Altes Testament
1. Mose Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und die Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer waren fertig.
2Und am siebenten Tag hatte Gott sein Werk, das er gemacht hatte, vollendet1. Und er ruhte2 am siebenten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.
3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselben ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott, um es zu machen, geschaffen hatte3.
4Diese ist die Folgegeschichte4 der Himmel und der Erde5, als sie geschaffen wurden, an dem Tag, als Jahweh6 Gott Erde und Himmel machte:
5Und noch war kein Strauch des Feldes auf der Erde, und noch sprosste nicht7 Gewächs des Feldes, denn Jahweh Gott hatte nicht regnen lassen über die Erde, und es gab keinen Menschen8, den Erdboden zu bearbeiten9.
6Aber Feuchtigkeit10 stieg von der Erde11 auf und tränkte die ganze Fläche des Erdbodens.
7Und Jahweh Gott formte den Menschen12, Staub vom Erdboden. Und er blies Atem13 des Lebens in seine Nase14. Und es wurde der Mensch zu einer lebenden Seele15.
8Und Jahweh Gott pflanzte einen Garten in Eden16, im Osten. Und er setzte den Menschen, den er geformt hatte, dorthin.
9Und Jahweh Gott ließ allerlei Bäume aus dem Erdboden sprießen17, begehrenswert für den Anblick18 und gut zur Speise, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
10Und von Eden geht ein Strom aus, den Garten zu tränken. Und von dort aus verzweigt er sich und wird zu vier [Fluss]anfängen19.
11Der Name des einen ist Pischon20. Das ist der, der das ganze Land Hawila21 umfließt, wo das Gold ist.
12Und das Gold jenes Landes ist gut.22 Dort sind das Bedolachharz23 und der Schoham-Stein24.
13Der Name des zweiten Stromes ist Gihon25. Das ist der, der das ganze Land Kusch26 umfließt.
14Der Name des dritten Stromes ist Hiddekel27. Das ist der, der vor28 Assur fließt29. Der vierte Strom, das ist der Euphrat30.
15Und Jahweh Gott nahm den Menschen31 und beließ ihn32 im Garten Eden, ihn zu bearbeiten33 und zu hüten34.
16Und Jahweh Gott gebot dem Menschen: "Von jedem Baum des Gartens darfst du gewisslich essen35,
17aber von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, von dem sollst du nicht essen. Fürwahr, an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du gewisslich sterben36."
18Und Jahweh Gott sagte: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, das ihm entsprechende Gegenüber."
19Und Jahweh Gott hatte aus dem Erdboden alles <wild> lebende Getier des Feldes und alles Gevögel der Himmel geformt. Und er führte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen37 würde. Und so, wie der Mensch jede lebende Seele38 nennen würde, sollte ihr Name sein.
20Und der Mensch gab Namen allem Vieh und dem Gevögel der Himmel und allem <wild> lebenden Getier des Feldes. Und für den Menschen fand sich keine Hilfe, [kein] ihm entsprechendes Gegenüber.
21Und Jahweh Gott ließ einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und er schlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
22Und Jahweh Gott baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau; und er brachte sie zu dem Menschen.
23Und der Mensch sagte: "Diese ist schließlich39 Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch! Diese wird 'Männin'40 genannt werden, denn von dem Mann ist diese genommen."
24Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er wird an seine Frau gefügt41. Und sie werden zu einem Fleisch.
25Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau. Und sie schämten sich nicht.
2Und am siebenten Tag hatte Gott sein Werk, das er gemacht hatte, vollendet1. Und er ruhte2 am siebenten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.
3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselben ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott, um es zu machen, geschaffen hatte3.
4Diese ist die Folgegeschichte4 der Himmel und der Erde5, als sie geschaffen wurden, an dem Tag, als Jahweh6 Gott Erde und Himmel machte:
5Und noch war kein Strauch des Feldes auf der Erde, und noch sprosste nicht7 Gewächs des Feldes, denn Jahweh Gott hatte nicht regnen lassen über die Erde, und es gab keinen Menschen8, den Erdboden zu bearbeiten9.
6Aber Feuchtigkeit10 stieg von der Erde11 auf und tränkte die ganze Fläche des Erdbodens.
7Und Jahweh Gott formte den Menschen12, Staub vom Erdboden. Und er blies Atem13 des Lebens in seine Nase14. Und es wurde der Mensch zu einer lebenden Seele15.
8Und Jahweh Gott pflanzte einen Garten in Eden16, im Osten. Und er setzte den Menschen, den er geformt hatte, dorthin.
9Und Jahweh Gott ließ allerlei Bäume aus dem Erdboden sprießen17, begehrenswert für den Anblick18 und gut zur Speise, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
10Und von Eden geht ein Strom aus, den Garten zu tränken. Und von dort aus verzweigt er sich und wird zu vier [Fluss]anfängen19.
11Der Name des einen ist Pischon20. Das ist der, der das ganze Land Hawila21 umfließt, wo das Gold ist.
12Und das Gold jenes Landes ist gut.22 Dort sind das Bedolachharz23 und der Schoham-Stein24.
