Altes Testament
1. Mose Kapitel 24
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und Abraham war alt, er war in die Jahre1 gekommen. Und Jahweh hatte Abraham gesegnet in allem.
2Und Abraham sagte zu seinem leibeigenen Knecht, dem Ältesten2 seines Hauses, dem Herrscher3 über alles, was er hatte: "Lege bitte deine Hand unter meine Hüfte4,
3dass ich dich schwören lasse bei Jahweh, dem Gott der Himmel und dem Gott der Erde5, dass du meinem Sohn nicht eine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Mitte ich wohne,
4sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft sollst du gehen und eine Frau für meinen Sohn nehmen, für Isaak."
5Und der Knecht sagte zu ihm: "Vielleicht willigt die Frau nicht ein, mir in dieses Land zu folgen. Soll ich dann deinen Sohn wieder zurückbringen, zurück in das Land, aus dem du ausgezogen bist?"
6Da sagte Abraham zu ihm: "Hüte dich6, meinen Sohn dorthin zurückzubringen!
7Jahweh, der Gott des Himmels, der mich aus dem Haus meines Vaters und aus dem Land meiner Verwandtschaft nahm, und der zu mir redete und der mir schwor: 'Deinem Samen werde ich dieses Land geben!', der wird seinen Boten7 vor deinem Angesicht her senden, dass du meinem Sohn von dort eine Frau nehmest.
8Aber wenn die Frau nicht einwilligt, dir zu folgen, bist du von diesem meinem8 Schwur frei. Nur sollst du meinen Sohn nicht dorthin zurückbringen."
9Und der Knecht legte seine Hand unter die Hüfte Abrahams, seines Herrn, und schwor ihm gemäß dieser Rede9.
10Und der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin. Und allerlei Gut seines Herrn hatte er mit sich. Und er machte sich auf und zog nach Aram-Naharajim10, zur Stadt Nahors.
11Und er ließ die Kamele draußen vor der Stadt niederknien beim Wasserbrunnen, zur Abendzeit, zu der Zeit, da die Schöpferinnen herauskommen.
12Und er sagte: "Jahweh, Gott meines Herrn Abraham, lass es mir bitte heute begegnen und erweise Güte11 an meinem Herrn Abraham!
13Siehe! Ich stehe bei der Wasserquelle, und die Töchter der Leute der Stadt kommen heraus, Wasser zu schöpfen.
14Möge es nun geschehen, dass die junge Frau12, zu der ich sagen werde: 'Bitte, neige deinen Krug, dass ich trinke', und welche sagen wird: 'Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken', diejenige sei, die du deinem leibeigenen Knecht Isaak beschieden hast13. Und daran werde ich erkennen, dass du an meinem Herrn Güte erwiesen hast."
15Und es geschah, er hatte noch nicht ausgeredet - siehe! -, da kam Rebekka heraus, die dem Betuël geboren worden war, dem Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams. Und ihr Krug war auf ihrer Schulter.
16Und die junge Frau war sehr schön von Aussehen, eine Jungfrau; und14 kein Mann hatte sie erkannt. Und sie stieg zur Quelle hinab und füllte ihren Krug und kam herauf.
17Und der Knecht lief ihr entgegen und sagte: "Lass mich bitte ein wenig Wasser aus deinem Krug schlürfen."
18Sie sagte: "Trinke, mein Herr." Und eilends ließ sie ihren Krug auf ihre Hand herab und gab ihm zu trinken.
19Und als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sagte sie: "Auch für deine Kamele will ich schöpfen, bis sie genug getrunken haben."
20Und sie eilte und goss ihren Krug aus in die Tränkrinne und lief nochmals zum Brunnen, um zu schöpfen; und so schöpfte sie für alle seine Kamele.
21Der Mann aber sah verwundert zu, schweigend, um zu erkennen, ob Jahweh zu seinem Wege Gelingen gegeben habe oder nicht.
22Und es geschah, als die Kamele genug getrunken hatten, da nahm der Mann einen goldenen Ring15 (ein halber Schekel sein Gewicht) und zwei Spangen für ihre Hände (zehn <Schekel> Gold ihr Gewicht),
23und er sagte: "Wessen Tochter bist du? Sag es mir bitte. Gibt es im Haus deines Vaters Platz für uns zum Übernachten?"
