Altes Testament
1. Mose Kapitel 30
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und Rahel sah, dass sie dem Jakob nicht gebar. Und Rahel war eifersüchtig auf ihre Schwester und sagte zu Jakob: "Gib mir Söhne! Und wenn nicht, so sterbe ich."
2Da entbrannte der Zorn Jakobs gegen Rahel, und er sagte: "Bin ich an Gottes Stelle, der dir Leibesfrucht vorenthält?"
3Und sie sagte: "Siehe! Da ist meine Magd Bilha. Gehe zu ihr ein, dass sie auf meine Knie gebäre1. Und <so> werde ich gebaut werden - auch ich - aus ihr."
4Und sie gab ihm ihre leibeigene Magd Bilha zur Frau. Und Jakob ging zu ihr ein.
5Und Bilha wurde schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
6Und Rahel sagte: "Gott hat mir Recht verschafft und auch auf meine Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben." Darum gab sie ihm den Namen Dan2.
7Und Bilha, die leibeigene Magd Rahels, wurde nochmals schwanger und gebar Jakob einen zweiten Sohn.
8Und Rahel sagte: "Kämpfe Gottes3 habe ich mit meiner Schwester gekämpft - und auch gesiegt!" Und sie gab ihm den Namen Naftali4.
9Und als Lea sah, dass sie zu gebären aufhörte, nahm sie ihre leibeigene Magd Silpa und gab sie Jakob zur Frau.
10Und Silpa, die leibeigene Magd Leas, gebar Jakob einen Sohn.
11Und Lea sagte: "Glück zu!"5 Und sie gab ihm den Namen Gad6.
12Und Silpa, die leibeigene Magd Leas, gebar Jakob einen zweiten Sohn.
13Und Lea sagte: "Zu meiner Seligkeit! Ja, selig preisen werden mich die Töchter!" Und sie gab ihm den Namen Asser7.
14Und Ruben ging aus in den Tagen der Weizenernte und fand "Liebesäpfel"8 auf dem Feld. Und er brachte sie seiner Mutter Lea. Und Rahel sagte zu Lea: "Gib mir bitte von den Liebesäpfeln deines Sohnes."
15Und sie sagte zu ihr: "Ist es <dir> zu wenig, meinen Mann zu nehmen, dass du auch die Liebesäpfel meines Sohnes nimmst?" Und Rahel sagte: "So mag er denn diese Nacht bei dir liegen für die Liebesäpfel deines Sohnes."
16Und als Jakob am Abend vom Feld kam, ging Lea hinaus, ihm zu begegnen, und sagte: "Zu mir sollst du eingehen, denn gekauft habe ich dich, gekauft für die Liebesäpfel meines Sohnes." Und er lag in dieser Nacht bei ihr.
17Und Gott erhörte Lea, und sie wurde schwanger und gebar Jakob einen fünften Sohn.
18Und Lea sagte: "Gott hat <mir> meinen Lohn gegeben, weil ich meine leibeigene Magd meinem Mann gegeben habe!" Und sie gab ihm den Namen Issaschar9.
19Und Lea wurde nochmals schwanger und gebar Jakob einen sechsten Sohn.
20Und Lea sagte: "Gott hat mich mit einem guten Geschenk beschenkt. Diesmal10 wird mein Mann bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren." Und sie gab ihm den Namen Sebulon11.
21Und danach gebar sie eine Tochter. Und sie gab ihr den Namen Dina12.
22Und Gott gedachte der Rahel, und Gott erhörte sie und öffnete ihren Mutterleib.
23Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und sie sagte: "Gott hat meine Schmach weggenommen."
24Und sie gab ihm den Namen Josef13 und sagte: "Jahweh füge mir einen anderen Sohn hinzu."
25Und es geschah, als Rahel Josef geboren hatte, da sagte Jakob zu Laban: "Entlasse mich, dass ich an meinen Ort und in mein Land ziehe.