13Der Name des zweiten Stromes ist Gihon25. Das ist der, der das ganze Land Kusch26 umfließt.
14Der Name des dritten Stromes ist Hiddekel27. Das ist der, der vor28 Assur fließt29. Der vierte Strom, das ist der Euphrat30.
15Und Jahweh Gott nahm den Menschen31 und beließ ihn32 im Garten Eden, ihn zu bearbeiten33 und zu hüten34.
16Und Jahweh Gott gebot dem Menschen: "Von jedem Baum des Gartens darfst du gewisslich essen35,
17aber von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, von dem sollst du nicht essen. Fürwahr, an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du gewisslich sterben36."
18Und Jahweh Gott sagte: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, das ihm entsprechende Gegenüber."
19Und Jahweh Gott hatte aus dem Erdboden alles <wild> lebende Getier des Feldes und alles Gevögel der Himmel geformt. Und er führte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen37 würde. Und so, wie der Mensch jede lebende Seele38 nennen würde, sollte ihr Name sein.
20Und der Mensch gab Namen allem Vieh und dem Gevögel der Himmel und allem <wild> lebenden Getier des Feldes. Und für den Menschen fand sich keine Hilfe, [kein] ihm entsprechendes Gegenüber.
21Und Jahweh Gott ließ einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und er schlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
22Und Jahweh Gott baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau; und er brachte sie zu dem Menschen.
23Und der Mensch sagte: "Diese ist schließlich39 Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch! Diese wird 'Männin'40 genannt werden, denn von dem Mann ist diese genommen."
24Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er wird an seine Frau gefügt41. Und sie werden zu einem Fleisch.
25Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau. Und sie schämten sich nicht.
Fußnoten
- 1 o.: zu Ende geführt
- 2 o.: er hörte auf; so a. i. Folg.
- 3 o.: das Gott machend (o.: tätig seiend) geschaffen hatte.
- 4 heb. tholedoth; bed.: die Hervorbringungen; das Hervorgebrachte; s. a. Begriffsverz. im Ergänzungsband.
- 5 o.: Dieses ist das, was die Himmel und die Erde hervorgebracht haben; o.: Das sind die Entwicklungen, die mit der Erschaffung von Himmel und Erde ihren Anfang nahmen.
- 6 S. a. Begriffsverz.
- 7 o.: noch war nicht gesprosst
- 8 o.: und es hatte noch keinen Menschen gegeben
- 9 o.: zu bedienen
- 10 o.: eine Nässe; ein (unterirdischer) Quellstrom; and.: Nebel
- 11 o.: vom Erdreich
- 12 heb. ha-adam; bed.: der vom Erdboden (adamah); der Erdige
- 13 o.: Odem; o.: Hauch; heb. neschamah
- 14 o.: in seine <beiden> Nasenlöcher; im Heb. Dual (Zwei-Form)
- 15 d. h.: zu einem Lebewesen; vgl. 1Kor 15,45.
- 16 bed.: Wonne; Lieblichkeit
- 17 o.: hatte allerlei Bäume (eigtl.: Gehölz) ... sprießen lassen.
- 18 o.: begehrenswert, was das Aussehen betrifft
- 19 o.: Flussarmen (Grundbed.: Häupter; Anfänge)
- 20 bed.: der frei Strömende; der reichlich Fließende.
- 21 eigtl.: die ganze Erde Hawilas; Hawila bed. "Sandland".
- 22 o.: das Gold jenes Erdreichs ist vortrefflich.
- 23 D. i. das Bdelliumharz; vgl. 4Mo 11,7.
- 24 D. i. der Onyx, Sardonyx, Karneol o. Chrysopras; vgl. 2Mo 25,7.
- 25 bed.: Hervorbruch (des Wassers); viell. mit dem Nil verwandt.
- 26 eigtl.: die ganze Erde Kuschs; das spätere Kusch ist das Gebiet des heutigen Äthiopiens und Sudans.
- 27 Der spätere Tigris (Dan 10,4) wurde nach diesem Fluss benannt.
- 28 o.: an der Vorderseite von; o.: in Richtung
- 29 w.: geht
- 30 Der spätere Euphrat (5Mo 1,7) wurde nach ihm benannt.
- 31 heb. ha-adam
- 32 o.: ließ ihn ruhen
- 33 o.: zu bedienen
- 34 erg.: und zu wahren.
- 35 o.: darfst du sehr wohl essen (o.: nach Belieben essen; o.: reichlich essen); im Heb. infinitivus absolutus zur Betonung der Gewissheit und Festigkeit der Aussage.
- 36 heb. inf. abs. zur Betonung der Gewissheit und Unausweichlichkeit.
- 37 eigtl.: rufen; so a. i. Folg.
- 38 d. h.: jedes lebende Wesen; jedes Lebewesen
- 39 o.: Diese schließlich ist es!
- 40 o.: Frau (heb. ischschah), die weibliche Form von "Mann" (heb. isch)
- 41 eigtl.: er haftet (o.: klebt) an seiner Frau; n. Mt 19,4-6 u. Mk 10,7.8 ist V. 24 nicht mehr Aussage Adams, sondern Gottes; daher keine Anführungsstriche.