24Und sie sagte zu ihm: "Ich bin die Tochter Betuëls, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat."
25Und sie sagte zu ihm: "Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in Menge, auch Platz zum Übernachten."
26Da kniete sich der Mann hin und warf sich vor Jahweh huldigend nieder,
27und er sagte: "Gelobt16 sei Jahweh, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Güte und seine Treue17 meinem Herrn gegenüber nicht hat aufhören lassen! Mich, mich hat Jahweh geradewegs zum Haus der Brüder meines Herrn geführt!"
28Und die junge Frau lief und berichtete diese Dinge dem Haus ihrer Mutter.
29Und Rebekka hatte einen Bruder. Sein Name war Laban. Und Laban lief zu dem Mann hinaus, zur Quelle.
30Es geschah <nämlich>, als er den Ring gesehen hatte und die Spangen an den Händen18 seiner Schwester, und als er die Worte seiner Schwester Rebekka gehört hatte, [die] gesagt hatte: "So hat der Mann zu mir geredet", da kam er zu dem Mann. Und - siehe! - er stand bei den Kamelen an der Quelle.
31Und er sagte: "Komm, Gesegneter Jahwehs! Warum stehst du draußen? - Habe ich doch selbst das Haus aufgeräumt. Und es ist Platz da für die Kamele."
32Und der Mann ging ins Haus. Und man sattelte die Kamele ab und gab den Kamelen Stroh und Futter und [gab] Wasser, seine Füße zu waschen und die Füße der Männer, die bei ihm waren.
33Und es wurde ihm zu essen vorgesetzt. Aber er sagte: "Ich will nicht essen, bis ich meine Worte geredet habe." Und er sagte: "Rede!"
34Und er sagte: "Ich bin ein leibeigener Knecht Abrahams.
35Und Jahweh hat meinen Herrn sehr gesegnet, sodass er groß geworden ist. Und er hat ihm Kleinvieh gegeben und Rinder, und Silber und Gold, und leibeigene Knechte und leibeigene Mägde und Kamele und Esel.
36Und Sara, die Frau meines Herrn, hat meinem Herrn einen Sohn geboren, nachdem sie alt geworden war. Und alles, was sein ist, hat er ihm gegeben.
37Und mein Herr hat mich schwören lassen: 'Du sollst meinem Sohn nicht eine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nehmen, in deren Land ich wohne,
38sondern zu dem Haus meines Vaters und zu meiner Sippe sollst du gehen und meinem Sohn eine Frau nehmen.'
39Und ich sagte zu meinem Herrn: 'Vielleicht wird die Frau mir nicht folgen.'
40Und er sagte zu mir: 'Jahweh, vor dessen Angesicht ich gewandelt bin, wird seinen Boten mit dir senden und zu deinem Wege Gelingen geben, dass du meinem Sohn eine Frau aus meiner Sippe und aus dem Haus meines Vaters nehmest.
41Dann19 sollst du frei sein von meinem <bedrohenden> Eid20: Wenn du zu meiner Sippe kommst und man sie dir nicht gibt, bist du frei von meinem Eid.'
42So kam ich heute zu der Quelle und sagte: 'Jahweh, Gott meines Herrn Abraham, wenn du bitte Gelingen geben möchtest zu meinem Wege, auf dem ich gehe!
43Siehe! Ich stehe bei der Wasserquelle; und es soll <so> sein: Die Jungfrau, die herauskommt, um zu schöpfen, und zu der ich sagen werde: 'Gib mir bitte ein wenig Wasser aus deinem Krug zu trinken!',
44und welche zu mir sagen wird: 'Trinke du, und auch für deine Kamele will ich schöpfen', dass diese die Frau sei, die Jahweh dem Sohn meines Herrn zugewiesen hat21.'
45Ich hatte in meinem Herzen noch nicht ausgeredet - siehe! -, da kam Rebekka heraus mit ihrem Krug auf ihrer Schulter. Und sie stieg zur Quelle hinab und schöpfte. Und ich sagte zu ihr: 'Gib mir bitte zu trinken!'
46Und eilends ließ sie ihren Krug von ihrer Schulter herab und sagte: 'Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken.' Und ich trank, und sie tränkte auch die Kamele.
