Altes Testament
Hesekiel Kapitel 34
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
2"Menschensohn, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sage zu ihnen, den Hirten: So sagt der Herr, Jahweh: 'Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden1! Sollen die Hirten nicht das Kleinvieh weiden?
3Das Fette2 esst ihr.3 Und mit der Wolle kleidet ihr euch. Das fette Vieh schlachtet ihr. Das Kleinvieh weidet ihr nicht!
4Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt und das Kranke nicht geheilt und das Gebrochene nicht verbunden und das Versprengte nicht zurückgebracht und das Verlorene4 nicht gesucht. Aber mit Härte habt ihr über sie geherrscht - und mit Druck5!
5Und so zerstreuten sie sich, weil sie ohne Hirten waren. Und sie wurden allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß; und sie wurden zerstreut,
6irren [nun] umher. Mein Kleinvieh6! Auf allen Bergen und auf jedem hohen Hügel und über das ganze Land hin sind sie zerstreut. Mein Kleinvieh! Und es ist keiner da, der nach ihnen fragt7, und keiner, der sie sucht.'
7Darum, Hirten, hört das Wort Jahwehs:
8'So wahr ich lebe', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs: 'Wahrlich! Weil mein Kleinvieh zur Beute und mein Kleinvieh allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden ist, weil kein Hirte da war und meine Hirten nicht nach meinem Kleinvieh fragten und die Hirten sich selbst weideten, nicht aber mein Kleinvieh weideten,
9darum, Hirten, hört das Wort Jahwehs!'
10So sagt der Herr, Jahweh: 'Siehe! Ich will an die Hirten und fordere mein Kleinvieh von ihrer Hand. Und ich werde ihrem Schafeweiden ein Ende machen. Und die Hirten werden nicht mehr sich selbst weiden. Und ich werde mein Kleinvieh aus ihrem Mund reißen8, dass sie ihnen nicht mehr zum Fraß sind.'
11'Fürwahr', so sagt der Herr, Jahweh: 'Siehe! Ich selbst werde nach meinen Schafen <und Ziegen>9 fragen und mich ihrer annehmen.
12Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt an dem Tag, da er unter seinen versprengten Schafen <und Ziegen> ist, so werde ich mich meiner Schafe <und Ziegen> annehmen und sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und Wetterdunkels.
13Und ich werde sie aus den Völkerscharen führen und aus den Ländern sammeln und lasse sie zu ihrem Erdboden kommen. Und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, an den Bachrinnen und an allen Wohnplätzen des Landes.
14Auf guter Weide werde ich sie weiden, ihre Weidestätte soll auf den hohen Bergen Israels sein. Dort, auf den Bergen Israels, werden sie auf guter Weidestätte lagern und fette Weide abweiden.
15Ich selbst werde meine Schafe <und Ziegen> weiden, ich selbst werde sie lagern lassen!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
16'Das Verlorene werde ich suchen und das Versprengte zurückbringen. Und das Gebrochene werde ich verbinden und das Kranke stärken. Das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen. Nach dem Recht10 werde ich sie weiden.'
17'Und ihr, mein Kleinvieh', so sagt der Herr, Jahweh: 'Siehe! Ich werde richten zwischen Schaf11 und Schaf, den Widdern und den Ziegenböcken.
18Ist es euch zu wenig? Die gute Weide weidet ihr ab, und den Rest eurer Weide zertrampelt ihr mit euren Füßen! Und das geklärte Wasser trinkt ihr. Und das restliche trübt ihr mit euren Füßen!
19Und mein Kleinvieh soll das mit euren Füßen Zertrampelte abweiden und das mit euren Füßen Getrübte trinken?'
20'Darum', so sagt der Herr, Jahweh, zu ihnen: 'Siehe! Ich selbst werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
21Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdrängt und mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie nach draußen zerstreut habt,
22werde ich mein Kleinvieh retten, damit sie nicht mehr zur Beute werden. Und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
23Und ich erwecke12 einen Hirten über sie, der wird sie weiden: meinen Knecht David. Der wird sie weiden, der wird ihnen zum Hirten sein.
