Altes Testament
1. Mose Kapitel 26
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
1Und es war eine Hungersnot im Land, eine andere als die frühere Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. Und Isaak ging zu Abimelech1, dem König der Philister, nach Gerar.
2Und Jahweh erschien ihm und sagte: "Zieh nicht nach Ägypten hinab! Bleibe in dem Land, das ich dir sage2.
3Weile <als Fremder> in diesem Land, und ich werde mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Eid aufrecht halten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe.
4Und ich werde deinen Samen mehren wie die Sterne der Himmel und deinem Samen alle diese Länder geben. Und in deinem Samen werden sich segnen3 alle Völker der Erde,
5dafür, dass Abraham meiner Stimme gehorcht und meine zu wahrenden Aufgaben, meine Gebote, meine Satzungen und meine Weisungen4 bewahrt5 hat."
6Und Isaak weilte in Gerar.
7Und die Männer des Ortes erkundigten sich nach seiner Frau, und er sagte: "Sie ist meine Schwester", denn er fürchtete sich zu sagen: "meine Frau"; - "die Männer des Ortes könnten mich sonst töten wegen Rebekka, denn sie ist von gutem Aussehen."
8Und es geschah, als er längere Zeit dort gewesen war, da blickte Abimelech, der König der Philister, durchs Fenster herab. Und er sah, und - siehe! - Isaak war am <Lachen und> Spielen6 mit Rebekka, seiner Frau.
9Und Abimelech rief Isaak und sagte: "Siehe! - sie ist ja deine Frau. Und wie hast du gesagt: 'Sie ist meine Schwester?'" Und Isaak sagte zu ihm: "Da ich <mir> sagte, ich könnte sonst ihretwegen sterben."
10Und Abimelech sagte: "Was hast du uns da getan! Um ein Kleines, und es hätte einer aus dem Volk bei deiner Frau gelegen, und du hättest Schuld über uns gebracht!"
11Und Abimelech gebot allem Volk und sagte: "Wer diesen Mann und seine Frau antastet, muss unbedingt zu Tode gebracht werden!"
12Und Isaak säte in jenem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache. Und Jahweh segnete ihn.
13Und der Mann wurde groß und wurde immer größer, bis dass er sehr groß war.
14Und er hatte Herden von Kleinvieh und Herden von Rindern und eine große Dienerschaft. Und die Philister beneideten ihn.
15Und alle Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, hatten die Philister verstopft und mit Erde gefüllt.
16Und Abimelech sagte zu Isaak: "Zieh weg von uns, denn du bist uns viel zu mächtig geworden."
17Und Isaak zog von dort weg und schlug sein Lager im Tal Gerar auf und weilte7 dort.
18Und Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, die sie in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben und die die Philister nach dem Tod Abrahams verstopft hatten. Und er gab ihnen die gleichen Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte.
19Und die Knechte Isaaks gruben im Bachtal und fanden dort einen Brunnen mit lebenden Wassern.
20Da stritten die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und sagten: "Uns gehören die Wasser!" Und er gab dem Brunnen den Namen Esek8, weil sie mit ihm gezankt hatten.
21Und sie gruben einen anderen Brunnen, und sie stritten auch um den. Und er gab ihm den Namen Sitna9.
22Und er begab sich von dort weiter und grub einen anderen Brunnen. Und um diesen zankten sie nicht. Und er gab ihm den Namen Rechobot10 und sagte: "Ja, nun hat uns Jahweh weiten Raum gemacht, und wir werden fruchtbar sein im Land."
23Und er zog von dort hinauf nach Beerscheba.
24Und Jahweh erschien ihm in jener Nacht und sagte: "Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Und ich werde dich segnen und deinen Samen mehren wegen Abrahams, meines leibeigenen Knechtes."
25Und er baute dort einen Altar und rief den Namen Jahwehs an. Und er schlug dort sein Zelt auf. Und die Knechte Isaaks gruben dort einen Brunnen.
26Und Abimelech ging von Gerar zu ihm, mit Achusat, seinem Freund, und Pichol, seinem Heerobersten.
27Und Isaak sagte zu ihnen: "Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch hasst und mich von euch fortgeschickt habt?"
28Und sie sagten: "Wir haben deutlich gesehen, dass Jahweh mit dir ist. Und wir sagten <uns>: Möge doch ein <bedrohender> Eid11 zwischen uns sein, zwischen uns und dir. Und wir wollen einen Bund mit dir schließen,
29dass du uns nicht Übles tust, wie wir dich nicht angetastet haben und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich in Frieden fortgeschickt haben. Du bist nun einmal ein Gesegneter Jahwehs."
30Und er machte ihnen ein Mahl. Und sie aßen und tranken.
31Und sie standen früh am Morgen auf und schworen einander12. Und Isaak schickte sie fort, und sie gingen in Frieden von ihm. -
32Und es geschah an jenem Tag, da kamen Isaaks Knechte und gaben ihm Bericht von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: "Wir haben Wasser gefunden."
33Und er nannte ihn Schibea13; daher ist der Name der Stadt Beerscheba bis zu diesem Tag.
34Und Esau war vierzig Jahre alt geworden; und er nahm Judith zur Frau, die Tochter Beeris, des Hetiters, und Basemat, die Tochter Elons, des Hetiters.
35Und sie waren eine Bitternis des Geistes für Isaak und Rebekka.
2Und Jahweh erschien ihm und sagte: "Zieh nicht nach Ägypten hinab! Bleibe in dem Land, das ich dir sage2.
3Weile <als Fremder> in diesem Land, und ich werde mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Eid aufrecht halten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe.