47Und ich fragte sie: 'Wessen Tochter bist du?' Und sie sagte: 'Die Tochter Betuëls, des Sohnes Nahors, den Milka ihm geboren hat.' Da legte ich den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre Hände
48und kniete mich hin und warf mich vor Jahweh huldigend nieder. Und ich lobte Jahweh, den Gott meines Herrn Abraham, der mich auf dem Weg der Wahrheit geleitet hat, die Tochter des Bruders meines Herrn für seinen Sohn zu nehmen.
49Und nun, wenn ihr Güte und Treue an meinem Herrn erweisen wollt, tut es mir kund, und wenn nicht, tut es mir kund, und <so> werde ich mich nach rechts oder nach links wenden."
50Und Laban und Betuël antworteten und sagten: "Von Jahweh ist die Sache ausgegangen. Wir können dir nichts sagen, weder Böses noch Gutes.
51Siehe! Rebekka ist vor dir: Nimm sie und gehe hin, und sie sei die Frau des Sohnes deines Herrn, wie Jahweh gesagt hat."
52Und es geschah, als der Knecht Abrahams ihre Worte hörte, warf er sich vor Jahweh huldigend zur Erde nieder.
53Und der Knecht zog Schmucksachen22 aus Silber hervor und Schmucksachen aus Gold und Kleider und gab sie Rebekka. Und er gab ihrem Bruder und ihrer Mutter Kostbarkeiten.
54Und sie aßen und tranken, er und die Männer, die bei ihm waren. Und sie übernachteten. Und am Morgen standen sie auf. Und er sagte: "Entlasst mich zu meinem Herrn!"
55Aber ihr Bruder sagte - und ihre Mutter: "Lass die junge Frau einige Tage oder zehn bei uns bleiben, danach magst du gehen."
56Aber er sagte zu ihnen: "Haltet mich nicht auf, da Jahweh Gelingen gegeben hat zu meinem Wege. Entlasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe!"
57Und sie sagten: "Lasst uns die junge Frau rufen und ihren Mund fragen."
58Und sie riefen Rebekka und sagten zu ihr: "Willst du mit diesem Mann gehen?" Und sie sagte: "Ich will gehen."
59Und sie entließen ihre Schwester Rebekka und deren Amme und den Knecht Abrahams und seine Männer.
60Und sie segneten Rebekka und sagten zu ihr: "Unsere Schwester, werde du zu Tausenden von Zehntausenden23! Und dein Same nehme das Tor seiner Hasser <als Erbe> in Besitz!"
61Und Rebekka machte sich auf, und ihre Mädchen [machten sich auf]. Und sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann. Und der Knecht nahm Rebekka und ging.
62Und Isaak kam von einem Gang24 nach dem Brunnen "des Lebenden, der mich sieht"25. Er wohnte <nämlich> im Land des Südens26.
63Und Isaak war ausgegangen, um auf dem Feld zu sinnen beim Anbruch des Abends. Und er erhob seine Augen und sah, und - siehe! - da kamen Kamele.
64Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak. Und sie glitt vom Kamel herab
65und sagte zu dem Knecht: "Wer ist der Mann, der auf dem Feld geht, uns zu begegnen?" Und der Knecht sagte: "Das ist mein Herr." Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.
66Und der Knecht erzählte Isaak all die Dinge, die er getan hatte.
67Und Isaak führte sie in das Zelt seiner Mutter Sara. Und er nahm Rebekka, und sie wurde seine Frau. Und er liebte sie. Und Isaak wurde - nach [dem Tod] seiner Mutter - getröstet.
2Und Abraham sagte zu seinem leibeigenen Knecht, dem Ältesten2 seines Hauses, dem Herrscher3 über alles, was er hatte: "Lege bitte deine Hand unter meine Hüfte4,
3dass ich dich schwören lasse bei Jahweh, dem Gott der Himmel und dem Gott der Erde5, dass du meinem Sohn nicht eine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Mitte ich wohne,
4sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft sollst du gehen und eine Frau für meinen Sohn nehmen, für Isaak."
5Und der Knecht sagte zu ihm: "Vielleicht willigt die Frau nicht ein, mir in dieses Land zu folgen. Soll ich dann deinen Sohn wieder zurückbringen, zurück in das Land, aus dem du ausgezogen bist?"
6Da sagte Abraham zu ihm: "Hüte dich6, meinen Sohn dorthin zurückzubringen!