24Und ich, Jahweh, werde ihnen Gott sein. Und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein. Ich, Jahweh, habe gesprochen.'
25'Und ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen schließen. Und ich werde die bösen wilden Tiere aus dem Land austilgen. Und sie werden in der Wüste sicher wohnen und in den Wäldern schlafen13.
26Und ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen. Und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regengüsse des Segens werden es sein.
27Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben; und das Land wird seinen Ertrag geben. Und sie werden auf ihrem Erdboden sicher sein. Und sie werden erkennen, dass ich Jahweh bin, wenn ich die Stangen ihres Joches zerbreche und sie aus der Hand derer rette, die sie knechteten.
28Und sie werden nicht mehr den Völkern zur Beute werden, die wilden Tiere der Erde werden sie nicht mehr fressen; sondern sie werden in Sicherheit wohnen und niemand wird sie aufschrecken.
29Und ich werde ihnen eine Pflanzung zum Ruhm erstehen lassen, sie werden nicht mehr durch Hunger im Land weggerafft werden und nicht mehr das Höhnen der Völker14 tragen <müssen>.
30Und sie werden erkennen, dass ich, Jahweh, ihr Gott, mit ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind.' - ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
31'Und ihr, ihr seid mein Kleinvieh, Kleinvieh meiner Weide - ihr, die Menschen, ich, euer Gott!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs."
2"Menschensohn, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sage zu ihnen, den Hirten: So sagt der Herr, Jahweh: 'Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden1! Sollen die Hirten nicht das Kleinvieh weiden?
3Das Fette2 esst ihr.3 Und mit der Wolle kleidet ihr euch. Das fette Vieh schlachtet ihr. Das Kleinvieh weidet ihr nicht!
4Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt und das Kranke nicht geheilt und das Gebrochene nicht verbunden und das Versprengte nicht zurückgebracht und das Verlorene4 nicht gesucht. Aber mit Härte habt ihr über sie geherrscht - und mit Druck5!
5Und so zerstreuten sie sich, weil sie ohne Hirten waren. Und sie wurden allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß; und sie wurden zerstreut,
6irren [nun] umher. Mein Kleinvieh6! Auf allen Bergen und auf jedem hohen Hügel und über das ganze Land hin sind sie zerstreut. Mein Kleinvieh! Und es ist keiner da, der nach ihnen fragt7, und keiner, der sie sucht.'
7Darum, Hirten, hört das Wort Jahwehs:
8'So wahr ich lebe', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs: 'Wahrlich! Weil mein Kleinvieh zur Beute und mein Kleinvieh allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden ist, weil kein Hirte da war und meine Hirten nicht nach meinem Kleinvieh fragten und die Hirten sich selbst weideten, nicht aber mein Kleinvieh weideten,
9darum, Hirten, hört das Wort Jahwehs!'
10So sagt der Herr, Jahweh: 'Siehe! Ich will an die Hirten und fordere mein Kleinvieh von ihrer Hand. Und ich werde ihrem Schafeweiden ein Ende machen. Und die Hirten werden nicht mehr sich selbst weiden. Und ich werde mein Kleinvieh aus ihrem Mund reißen8, dass sie ihnen nicht mehr zum Fraß sind.'
11'Fürwahr', so sagt der Herr, Jahweh: 'Siehe! Ich selbst werde nach meinen Schafen <und Ziegen>9 fragen und mich ihrer annehmen.
12Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt an dem Tag, da er unter seinen versprengten Schafen <und Ziegen> ist, so werde ich mich meiner Schafe <und Ziegen> annehmen und sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und Wetterdunkels.
13Und ich werde sie aus den Völkerscharen führen und aus den Ländern sammeln und lasse sie zu ihrem Erdboden kommen. Und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, an den Bachrinnen und an allen Wohnplätzen des Landes.
