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Altes Testament

Hesekiel Kapitel 14

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und es kamen Männer von den Ältesten Israels zu mir. Und sie setzten sich vor mir nieder.
2Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
3"Menschensohn, diese Männer haben ihre Dreckgötzen1 in ihrem Herzen aufkommen lassen; und den Anstoß2 zu ihrer Schuld3 haben sie direkt vor ihrem Angesicht aufgestellt. Sollte ich mich da etwa von ihnen befragen lassen?
4Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So sagt der Herr, Jahweh: 'Jedermann aus dem Haus Israel, der seine Dreckgötzen in seinem Herzen aufkommen lässt und den Anstoß zu seiner Schuld vor seinem Angesicht aufstellt und <dann> zum Propheten kommt: Ich, Jahweh, ich selbst lasse mich für ihn zu einer Antwort bewegen, entsprechend der Menge seiner Dreckgötzen,
5damit ich das Haus Israel beim Herzen4 fasse, [sie,] die sich allesamt ihrer Dreckgötzen wegen von mir entfremdet5 haben.'
6Darum sage zum Haus Israel: So sagt der Herr, Jahweh: 'Kehrt um und wendet euch ab von euren Dreckgötzen und wendet euer Angesicht ab von allen euren Gräueln!
7- denn jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremdlingen, die sich in Israel als Fremde aufhalten, der sich von mir trennt und seine Dreckgötzen in seinem Herzen aufkommen lässt und den Anstoß zu seiner Schuld vor seinem Angesicht aufstellt und <dann> zum Propheten kommt, um mich für sich zu befragen, - ich, Jahweh, ich selbst lasse mich für ihn zu einer Antwort bewegen.
8Und ich werde mein Angesicht gegen einen solchen Mann richten und ihn zu einem Denkzeichen machen und zu Sprichwörtern. Und ich werde ihn aus der Mitte meines Volkes ausrotten. Und ihr werdet erkennen, dass ich Jahweh bin.
9Und wenn ein Prophet sich betören6 lässt, ein Wort zu reden, so habe ich, Jahweh, diesen Propheten betört. Und ich strecke meine Hand gegen ihn aus und tilge ihn aus der Mitte meines Volkes Israel.
10Und sie sollen [beide] ihre Schuld tragen; wie die Schuld des Befragenden, so wird die Schuld des Propheten sein;
11damit das Haus Israel nicht mehr von mir7 abirrt und sie sich nicht mehr durch alle ihre Abtrünnigkeiten unrein machen. Und sie werden mir Volk sein, und ich, ich werde ihnen Gott sein', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs."
12Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
13"Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt, indem es Treuebruch begeht, und ich meine Hand gegen es ausstrecke und ihm den Stab des Brotes zerbreche und Hunger hineinsende und aus ihm Mensch und Vieh ausrotte,
14und diese drei Männer wären in seiner Mitte: Noah, Daniel und Hiob -, sie würden infolge ihrer Gerechtigkeit [nur] ihre [eigene] Seele retten", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs.
15"Wenn ich böse wilde Tiere das Land durchziehen lasse und sie es der Kinder berauben8, dass es zur Einöde würde, weil wegen der wilden Tiere niemand hindurchzieht,
16[und] es wären diese drei Männer in seiner Mitte, so wahr ich lebe", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, "sie würden weder Söhne noch Töchter retten! Sie allein würden gerettet werden, das Land aber würde zur Einöde werden.
17Oder [wenn] ich das Schwert über dieses Land bringe und sage: 'Ein Schwert durchziehe das Land!', und [wenn] ich Mensch und Vieh daraus ausrotte,
18und es wären diese drei Männer in seiner Mitte, so wahr ich lebe", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, "sie würden weder Söhne noch Töchter retten, sondern sie allein würden gerettet werden.
19Oder [wenn] ich die Pest in dieses Land sende und meine Grimmglut in Blut9 über es ausgieße, um Mensch und Vieh daraus auszurotten,
20und Noah, Daniel und Hiob wären in seiner Mitte, so wahr ich lebe", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs, "sie würden weder Söhne noch Töchter retten. Sie würden infolge ihrer Gerechtigkeit [nur] ihre [eigene] Seele retten.
21Ja, so sagt der Herr, Jahweh: 'Wie erst, wenn ich meine vier bösen Gerichte, Schwert und Hunger und böse wilde Tiere und die Pest, gegen Jerusalem entsende, um Mensch und Vieh daraus auszurotten!
22Doch - siehe! - Entkommene werden darin übrig bleiben, die herausgeführt werden, Söhne und Töchter. Siehe! Sie werden zu euch hinausziehen und ihr werdet ihren Weg und ihre Taten sehen. Und ihr werdet euch trösten über das Unheil, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, alles, was ich über es habe kommen lassen.
23Und sie werden euch trösten, wenn ihr ihren Weg und ihre Taten seht. Und ihr werdet erkennen, dass ich all das, was ich an ihm10 tat, nicht ohne Ursache tat', ist der Spruch des Herrn, Jahwehs."

Fußnoten

  1. 1 o.: Götzenklötze; o.: Mistkugeln
  2. 2 und Anlass; so a. i. Folg.
  3. 3 i. S. v.: zur Strafe für ihre Verschuldung; so a. i. Folg.
  4. 4 eigtl.: bei ihren Herzen
  5. 5 und abgewandt
  6. 6 o.: bereden; verleiten; so a. i. Folg.
  7. 7 eigtl.: von [der Nachfolge] hinter mir her
  8. 8 o.: kinderlos machen; entvölkern
  9. 9 o.: durch Blutvergießen
  10. 10 d. i.: an Jerusalem