Altes Testament
Hesekiel Kapitel 22
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
2"Und du, Menschensohn, willst du richten? Willst du richten die Stadt der Bluttaten? So lass sie alle ihre Gräuel erkennen1
3und sage: So sagt der Herr, Jahweh: 'O Stadt, die in ihrer Mitte Blut vergießt, dass ihre Zeit2 komme, und die bei sich Dreckgötzen macht, sodass sie sich unrein macht!
4Durch dein Blut, das du vergossest, hast du dich schuldig gemacht; und durch deine Dreckgötzen, die du machtest, hast du dich unrein gemacht. Und du hast deine Tage3 herbeigeführt und bist zu deinen Jahren gekommen. Darum habe ich dich den Völkern zum Hohn gemacht und allen Ländern zum Gespött.
5Die, die dir nahe sind, und die, die ferne sind, verspotten dich, weil dein Name befleckt ist [und] du reich an Bestürzung4 bist.
6Siehe! Die Fürsten Israels, jeder für seinen eigenen Arm5, waren in dir, um Blut zu vergießen.
7Vater und Mutter verachtet man in dir. Am Fremdling handelt man gewalttätig in deiner Mitte. Waise und Witwe bedrückt man in dir.
8Meine heiligen [Dinge] verachtest du, meine Sabbate entheiligst du.
9Verleumder sind in dir, um Blut zu vergießen. Und auf den Bergen isst man in dir. Schandtaten begeht man in deiner Mitte.
10Die Blöße des Vaters deckt man auf in dir. Die in ihrer Absonderung6 Unreine entehrt7 man in dir.
11Mancher begeht Gräuel mit der Frau seines Nächsten. Und mancher macht seine Schwiegertochter durch Schandtat unrein. Und mancher entehrt in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.
12Bestechungsgeschenke nimmt man in dir, um Blut zu vergießen. Zins und Wucher nimmst du. Und du übervorteilst deinen Nächsten mit Gewalt. Mich aber vergisst du!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
13'Und - siehe! - ich schlage in meine Handschale wegen deines unrechten Gewinns, den du gemacht hast, und über deine Bluttaten, die in deiner Mitte geschehen.
14Wird dein Herz festbleiben? Oder werden deine Hände stark sein in den Tagen, da ich an dir handeln werde? Ich, Jahweh, ich habe es gesagt und werde es tun!
15Und ich werde dich unter die Völker versprengen und dich in die Länder zerstreuen und deine Unreinheit ganz aus dir wegschaffen.
16Und du wirst durch dich selbst entheiligt werden vor den Augen der Völker. Und du wirst erkennen, dass ich Jahweh bin.'"
17Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
18"Menschensohn, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden. Sie alle sind Erz und Zinn und Eisen und Blei im Schmelzofen. Zu Silberschlacken sind sie geworden!
19'Darum', so sagt der Herr, Jahweh, 'weil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum - siehe! - werde ich euch mitten in Jerusalem zusammentun.
20Wie man Silber und Erz und Eisen und Blei und Zinn in einen Schmelzofen zusammentut, um darunter Feuer zu fachen, um es zu schmelzen, so werde ich in meinem Zorn und in meiner Grimmglut euch zusammentun und euch hineinlegen und schmelzen.
21Und ich werde euch anhäufen und das Feuer fachen, [das Feuer] meines Grimms gegen euch, sodass ihr darin geschmolzen werdet.
22Wie Silber im Ofen ausgeschmolzen wird, so werdet [auch] ihr darin geschmolzen werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin, der ich meine Grimmglut über euch ausgegossen habe.'"
23Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
24"Menschensohn, sage zu ihm: 'Du bist ein Land, das nicht rein gemacht worden ist, das nicht beregnet worden ist am Tag des Zürnens8!'
25Verschwörung seiner Propheten ist in seiner Mitte. Wie ein brüllender Löwe9, der Beute reißt, fressen sie Seelen. Sie nehmen Reichtum und Kostbarkeiten, mehren seine Witwen in seiner Mitte.
26Seine Priester tun meiner Weisung Gewalt an und entheiligen meine heiligen [Dinge]. Zwischen Heiligem und Gewöhnlichem10 machen sie keinen Unterschied; und [den Unterschied] zwischen Unreinem und Reinem lassen sie nicht erkennen; und vor meinen Sabbaten verhüllen sie ihre Augen. Und ich werde in ihrer Mitte entheiligt.
27Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Wölfe, die Beute reißen, um Blut zu vergießen, Seelen zu verderben, unrechten Gewinn zu machen.
28Und seine Propheten streichen ihnen Tünche [darüber], da sie Nichtiges schauen und ihnen Lüge orakeln. Sie sagen: 'So sagt der Herr, Jahweh!'; und doch hat Jahweh nicht gesprochen.
29Das Volk des Landes verübt Erpressung und begeht Raub; und den Gebeugten und Armen bedrücken sie; und den Fremdling übervorteilen sie gegen [jedes] Recht.
30Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riss treten würde, damit ich es nicht verderben müsste. Und ich fand nicht einen.
31So gieße ich meine Entrüstung über sie aus. Im Feuer meines Grimms bereite ich ihnen ein Ende. Ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf!", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
2"Und du, Menschensohn, willst du richten? Willst du richten die Stadt der Bluttaten? So lass sie alle ihre Gräuel erkennen1
3und sage: So sagt der Herr, Jahweh: 'O Stadt, die in ihrer Mitte Blut vergießt, dass ihre Zeit2 komme, und die bei sich Dreckgötzen macht, sodass sie sich unrein macht!