4Und ich werde deinen Samen mehren wie die Sterne der Himmel und deinem Samen alle diese Länder geben. Und in deinem Samen werden sich segnen3 alle Völker der Erde,
5dafür, dass Abraham meiner Stimme gehorcht und meine zu wahrenden Aufgaben, meine Gebote, meine Satzungen und meine Weisungen4 bewahrt5 hat."
6Und Isaak weilte in Gerar.
7Und die Männer des Ortes erkundigten sich nach seiner Frau, und er sagte: "Sie ist meine Schwester", denn er fürchtete sich zu sagen: "meine Frau"; - "die Männer des Ortes könnten mich sonst töten wegen Rebekka, denn sie ist von gutem Aussehen."
8Und es geschah, als er längere Zeit dort gewesen war, da blickte Abimelech, der König der Philister, durchs Fenster herab. Und er sah, und - siehe! - Isaak war am <Lachen und> Spielen6 mit Rebekka, seiner Frau.
9Und Abimelech rief Isaak und sagte: "Siehe! - sie ist ja deine Frau. Und wie hast du gesagt: 'Sie ist meine Schwester?'" Und Isaak sagte zu ihm: "Da ich <mir> sagte, ich könnte sonst ihretwegen sterben."
10Und Abimelech sagte: "Was hast du uns da getan! Um ein Kleines, und es hätte einer aus dem Volk bei deiner Frau gelegen, und du hättest Schuld über uns gebracht!"
11Und Abimelech gebot allem Volk und sagte: "Wer diesen Mann und seine Frau antastet, muss unbedingt zu Tode gebracht werden!"
12Und Isaak säte in jenem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache. Und Jahweh segnete ihn.
13Und der Mann wurde groß und wurde immer größer, bis dass er sehr groß war.
14Und er hatte Herden von Kleinvieh und Herden von Rindern und eine große Dienerschaft. Und die Philister beneideten ihn.
15Und alle Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, hatten die Philister verstopft und mit Erde gefüllt.
16Und Abimelech sagte zu Isaak: "Zieh weg von uns, denn du bist uns viel zu mächtig geworden."
17Und Isaak zog von dort weg und schlug sein Lager im Tal Gerar auf und weilte7 dort.
18Und Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, die sie in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben und die die Philister nach dem Tod Abrahams verstopft hatten. Und er gab ihnen die gleichen Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte.
19Und die Knechte Isaaks gruben im Bachtal und fanden dort einen Brunnen mit lebenden Wassern.
20Da stritten die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und sagten: "Uns gehören die Wasser!" Und er gab dem Brunnen den Namen Esek8, weil sie mit ihm gezankt hatten.
21Und sie gruben einen anderen Brunnen, und sie stritten auch um den. Und er gab ihm den Namen Sitna9.
22Und er begab sich von dort weiter und grub einen anderen Brunnen. Und um diesen zankten sie nicht. Und er gab ihm den Namen Rechobot10 und sagte: "Ja, nun hat uns Jahweh weiten Raum gemacht, und wir werden fruchtbar sein im Land."
23Und er zog von dort hinauf nach Beerscheba.
24Und Jahweh erschien ihm in jener Nacht und sagte: "Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Und ich werde dich segnen und deinen Samen mehren wegen Abrahams, meines leibeigenen Knechtes."
25Und er baute dort einen Altar und rief den Namen Jahwehs an. Und er schlug dort sein Zelt auf. Und die Knechte Isaaks gruben dort einen Brunnen.
26Und Abimelech ging von Gerar zu ihm, mit Achusat, seinem Freund, und Pichol, seinem Heerobersten.
27Und Isaak sagte zu ihnen: "Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch hasst und mich von euch fortgeschickt habt?"
28Und sie sagten: "Wir haben deutlich gesehen, dass Jahweh mit dir ist. Und wir sagten <uns>: Möge doch ein <bedrohender> Eid11 zwischen uns sein, zwischen uns und dir. Und wir wollen einen Bund mit dir schließen,
29dass du uns nicht Übles tust, wie wir dich nicht angetastet haben und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich in Frieden fortgeschickt haben. Du bist nun einmal ein Gesegneter Jahwehs."
30Und er machte ihnen ein Mahl. Und sie aßen und tranken.
31Und sie standen früh am Morgen auf und schworen einander12. Und Isaak schickte sie fort, und sie gingen in Frieden von ihm. -
32Und es geschah an jenem Tag, da kamen Isaaks Knechte und gaben ihm Bericht von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: "Wir haben Wasser gefunden."
33Und er nannte ihn Schibea13; daher ist der Name der Stadt Beerscheba bis zu diesem Tag.
34Und Esau war vierzig Jahre alt geworden; und er nahm Judith zur Frau, die Tochter Beeris, des Hetiters, und Basemat, die Tochter Elons, des Hetiters.
35Und sie waren eine Bitternis des Geistes für Isaak und Rebekka.
Fußnoten
- 1 bed.: Mein Vater ist König; o.: Vater des Königs; ein häufiger Titel der Philisterkönige
- 2 o.: das ich im Begriff bin, dir zu sagen.
- 3 i. S. v.: sich Segen wünschen
- 4 S. Begriffsverz. im Ergänzungsband.
- 5 und gehalten
- 6 o.: Tändeln; das Wort kann ähnlich wie "liebkosen" verwendet werden; 1Mo 39,14.17; 2Mo 32,6.
- 7 o.: wohnte
- 8 bed.: Zank
- 9 bed.: Anklage; Anfeindung
- 10 bed.: weite Räume
- 11 D. i. ein Bundesvertrag, bei dem über den Vertragsbrecher ein Fluch ausgesprochen wird.
- 12 w.: jeder seinem Bruder
- 13 bed.: Schwur