7Jahweh, der Gott des Himmels, der mich aus dem Haus meines Vaters und aus dem Land meiner Verwandtschaft nahm, und der zu mir redete und der mir schwor: 'Deinem Samen werde ich dieses Land geben!', der wird seinen Boten7 vor deinem Angesicht her senden, dass du meinem Sohn von dort eine Frau nehmest.
8Aber wenn die Frau nicht einwilligt, dir zu folgen, bist du von diesem meinem8 Schwur frei. Nur sollst du meinen Sohn nicht dorthin zurückbringen."
9Und der Knecht legte seine Hand unter die Hüfte Abrahams, seines Herrn, und schwor ihm gemäß dieser Rede9.
10Und der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin. Und allerlei Gut seines Herrn hatte er mit sich. Und er machte sich auf und zog nach Aram-Naharajim10, zur Stadt Nahors.
11Und er ließ die Kamele draußen vor der Stadt niederknien beim Wasserbrunnen, zur Abendzeit, zu der Zeit, da die Schöpferinnen herauskommen.
12Und er sagte: "Jahweh, Gott meines Herrn Abraham, lass es mir bitte heute begegnen und erweise Güte11 an meinem Herrn Abraham!
13Siehe! Ich stehe bei der Wasserquelle, und die Töchter der Leute der Stadt kommen heraus, Wasser zu schöpfen.
14Möge es nun geschehen, dass die junge Frau12, zu der ich sagen werde: 'Bitte, neige deinen Krug, dass ich trinke', und welche sagen wird: 'Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken', diejenige sei, die du deinem leibeigenen Knecht Isaak beschieden hast13. Und daran werde ich erkennen, dass du an meinem Herrn Güte erwiesen hast."
15Und es geschah, er hatte noch nicht ausgeredet - siehe! -, da kam Rebekka heraus, die dem Betuël geboren worden war, dem Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams. Und ihr Krug war auf ihrer Schulter.
16Und die junge Frau war sehr schön von Aussehen, eine Jungfrau; und14 kein Mann hatte sie erkannt. Und sie stieg zur Quelle hinab und füllte ihren Krug und kam herauf.
17Und der Knecht lief ihr entgegen und sagte: "Lass mich bitte ein wenig Wasser aus deinem Krug schlürfen."
18Sie sagte: "Trinke, mein Herr." Und eilends ließ sie ihren Krug auf ihre Hand herab und gab ihm zu trinken.
19Und als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sagte sie: "Auch für deine Kamele will ich schöpfen, bis sie genug getrunken haben."
20Und sie eilte und goss ihren Krug aus in die Tränkrinne und lief nochmals zum Brunnen, um zu schöpfen; und so schöpfte sie für alle seine Kamele.
21Der Mann aber sah verwundert zu, schweigend, um zu erkennen, ob Jahweh zu seinem Wege Gelingen gegeben habe oder nicht.
22Und es geschah, als die Kamele genug getrunken hatten, da nahm der Mann einen goldenen Ring15 (ein halber Schekel sein Gewicht) und zwei Spangen für ihre Hände (zehn <Schekel> Gold ihr Gewicht),
23und er sagte: "Wessen Tochter bist du? Sag es mir bitte. Gibt es im Haus deines Vaters Platz für uns zum Übernachten?"
24Und sie sagte zu ihm: "Ich bin die Tochter Betuëls, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat."
25Und sie sagte zu ihm: "Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in Menge, auch Platz zum Übernachten."
26Da kniete sich der Mann hin und warf sich vor Jahweh huldigend nieder,
27und er sagte: "Gelobt16 sei Jahweh, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Güte und seine Treue17 meinem Herrn gegenüber nicht hat aufhören lassen! Mich, mich hat Jahweh geradewegs zum Haus der Brüder meines Herrn geführt!"
28Und die junge Frau lief und berichtete diese Dinge dem Haus ihrer Mutter.
29Und Rebekka hatte einen Bruder. Sein Name war Laban. Und Laban lief zu dem Mann hinaus, zur Quelle.
30Es geschah <nämlich>, als er den Ring gesehen hatte und die Spangen an den Händen18 seiner Schwester, und als er die Worte seiner Schwester Rebekka gehört hatte, [die] gesagt hatte: "So hat der Mann zu mir geredet", da kam er zu dem Mann. Und - siehe! - er stand bei den Kamelen an der Quelle.
