Sünden, mit denen du gräulicher handeltest als sie, sind sie gerechter als du. So schäme auch du dich und trage deine Schmach, weil du deine Schwestern als gerecht hast erscheinen lassen!
53Und ich werde ihr Geschick wenden, das Geschick Sodoms und ihrer Töchter und das Geschick Samarias und ihrer Töchter, auch das Geschick deiner Gefangenschaft in ihrer Mitte:
54damit du deine Schmach trägst und dich alles dessen schämst, was du getan hast, wodurch du ihnen zum Trost geworden bist.
55Und so werden deine Schwestern, Sodom und ihre Töchter, zu ihrem früheren Stand zurückkehren. Und Samaria und ihre Töchter werden zu ihrem früheren Stand zurückkehren. Und auch du und deine Töchter, ihr werdet zu eurem früheren Stand zurückkehren.
56Und Sodom, deine Schwester, war uns nicht eine <abschreckende und warnende> Kunde in deinem Mund am Tag deines Stolzes29,
57bevor deine [eigene] Bosheit offenbar wurde, so wie jetzt das Höhnen der Töchter Arams30 - und aller derer, die rings um sie her <wohnen>, der Töchter der Philister, die dich verachteten, - von allen Seiten <über dich ertönt>.
58Deine Schandtat31 und deine Gräuel, die musst du nun tragen", ist der Spruch Jahwehs.
59"Fürwahr", so sagt der Herr, Jahweh, "ich werde dir tun, wie du getan hast, die du den <bedrohenden> Eid32 verachtet und den Bund gebrochen hast;
60doch werde ich meines Bundes, <den ich> mit dir in den Tagen deiner Jugend <schloss>, gedenken; und ich werde dir einen ewigen Bund aufrichten.
61Und du wirst dich an deine Wege erinnern und dich schämen, wenn du deine Schwestern [zu dir] nimmst, die größer sind als du, mitsamt denen, die kleiner sind als du, und ich sie dir zu Töchtern gebe, auch wenn sie nicht aus [meinem] Bund mit dir sind.
62Und ich werde meinen Bund mit dir aufrichten. Und du sollst erkennen, dass ich Jahweh bin;
63- damit du daran zurückdenkst und dich schämst und den Mund nicht mehr öffnest wegen deiner Schmach, wenn ich dir alles vergebe, was du getan hast", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
Fußnoten
- 1 o.: halte Jerusalem seine Gräuel vor
- 2 o.: Myriaden (D. i. eine unbestimmte große Zahl.)
- 3 w.: du [warst] Blöße und Nacktheit.
- 4 o.: der [ehelichen] Liebesregungen; heb. dodim (Mehrzahl).
- 5 o.: meine Decke (ein Ausdruck für die Vermählung; Rut 3,9)
- 6 heb. thachasch; d. i. weichgegerbtes Leder aus Delfin-, Seekuh- o. Dachshäuten.
- 7 D. i. feines weißes Leinen o. weiße Baumwolle.
- 8 o.: Hände
- 9 eigtl.: hattest Gedeihen, <sodass du tauglich wurdest>
- 10 d. h.: Kulthöhen mit bunt gefleckten Stoffen
- 11 eigtl.: die Gegenstände deiner Zier; so a. V. 39.
- 12 d. h.: männliche Dreckgötzenbilder
- 13 und beschwichtigenden
- 14 w.: Gewölbe; besondere Stätten der Götzenverehrung
- 15 o.: eine Anhöhe; so a. V. 25.31.39.
- 16 und zu kränken.
- 17 eigtl.: dein Festgesetztes; i. S. v.: deinen Kost- u. Unterhaltsanteil.
- 18 viell.: i. S. v.: Seelengier; Gier
- 19 eigtl.: dein erhöhtes Gewölbe (D. s. erhöhte Stätten der Götzenverehrung.)
- 20 o.: deine Monatsblutung ausgeschüttet; o.: dein Erz (i. S. v.: Geld; vgl. d. gr. Üsg.) vergeudet; die Bed. des heb. Wortes ist nicht gesichert.
- 21 d. h.: deine Scham
- 22 o.: wohlschmeckend; reizvoll
- 23 o.: der Blutrache
- 24 o.: ich mache dich zum Blut [meines] Grimms und Eifers
- 25 o: durch dieses alles gegen mich tobtest
- 26 n. d. überlieferten Konsonantentext: ..., damit ich nicht zu allen deinen Gräueln die Untat begehe (näml., deine Hurerei ungestraft zu lassen; s. 3Mo 19,29).
- 27 evtl.: mit ihren Tochterstädten; so a. i. Folg.
- 28 Der Satz ist eine Schwurformel; nur die erste Hälfte wird ausgesprochen; die zweite (etwa: "dann will ich nicht Gott heißen") bleibt unerwähnt.
- 29 o.: deiner Prahlereien; im Heb. Mehrzahl
- 30 d. h.: der Städte Arams
- 31 o.: dein hurerisches Planen
- 32 D. i. ein Bundesvertrag, bei dem über den Vertragsbrecher ein Fluch bzw. eine Beschwörung ausgesprochen wird; so a. 17,13-19.