Altes Testament
Hesekiel Kapitel 9
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und er rief mit großer Stimme in meine Ohren und sagte: "Kommt herbei, Aufseher1 der Stadt, jeder [mit] seinem Werkzeug der Zerstörung in seiner Hand!"
2Und - siehe! - sechs Männer kamen den Weg vom oberen Tor her, das nach Norden gewandt ist, jeder mit seinem Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand. Und in ihrer Mitte war ein Mann, in Linnen gekleidet, mit dem Schreibzeug eines Staatsschreibers an seiner Hüfte. Und sie kamen und stellten sich neben den ehernen Altar.
3Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über dem sie war, zu der Schwelle des Hauses hin. Und er rief dem in Leinen gekleideten Mann zu, der das Schreibzeug2 eines Staatsschreibers an seiner Hüfte hatte.
4Und Jahweh sagte zu ihm: "Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und mache ein Kennzeichen3 an die Stirnen der Männer, die seufzen und stöhnen über alle die Gräuel, die in ihrer Mitte geschehen."
5Zu jenen aber sagte er vor meinen Ohren: "Geht hinter ihm her durch die Stadt und schlagt zu! Euer Auge soll nicht schonen, ihr sollt kein Mitleid haben!
6Greise, junge Männer und Jungfrauen und kleine Kinder und Frauen sollt ihr töten - bis zur [gänzlichen] Vernichtung! Aber jedem Menschen, an dem das Kennzeichen ist, sollt ihr nicht nahen. Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen." Und sie fingen bei den Männern an, [bei] den Ältesten, die vor dem Haus waren.
7Und er sagte zu ihnen: "Macht das Haus4 unrein und füllt die Vorhöfe mit Durchbohrten. Geht hinaus!" Und sie gingen hinaus und schlugen in der Stadt.
8Und es geschah, als sie schlugen und ich übrig blieb, fiel ich auf mein Angesicht nieder und rief und sagte: "Ach, mein Herr, Jahweh! Willst du den ganzen Überrest Israels verderben, indem du deine Grimmglut über Jerusalem ausgießt?"
9Und er sagte zu mir: "Die Schuld des Hauses Israel und Juda ist sehr, sehr groß. Und das Land ist gefüllt mit Blut5. Und die Stadt ist voller Beugung [des Rechts]; denn sie sagen: 'Jahweh hat das Land verlassen', und: 'Jahweh sieht es nicht!'
10So auch ich - mein Auge wird nicht schonend6 blicken, ich werde kein Mitleid haben. Ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf."
11Und - siehe! - der in Leinen gekleidete Mann, der das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, erstattete Bericht und sagte: "Ich habe getan, wie du mir geboten hast."
2Und - siehe! - sechs Männer kamen den Weg vom oberen Tor her, das nach Norden gewandt ist, jeder mit seinem Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand. Und in ihrer Mitte war ein Mann, in Linnen gekleidet, mit dem Schreibzeug eines Staatsschreibers an seiner Hüfte. Und sie kamen und stellten sich neben den ehernen Altar.
3Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über dem sie war, zu der Schwelle des Hauses hin. Und er rief dem in Leinen gekleideten Mann zu, der das Schreibzeug2 eines Staatsschreibers an seiner Hüfte hatte.
4Und Jahweh sagte zu ihm: "Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und mache ein Kennzeichen3 an die Stirnen der Männer, die seufzen und stöhnen über alle die Gräuel, die in ihrer Mitte geschehen."
5Zu jenen aber sagte er vor meinen Ohren: "Geht hinter ihm her durch die Stadt und schlagt zu! Euer Auge soll nicht schonen, ihr sollt kein Mitleid haben!
6Greise, junge Männer und Jungfrauen und kleine Kinder und Frauen sollt ihr töten - bis zur [gänzlichen] Vernichtung! Aber jedem Menschen, an dem das Kennzeichen ist, sollt ihr nicht nahen. Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen." Und sie fingen bei den Männern an, [bei] den Ältesten, die vor dem Haus waren.
7Und er sagte zu ihnen: "Macht das Haus4 unrein und füllt die Vorhöfe mit Durchbohrten. Geht hinaus!" Und sie gingen hinaus und schlugen in der Stadt.
8Und es geschah, als sie schlugen und ich übrig blieb, fiel ich auf mein Angesicht nieder und rief und sagte: "Ach, mein Herr, Jahweh! Willst du den ganzen Überrest Israels verderben, indem du deine Grimmglut über Jerusalem ausgießt?"
9Und er sagte zu mir: "Die Schuld des Hauses Israel und Juda ist sehr, sehr groß. Und das Land ist gefüllt mit Blut5. Und die Stadt ist voller Beugung [des Rechts]; denn sie sagen: 'Jahweh hat das Land verlassen', und: 'Jahweh sieht es nicht!'
10So auch ich - mein Auge wird nicht schonend6 blicken, ich werde kein Mitleid haben. Ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf."
11Und - siehe! - der in Leinen gekleidete Mann, der das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, erstattete Bericht und sagte: "Ich habe getan, wie du mir geboten hast."
Fußnoten
- 1 o.: Wächter; o.: besondere Beauftragte (wie Hes 44,11)
- 2 o.: das Tintengefäß; o.: die Schreiberpalette
- 3 o.: ein Kreuz; eigtl.: ein Thaw; d. i. der letzte Buchstabe im heb. Alphabet (im Althebräischen einem Kreuzeszeichen ähnlich); so a. V. 6.
- 4 d. i.: den Tempel
- 5 o.: Bluttaten; im Heb. steht "Blut" in der. Mehrzahl.
- 6 und mitleidsvoll