Altes Testament
Hesekiel Kapitel 8
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und es geschah im sechsten Jahr, im sechsten [Monat], am Fünften des Monats: Ich saß in meinem Haus und die Ältesten von Juda saßen vor mir. Und es fiel dort die Hand meines Herrn, Jahwehs, auf mich.
2Und ich sah, und - siehe! - ein Gebilde wie das Aussehen von Feuer: Von seinen Lenden abwärts - Feuer; und von seinen Lenden aufwärts - wie das Aussehen eines Lichtglanzes, wie der Anblick von glänzendem Edelmetall1.
3Und er streckte etwas wie eine Hand aus und nahm mich beim Haarschopf meines Hauptes. Und der Geist hob mich zwischen Erde und Himmel empor und brachte mich in Gesichten Gottes nach Jerusalem, an den Eingang des Tores des inneren [Vorhofs], das nach Norden gerichtet ist, wo der Standort des [Götzen]bildes der Eifersucht war, das zur Eifersucht reizt.
4Und - siehe! - dort war die Herrlichkeit des Gottes Israels, wie das Gesicht, das ich in der Talebene gesehen hatte.
5Und er sagte zu mir: "Menschensohn, erhebe deine Augen gegen Norden!" Und ich erhob meine Augen gegen Norden, und - siehe! - nördlich vom Tor des Altars war jenes [Götzen]bild der Eifersucht, am Eingang.
6Und er sagte zu mir: "Menschensohn, siehst du, was sie tun? - große Gräuel, die sie hier tun, [sie,] das Haus Israel, dass ich mich von meinem Heiligtum entferne. Aber noch mehr davon sollst du sehen - große Gräuel!"
7Und er brachte mich an den Eingang des Vorhofs. Und ich sah, und - siehe! - ein Loch war in der Mauer.
8Und er sagte zu mir: "Menschensohn, durchstoße die Mauer!" Und ich durchstieß die Mauer. Und - siehe! - da war eine Tür.
9Und er sagte zu mir: "Gehe hinein und sieh die bösen Gräuel, die sie hier tun."
10Und ich ging hinein und sah, und - siehe! - [da waren] allerlei Gebilde von Kriechtieren und Vieh, Abscheuliches und all die Dreckgötzen des Hauses Israel, ringsum in die Mauer eingeritzt, rings herum.
11Und siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israel standen davor; und Jaasanja, der Sohn Schafans, stand in ihrer Mitte - jeder hatte sein Räuchergefäß in seiner Hand. Und der Duft einer Weihrauchwolke stieg empor.
12Und er sagte zu mir: "Hast du gesehen, Menschensohn, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, jeder in seinen Bilderkammern? - denn sie sagen: 'Jahweh sieht uns nicht, Jahweh hat das Land verlassen!'"
13Und er sagte zu mir: "Noch mehr davon sollst du sehen - große Gräuel, die sie tun!"
14Und er brachte mich an den Eingang des Tores des Hauses Jahwehs, das nach Norden [gerichtet] ist. Und - siehe! - dort saßen die Frauen, die den Tammus2 beweinten.
15Und er sagte zu mir: "Hast du gesehen, Menschensohn? Noch mehr davon sollst du sehen - größere Gräuel als diese!"
16Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Hauses Jahwehs; und - siehe! - am Eingang der Tempelhalle Jahwehs, zwischen der Vorhalle und dem Altar, waren fünfundzwanzig Männer, ihre Rücken gegen die Tempelhalle Jahwehs und ihre Angesichter nach Osten [gerichtet]. Und sie warfen sich in Richtung Osten huldigend vor der Sonne nieder.
17Und er sagte zu mir: "Hast du gesehen, Menschensohn? Ist es dem Haus Juda zu gering, die Gräuel zu tun, die sie hier tun, dass sie [auch] das Land mit Gewalttat füllen und immer wieder mich reizen3? Und sieh, sie halten sich die [Wein]ranke an ihre Nase4!