31Und er sagte: "Komm, Gesegneter Jahwehs! Warum stehst du draußen? - Habe ich doch selbst das Haus aufgeräumt. Und es ist Platz da für die Kamele."
32Und der Mann ging ins Haus. Und man sattelte die Kamele ab und gab den Kamelen Stroh und Futter und [gab] Wasser, seine Füße zu waschen und die Füße der Männer, die bei ihm waren.
33Und es wurde ihm zu essen vorgesetzt. Aber er sagte: "Ich will nicht essen, bis ich meine Worte geredet habe." Und er sagte: "Rede!"
34Und er sagte: "Ich bin ein leibeigener Knecht Abrahams.
35Und Jahweh hat meinen Herrn sehr gesegnet, sodass er groß geworden ist. Und er hat ihm Kleinvieh gegeben und Rinder, und Silber und Gold, und leibeigene Knechte und leibeigene Mägde und Kamele und Esel.
36Und Sara, die Frau meines Herrn, hat meinem Herrn einen Sohn geboren, nachdem sie alt geworden war. Und alles, was sein ist, hat er ihm gegeben.
37Und mein Herr hat mich schwören lassen: 'Du sollst meinem Sohn nicht eine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nehmen, in deren Land ich wohne,
38sondern zu dem Haus meines Vaters und zu meiner Sippe sollst du gehen und meinem Sohn eine Frau nehmen.'
39Und ich sagte zu meinem Herrn: 'Vielleicht wird die Frau mir nicht folgen.'
40Und er sagte zu mir: 'Jahweh, vor dessen Angesicht ich gewandelt bin, wird seinen Boten mit dir senden und zu deinem Wege Gelingen geben, dass du meinem Sohn eine Frau aus meiner Sippe und aus dem Haus meines Vaters nehmest.
41Dann19 sollst du frei sein von meinem <bedrohenden> Eid20: Wenn du zu meiner Sippe kommst und man sie dir nicht gibt, bist du frei von meinem Eid.'
42So kam ich heute zu der Quelle und sagte: 'Jahweh, Gott meines Herrn Abraham, wenn du bitte Gelingen geben möchtest zu meinem Wege, auf dem ich gehe!
43Siehe! Ich stehe bei der Wasserquelle; und es soll <so> sein: Die Jungfrau, die herauskommt, um zu schöpfen, und zu der ich sagen werde: 'Gib mir bitte ein wenig Wasser aus deinem Krug zu trinken!',
44und welche zu mir sagen wird: 'Trinke du, und auch für deine Kamele will ich schöpfen', dass diese die Frau sei, die Jahweh dem Sohn meines Herrn zugewiesen hat21.'
45Ich hatte in meinem Herzen noch nicht ausgeredet - siehe! -, da kam Rebekka heraus mit ihrem Krug auf ihrer Schulter. Und sie stieg zur Quelle hinab und schöpfte. Und ich sagte zu ihr: 'Gib mir bitte zu trinken!'
46Und eilends ließ sie ihren Krug von ihrer Schulter herab und sagte: 'Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken.' Und ich trank, und sie tränkte auch die Kamele.
47Und ich fragte sie: 'Wessen Tochter bist du?' Und sie sagte: 'Die Tochter Betuëls, des Sohnes Nahors, den Milka ihm geboren hat.' Da legte ich den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre Hände
48und kniete mich hin und warf mich vor Jahweh huldigend nieder. Und ich lobte Jahweh, den Gott meines Herrn Abraham, der mich auf dem Weg der Wahrheit geleitet hat, die Tochter des Bruders meines Herrn für seinen Sohn zu nehmen.
49Und nun, wenn ihr Güte und Treue an meinem Herrn erweisen wollt, tut es mir kund, und wenn nicht, tut es mir kund, und <so> werde ich mich nach rechts oder nach links wenden."
50Und Laban und Betuël antworteten und sagten: "Von Jahweh ist die Sache ausgegangen. Wir können dir nichts sagen, weder Böses noch Gutes.
51Siehe! Rebekka ist vor dir: Nimm sie und gehe hin, und sie sei die Frau des Sohnes deines Herrn, wie Jahweh gesagt hat."