26Gib <mir> meine Frauen und meine [von ihnen] Geborenen, um die ich dir gedient habe, und ich werde gehen, denn du selbst kennst ja meinen Dienst, mit dem ich dir gedient habe."
27Und Laban sagte zu ihm: "Möchte ich doch Gnade14 finden in deinen Augen! Ich habe durch Wasserweissagung15 erfahren, dass Jahweh mich deinetwegen gesegnet hat."
28Und er sagte: "Bestimme mir deinen Lohn, und ich werde ihn geben."
29Und er sagte zu ihm: "Du selbst weißt, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh geworden ist bei mir;
30denn wenig war, was du vor mir16 hattest, und es hat sich zu einer Menge ausgebreitet, und Jahweh hat dich gesegnet auf jedem meiner Tritte. Jetzt aber, wann soll ich auch für mein Haus tätig sein?"
31Und er sagte: "Was soll ich dir geben?" Und Jakob sagte: "Du sollst mir gar nichts geben. Wenn du mir diese17 Sache tun wirst, werde ich dein Kleinvieh wieder weiden [und] hüten:
32Ich will heute durch dein ganzes Kleinvieh gehen und daraus aussondern jedes gesprenkelte und gefleckte Stück und jedes dunkelfarbige Stück unter den Schaflämmern und das Gefleckte und Gesprenkelte unter den Ziegen. Und das18 soll mein Lohn sein.
33Und meine Gerechtigkeit19 wird für mich zeugen an einem zukünftigen Tag - vor deinem Angesicht, wenn du meines Lohnes wegen herkommst. Alles bei mir, was nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter den Ziegen und dunkelfarbig unter den Schaflämmern, das soll als gestohlen gelten."
34Und Laban sagte: "Siehe! Es geschehe nach deinem Wort!"
35Und er sonderte an jenem Tag die gestreiften und gefleckten [Ziegen]böcke aus und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles, woran etwas Weißes war, und alles Dunkelfarbige unter den Schaflämmern. Und er gab es20 unter die Hand seiner Söhne
36und ordnete einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob an. Und Jakob weidete21 die übrige Herde Labans.
37Und Jakob nahm sich frische Ruten von Weißpappeln22 und Mandelbäumen und Platanen und schälte an ihnen weiße Streifen heraus zur Freilegung des Weißen, das an den Ruten war.
38Und er legte die Ruten, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, in die Wassertränken, wohin die Tiere23 zum Trinken kamen, gerade vor die Tiere hin. Sie waren aber in der Brunst, wenn sie zum Trinken kamen.
39Und die Tiere paarten sich vor den Ruten. Und die Tiere gebaren Gestreifte, Gesprenkelte und Gefleckte.
40Die Lämmer nun sonderte Jakob aus, und er richtete das Gesicht der Tiere auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige unter den Tieren Labans. Und er machte sich gesonderte Herden und tat sie nicht zu den Tieren Labans.
41Und es geschah, sooft die kräftigen Tiere in der Brunst waren, legte Jakob die Ruten vor die Augen der Tiere in die Tränkrinnen, damit sie sich bei den Ruten paarten.
42Wenn aber die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hin. Und <so> wurden die schwächlichen Laban zuteil und die kräftigen Jakob zuteil.
43Und der Mann breitete sich sehr, sehr aus und bekam viele Tiere und leibeigene Mägde und leibeigene Knechte und Kamele und Esel.
2Da entbrannte der Zorn Jakobs gegen Rahel, und er sagte: "Bin ich an Gottes Stelle, der dir Leibesfrucht vorenthält?"
3Und sie sagte: "Siehe! Da ist meine Magd Bilha. Gehe zu ihr ein, dass sie auf meine Knie gebäre1. Und <so> werde ich gebaut werden - auch ich - aus ihr."
4Und sie gab ihm ihre leibeigene Magd Bilha zur Frau. Und Jakob ging zu ihr ein.
