Altes Testament
1. Mose Kapitel 47
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und Josef kam und gab Pharao Bericht und sagte: "Mein Vater und meine Brüder und ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was sie haben, sind aus dem Land Kanaan gekommen. Und - siehe! - sie sind im Land Goschen."
2Und aus der gesamten <Zahl> seiner Brüder hatte er fünf Männer mitgenommen und stellte sie vor das Angesicht Pharaos.
3Und Pharao sagte zu seinen Brüdern: "Was ist eure Tätigkeit?" Und sie sagten zu Pharao: "Deine Knechte sind Hirten des Kleinviehs, sowohl wir als auch unsere Väter."
4Und sie sagten zu Pharao: "Wir sind gekommen, um uns im Land als Fremde aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für das Kleinvieh, das deine Knechte haben, denn der Hunger ist schwer im Land Kanaan. Und nun: Es mögen deine Knechte bitte im Land Goschen wohnen."
5Da sagte Pharao zu Josef: "Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekommen.
6Das Land Ägypten ist vor dir: Lass deinen Vater und deine Brüder im besten Teil des Landes wohnen. Sie sollen im Land Goschen wohnen. Und wenn du erkennst, dass tüchtige Männer1 unter ihnen sind, so setze sie als Oberste des Viehs über das ein, was mein ist."
7Und Josef brachte seinen Vater Jakob und ließ ihn vor das Angesicht Pharaos treten. Und Jakob segnete Pharao.
8Und Pharao sagte zu Jakob: "Wie viele sind die Tage der Jahre deines Lebens?"
9Und Jakob sagte zu Pharao: "Die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind hundertdreißig Jahre. Wenige und böse waren die Tage der Jahre meines Lebens, und sie reichen nicht an die Tage der Jahre des Lebens meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft."
10Und Jakob segnete Pharao und ging weg vom Angesicht Pharaos.
11Und Josef siedelte seinen Vater und seine Brüder an und gab ihnen ein Besitztum2 im Land Ägypten, im besten Teil des Landes, im Land Ramses, wie Pharao es geboten hatte.
12Und Josef versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, nach der Zahl der kleinen Kinder.
13Und es gab kein Brot im ganzen Land, denn der Hunger war sehr schwer. Und das Land Ägypten schmachtete3 vor Hunger - und [ebenso] das Land Kanaan.
14Und Josef brachte alles Geld zusammen, das sich im Land Ägypten und im Land Kanaan befand, für das Getreide, das man kaufte. Und Josef brachte das Geld in das Haus Pharaos.
15Und als das Geld im Land Ägypten und im Land Kanaan ausging, kamen alle Ägypter zu Josef und sagten: "Gib uns Brot! Und warum sollen wir vor deinen Augen sterben?, denn das Geld ist zu Ende."
16Und Josef sagte: "Schafft euer Vieh her, so will ich euch geben für euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist."
17Und sie brachten ihr Vieh zu Josef. Und Josef gab ihnen Brot für die Pferde und für die Kleinviehherden und für die Rinderherden und für die Esel. Und er versorgte sie in jenem Jahr mit Brot für ihr ganzes Vieh.
18Als jenes Jahr zu Ende war, kamen sie im zweiten Jahr zu ihm und sagten zu ihm: "Wir können es meinem Herrn nicht verhehlen, sondern das Geld und die Viehherden sind vollständig zu meinem Herrn gekommen; nichts ist vor meinem Herrn übrig geblieben als nur unser Leib und unser Erdboden.
19Warum sollen wir vor deinen Augen sterben, sowohl wir als auch unser Erdboden4? Kaufe uns und unseren Erdboden für Brot, so wollen wir und unser Erdboden dem Pharao zu leibeigenen Knechten werden. Und gib Samen5, dass wir leben und nicht sterben und der Erdboden nicht öde werde."
20Und Josef kaufte allen Erdboden Ägyptens für Pharao; denn die Ägypter verkauften jeder sein Feld, weil der Hunger hart auf ihnen war. Und so wurde das Land dem Pharao zu eigen.
21Das Volk aber ließ er in die verschiedenen Städte bringen6, von einem Ende der Grenze Ägyptens bis zum anderen Ende7.
22Nur den Erdboden der Priester kaufte er nicht; denn die Priester hatten ein festgesetztes [Einkommen] von Pharao, und sie aßen ihr festgesetztes [Einkommen], das Pharao ihnen gab. Deshalb verkauften sie ihren Erdboden nicht.