4Durch dein Blut, das du vergossest, hast du dich schuldig gemacht; und durch deine Dreckgötzen, die du machtest, hast du dich unrein gemacht. Und du hast deine Tage3 herbeigeführt und bist zu deinen Jahren gekommen. Darum habe ich dich den Völkern zum Hohn gemacht und allen Ländern zum Gespött.
5Die, die dir nahe sind, und die, die ferne sind, verspotten dich, weil dein Name befleckt ist [und] du reich an Bestürzung4 bist.
6Siehe! Die Fürsten Israels, jeder für seinen eigenen Arm5, waren in dir, um Blut zu vergießen.
7Vater und Mutter verachtet man in dir. Am Fremdling handelt man gewalttätig in deiner Mitte. Waise und Witwe bedrückt man in dir.
8Meine heiligen [Dinge] verachtest du, meine Sabbate entheiligst du.
9Verleumder sind in dir, um Blut zu vergießen. Und auf den Bergen isst man in dir. Schandtaten begeht man in deiner Mitte.
10Die Blöße des Vaters deckt man auf in dir. Die in ihrer Absonderung6 Unreine entehrt7 man in dir.
11Mancher begeht Gräuel mit der Frau seines Nächsten. Und mancher macht seine Schwiegertochter durch Schandtat unrein. Und mancher entehrt in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.
12Bestechungsgeschenke nimmt man in dir, um Blut zu vergießen. Zins und Wucher nimmst du. Und du übervorteilst deinen Nächsten mit Gewalt. Mich aber vergisst du!', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
13'Und - siehe! - ich schlage in meine Handschale wegen deines unrechten Gewinns, den du gemacht hast, und über deine Bluttaten, die in deiner Mitte geschehen.
14Wird dein Herz festbleiben? Oder werden deine Hände stark sein in den Tagen, da ich an dir handeln werde? Ich, Jahweh, ich habe es gesagt und werde es tun!
15Und ich werde dich unter die Völker versprengen und dich in die Länder zerstreuen und deine Unreinheit ganz aus dir wegschaffen.
16Und du wirst durch dich selbst entheiligt werden vor den Augen der Völker. Und du wirst erkennen, dass ich Jahweh bin.'"
17Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
18"Menschensohn, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden. Sie alle sind Erz und Zinn und Eisen und Blei im Schmelzofen. Zu Silberschlacken sind sie geworden!
19'Darum', so sagt der Herr, Jahweh, 'weil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum - siehe! - werde ich euch mitten in Jerusalem zusammentun.
20Wie man Silber und Erz und Eisen und Blei und Zinn in einen Schmelzofen zusammentut, um darunter Feuer zu fachen, um es zu schmelzen, so werde ich in meinem Zorn und in meiner Grimmglut euch zusammentun und euch hineinlegen und schmelzen.
21Und ich werde euch anhäufen und das Feuer fachen, [das Feuer] meines Grimms gegen euch, sodass ihr darin geschmolzen werdet.
22Wie Silber im Ofen ausgeschmolzen wird, so werdet [auch] ihr darin geschmolzen werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin, der ich meine Grimmglut über euch ausgegossen habe.'"
23Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
24"Menschensohn, sage zu ihm: 'Du bist ein Land, das nicht rein gemacht worden ist, das nicht beregnet worden ist am Tag des Zürnens8!'
25Verschwörung seiner Propheten ist in seiner Mitte. Wie ein brüllender Löwe9, der Beute reißt, fressen sie Seelen. Sie nehmen Reichtum und Kostbarkeiten, mehren seine Witwen in seiner Mitte.
26Seine Priester tun meiner Weisung Gewalt an und entheiligen meine heiligen [Dinge]. Zwischen Heiligem und Gewöhnlichem10 machen sie keinen Unterschied; und [den Unterschied] zwischen Unreinem und Reinem lassen sie nicht erkennen; und vor meinen Sabbaten verhüllen sie ihre Augen. Und ich werde in ihrer Mitte entheiligt.
27Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Wölfe, die Beute reißen, um Blut zu vergießen, Seelen zu verderben, unrechten Gewinn zu machen.
28Und seine Propheten streichen ihnen Tünche [darüber], da sie Nichtiges schauen und ihnen Lüge orakeln. Sie sagen: 'So sagt der Herr, Jahweh!'; und doch hat Jahweh nicht gesprochen.
29Das Volk des Landes verübt Erpressung und begeht Raub; und den Gebeugten und Armen bedrücken sie; und den Fremdling übervorteilen sie gegen [jedes] Recht.
30Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riss treten würde, damit ich es nicht verderben müsste. Und ich fand nicht einen.
31So gieße ich meine Entrüstung über sie aus. Im Feuer meines Grimms bereite ich ihnen ein Ende. Ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf!", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
Fußnoten
- 1 o.: halte ihnen ... vor
- 2 i. S. v.: ihr Gericht
- 3 d. i.: deine Gerichtstage
- 4 und Verwirrung
- 5 o.: jeder mit eigener Kraft
- 6 d. h.: Monatsblutung
- 7 o.: demütigt; erniedrigt; so a. i. Folg.
- 8 o.: der Entrüstung; d. h.: des Strafgerichts.
- 9 n. d. gr. Üsg.: Seine Obersten sind in seiner Mitte wie ein brüllender Löwe ...
- 10 o.: Profanem; Gemeinem