5Und Bilha wurde schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
6Und Rahel sagte: "Gott hat mir Recht verschafft und auch auf meine Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben." Darum gab sie ihm den Namen Dan2.
7Und Bilha, die leibeigene Magd Rahels, wurde nochmals schwanger und gebar Jakob einen zweiten Sohn.
8Und Rahel sagte: "Kämpfe Gottes3 habe ich mit meiner Schwester gekämpft - und auch gesiegt!" Und sie gab ihm den Namen Naftali4.
9Und als Lea sah, dass sie zu gebären aufhörte, nahm sie ihre leibeigene Magd Silpa und gab sie Jakob zur Frau.
10Und Silpa, die leibeigene Magd Leas, gebar Jakob einen Sohn.
11Und Lea sagte: "Glück zu!"5 Und sie gab ihm den Namen Gad6.
12Und Silpa, die leibeigene Magd Leas, gebar Jakob einen zweiten Sohn.
13Und Lea sagte: "Zu meiner Seligkeit! Ja, selig preisen werden mich die Töchter!" Und sie gab ihm den Namen Asser7.
14Und Ruben ging aus in den Tagen der Weizenernte und fand "Liebesäpfel"8 auf dem Feld. Und er brachte sie seiner Mutter Lea. Und Rahel sagte zu Lea: "Gib mir bitte von den Liebesäpfeln deines Sohnes."
15Und sie sagte zu ihr: "Ist es <dir> zu wenig, meinen Mann zu nehmen, dass du auch die Liebesäpfel meines Sohnes nimmst?" Und Rahel sagte: "So mag er denn diese Nacht bei dir liegen für die Liebesäpfel deines Sohnes."
16Und als Jakob am Abend vom Feld kam, ging Lea hinaus, ihm zu begegnen, und sagte: "Zu mir sollst du eingehen, denn gekauft habe ich dich, gekauft für die Liebesäpfel meines Sohnes." Und er lag in dieser Nacht bei ihr.
17Und Gott erhörte Lea, und sie wurde schwanger und gebar Jakob einen fünften Sohn.
18Und Lea sagte: "Gott hat <mir> meinen Lohn gegeben, weil ich meine leibeigene Magd meinem Mann gegeben habe!" Und sie gab ihm den Namen Issaschar9.
19Und Lea wurde nochmals schwanger und gebar Jakob einen sechsten Sohn.
20Und Lea sagte: "Gott hat mich mit einem guten Geschenk beschenkt. Diesmal10 wird mein Mann bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren." Und sie gab ihm den Namen Sebulon11.
21Und danach gebar sie eine Tochter. Und sie gab ihr den Namen Dina12.
22Und Gott gedachte der Rahel, und Gott erhörte sie und öffnete ihren Mutterleib.
23Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und sie sagte: "Gott hat meine Schmach weggenommen."
24Und sie gab ihm den Namen Josef13 und sagte: "Jahweh füge mir einen anderen Sohn hinzu."
25Und es geschah, als Rahel Josef geboren hatte, da sagte Jakob zu Laban: "Entlasse mich, dass ich an meinen Ort und in mein Land ziehe.
26Gib <mir> meine Frauen und meine [von ihnen] Geborenen, um die ich dir gedient habe, und ich werde gehen, denn du selbst kennst ja meinen Dienst, mit dem ich dir gedient habe."
27Und Laban sagte zu ihm: "Möchte ich doch Gnade14 finden in deinen Augen! Ich habe durch Wasserweissagung15 erfahren, dass Jahweh mich deinetwegen gesegnet hat."
28Und er sagte: "Bestimme mir deinen Lohn, und ich werde ihn geben."
29Und er sagte zu ihm: "Du selbst weißt, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh geworden ist bei mir;
30denn wenig war, was du vor mir16 hattest, und es hat sich zu einer Menge ausgebreitet, und Jahweh hat dich gesegnet auf jedem meiner Tritte. Jetzt aber, wann soll ich auch für mein Haus tätig sein?"