14Auf guter Weide werde ich sie weiden, ihre Weidestätte soll auf den hohen Bergen Israels sein. Dort, auf den Bergen Israels, werden sie auf guter Weidestätte lagern und fette Weide abweiden.
15Ich selbst werde meine Schafe <und Ziegen> weiden, ich selbst werde sie lagern lassen!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
16'Das Verlorene werde ich suchen und das Versprengte zurückbringen. Und das Gebrochene werde ich verbinden und das Kranke stärken. Das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen. Nach dem Recht10 werde ich sie weiden.'
17'Und ihr, mein Kleinvieh', so sagt der Herr, Jahweh: 'Siehe! Ich werde richten zwischen Schaf11 und Schaf, den Widdern und den Ziegenböcken.
18Ist es euch zu wenig? Die gute Weide weidet ihr ab, und den Rest eurer Weide zertrampelt ihr mit euren Füßen! Und das geklärte Wasser trinkt ihr. Und das restliche trübt ihr mit euren Füßen!
19Und mein Kleinvieh soll das mit euren Füßen Zertrampelte abweiden und das mit euren Füßen Getrübte trinken?'
20'Darum', so sagt der Herr, Jahweh, zu ihnen: 'Siehe! Ich selbst werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
21Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdrängt und mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie nach draußen zerstreut habt,
22werde ich mein Kleinvieh retten, damit sie nicht mehr zur Beute werden. Und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
23Und ich erwecke12 einen Hirten über sie, der wird sie weiden: meinen Knecht David. Der wird sie weiden, der wird ihnen zum Hirten sein.
24Und ich, Jahweh, werde ihnen Gott sein. Und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein. Ich, Jahweh, habe gesprochen.'
25'Und ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen schließen. Und ich werde die bösen wilden Tiere aus dem Land austilgen. Und sie werden in der Wüste sicher wohnen und in den Wäldern schlafen13.
26Und ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen. Und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regengüsse des Segens werden es sein.
27Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben; und das Land wird seinen Ertrag geben. Und sie werden auf ihrem Erdboden sicher sein. Und sie werden erkennen, dass ich Jahweh bin, wenn ich die Stangen ihres Joches zerbreche und sie aus der Hand derer rette, die sie knechteten.
28Und sie werden nicht mehr den Völkern zur Beute werden, die wilden Tiere der Erde werden sie nicht mehr fressen; sondern sie werden in Sicherheit wohnen und niemand wird sie aufschrecken.
29Und ich werde ihnen eine Pflanzung zum Ruhm erstehen lassen, sie werden nicht mehr durch Hunger im Land weggerafft werden und nicht mehr das Höhnen der Völker14 tragen <müssen>.
30Und sie werden erkennen, dass ich, Jahweh, ihr Gott, mit ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind.' - ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
31'Und ihr, ihr seid mein Kleinvieh, Kleinvieh meiner Weide - ihr, die Menschen, ich, euer Gott!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs."
Fußnoten
- 1 und hüten; so a. i. Folg.
- 2 i. S. v.: Das Beste
- 3 bei and. Vokalisierung: Die Milch verzehrt ihr; vgl. gr. u. lat. Üsg.
- 4 o.: Umkommende
- 5 und Misshandlung
- 6 d. h.: meine Schafe und Ziegen; in den V. 11-15 ist das Wort "Kleinvieh" mit "Schafe <und Ziegen>" wiedergegeben.
- 7 o.: der nachforscht; so a. i. Folg.
- 8 und retten (o.: befreien)
- 9 eigtl.: nach meinem Kleinvieh; so a. i. Folg.
- 10 o.: Mit dem Recht; o.: Wie es recht ist
- 11 eigtl.: Lämmchen bzw. Zicklein; so a. V. 20.22.
- 12 i. S. v.: setze ein; stelle auf
- 13 o.: schlafen können.
- 14 o.: derer aus den Völkern; der Heiden; so a. i. Folg.