52Und es geschah, als der Knecht Abrahams ihre Worte hörte, warf er sich vor Jahweh huldigend zur Erde nieder.
53Und der Knecht zog Schmucksachen22 aus Silber hervor und Schmucksachen aus Gold und Kleider und gab sie Rebekka. Und er gab ihrem Bruder und ihrer Mutter Kostbarkeiten.
54Und sie aßen und tranken, er und die Männer, die bei ihm waren. Und sie übernachteten. Und am Morgen standen sie auf. Und er sagte: "Entlasst mich zu meinem Herrn!"
55Aber ihr Bruder sagte - und ihre Mutter: "Lass die junge Frau einige Tage oder zehn bei uns bleiben, danach magst du gehen."
56Aber er sagte zu ihnen: "Haltet mich nicht auf, da Jahweh Gelingen gegeben hat zu meinem Wege. Entlasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe!"
57Und sie sagten: "Lasst uns die junge Frau rufen und ihren Mund fragen."
58Und sie riefen Rebekka und sagten zu ihr: "Willst du mit diesem Mann gehen?" Und sie sagte: "Ich will gehen."
59Und sie entließen ihre Schwester Rebekka und deren Amme und den Knecht Abrahams und seine Männer.
60Und sie segneten Rebekka und sagten zu ihr: "Unsere Schwester, werde du zu Tausenden von Zehntausenden23! Und dein Same nehme das Tor seiner Hasser <als Erbe> in Besitz!"
61Und Rebekka machte sich auf, und ihre Mädchen [machten sich auf]. Und sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann. Und der Knecht nahm Rebekka und ging.
62Und Isaak kam von einem Gang24 nach dem Brunnen "des Lebenden, der mich sieht"25. Er wohnte <nämlich> im Land des Südens26.
63Und Isaak war ausgegangen, um auf dem Feld zu sinnen beim Anbruch des Abends. Und er erhob seine Augen und sah, und - siehe! - da kamen Kamele.
64Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak. Und sie glitt vom Kamel herab
65und sagte zu dem Knecht: "Wer ist der Mann, der auf dem Feld geht, uns zu begegnen?" Und der Knecht sagte: "Das ist mein Herr." Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.
66Und der Knecht erzählte Isaak all die Dinge, die er getan hatte.
67Und Isaak führte sie in das Zelt seiner Mutter Sara. Und er nahm Rebekka, und sie wurde seine Frau. Und er liebte sie. Und Isaak wurde - nach [dem Tod] seiner Mutter - getröstet.
Fußnoten
- 1 eigtl.: Tage
- 2 o.: dem Alten
- 3 o.: Aufseher
- 4 o.: Lende; die Körperpartie direkt hinter und unter dem Hüftknochen
- 5 o.: dem Gott des Landes
- 6 eigtl.: Hüte dich für dich; Hüte dich in deinem eigenen Interesse
- 7 d. i.: seinen himmlischen Boten; seinen Engel
- 8 i. S. v.: von diesem mir geleisteten
- 9 o.: in Bezug auf dieses Wort (o.: diese Sache)
- 10 bed.: Aram der beiden Ströme (näml.: Euphrat und Tigris); Bez. für ein Gebiet im Nordwesten Mesopotamiens.
- 11 und Treue (so a. V. 14.27); heb. chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte bzw. Liebe.
- 12 Das heb. Wort kann auch "Mädchen" bed.
- 13 o.: zugewiesen hast (Grundbed.: urteilen)
- 14 i. S. v.: und nämlich
- 15 d. i.: Nasenring (V. 47)
- 16 und gesegnet
- 17 o.: Beständigkeit; Grundbed.: Wahrheit; so a. V. 49.
- 18 o.: Armen; so a. V. 47.
- 19 i. S. v.: Dann und nur dann
- 20 Gemeint ist ein Bundesvertrag, bei dem über den Vertragsbrecher ein Fluch oder eine Beschwörung ausgesprochen wird.
- 21 o.: beschieden hat (Grundbed.: urteilen)
- 22 Grundbed.: Gegenstände; Geräte
- 23 o.: Myriaden
- 24 o.: war [gerade] gekommen von einem Gang; gr. Üsg.: war durch die Wüste gekommen
- 25 heb. be-er la-chai roï
- 26 eigtl.: im Land des Negeb (gesprochen: nägäv)