31Und er sagte: "Was soll ich dir geben?" Und Jakob sagte: "Du sollst mir gar nichts geben. Wenn du mir diese17 Sache tun wirst, werde ich dein Kleinvieh wieder weiden [und] hüten:
32Ich will heute durch dein ganzes Kleinvieh gehen und daraus aussondern jedes gesprenkelte und gefleckte Stück und jedes dunkelfarbige Stück unter den Schaflämmern und das Gefleckte und Gesprenkelte unter den Ziegen. Und das18 soll mein Lohn sein.
33Und meine Gerechtigkeit19 wird für mich zeugen an einem zukünftigen Tag - vor deinem Angesicht, wenn du meines Lohnes wegen herkommst. Alles bei mir, was nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter den Ziegen und dunkelfarbig unter den Schaflämmern, das soll als gestohlen gelten."
34Und Laban sagte: "Siehe! Es geschehe nach deinem Wort!"
35Und er sonderte an jenem Tag die gestreiften und gefleckten [Ziegen]böcke aus und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles, woran etwas Weißes war, und alles Dunkelfarbige unter den Schaflämmern. Und er gab es20 unter die Hand seiner Söhne
36und ordnete einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob an. Und Jakob weidete21 die übrige Herde Labans.
37Und Jakob nahm sich frische Ruten von Weißpappeln22 und Mandelbäumen und Platanen und schälte an ihnen weiße Streifen heraus zur Freilegung des Weißen, das an den Ruten war.
38Und er legte die Ruten, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, in die Wassertränken, wohin die Tiere23 zum Trinken kamen, gerade vor die Tiere hin. Sie waren aber in der Brunst, wenn sie zum Trinken kamen.
39Und die Tiere paarten sich vor den Ruten. Und die Tiere gebaren Gestreifte, Gesprenkelte und Gefleckte.
40Die Lämmer nun sonderte Jakob aus, und er richtete das Gesicht der Tiere auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige unter den Tieren Labans. Und er machte sich gesonderte Herden und tat sie nicht zu den Tieren Labans.
41Und es geschah, sooft die kräftigen Tiere in der Brunst waren, legte Jakob die Ruten vor die Augen der Tiere in die Tränkrinnen, damit sie sich bei den Ruten paarten.
42Wenn aber die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hin. Und <so> wurden die schwächlichen Laban zuteil und die kräftigen Jakob zuteil.
43Und der Mann breitete sich sehr, sehr aus und bekam viele Tiere und leibeigene Mägde und leibeigene Knechte und Kamele und Esel.
Fußnoten
- 1 d. h.: in meinen Schoß hinein (sodass ihr Kind als meines gilt).
- 2 bed.: Richter; der Recht Verschaffende
- 3 o.: Kämpfe um Gott (und seine Gnade)
- 4 bed.: meine Kämpfe; o.: mein Erkämpfter
- 5 o.: Zu [meinem] Glück!
- 6 bed.: Glück
- 7 bed.: selig; der Selige
- 8 heb. dodanim; d. s. nussgroße Äpfelchen der Alraune.
- 9 bed.: Es gibt Lohn; o.: Er bringt Lohn.
- 10 o.: Schließlich; o.: Nunmehr
- 11 bed.: Wohnung
- 12 bed.: Recht; eine, der zum Recht verholfen worden ist.
- 13 bed.: "Wegnehmer" (1Mo 30,23) und "Hinzufügender" (35,17).
- 14 o.: Gunst
- 15 o.: Becherwahrsagung (d. i.: Hydromantie); Vorzeichenbefragung
- 16 d. h.: vor meiner Ankunft
- 17 i. S. v.: folgende
- 18 d. i.: das Ausgesonderte
- 19 und Redlichkeit
- 20 d. h.: die als Lohn Jakobs ausgeschiedenen Tiere
- 21 und hütete
- 22 o.: Storax-Stauden; die Bed. ist nicht gesichert.
- 23 eigtl.: das Kleinvieh; so a. i. Folg.