18So will auch ich handeln in Grimmglut. Mein Auge wird nicht schonend5 blicken, ich werde kein Mitleid haben. Und rufen sie auch mit großer Stimme in meine Ohren, so werde ich sie doch nicht erhören!"
2Und ich sah, und - siehe! - ein Gebilde wie das Aussehen von Feuer: Von seinen Lenden abwärts - Feuer; und von seinen Lenden aufwärts - wie das Aussehen eines Lichtglanzes, wie der Anblick von glänzendem Edelmetall1.
3Und er streckte etwas wie eine Hand aus und nahm mich beim Haarschopf meines Hauptes. Und der Geist hob mich zwischen Erde und Himmel empor und brachte mich in Gesichten Gottes nach Jerusalem, an den Eingang des Tores des inneren [Vorhofs], das nach Norden gerichtet ist, wo der Standort des [Götzen]bildes der Eifersucht war, das zur Eifersucht reizt.
4Und - siehe! - dort war die Herrlichkeit des Gottes Israels, wie das Gesicht, das ich in der Talebene gesehen hatte.
5Und er sagte zu mir: "Menschensohn, erhebe deine Augen gegen Norden!" Und ich erhob meine Augen gegen Norden, und - siehe! - nördlich vom Tor des Altars war jenes [Götzen]bild der Eifersucht, am Eingang.
6Und er sagte zu mir: "Menschensohn, siehst du, was sie tun? - große Gräuel, die sie hier tun, [sie,] das Haus Israel, dass ich mich von meinem Heiligtum entferne. Aber noch mehr davon sollst du sehen - große Gräuel!"
7Und er brachte mich an den Eingang des Vorhofs. Und ich sah, und - siehe! - ein Loch war in der Mauer.
8Und er sagte zu mir: "Menschensohn, durchstoße die Mauer!" Und ich durchstieß die Mauer. Und - siehe! - da war eine Tür.
9Und er sagte zu mir: "Gehe hinein und sieh die bösen Gräuel, die sie hier tun."
10Und ich ging hinein und sah, und - siehe! - [da waren] allerlei Gebilde von Kriechtieren und Vieh, Abscheuliches und all die Dreckgötzen des Hauses Israel, ringsum in die Mauer eingeritzt, rings herum.
11Und siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israel standen davor; und Jaasanja, der Sohn Schafans, stand in ihrer Mitte - jeder hatte sein Räuchergefäß in seiner Hand. Und der Duft einer Weihrauchwolke stieg empor.
12Und er sagte zu mir: "Hast du gesehen, Menschensohn, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, jeder in seinen Bilderkammern? - denn sie sagen: 'Jahweh sieht uns nicht, Jahweh hat das Land verlassen!'"
13Und er sagte zu mir: "Noch mehr davon sollst du sehen - große Gräuel, die sie tun!"
14Und er brachte mich an den Eingang des Tores des Hauses Jahwehs, das nach Norden [gerichtet] ist. Und - siehe! - dort saßen die Frauen, die den Tammus2 beweinten.
15Und er sagte zu mir: "Hast du gesehen, Menschensohn? Noch mehr davon sollst du sehen - größere Gräuel als diese!"
16Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Hauses Jahwehs; und - siehe! - am Eingang der Tempelhalle Jahwehs, zwischen der Vorhalle und dem Altar, waren fünfundzwanzig Männer, ihre Rücken gegen die Tempelhalle Jahwehs und ihre Angesichter nach Osten [gerichtet]. Und sie warfen sich in Richtung Osten huldigend vor der Sonne nieder.
17Und er sagte zu mir: "Hast du gesehen, Menschensohn? Ist es dem Haus Juda zu gering, die Gräuel zu tun, die sie hier tun, dass sie [auch] das Land mit Gewalttat füllen und immer wieder mich reizen3? Und sieh, sie halten sich die [Wein]ranke an ihre Nase4!
18So will auch ich handeln in Grimmglut. Mein Auge wird nicht schonend5 blicken, ich werde kein Mitleid haben. Und rufen sie auch mit großer Stimme in meine Ohren, so werde ich sie doch nicht erhören!"