23Und Josef sagte zum Volk: "Siehe! - Ich habe euch und euren Erdboden heute für Pharao gekauft. Siehe! - Da ist Samen für euch. Besät den Erdboden!
24Und beim Einbringen [der Ernte] soll es geschehen, dass ihr Pharao den Fünften gebt. Und vier Teile sollen für euch sein als Saatgut für das Feld und zur Nahrung für euch und für die, die in euren Häusern sind, und zur Nahrung für eure kleinen Kinder."
25Und sie sagten: "Du hast uns am Leben erhalten. Mögen wir Gnade finden in den Augen meines Herrn, dass wir leibeigene Knechte Pharaos werden."
26Und Josef legte es als Gesetz fest bis zu diesem Tag, bezüglich des Erdbodens Ägyptens, dass der fünfte <Teil> Pharao gehört. Nur der Erdboden der Priester, dieser allein, wurde Pharao nicht zuteil.
27Und Israel wohnte im Land Ägypten, im Land Goschen. Und sie machten sich darin ansässig und waren fruchtbar und mehrten sich sehr.
28Und Jakob lebte siebzehn Jahre im Land Ägypten. Und die Tage Jakobs, die Jahre seines Lebens, wurden hundertsiebenundvierzig Jahre.
29Und als die Tage Israels nahten, dass er sterben sollte, rief er seinen Sohn Josef und sagte zu ihm: "Wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, lege bitte deine Hand unter meine Hüfte und erweise Güte und Treue8 an mir. Bitte begrabe mich nicht in Ägypten!
30Und trage mich, sobald ich bei meinen Vätern liege, aus Ägypten fort und begrabe mich in ihrem Grab." Und er sagte: "Ich werde tun nach deinem Wort."
31Er aber sagte: "Schwöre mir!" Und er schwor ihm. Und Israel huldigte9 - über das Kopfende des Bettes hin.
2Und aus der gesamten <Zahl> seiner Brüder hatte er fünf Männer mitgenommen und stellte sie vor das Angesicht Pharaos.
3Und Pharao sagte zu seinen Brüdern: "Was ist eure Tätigkeit?" Und sie sagten zu Pharao: "Deine Knechte sind Hirten des Kleinviehs, sowohl wir als auch unsere Väter."
4Und sie sagten zu Pharao: "Wir sind gekommen, um uns im Land als Fremde aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für das Kleinvieh, das deine Knechte haben, denn der Hunger ist schwer im Land Kanaan. Und nun: Es mögen deine Knechte bitte im Land Goschen wohnen."
5Da sagte Pharao zu Josef: "Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekommen.
6Das Land Ägypten ist vor dir: Lass deinen Vater und deine Brüder im besten Teil des Landes wohnen. Sie sollen im Land Goschen wohnen. Und wenn du erkennst, dass tüchtige Männer1 unter ihnen sind, so setze sie als Oberste des Viehs über das ein, was mein ist."
7Und Josef brachte seinen Vater Jakob und ließ ihn vor das Angesicht Pharaos treten. Und Jakob segnete Pharao.
8Und Pharao sagte zu Jakob: "Wie viele sind die Tage der Jahre deines Lebens?"
9Und Jakob sagte zu Pharao: "Die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind hundertdreißig Jahre. Wenige und böse waren die Tage der Jahre meines Lebens, und sie reichen nicht an die Tage der Jahre des Lebens meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft."
10Und Jakob segnete Pharao und ging weg vom Angesicht Pharaos.
11Und Josef siedelte seinen Vater und seine Brüder an und gab ihnen ein Besitztum2 im Land Ägypten, im besten Teil des Landes, im Land Ramses, wie Pharao es geboten hatte.
12Und Josef versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, nach der Zahl der kleinen Kinder.
13Und es gab kein Brot im ganzen Land, denn der Hunger war sehr schwer. Und das Land Ägypten schmachtete3 vor Hunger - und [ebenso] das Land Kanaan.
14Und Josef brachte alles Geld zusammen, das sich im Land Ägypten und im Land Kanaan befand, für das Getreide, das man kaufte. Und Josef brachte das Geld in das Haus Pharaos.
15Und als das Geld im Land Ägypten und im Land Kanaan ausging, kamen alle Ägypter zu Josef und sagten: "Gib uns Brot! Und warum sollen wir vor deinen Augen sterben?, denn das Geld ist zu Ende."
