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Altes Testament

1. Mose Kapitel 21

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Jahweh suchte Sara heim, wie er gesagt hatte. Und Jahweh tat Sara, wie er gesagt hatte.
2Und Sara wurde schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, die Gott ihm gesagt hatte.
3Und Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren wurde, den Sara ihm gebar, den Namen Isaak1.
4Und Abraham beschnitt Isaak, seinen Sohn, als er acht Tage alt war, wie Gott es ihm geboten hatte.
5Und Abraham war hundert Jahre alt, als ihm Isaak, sein Sohn, geboren wurde.
6Und Sara sagte: "Ein Lachen hat Gott mir bereitet. Jeder, der es hört, wird mir zulachen."
7Und sie sagte: "Wer hätte Abraham je gesagt: 'Sara wird Söhne säugen'?, denn ich habe seinem Greisenalter einen Sohn geboren."
8Und der Geborene wurde groß und wurde entwöhnt. Und Abraham machte ein großes Mahl an dem Tag, an dem Isaak entwöhnt wurde.
9Und Sara sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie dem Abraham geboren hatte, lachen2.
10Und sie sagte zu Abraham: "Vertreibe diese Magd und ihren Sohn, denn der Sohn dieser Magd darf nicht erben mit meinem Sohn, mit Isaak!"
11Und die Sache war sehr übel in Abrahams Augen - wegen seines Sohnes.
12Aber Gott sagte zu Abraham: "Lass es nicht übel sein in deinen Augen wegen des Knaben und wegen deiner Magd. Alles, was Sara zu dir sagt: Höre auf ihre Stimme, denn in Isaak wird dir ein Same genannt werden!
13Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einem Volk* machen, weil er dein Same ist."
14Und Abraham stand früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab <es> Hagar, legte es auf ihre Schulter, und [gab ihr] den von ihr Geborenen und entließ sie. Und sie ging hin und irrte in der Wüste von Beerscheba umher.
15Und als das Wasser im Schlauch zu Ende gegangen war, warf sie den [von ihr] Geborenen unter einen der Sträucher hin.
16Und sie ging und setzte sich gegenüber hin, einen Bogenschuss weit entfernt, denn sie sagte: "Ich will das Sterben des [von mir] Geborenen nicht ansehen!" Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
17Und Gott hörte auf die Stimme des Knaben. Und der Bote Gottes rief Hagar von den Himmeln zu und sagte zu ihr: "Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht, denn Gott hat auf die Stimme des Knaben gehört, dort, an dem [Ort], wo er ist.
18Stehe auf. Nimm den Knaben und halte ihn fest an deiner Hand, denn ich werde ihn zu einem großen Volk* machen."
19Und Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen. Und sie ging hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben.
20Und Gott war mit dem Knaben. Und er wurde groß. Und er wohnte in der Wüste, und er wurde ein Bogenschütze.
21Und er wohnte in der Wüste Paran. Und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Land Ägypten.
22Und es geschah zu jener Zeit, da sagte Abimelech - und Pichol, sein Heeroberster - zu Abraham: "Gott ist mit dir in allem, was du tust.
23So schwöre mir nun hier bei Gott, dass du weder an mir noch an meinem Spross noch an meinem Nachkommen3 trügerisch handeln wirst! Nach der Güte4, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir und an dem Land tun, in welchem du dich als Fremder aufhältst."
24Und Abraham sagte: "Ich schwöre."
25Und Abraham stellte Abimelech zur Rede anlässlich eines Wasserbrunnens, den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.
26Und Abimelech sagte: "Ich weiß nicht, wer das getan hat. Weder hast du es mir berichtet, noch habe ich davon gehört, außer heute."
27Und Abraham nahm Kleinvieh und Rinder und gab sie Abimelech. Und die beiden schlossen einen Bund.
28Und Abraham stellte sieben <weibliche> Schäfchen der Herde gesondert auf.
29Und Abimelech sagte zu Abraham: "Was sollen diese sieben <weiblichen> Schäfchen, die du gesondert aufgestellt hast?"
30Und er sagte: "Die sieben <weiblichen> Schäfchen sollst du von meiner Hand annehmen, damit es mir zum Zeugnis sei, dass ich diesen Brunnen gegraben habe."
31Daher nannte man diesen Ort Beerscheba5, weil sie beide dort geschworen hatten.
32Und so schlossen sie einen Bund in Beerscheba. Und Abimelech machte sich auf - und Pichol, sein Heeroberster. Und sie kehrten in das Land der Philister zurück.
33Und Abraham pflanzte eine Tamariske in Beerscheba und rief dort den Namen Jahwehs, des ewigen Gottes6, an.
34Und Abraham hielt sich eine lange Zeit <als Fremder> im Land der Philister auf.

Fußnoten

  1. 1 bed.: Er lacht; o.: Man wird lachen.
  2. 2 o.: tändeln; scherzen (hier: im üblen Sinne)
  3. 3 o.: an meinem Geschlecht; an meinen Nachfahren
  4. 4 und Treue; heb. chäsäd; gemeint ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte; die Bundesgüte und -treue.
  5. 5 d. h.: Brunnen des Schwurs (a.: Brunnen der Sieben)
  6. 6 o.: des Gottes der Ewigkeit; heb. El olam