Altes Testament
1. Mose Kapitel 38
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und es geschah zu jener Zeit, dass Juda hinabzog, von seinen Brüdern fort. Und er schlug <seine Zelte> auf - bis hin zu einem Mann von Adullam. Dessen Name war Hira1.
2Und Juda sah dort die Tochter eines kanaanitischen Mannes; dessen Name war Schua2. Und er nahm sie <zur Frau> und ging zu ihr ein.
3Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und er gab ihm den Namen Er3.
4Und sie wurde nochmals schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Onan4.
5Und nochmals fügte sie hinzu und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Schela5. Er6 war aber in Kesib, als sie ihn gebar.
6Und Juda nahm für Er, seinen Erstgeborenen, eine Frau. Und ihr Name war Tamar7.
7Und Er, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen Jahwehs, und Jahweh ließ ihn sterben.
8Und Juda sagte zu Onan: "Gehe zu der Frau deines Bruders ein und vollziehe die Schwagerehe an ihr und erwecke Samen deinem Bruder."
9Und Onan wusste, dass der Same8 nicht ihm gehören würde. Und es geschah, wenn er zu der Frau seines Bruders einging, verderbte er es zur Erde9, um seinem Bruder nicht Samen zu geben.
10Und es war böse in den Augen Jahwehs, was er tat. Und er ließ auch ihn sterben.
11Und Juda sagte zu Tamar, seiner Schwiegertochter: "Bleibe Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela groß geworden ist!" - denn er sagte <sich>: "Dass nicht auch er sterbe wie seine Brüder." Und Tamar ging hin und blieb im Hause ihres Vaters.
12Und es vergingen viele Tage, da starb die Tochter Schuas, die Frau Judas. Und als Juda sich getröstet hatte, ging er zu seinen Schafscherern hinauf nach Timna, er und sein Freund Hira, der Adullamiter.
13Und es wurde Tamar berichtet: "Siehe! - dein Schwiegervater geht nach Timna hinauf, sein Kleinvieh zu scheren."
14Da tat sie die Kleider ihrer Witwenschaft von sich und bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich. Und sie setzte sich an den Eingang von Enajim, das am Weg nach Timna liegt; denn sie hatte gesehen, dass Schela groß geworden war und sie ihm nicht zur Frau gegeben worden war.
15Und Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht bedeckt.
16Und er bog zu ihr ab an den Weg und sagte: "Lass mich doch zu dir eingehen!" - denn er erkannte nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Und sie sagte: "Was gibst du mir <dafür>, dass du zu mir eingehst?"
17Und er sagte: "Ich schicke ein Ziegenböckchen von der Herde." Und sie sagte: "Wenn du ein Pfand gibst, bis du es schickst."
18Und er sagte: "Was für ein Pfand soll ich dir geben?" Und sie sagte: "Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand ist." Und er gab es ihr und ging zu ihr ein. Und sie wurde schwanger von ihm.10
19Und sie stand auf und ging hin und tat ihren Schleier von sich und zog die Kleider ihrer Witwenschaft an.
20Und Juda sandte das Ziegenböckchen durch die Hand seines Freundes, des Adullamiters, um das Pfand aus der Hand der Frau zu nehmen. Aber er fand sie nicht.
21Und er fragte die Leute ihres Ortes: "Wo ist jene Geweihte11, die bei Enajim am Weg war?" Und sie sagten: "Es ist hier keine Geweihte gewesen."
22Und er kehrte zu Juda zurück und sagte: "Ich habe sie nicht gefunden. Und auch sagen die Leute des Ortes: 'Es ist hier keine Geweihte gewesen.'"
23Und Juda sagte: "Sie mag es für sich behalten, damit wir nur nicht zum Gespött werden. Siehe! - Ich habe dieses Ziegenböckchen geschickt. Und du, du hast sie nicht gefunden."
24Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde Juda berichtet: "Tamar, deine Schwiegertochter, hat gehurt! Und - siehe! - sie ist von der Hurerei auch schwanger geworden." Und Juda sagte: "Führt sie hinaus, dass sie verbrannt werde!"
25Als sie hinausgeführt wurde, sandte sie zu ihrem Schwiegervater und sagte12: "Von dem Mann, dem dieses gehört, bin ich schwanger." Und sie sagte: "Sieh dir genau an, wem dieser Siegelring und diese Schnur und dieser Stab gehören!"
26Und Juda sah es sich genau an. Und er sagte: "Sie ist gerecht, im Gegensatz zu mir13! [Das ist] eben deshalb, weil ich sie meinem Sohn Schela nicht gegeben habe." Und er erkannte sie hinfort nicht mehr.
27Und es geschah, zu der Zeit, da sie gebären sollte - siehe! -, da waren Zwillinge in ihrem Leib.
28Und es geschah, während sie gebar, da streckte einer die Hand hervor. Und die Hebamme nahm einen scharlachroten14 Faden und band ihn um seine Hand und sagte: "Dieser ist zuerst hervorgekommen."
29Und es geschah, als er seine Hand zurückzog - siehe! -, da kam sein Bruder heraus. Und sie sagte: "Was hast du deinetwegen einen Riss gerissen?" Und man gab ihm den Namen Perez15.
30Und danach kam sein Bruder heraus, um dessen Hand der scharlachrote Faden war. Und man gab ihm den Namen Serach16.
2Und Juda sah dort die Tochter eines kanaanitischen Mannes; dessen Name war Schua2. Und er nahm sie <zur Frau> und ging zu ihr ein.
3Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und er gab ihm den Namen Er3.
4Und sie wurde nochmals schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Onan4.
5Und nochmals fügte sie hinzu und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Schela5. Er6 war aber in Kesib, als sie ihn gebar.
6Und Juda nahm für Er, seinen Erstgeborenen, eine Frau. Und ihr Name war Tamar7.