16Und Josef sagte: "Schafft euer Vieh her, so will ich euch geben für euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist."
17Und sie brachten ihr Vieh zu Josef. Und Josef gab ihnen Brot für die Pferde und für die Kleinviehherden und für die Rinderherden und für die Esel. Und er versorgte sie in jenem Jahr mit Brot für ihr ganzes Vieh.
18Als jenes Jahr zu Ende war, kamen sie im zweiten Jahr zu ihm und sagten zu ihm: "Wir können es meinem Herrn nicht verhehlen, sondern das Geld und die Viehherden sind vollständig zu meinem Herrn gekommen; nichts ist vor meinem Herrn übrig geblieben als nur unser Leib und unser Erdboden.
19Warum sollen wir vor deinen Augen sterben, sowohl wir als auch unser Erdboden4? Kaufe uns und unseren Erdboden für Brot, so wollen wir und unser Erdboden dem Pharao zu leibeigenen Knechten werden. Und gib Samen5, dass wir leben und nicht sterben und der Erdboden nicht öde werde."
20Und Josef kaufte allen Erdboden Ägyptens für Pharao; denn die Ägypter verkauften jeder sein Feld, weil der Hunger hart auf ihnen war. Und so wurde das Land dem Pharao zu eigen.
21Das Volk aber ließ er in die verschiedenen Städte bringen6, von einem Ende der Grenze Ägyptens bis zum anderen Ende7.
22Nur den Erdboden der Priester kaufte er nicht; denn die Priester hatten ein festgesetztes [Einkommen] von Pharao, und sie aßen ihr festgesetztes [Einkommen], das Pharao ihnen gab. Deshalb verkauften sie ihren Erdboden nicht.
23Und Josef sagte zum Volk: "Siehe! - Ich habe euch und euren Erdboden heute für Pharao gekauft. Siehe! - Da ist Samen für euch. Besät den Erdboden!
24Und beim Einbringen [der Ernte] soll es geschehen, dass ihr Pharao den Fünften gebt. Und vier Teile sollen für euch sein als Saatgut für das Feld und zur Nahrung für euch und für die, die in euren Häusern sind, und zur Nahrung für eure kleinen Kinder."
25Und sie sagten: "Du hast uns am Leben erhalten. Mögen wir Gnade finden in den Augen meines Herrn, dass wir leibeigene Knechte Pharaos werden."
26Und Josef legte es als Gesetz fest bis zu diesem Tag, bezüglich des Erdbodens Ägyptens, dass der fünfte <Teil> Pharao gehört. Nur der Erdboden der Priester, dieser allein, wurde Pharao nicht zuteil.
27Und Israel wohnte im Land Ägypten, im Land Goschen. Und sie machten sich darin ansässig und waren fruchtbar und mehrten sich sehr.
28Und Jakob lebte siebzehn Jahre im Land Ägypten. Und die Tage Jakobs, die Jahre seines Lebens, wurden hundertsiebenundvierzig Jahre.
29Und als die Tage Israels nahten, dass er sterben sollte, rief er seinen Sohn Josef und sagte zu ihm: "Wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, lege bitte deine Hand unter meine Hüfte und erweise Güte und Treue8 an mir. Bitte begrabe mich nicht in Ägypten!
30Und trage mich, sobald ich bei meinen Vätern liege, aus Ägypten fort und begrabe mich in ihrem Grab." Und er sagte: "Ich werde tun nach deinem Wort."
31Er aber sagte: "Schwöre mir!" Und er schwor ihm. Und Israel huldigte9 - über das Kopfende des Bettes hin.
Fußnoten
- 1 eigtl.: Männer von Heldenstärke <und Heldenmut>
- 2 d. h.: Grundbesitz
- 3 und war erschöpft
- 4 o.: unser Ackerland; so a. i. Folg.
- 5 o.: Saatgut
- 6 eigtl.: führte er über (o.: siedelte er um), je nach den Städten; n. dem samaritanischen Pentateuch u. d. gr. Üsg.: Und er machte ihm das Volk dienstbar.
- 7 w.: vom Ende (bzw. Rand) der Grenze (o.: des Gebietes) Ägyptens bis zu seinem Ende (bzw. Rand); vgl. 2Mo 26,28; 5Mo 4,32; 13,8; 28,64; Jer 12,12; 25,33; 51,31.
- 8 o.: Beständigkeit; Grundbed.: Wahrheit
- 9 o.: warf sich huldigend nieder