7Und Er, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen Jahwehs, und Jahweh ließ ihn sterben.
8Und Juda sagte zu Onan: "Gehe zu der Frau deines Bruders ein und vollziehe die Schwagerehe an ihr und erwecke Samen deinem Bruder."
9Und Onan wusste, dass der Same8 nicht ihm gehören würde. Und es geschah, wenn er zu der Frau seines Bruders einging, verderbte er es zur Erde9, um seinem Bruder nicht Samen zu geben.
10Und es war böse in den Augen Jahwehs, was er tat. Und er ließ auch ihn sterben.
11Und Juda sagte zu Tamar, seiner Schwiegertochter: "Bleibe Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela groß geworden ist!" - denn er sagte <sich>: "Dass nicht auch er sterbe wie seine Brüder." Und Tamar ging hin und blieb im Hause ihres Vaters.
12Und es vergingen viele Tage, da starb die Tochter Schuas, die Frau Judas. Und als Juda sich getröstet hatte, ging er zu seinen Schafscherern hinauf nach Timna, er und sein Freund Hira, der Adullamiter.
13Und es wurde Tamar berichtet: "Siehe! - dein Schwiegervater geht nach Timna hinauf, sein Kleinvieh zu scheren."
14Da tat sie die Kleider ihrer Witwenschaft von sich und bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich. Und sie setzte sich an den Eingang von Enajim, das am Weg nach Timna liegt; denn sie hatte gesehen, dass Schela groß geworden war und sie ihm nicht zur Frau gegeben worden war.
15Und Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht bedeckt.
16Und er bog zu ihr ab an den Weg und sagte: "Lass mich doch zu dir eingehen!" - denn er erkannte nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Und sie sagte: "Was gibst du mir <dafür>, dass du zu mir eingehst?"
17Und er sagte: "Ich schicke ein Ziegenböckchen von der Herde." Und sie sagte: "Wenn du ein Pfand gibst, bis du es schickst."
18Und er sagte: "Was für ein Pfand soll ich dir geben?" Und sie sagte: "Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand ist." Und er gab es ihr und ging zu ihr ein. Und sie wurde schwanger von ihm.10
19Und sie stand auf und ging hin und tat ihren Schleier von sich und zog die Kleider ihrer Witwenschaft an.
20Und Juda sandte das Ziegenböckchen durch die Hand seines Freundes, des Adullamiters, um das Pfand aus der Hand der Frau zu nehmen. Aber er fand sie nicht.
21Und er fragte die Leute ihres Ortes: "Wo ist jene Geweihte11, die bei Enajim am Weg war?" Und sie sagten: "Es ist hier keine Geweihte gewesen."
22Und er kehrte zu Juda zurück und sagte: "Ich habe sie nicht gefunden. Und auch sagen die Leute des Ortes: 'Es ist hier keine Geweihte gewesen.'"
23Und Juda sagte: "Sie mag es für sich behalten, damit wir nur nicht zum Gespött werden. Siehe! - Ich habe dieses Ziegenböckchen geschickt. Und du, du hast sie nicht gefunden."
24Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde Juda berichtet: "Tamar, deine Schwiegertochter, hat gehurt! Und - siehe! - sie ist von der Hurerei auch schwanger geworden." Und Juda sagte: "Führt sie hinaus, dass sie verbrannt werde!"
25Als sie hinausgeführt wurde, sandte sie zu ihrem Schwiegervater und sagte12: "Von dem Mann, dem dieses gehört, bin ich schwanger." Und sie sagte: "Sieh dir genau an, wem dieser Siegelring und diese Schnur und dieser Stab gehören!"
26Und Juda sah es sich genau an. Und er sagte: "Sie ist gerecht, im Gegensatz zu mir13! [Das ist] eben deshalb, weil ich sie meinem Sohn Schela nicht gegeben habe." Und er erkannte sie hinfort nicht mehr.
27Und es geschah, zu der Zeit, da sie gebären sollte - siehe! -, da waren Zwillinge in ihrem Leib.
28Und es geschah, während sie gebar, da streckte einer die Hand hervor. Und die Hebamme nahm einen scharlachroten14 Faden und band ihn um seine Hand und sagte: "Dieser ist zuerst hervorgekommen."
29Und es geschah, als er seine Hand zurückzog - siehe! -, da kam sein Bruder heraus. Und sie sagte: "Was hast du deinetwegen einen Riss gerissen?" Und man gab ihm den Namen Perez15.
30Und danach kam sein Bruder heraus, um dessen Hand der scharlachrote Faden war. Und man gab ihm den Namen Serach16.
Fußnoten
- 1 bed.: Adel; Adelsgeschlecht
- 2 bed.: reich, wohlhabend, hochrangig; luxuriös
- 3 bed.: Wächter, Beschützer; w.: er rief seinen Namen "Er"; entsprechend a. i. Folg.
- 4 bed.: der Kräftige, der Rüstige
- 5 bed.: Wohlergehen, Gedeihen, Ruhe
- 6 n. d. gr. Üsg.: Sie
- 7 bed.: Palme
- 8 d. h.: der Nachkomme
- 9 der Sinn ist vmtl.: ließ er den Samen auf die Erde fallen
- 10 w.: Und sie empfing zu seinen Gunsten.
- 11 "Geweihte" waren männliche oder weibliche Tempelprostituierte, meist im Dienst einer Fruchtbarkeitsgöttin wie Astarte.
- 12 i. S. v.: ließ sagen
- 13 o.: Sie ist gerechter als ich.
- 14 o.: karmesinroten; so a. i. Folg.
- 15 bed.: Riss
- 16 bed.: Aufgang; o.: Lichtglanz (wie der rötliche Glanz der aufgehenden Sonne)